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Frettchenhaltung: was brauchen Frettchen?

10. Dezember 2012 in Frettchenhaltung

 

Frettchen sind sehr präsente und aktive Haustiere, die eine Reihe von Ansprüchen stellen, um sich wirklich wohl zu fühlen:

 

Max Moreau/flickr Freilauf im gesicherten Garten

Platz: Frettchen sind sehr aktive Tiere, die viel Platz, Bewegung und Auslastung brauchen. Keinesfalls dürfen sie in einem handelsüblichen „Meerschweinchenkäfig“ oder ähnlichem gehalten werden. Wenn man kein extra Zimmer hat und kein ganztägiger Freilauf möglich ist, muss das Frettchen zumindest für einige Stunden am Tag aus dem Käfig dürfen. Der Käfig muss dabei so groß wie möglich sein. Es bietet sich in der Regel ein Eigenbau an, da Fertigkäfige in ausreichender Größe kaum bezahlbar sind. Ein Käfig sollte über mehrere Ebenen gehen und möglichst abwechslungsreich eingerichtet sein, damit die Frettchen nicht geistig verkümmern oder aus Frust gar aggressiv werden. Eine mögliche Größe (mit zusätzlichem Freilauf!) wäre über mehrere Ebenen Zimmerdeckenhoch, dabei mindestens 80cm tief und mindestens 120cm breit. Oder: mindestens 2 Meter breit, mindestens 80 cm tief und über 2 Ebenen mindestens 1 Meter hoch.

Frettchen können in einer großen Voliere im Freien gehalten werden. Zu beachten ist, dass Frettchen Ausbruchskünstler sind und empfindlich auf Zugluft, direkte Sonne, Wärmestau und feuchte Kälte reagieren. Entsprechend wird ein trockener, zugfreier, isolierter Innenbereich in der Voliere benötigt, der verschiedene Höhlen und Rückzugsorte bietet. Frettchen können gut graben, so dass eine Absicherung am Boden nötig ist. Z.B. eine Betonplatte oder ein verrottungsresistentes Gitter, das mindestens 50cm im Boden eingelassen ist. Bei dieser Haltungsform sind 2 Frettchen als Minimum Pflicht. Frettchen können auch sehr gut klettern und passen durch unwahrscheinlich enge Öffnungen. Den ganzen Garten frettchensicher einzuzäunen ist daher kaum möglich.

 

Sirenz Lorraine/flickr Futter verdienen

Höhlen/Schlafhaus: Frettchen mögen Höhlen, vor allem als Rückzugsort und zum schlafen. Das kann ein hohler Baumstamm sein, ein Holzhäuschen oder Katzentunnel und –kratzbäume. Optimal als Schlafhäuschen wäre z.B. eine Kiste mit aufklappbarem Decken (etwa 30x30x30cm). Gepolstert werden sollte die „Höhle“ mit waschbaren Tüchern. Heu oder Einstreu brauchen Frettchen dagegen nicht. Tatsächlich kann Einstreu sogar zu Verdauungsproblemen führen, da Frettchen ihr Futter gerne verteilen, sich Vorräte anlegen und dadurch Streu daran kleben bleibt.

 

Spielzeug/Beschäftigung: Vor allem abwechslungsreich sollte es sein und öfter mal was neues: Rampen, dicke Taue zum klettern, Hängematten (die meisten Frettchen lieben Hängematten, da reicht auch ein gespanntes Tuch in passender Größe), Röhren, Körbe, Zierkorkröhren, Abwasserrohre, flexible dicke Schläuche, Baumstümpfe etc. Auch mit Wasser wird gerne gespielt, hier kann eine breite flache Schale oder im Garten ein flacher Teich angeboten werden. Frettchen lieben es außerdem zu buddeln. Eine entsprechende Kiste mit Erde kann zudem verhindern, dass Frettchen ersatzweise versuchen, Löcher in den Teppich zu buddeln oder Blumen auszutopfen.

An Spielzeug kann zudem einiges an kommerziellem Katzen- oder Hundespielzeug genutzt werden. Frettchen lieben knisterndes und raschelndes, kleine Bälle, Überraschungseibällchen und Plüschtiere. Vorsicht bei Gummi- oder Plastikspielzeug: das kann zerbissen und verschluckt werden, mit teils schlimmen Folgen fürs Tier.

 

Toilette: Frettchen sind normalerweise problemlos stubenrein zu bekommen und nutzen grundsätzlich feste Stellen, um sich zu lösen. Die meisten Frettchenhalter entscheiden sich für ein handelsübliches Katzenklo, mit Katzeneinstreu, was von Frettchen meist bereitwillig angenommen wird.

 

Näpfe: Es eignen schwere Trinknäpfe und Futternäpfe, z.B. aus Keramik, die vom Frettchen nicht als Spielzeug missbraucht werden. Eine Trinkflasche kann eine sinnvolle Alternative sein, wenn das Frettchen viel mit seinem Wasser spielt.

 

Frettchenhaltung erfordert Platz

UGA/flickr Frettchenhaltung erfordert Platz

Freilauf in der Wohnung: Optimal ist ein eigenes Zimmer, da Frettchen sehr neugierig und kletterfreudig sind und alles auf Spieltauglichkeit testen. Sie räumen Regale aus, kommen in jede enge Öffnung, topfen Blumen aus und man muss aufpassen, dass man sie nicht z.B. im Geschirrspüler oder in der Waschmaschine übersieht. Sie suchen überall nach Futter und horten es dann an bestimmten Stellen. Einige Frettchen buddeln mangels Ersatz auf Teppichen und mit Freude werden Vorhänge erklommen. Die ganze Wohnung frettchensicher zu bekommen ist also kaum möglich, Freilauf sollte daher unter Aufsicht stattfinden. Frettchen hauptsächlich im Käfig zu halten, ist keine Alternative.

 

Sozialkontakt: Frettchen sind keine Rudeltiere, die meisten schätzen aber Frettchen-Gesellschaft. Mit anderen Frettchen kann wunderbar gespielt und getobt werden, Körperkontakt und natürliche Kommunikation finden statt. Frettchen können allerdings auch einzeln gehalten werden, brauchen dann aber sehr viel Ansprache und Beschäftigung durch den Menschen. Für Berufstätige sind sie nur geeignet, wenn man mindestens 2 Frettchen in einem eigenen Zimmer hält.

Vor dem Kauf des Frettchens

6. Dezember 2012 in Frettchenhaltung

 

Einige Denkanstöße vor der Entscheidung für ein Frettchen als Haustier:

 

Foto: Max Moreau/flickr Albino Frettchen

- Frettchen werden 8-12 Jahre alt. Sind dermaßen aktive, fordernde Haustiere über den langen Zeitraum einplanbar?

 

- Frettchen brauchen sehr viel Auslauf und können keinesfalls in einem Meerschweinchenkäfig oder ähnlichem gehalten werden. Ein extra Zimmer oder aber ein wirklich großes Gehege mit zusätzlichem Freilauf sind nötig. Hat man den Platz dazu?

 

- Frettchen können gut klettern, sind sehr neugierig und können z.B. Bücherregale ausräumen oder Pflanzen austopfen. Freilauf ohne Beaufsichtigung gestaltet sich damit schwierig.

 

- Was passiert im Urlaub mit den Frettchen?

 

- Mit vernünftigen Kindern kommen die quirligen, verspielten Tiere meist gut aus. Ähnlich wie Katzen, lassen sie sich aber nicht jede Behandlung gefallen. Außerdem spielen Frettchen sehr wild und zwicken dabei auch mal. Verantwortlich für die Tiere sind die erwachsenen Familienmitglieder.

 

Foto: Max Moreau/flickr unterschiedliche Spielvorstellungen…

- Vögel und Kleinnager sind Futter für Frettchen. Daran ändert auch Erziehung nichts. Auch angeln Frettchen gerne in Aquarien, was nicht nur für die Fische unschön ist, sondern auch für das Frettchen, wenn es abrutscht und alleine nicht mehr aus dem Aquarium kommt.

 

- Mit Hunden und Katzen sind Frettchen zu vergesellschaften. Zu beachten ist natürlich der Jagdtrieb des Hundes und die generelle Bereitschaft der einzelnen Tiere, ihr Heim mit artfremden Tieren zu teilen. Katzen z.B. können sehr gestresst reagieren, mit Rückzug oder Unsauberkeit reagieren.

 

- Vor dem Kauf unbedingt bedenken, wie das Frettchen in seinem neuen Zuhause leben soll und danach seine Herkunft auswählen: kennt es Kinder, andere Haustiere, das Leben in einer Wohnung? Ist es eher scheu oder sehr selbstbewusst? Spielt es eher wild oder ist es ein sanfteres Exemplar? Unbedingt viel Zeit mit der Auswahl lassen, Frettchen haben durchaus ausgeprägte eigene Persönlichkeiten.

 

 

Frettchen bekommt man vom Züchter oder aus dem Tierschutz. Mittlerweile gibt es viele Vereine, die sich um Frettchen kümmern, die ihr Zuhause verloren haben. Diese sind in aller Regel sehr gute Ansprechpartner, nicht nur bei der Auswahl des passenden Frettchens, sondern auch bei allen Fragen rund um Haltung, Ernährung und mögliche Probleme. Daneben findet man Frettchen auch immer mal wieder in Tierheimen.

 

Ein Züchter sollte danach ausgewählt werden, dass seine Tiere zutraulich und freundlich sind und die Jungtiere mit viel Menschenkontakt aufwachsen. Natürlich sollte auch ihre Unterkunft artgerecht und sauber sein. Auch ein guter Züchter wird alle Fragen zur Haltung des Frettchens beantworten und auch noch nach dem Kauf Ansprechpartner bei Problemen mit dem Frettchen sein. Von Vorteil ist es, mehrere Züchter zu besuchen, um die Unterschiede zu sehen und den Züchter zu unterstützen, der wirklich mit Liebe und Verstand züchtet. Anders als bei Hunden und Katzen, sind Frettchen auch vom Züchter nicht extrem teuer. Je nach Züchter und Farbe muss mit etwa 30-150€ gerechnet werden. Einen umfassenden Zuchtverband, wie beim Hund den VDH in Deutschland, gibt es bei Frettchen in der Form noch nicht. Einige Vereinigungen, z.B. http://www.frettchenzuchtbund.org/, bemühen sich aber, verbindliche Mindeststandards und eine nachvollziehbare Abstammung in der Frettchenzucht zu erreichen.

 

Jungtiere werden mit 8-10 Wochen abgegeben, das heißt auf Grund der recht festen Ranzzeit, können die jungen Frettchen zwischen Ende Mai und Ende Juli in ihr neues Zuhause ziehen. Zu anderen Zeiten angebotene Welpen sollten nicht unterstützt werden, da meist mit Hormonen entsprechend auf die Muttertiere eingewirkt wurde, um sie als Zuchtmaschine nutzen zu können.

Soziales: Bindung an den Menschen und Artgenossen

16. Oktober 2012 in Welches Haustier passt zu mir

 

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Soziale Faktoren

 

welches Haustier passt zu mir - Frettchen?

Frettchen

Keine Frage, Haustiere bereichern das Leben ihrer Menschen. Sie bringen Leben in die Wohnung und Abwechslung in den Alltag, dienen als Seelentröster, Spielkamerad und Freizeitpartner. Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier, auch viele Erwachsene können sich ein Leben ohne Tiere kaum vorstellen.

Haustiere zu halten, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung sowie zeitlichen und finanziellen Aufwand, und das in der Regel über viele Jahre hinweg. Damit Mensch und Tier dauerhaft miteinander glücklich werden, müssen daher Ansprüche des Tieres und Wünsche des Menschen zueinander passen.

 

Die folgenden Tabellen sollen helfen, das zu seinem Leben und seinen Vorstellungen passende Haustier zu finden.

 

 

braucht Artgenossen soziale Bindung an den Menschen für Vollzeit- Berufstätige geeignet
Hund braucht viel Sozialkontakt, möglichst auch mit anderen Hunden. Wenn kein zweiter Hund im Haushalt lebt, sollten auf Spaziergängen Sozialkontakte zu anderen Hunden ermöglicht werden. sehr hoch, der Mensch ist ein vollwertiger Sozialpartner für den Hund nur bedingt. Viele Hunde bleiben sehr ungern alleine, zudem bedeuten sie einen recht hohen Zeitaufwand neben der Arbeit. Gassigänger, Tagesstätten und ähnliches können eine Alternative sein. siehe auch: Vollzeit-Arbeit und Hund
Katze braucht in der Regel Sozialkontakt, nicht zwingend Artgenossen; sehr von der einzelnen Katze abhängig sehr hoch, der Mensch ist ein vollwertiger Sozialpartner für die Katze Freigänger ja, Wohnungskatzen vor allem dann, wenn die Katze schon älter ist oder mehrere Katzen gehalten werden.
Frettchen bevorzugen es in der Regel, mit Artgenossen zu leben. Brauchen auf jeden Fall viel Sozialkontakt und Beschäftigung baut bei entsprechender Beschäftigung mit dem Tier eine soziale Bindung zum Menschen auf ja, falls die Frettchen einen großen Auslauf und Artgenossen zu Verfügung haben
Zwergkaninchen ja, sollten unbedingt auch bei viel Ansprache durch den Menschen mit Artgenossen gehalten werden baut bei viel Beschäftigung mit dem Tier eine soziale Bindung auf. Der Mensch kann Artgenossen jedoch nicht ersetzen. ja
Meerschweinchen brauchen zwingend Artgenossen, um wirklich glücklich zu sein baut bei viel Beschäftigung mit dem Tier eine soziale Bindung auf. Der Mensch kann Artgenossen jedoch nicht ersetzen. ja
Hamster sind Einzelgänger und müssen alleine gehalten werden, um sich wohl zu fühlen können zahm werden und den Menschen positiv wahrnehmen, bauen aber keine soziale Bindung zu ihm auf. ja, sehr gut für Berufstätige geeignet
Ratten brauchen Artgenossen, auch bei viel Ansprache durch den Menschen bauen soziale Bindung zu ihrem Menschen auf bei Haltung mit Artgenossen in einem großen Gehege, ja
Mäuse keinesfalls einzeln halten können zahm werden und den Menschen positiv wahrnehmen, bauen aber keine soziale Bindung zu ihm auf sehr gut für Berufstätige geeignet
Pferd Pferde sollten unbedingt mit Artgenossen gehalten werden bei entsprechender Haltung durchaus hohe soziale Bindung Prinzipiell ja. Pferde bedeuten allerdings einen sehr hohen Zeitaufwand, sofern der Pensionsstall einem nicht einiges an Arbeit abnimmt.
Aquarium Fisch-abhängig nein, ein Fisch wird einen Menschen nie als Sozialpartner wahnehmen, maximal relativ zahm werden sehr gut für Berufstätige geeignet
Wellensittiche keinesfalls einzeln halten, am besten im Schwarm abhängig von Haltungsform und Beschäftigung mit dem Tier, wird eine soziale Bindung aufgebaut bei artgerechter Haltung (Artgenossen, Voliere) sehr gut für Berufstätige geeignet
Großpapageien brauchen zumindest einen Artgenossen, können bei der Wahl des Partners allerdings sehr wählerisch sein bei guter Haltung und viel Beschäftigung entsteht eine recht hohe soziale Bindung zum Menschen bei artgerechter Haltung (Artgenossen, eigenes Zimmer) gut für Berufstätige geeignet

Benötigter Platz/Unterbringung

16. Oktober 2012 in Welches Haustier passt zu mir

 

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Platzbedarf und Unterbringung

 

welches Haustier passt zu mir - ein Hund?

Terrier

Keine Frage, Haustiere bereichern das Leben ihrer Menschen. Sie bringen Leben in die Wohnung und Abwechslung in den Alltag, dienen als Seelentröster, Spielkamerad und Freizeitpartner. Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier, auch viele Erwachsene können sich ein Leben ohne Tiere kaum vorstellen.

Haustiere zu halten, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung sowie zeitlichen und finanziellen Aufwand, und das in der Regel über viele Jahre hinweg. Damit Mensch und Tier dauerhaft miteinander glücklich werden, müssen daher Ansprüche des Tieres und Wünsche des Menschen zueinander passen.

 

Die folgenden Tabellen sollen helfen, das zu seinem Leben und seinen Vorstellungen passende Haustier zu finden.

 

 

reine Käfig-/Stall-/Beckenhaltung möglich? benötigter Platz in der Wohnung reine Außenhaltung möglich?
Hund nein, brauchen Bewegung und Sozialkontakte. Zwingerhaltung ist in Deutschland nur unter Auflagen erlaubt Sollte am Sozialleben teilnehmen dürfen. Bei genügend Auslastung passt auch ein großer Hund in eine kleine Wohnung ja, bestimmte Rassen bei genügend Sozialkontakten, Bewegung und Beschäftigung
Katze nein bei reinen Wohnungskatzen sollte möglichst die ganze Wohnung von der Katze genutzt werden dürfen ja, je nach Katze, falls eine absolut frostfreie, trockene Rückzugsmöglichkeit jederzeit verfügbar ist.
Frettchen nein, brauchen auch bei großem Stall täglich Auslauf und Beschäftigung bestenfalls ein eigenes Frettchenzimmer, sonst möglichst großer Stall über mehrere Etagen + Freilauf ja, bei langsamer Gewöhnung an kühle Temperaturen und falls eine frostfreie, trockene Rückzugsmöglichkeit vorhanden ist
Zwergkaninchen nur in großem Freilaufgehege Für 2 Kaninchen sollte eine Grundfläche von mind. 2,5m² gegeben sein. Bei Haltung in kleineren Ställen/Käfigen ist täglicher mehrstündiger Freilauf nötig ja, bei langsamer Gewöhnung an kühle Temperaturen und falls eine frostfreie, trockene Rückzugsmöglichkeit gegeben ist.
Meerschweinchen nicht in handelsüblichen Ställen Bei ausschließlicher Stallhaltung sollte eine Grundfläche von mindestens 2m² für 2 Tiere vorhanden sein. Auch über mehrere Etagen möglich oder mittels Steckgitter begrenzter Freilauf in der Wohnung nein, nicht in Deutschland. Vertragen tiefe Temperaturen auch nach Gewöhnung nur schlecht. 8 Grad Celsius sollten möglichst nicht unterschritten werden.
Hamster ja, von Freilauf ist abzuraten Haben nur geringe Platzansprüche. Der Käfig sollte möglichst erhöht stehen. Die Hamsterarten haben sehr unterschiedliche Ansprüche an die Käfiggestaltung, die unbedingt beachtet werden sollten. nein. Hamster sind Wüstentiere, die mit Feuchtigkeit und vor allem feuchtkalter Luft nicht zurecht kommen.
Ratten Ratten sind sehr neugierig, intelligent und sozial am Menschen interessiert. Daher sollte Freilauf und Beschäftigung möglichst täglich stattfinden. großer Stall über mehrere Etagen + möglichst täglicher Freilauf / Beschäftigung eher nein. Hausratten sind längst nicht so robust, wie ihre wilden Verwandten. Eine Außenvoliere ist daher nur im Sommer anzuraten.
Mäuse ja, von Freilauf ist abzuraten gering, Größe des Terrariums/Käfigs nein
Pferd hauptsächliche Boxenhaltung ist keinesfalls artgerecht für Pferde davon ist auszugehen…
Aquarium ja Größe des Auariums, ev. spezieller Unterschrank nötig Jeder Fisch hat ein Temperatur-Optimum, das möglichst wenig über- oder unterschritten werden sollte. Daher bei den meisten Aquarienfischen nicht ohne großen technischen Aufwand möglich.
Wellensittiche ja, aber nur in großer Voliere Eine Voliere sollte bestenfalls eine Grundfläche von mind. 2m² haben, bei einer Höhe von mind. 1,5m. Sonst kombiniert mit tägl. Freiflug eine Haltung im Wintergarten oder im beheizten Gartenhaus ist möglich. Bei Außenhaltung sollte im Sommer ein schattiger Rückzugsort vorhanden sein, im Winter ein frostfreier Rückzugsort.
Großpapageien nein. Auch eine große Voliere sollte mit Freiflug kombiniert werden. Alternativ ein eigenes Zimmer bestenfalls ein eigenes Zimmer siehe Wellensittiche

Der passende Mensch

16. Oktober 2012 in Welches Haustier passt zu mir

 

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der passende Mensch

 

 

Welches Haustier passt zu mir - Pferde?

Pferde

Keine Frage, Haustiere bereichern das Leben ihrer Menschen. Sie bringen Leben in die Wohnung und Abwechslung in den Alltag, dienen als Seelentröster, Spielkamerad und Freizeitpartner. Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier, auch viele Erwachsene können sich ein Leben ohne Tiere kaum vorstellen.

Haustiere zu halten, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung sowie zeitlichen und finanziellen Aufwand, und das in der Regel über viele Jahre hinweg. Damit Mensch und Tier dauerhaft miteinander glücklich werden, müssen daher Ansprüche des Tieres und Wünsche des Menschen zueinander passen.

 

Die folgenden Tabellen sollen helfen, das zu seinem Leben und seinen Vorstellungen passende Haustier zu finden.

 

 

zu wem passt das Tier? für Kinder geeignet? zu bedenken
Hund Geeignet für Menschen mit viel Zeit, die sich gerne mit ihrem Tier beschäftigen, es gerne viel um sich haben und eine enge Beziehung zu ihm eingehen möchten. Außerdem sollte man gerne bei Wind und Wetter spazieren gehen und bereit sein, Arbeit und Nerven in die Erziehung zu investieren.
Durchaus für Kinder geeignet, Erziehung und Auslastung kann aber frühestens ab Teenageralter hauptsächlich vom Kind übernommen werden.
Ein Hund ist ein weiteres Familienmitglied, er braucht engen sozialen Anschluss und leidet sehr, wenn man ihn aus Desinteresse kaum noch beachtet oder er einen Besitzerwechsel durchmachen muss.
Ein Hund bedeutet Arbeit, z.B. bis er ein paar Stunden alleine bleiben kann, niemanden mehr ungewollt anbellt oder ordentlich an der Leine läuft.
Eine (Urlaubs-) Betreuung ist in der Regel deutlich aufwändiger zu organisieren, als bei vielen anderen Haustieren.
Eine gewisse Toleranz für Dreck und Haare sollte vorhanden sein.
Katze Geeignet für Menschen, die sich gerne mit ihrem Tier beschäftigen und eine enge Beziehung zu ihm eingehen wollen, dabei aber eigenständige Persönlichkeiten zu schätzen wissen, die auch deutlich zeigen, wenn ihnen etwas nicht passt. Letzteres muss auch von Kindern akzeptiert werden. Dennoch sind viele Katzen auch für Kinder zum schmusen und spielen gut geeignet. Freigängerkatzen sollten unbedingt kastriert werden! Die Katzenhäuser der Tierheime sind voll, es gibt in Deutschland deutlich mehr Katzen, als gute Zuhause für sie.
Junge Katzen stecken voller Energie und Tatendrang, weit entfernt von “dekorativen”, recht anspruchslosen Schmusetigern, die manch einem vielleicht vorschweben.
Frettchen Frettchen sind eigenwille, erkundungsfreudige, verspielte Raubtiere. Sie sind für Menschen geeignet, die gerne mit einem sehr “präsenten” Tier zusammenleben, wilde Spiele mögen und viel Raum für gesicherten Freilauf bieten können.
Für Kinder nur sehr bedingt geeignet, da Frettchen in der Regel zu wild und eigensinnig sind.
Frettchen sind keine Käfigtiere, keine reinen Beobachtungstiere. Auf keinen Fall eine Art “aktiveres Kaninchen”. Sie sind voller Entdeckerdrang, nur sehr bedingt zu erziehen und neigen dazu, recht wild und auch mit Zahneinsatz zu spielen. Man sollte sich die kleinen Kobolde unbedingt in Aktion ansehen, bevor man sich zur Anschaffung entschließt.
Vögel und Kleinnager sind Futter in für Frettchen.
Zwergkaninchen Geeignet für Menschen, die ruhig und besonnen mit ihrem Tier umgehen, Rücksicht auf die Bedürfnisse ihres Tieres nehmen, dabei Spaß daran haben, ein artgerechtes Gehege zu gestalten, aber nicht unbedingt einen Spielkamerad oder ein “Kuscheltier” erwarten.
Für ältere, verantwortungsvolle Kinder geeignet, die nicht dazu tendieren, nach einer Woche die Lust am neuen “Spielzeug” zu verlieren.
Kaninchen leiden stumm. Das ist sehr tragisch für sie, denn zig Tausende vegetieren in Einzelhaft in kleinen Käfigen vor sich hin. Bitte tun sie das ihrem Kaninchen nicht an!Kinder verlieren häufig schnell das Interesse an Kaninchen. Was passiert dann mit den Tieren?
Meerschweinchen Geeignet für Menschen, die ruhig und besonnen mit ihrem Tier umgehen, Rücksicht auf die Bedürfnisse ihres Tieres nehmen und gerne eine soziale Beziehung zum Tier eingehen möchten.
Für ältere, verantwortungsvolle Kinder geeignet, die nicht dazu tendieren, nach einer Woche die Lust am neuen “Spielzeug” zu verlieren.
Ein Kaninchen ersetzt für ein Meerschweinchen keinesfalls einen Artgenossen (und umgekehrt). Dass es sich damit arrangiert (hat es eine Wahl?), bedeutet nicht, dass es ihm damit wirklich gut geht.
Hamster Geeignet für Menschen mit wenig Zeit und wenig Platz für Tiere, die sich weder direkt mit dem Tier beschäftigen möchten, noch viel Arbeit mit ihm haben wollen, aber dennoch Spaß an der Versorgung des Tieres haben und das “Leben” in der Wohnung zu schätzen wissen.
Für Kinder eher ungeeignet, zumal Hamster nachtaktiv sind.
Hamster sind für Kinder schnell äußerst langweilig und falls sie im Kinderzimmer untergebracht sind, stören sie, da nachtaktiv, den Schlaf der Kinder durch das Laufen im Laufrad. Hamster brauchen ein Laufrad!
Auf keinen Fall einen Hamster in einem Laufball in der Wohnung herum rollen lassen. Das ist purer Stress fürs Tier und damit Tierquälerei!
Ratten Geeignet für Menschen, die sich gerne mit ihrem Tier beschäftigen, eine enge Beziehung zu ihm eingehen wollen, immer wieder neue Anregungen bieten, aber nicht den Platz oder die Zeit für einen Hund haben ;)
Geeignet für verantwortungsvolle Kinder ab Grundschulalter.
Ratten werden nur etwa 2-3 Jahre alt und sterben dann in der Regel an Krebs, oft verbunden mit größeren, sichtbaren Geschwüren. Die Entscheidung, wann das Tier zu erlösen ist, muss der Mensch treffen. Für Kinder kann dies sehr hart sein.
Mäuse Geeignet für Menschen mit wenig Zeit und wenig Platz für Tiere, die sich weder direkt mit dem Tier beschäftigen möchten, noch viel Arbeit mit ihm haben wollen, aber dennoch Spaß an der Versorgung des Tieres haben und das “Leben” in der Wohnung zu schätzen wissen.
Für Kinder eher ungeeignet.
Mäuse vermehren sich unglaublich schnell. Auf keinen Fall weibliche Mäuse mit unkastrierten Böckchen halten. Mäuse sollten allerdings auch keinesfalls einzeln gehalten werden.
Mäuse brauchen auf Grund ihres schnellen Stoffwechsels immer Nahrung und Wasser zur Verfügung, da sie sonst schnell verhungern oder verdursten. Damit muss eine gewissenhafte Pflege gewährleistet sein.
Pferd Geeignet für Menschen, die Pferde lieben; Menschen mit sehr viel Zeit, ausreichend Geld und sehr viel Verantwortungsgefühl. Menschen, die das Tier und seine Bedürfnisse sehr wichtig nehmen, ihnen einen großen Raum im Leben zuordnen und das über viele Jahre hinweg.
Weder die Arbeit noch Finanzielles kann von einem Kind alleine gestemmt werden. Somit müssen entweder die Erwachsenen das Leben mit Pferden wollen oder das Geld für einen Rundumversorgungs- Pensionsstall zu Verfügung stellen.
Viele Mädchen wünschen sich früher oder später ein eigenes Pferd. Die Haltung ist allerdings sehr anspruchsvoll, mit viel täglicher (!) Arbeit verbunden und teuer. Eine Reitbeteiligung kann ein guter Einstieg in die Pferdehaltung sein, zumal um zu sehen, ob das tägliche Interesse am Pferd über einen längeren Zeitraum anhält und auch die ungeliebteren Arbeiten gewissenhaft erfüllt werden.
Aquarium Geeignet für Menschen, die sich sehr gewissenhaft um ihre Tiere kümmern, dabei aber weder Lärm noch Dreck in der Wohnung wollen und auf direkten Kontakt zu den Tieren gut verzichten können.
Sehr gut geeignet für Allergiker und Vollzeitberufstätige. Kinder sollten im Teenageralter sein und sich bewusst für ein Aquarium entscheiden, nicht als Trostpflaster, weil die Eltern kein anderes Tier erlauben.
Die Fischarten haben sehr unterschiedliche Bedürfnisse, zudem gibt es robustere und weniger robuste, kleine Tyrannen und scheue, versteckt lebende, für das Becken viel zu groß werdende (leider beraten viele Zoohandlungen nur unzureichend) und solche, die sich sehr schnell vermehren. Aquarienhaltung bedeutet viel Vorbereitung, z.B. auch durch Fachbücher.
Meerwasseraquarien sind nicht für Einsteiger geeignet. Bereits kleinste Abweichung vom Optimum der anspruchsvollen Wasserwerte lassen die Fische, Korallen und Anemonen absterben.
Wellensittiche Geeignet für Menschen, die sich gerne mit ihrem Tier beschäftigen, aber z.B. Vollzeitberufstätig sind oder allergisch gegen Tierhaare. Wenig mobile Menschen, denen Wellsittiche dennoch viel zum beobachten bieten und Ansprache. Und natürlich alle Vogelliebhaber ;)
Geeignet für vernünftige Kinder ab Grundschulalter, wenn die Eltern bei der Versorgung helfen.
Wellensittiche brauchen Artgenossen, um wirklich glücklich zu sein. Ein Mensch kann keinen Artgenossen ersetzen, so viel Mühe er sich auch gibt. Dass einzeln gehaltene Wellensittiche zahmer werden, stimmt so pauschal nicht, zumal es ein sehr egoistisches Vorgehen auf Kosten des Tieres ist.
Großpapageien Geeignet für Menschen, denen bewusst ist, wie viel Verantwortung und auch Aufwand die Haltung von Großpapageien bedeutet und das wirklich gerne leisten. Menschen, die dem Tier viel Platz in der Wohnung bieten können, sich gerne mit den Tieren beschäftigen, und präsente Persönlichkeiten zu schätzen wissen.
Als “Kinder-Haustier” nicht geeignet.
Wildfänge bedrohen nicht nur den Bestand in den Heimatländern der Papageien, sondern bringen auch vielen Tieren während des Transports einen qualvollen Tod. Daher unbedingt nur Nachzuchten (aus Deutschland) kaufen. Großpapageien werden etwa so alt wie Menschen. Möchte man den Rest seines Lebens mit ihnen teilen? Was passiert mit dem Vogel, wenn man vor ihm stirbt?

Zeitaufwand

16. Oktober 2012 in Welches Haustier passt zu mir

 

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Zeitaufwand der Haustiere

 

Welches Tier passt zu mir - eine Katze?

Hauskatze

Keine Frage, Haustiere bereichern das Leben ihrer Menschen. Sie bringen Leben in die Wohnung und Abwechslung in den Alltag, dienen als Seelentröster, Spielkamerad und Freizeitpartner. Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier, auch viele Erwachsene können sich ein Leben ohne Tiere kaum vorstellen.

Haustiere zu halten, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung sowie zeitlichen und finanziellen Aufwand, und das in der Regel über viele Jahre hinweg. Damit Mensch und Tier dauerhaft miteinander glücklich werden, müssen daher Ansprüche des Tieres und Wünsche des Menschen zueinander passen.

 

Die folgenden Tabellen sollen helfen, das zu seinem Leben und seinen Vorstellungen passende Haustier zu finden.

 

 

Zeitaufwand pro Tag

 

Pflege, Stallreinigung und Fütterung Beschäftigung durch den Menschen Lebenserwartung
Hund rasseabhängig etwa 5-20 Minuten rasseabhängig etwa 1,5-3 Stunden Bewegung und Beschäftigung rasseabhängig etwa 10-14 Jahre
Katze rasseabhängig etwa 5-20 Minuten bei Wohnungskatzen Temperament- abhängig mind. 1 Stunde, Freigänger je nach Katze und Witterung 13-18 Jahre
Frettchen circa 15 Minuten bei Haltung mit Artgenossen in abwechslungsreicher, weitläufiger Umgebung nicht zwingend nötig. Sonst etwa 1-2 Stunden um 10 Jahre
Zwergkaninchen circa 15 Minuten bei artgerechter Haltung mit Artgenossen und genug Platz nicht zwingend nötig. Je mehr Beschäftigung stattfindet, um so enger wird die Beziehung 8-10 Jahre
Meerschweinchen circa 15 Minuten siehe Kaninchen um 8 Jahre
Hamster circa 10 Minuten wollen keine Beschäftigung mit ihrem Menschen 2-3 Jahre
Ratten circa 15 Minuten beschäftigen sich sehr gerne mit ihrem Menschen, brauchen dies bei artgerechter Haltung mit Artgenossen aber nicht täglich. Je mehr Beschäftigung stattfindet, umso enger wird die Beziehung. etwa 3 Jahre, sterben in der Regel an Krebs
Mäuse circa 10 Minuten brauchen keine Beschäftigung mit ihrem Menschen, erkunden aber gerne vom Menschen gebaute Labyrinthe, Klettertürme oder Spielzeug und erarbeiten sich Futter um 2 Jahre
Pferd 1-2 Stunden Bei Weidehaltung nicht zwingend täglich nötig. Bei Boxenhaltung mindestens 2 Stunden. Pferde etwa 25-30 Jahre, Ponys 30-40 Jahre
Aquarium 5-10 Minuten tägl. zur Sichtkontrolle und Überprüfung der Wasserwerte, dazu regelmäßiger Wasserwechsel sehr unterschiedlich, abhängig von Fischart und Haltungsbedingungen
Wellensittiche etwa 15 Minuten bei artgerechter Haltung in der Voliere mit Artgenossen nicht nötig. Werden in der Regel aber schnell zahm und beschäftigen sich durchaus gerne mit ihrem Menschen um 10 Jahre
Großpapageien etwa 20 Minuten bei artgerechter Haltung im großen Papageienzimmer mit Artgenossen und abwechslungsreicher Einrichtung nicht zwingend nötig. Werden aber schnell zahm und beschäftigen sich gerne mit ihrem Menschen je nach Haltung und Pflege etwa 50 – 80 Jahre

Welches Tier passt zu mir? – Kostenvergleich

16. Oktober 2012 in Welches Haustier passt zu mir

 

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Kostenvergleich der Haustiere

 

Welches Tier passt zu mir - Zwergkaninchen?

Zwergkaninchen

Keine Frage, Haustiere bereichern das Leben ihrer Menschen. Sie bringen Leben in die Wohnung und Abwechslung in den Alltag, dienen als Seelentröster, Spielkamerad und Freizeitpartner. Fast jedes Kind wünscht sich irgendwann ein Haustier, auch viele Erwachsene können sich ein Leben ohne Tiere kaum vorstellen.

Haustiere zu halten, bedeutet allerdings auch viel Verantwortung sowie zeitlichen und finanziellen Aufwand, und das in der Regel über viele Jahre hinweg. Damit Mensch und Tier dauerhaft miteinander glücklich werden, müssen daher Ansprüche des Tieres und Wünsche des Menschen zueinander passen.

 

Die folgenden Tabellen sollen helfen, das zu seinem Leben und seinen Vorstellungen passende Haustier zu finden.

 

Kaufpreis Preis Grundausstattung monatliche Kosten
 Hund privat/Tierschutz: ab etwa 100€,
Züchter: 500-2000€ (je nach Rasse)
für Korb, Näpfe, Leinen, Bürste, Spielzeug etc. ab 100€ Futter: etwa 15 – 60€ je nach Hundegröße und Futterqualität; Versicherung und Steuern: ab etwa 15€; Spielzeug, Kauknochen etc.: um 10€; evtl. Tierarzt, Hundeschule, Gassigänger, Friseur
Katze privat/Tierschutz: um 50 – 150€
Züchter: 300 – 1000€
für Kratzbaum, Katzenklo, Transportbox, Spielzeug, Bürste etc. ab 150€ beim gesunden Tier etwa 25-50€ für Futter, Katzenstreu, neues Spielzeug…
Frettchen ab etwa 40€, je nach Farbschlag und Herkunft Häuschen, Hängematte, Näpfe, Spielzeug, Toilette: etwa 100€. Stall: bei Eigenbau um 100€, sonst deutlich mehr. bei artgerechter (hauptsächlicher) Frischfütterung etwa 30€ für Futter,
dazu etwa 5-10€ für Einstreu, Spielzeug…
Zwergkaninchen etwa 10 – 40€, je nach Rasse Näpfe, Häuschen, Stall: um 150€, Auslauf (z.B. Steckgitter mit Abdeckung): ab 50€ für Heu, Futter und Einstreu etwa 15 – 20€ für 2 Tiere
Meerschweinchen etwa 10 – 30€, je nach Rasse siehe Kaninchen für Heu, Futter und Einstreu um 15€ für 2 Tiere
Hamster um 10€, einige Rassetiere auch teurer Käfig und Einrichtung ab etwa 60€ für Futter und Einstreu 10-15€
Ratten um 10€ Käfig und Einrichtung ab etwa 80€ für Futter und Einstreu um 15€
Mäuse um 5€ Käfig und Einrichtung ab etwa 50€ für eine kleine Mäusegruppe etwa 10-15€ für Futter und Einstreu
Pferd Pony: etwa 1000 – 5000€, je nach Abstammung und Ausbildungsstand
Pferd: ab etwa 3000€
etwa 1000 – 3000€ für Sattel, Trense, Putzzeug, Halfter, Decken, Ausstattung des Reiters etc. 100- 400€ im Pensionsstall, je nach enthaltenen Leistungen; um 100€ für Futter und Einstreu, etwa 20€ für Hufschmied, Impfungen etc., um 20€ für Versicherungen (z.B. OP, Haftpflicht)
Aquarium sehr unterschiedlich, viele “Anfänger-Fische” um 3 – 8€ pro Fisch, kleine Schwarmfische auch weniger ab etwa 250€ für ein kleines Einstiegsbecken inkl. Zubehör (Filter, Heizung, Beleuchtung, Bodenkies, Pflanzen). Große Becken benötigen zusätzlich einen stabilen Unterschrank. Sehr unterschiedlich je nach Fischart und Aquariengröße. Zu nennen ist vor allem der Stromverbrauch. Daneben Futter, ev. Wasseraufbereitung, neue Filterwatte und “Ersatzfische” für Verstorbene
Wellensittiche ab 20€, je nach Herkunft und Farbe um 200€ für einen Käfig mit Einrichtung. Volierenhaltung ist im Sinne der Tiere allerdings immer vorzuziehen, nur entsprechend teurer. um 20€ für Futter und Einstreu bei 2 Wellensittichen
Großpapageien je nach Rasse, Herkunft und Alter etwa 400 – 2000€, ältere Privatabgaben auch günstiger Eigenbau-Voliere: ab etwa 200€, bei Kauf deutlich teurer. Einrichtung (Spielzeug, Rückzugsorte, Klettermöglichkeiten etc.): ab etwa 100€ um 30€ für Futter, Einstreu, neues Spielzeug

 

 

Welcher Hund passt zu mir: Aktivität und Charakter

27. August 2012 in welcher Hund passt zu mir?

 

Übersicht welcher Hund passt zu mir

 

 

Aktivität und Charakter

 

Im Laufe der Jahrtausende haben sich eine Vielzahl von unterschiedlichen Hunderassen entwickelt, manche ursprünglich nach Gebrauchsfähigkeit gezüchtet, andere nach angenehmem Äußeren und Gesellschafterqualitäten. So gibt es quirlige kleine Sportskanonen, wachsame und ernsthafte Arbeitshunde, fröhliche Unterhaltungstalente, nervenstarke Phlegmatiker, passionierte Jäger, sensibele Riesen und eigenständige Diven.

 

Manche Rassen benötigen viel Beschäftigung, oft auch eine ganz bestimmte Aufgabe, andere sind genügsame Begleiter oder vielfältig zu begeistern.

 

Saarloos Wolfhund

Oft spricht einen an einer Hunderasse als erstes das Aussehen an. Die Optik spielt später im Alltag aber die geringste Rolle, ob Hund und Halter wirklich miteinander glücklich werden. So sollten das Wesen und die Auslastungsbedürfnisse bei der Wahl des Hundes das wichtigste Kriterium sein. Je ehrlicher man dabei mit sich selbst ist, umso größer ist die Chance auf einen glücklichen Alltag mit dem Hund. So passt eine aktive Rasse zu aktiven Menschen, nicht aber zu Menschen, die eigentlich faul sind, aber gerne aktiver werden würden. Fast jeder Hund geht gerne länger spazieren. Aber nicht jede Rasse braucht dies täglich. Auch die eigene Konsequenz, Ausdauer und Geduld, wird manchesmal überschätzt.

 

Wie darf der Hund denn sein? Eher eigenständig oder mit viel will to please? Ein eigenständiger Hund fordert meist weniger “Bespaßung”, dafür ist es schwieriger, ihn zum Gehorsam zu erziehen oder allgemein für gemeinsame Aktivitäten zu begeistern. Hunde mit viel will to please, z.B. Hütehundrassen, brauchen dagegen die Beschäftigung mit ihren Menschen und bringen meist auch viel Arbeitsdrang mit.

 

Foto: mjk23/flickr Wetterhoun

Wieviel Wachtrieb darf der Hund haben? Soll der Hund jeden Fremden freudig begrüßen oder eher etwas zurückhaltender sein? Viele Menschen wissen es zu schätzen, dass ihr Hund wachsam ist und Ungewöhnliches meldet oder im Ernstfall vielleicht sogar verteidigt. Tatsächlich tun dies die meisten Hunde, auch solche, die nicht extra zum Wachen gezüchtet wurden. Ein Hund mit sehr starkem Wachtrieb muss lernen, sich an seinen Besitzern zu orientieren, damit er nicht selbst entscheidet, wer Freund und wer Feind ist, mit anderen Worten: wer ins Haus gelassen wird.

 

Einige Rassen, vor allem Herdenschutzhunde, wurden explizit zum selbständigen Bewachen und auch selbständigen Entscheiden gezüchtet. Oft sind diese Rassen allgemein misstrauisch gegenüber Fremden und eignen sich damit nicht unbedingt als Bürohund oder auch für eine innerstädtische Wohnlage. Auch wer einen trubeligen Haushalt mit viel Besuch hat, ist mit einer solchen Rasse sicher nicht gut beraten, auch wenn Nachts die Einbrecher fern bleiben.

 

Wie bellfreudig darf der Hund sein? Wohnt man in einem Mietshaus oder einsam auf dem Land? Stört einen selbst das Bellen? Spitze, viele Terrier, aber auch viele Hütehunde sind allgemein recht „mitteilsam“, kommentieren gerne, melden jedes kleine Geräusch oder bellen bei Aufregung.

 

Border Collie

Wie viel Jagdtrieb darf der Hund haben? Jagdtrieb kann sich unterschiedlich äußern. Hütetrieb beispielsweise besteht aus bestimmten Sequenzen des Jagdverhaltens. Gerade unausgelastete oder schlecht erzogene Hütehunde reagieren teils sehr stark auf Bewegungsreize und jagen somit auch Rehen oder Nachbars Katze hinterher. Durch die Leichtführigkeit und das große Interesse an der Zusammenarbeit mit ihrem Menschen, ist der Jagdtrieb bei Hütehunden aber in der Regel gut in den Griff zu bekommen.

 

Viele nordische Rassen können dagegen in wildreichen Gebieten kaum abgeleint werden. Sie bringen teils ausgesprochen starken Jagdtrieb mit und agieren deutlich selbständiger, als Hütehunde.

 

Die eigentlichen Jagdhundrassen wurden zu unterschiedlichen Aufgaben gezüchtet. Einige Rassen, wie z.B. Golden oder Labrador Retriever, kamen erst nach dem Schuss zum Einsatz, Steadyness (also dass ruhige Warten auf ihren Einsatz, auch bei starken Reizen), ist dabei sehr wichtig. Je nach gemachten Erfahrungen oder schlecht erzogen, kann aber auch ein Retriever Spaß am Hetzen entwickeln. Andere Jagdhundrassen, Setter, Pointer oder Spaniel z.B., bringen schon stärkeren Jagdtrieb mit, sind aber ebenfalls zur engen Zusammenarbeit mit ihren Menschen gezüchtet. Mit entsprechender (teils aufwändiger) Auslastung und Erziehung, ist ein Ableinen in Feld und Wald durchaus möglich.

 

Foto: winkyintheuk/flickr Whippet

Windhunde, aber auch Meutehunde wie der Beagle, wurden gezüchtet, selbständig Wild hinterher zu gehen und sich dabei von nichts aufhalten zu lassen. Auch nicht von wütend rufenden Menschen… Diese Rassen sind allgemein mit einem starken eigenen Willen ausgestattet und nicht einfach zu erziehen.

 

Begleithunde und Haus- und Hofhunderassen (z.B. Hovawart, Sennenhunde, Spitze), bringen dagegen meist nur wenig Jagdtrieb mit.

 

Den Jagdtrieb muss man dabei nicht rein negativ sehen. Je nach Rasse bieten sich tolle Beschäftigungsmöglichkeiten, wie z.B. Dummy-Arbeit, Fährte oder Mantrailing an. Auch das spielen mit dem Ball setzt eine gewisse Freude an der Jagd voraus.

 

Wie stellt man sich die Auslastung des Hundes vor? Möchte man in erster Linie einen unkomplizierten, anpassungsfähigen Alltagsbegleiter? Oder vielleicht auch Hundesport mit seinem Hund machen? Oder ihn zum Joggen mitnehmen? Oder ihm viele Tricks beibringen? Gibt es einen Hundesport-Verein in der Nähe? Wie viel Zeit plant man für den täglichen Spaziergang ein?

 

Parson Russell Terrier

Ein Schlittenhund möchte viele Kilometer am Tag laufen, vor allem, wenn es draußen kalt ist. DogDance oder Agility eignen sich als Alternativauslastung bei ihm eher weniger. Umgekehrt ist es z.B. bei Hütehunden. Diese wurden gezüchtet, um auf kleinste Zeichen ihrer Besitzer zu reagieren und sich blitzschnell auf neue Aufgaben einzustellen. Rein durch Bällchen werfen und kilometerweites Fahrradfahren, macht man keinen Hütehund glücklich. Terrier sind meist für Vieles zu begeistern, Hauptsache, es passiert etwas.

Jagdhunde sind ausdauernd, sehr bewegungsfreudig und lassen sich, je nach Rasse, z.B. für Suchspiele jeder Art begeistern oder auch für Wasserarbeit, Fährte oder eine Ausbildung zum Rettungshund.

Hofhunderassen sind in ihren Ansprüchen an Auslastung genügsamer, ebenso die Begleithunderassen. Letztere sind aber dennoch recht begeisterungsfähig und begleiten ihre Menschen gerne im Alltag und bei Spaziergängen. Somit die unkomplizierteste Variante, wenn man in erster Linie einen Gesellschafter sucht.

 

Möglichkeiten sich über eine Rasse zu informieren gibt es viele. Hundeausstellungen sind z.B. voller Menschen, die kaum etwas lieber tun, als stundenlang über ihre Lieblinge zu erzählen. Auch auf Spaziergängen reagieren viele Menschen positiv darauf, mit Interesse auf ihren Hund angesprochen zu werden. Falls man vor hat, einen bestimmten Hundesport zu betreiben, kann man entsprechende Hundevereine oder Wettkämpfe besuchen und die Rassen in Aktion erleben. Ein Nachmittag in der Bücherei oder in einer gut sortierten Buchhandlung, bietet Gelegenheit, in verschiedene Rassebücher rein zu lesen. Im Internet gibt es zu fast jeder Rasse ein Rassespezifisches Forum, wo man auch gleich die typischen Probleme von Haltern dieser Rasse mit ihren Hunden kennen lernt.

 

Rüde oder Hündin?

23. August 2012 in welcher Hund passt zu mir?

 

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Rüde oder Hündin

 

 

Manche Menschen schwören auf Rüden, andere halten aus Überzeugung nur Hündinnen. Hündinnen gelten als „weicher“ und folgsamer. Dies ist aber mindestens ebenso sehr vom individuellen Charakter des Hundes abhängig, wie vom Geschlecht. Vor allem in der Pubertät scheinen Rüden im Allgemeinen aber mehr auszutesten oder vergessen im Hormonrausch schon mal alle bereits erlernten Kommandos. Dennoch sind Rüden nicht automatisch schwieriger oder “dominanter”.

 

Rüde oder Hündin?

Rüde oder Hündin?

Rüden und Hündinnen einer Rasse unterscheiden sich häufig äußerlich voneinander. Bei vielen Rassen sind Rüden tendenziell größer und schwerer gebaut, bei langhaarigen Rassen auch oft mit mehr Fell.

 

Der Nachteil an einer Hündin ist ihre Läufigkeit 2 mal im Jahr (bei einigen Rassen nur 1 mal jährlich). Über mehrere Wochen ist Freilauf kaum möglich. Rüden aus der Nachbarschaft belagern das Grundstück und einige Hündinnen werden auch sehr gewitzt darin auszubrechen, um zu ihrem Herzbuben zu gelangen. Oft sind Hündinnen in der Läufigkeit sehr zickig anderen Hündinnen oder Welpen gegenüber. Manche Hündinnen sind auch sensibeler und anhänglicher als sonst, für Sport und neue Übungen dagegen eher weniger zu begeistern. Allerdings ist eine Teilnahme an der Hundeschule, an Turnieren oder Ausstellungen auch nicht ratsam und teils gar verboten.

Daneben ist nicht jede Hündin sehr reinlich, so dass man Blutflecken überall in der Wohnung verteilt findet. Ein „Höschen“ kann Abhilfe schaffen. Die erste Läufigkeit tritt meist im Alter von 7 – 14 Monaten auf. Bei kleineren Hunderassen früher, als bei größeren.

Etwa 9 Wochen nach einer Läufigkeit (dann, wenn eigentlich die Welpen geboren werden würden) kommt es bei einigen Hündinnen zu einer Scheinschwangerschaft. Die Hündin benimmt sich in dem Fall als hätte sie Welpen, hortet und betüddelt Spielzeug oder Pantoffeln, geht nur ungern spazieren, reagiert gereizt und überanhänglich, produziert teils sogar Milch. Bei extremen Fällen von Scheinträchtigkeit, kann eine Kastration ratsam sein.

 

Rüden dagegen sind das ganze Jahr über an Hündinnen interessiert und wenn man Pech hat, findet sich immer eine läufige Hündin irgendwo im Umfeld. Einige Rüden reagieren bei der Läufigkeit ihrer Lieblingshündinnen mit Futterverweigerung, Heulen oder vergessen jede Form von Gehorsam.

Rüden markieren auch meist deutlich mehr, als Hündinnen. Da sich niemand gerne in sein Blumenbeet pinkeln lässt (und tut dies ein Rüde, folgt ihm jeder danach vorbei kommende) und sich auch niemand gerne auf eine markierte Parkbank setzt, muss der Rüde von Anfang an lernen, wo markieren erlaubt ist und wo nicht.

 

Das Kastrieren des Rüden kann in einigen Fällen das Leben erleichtern. Kastrierte Rüden neigen oft weniger zu Rauflust mit Geschlechtsgenossen, zeigen weniger Interesse an läufigen Hündinnen und markieren auch meist weniger. Alles andere, Leinenrüpelei, Ungehorsam, Desinteresse am Besitzer, verteidigen des Sofas, zusammenbellen des ganzen Hauses beim alleine bleiben oder das Jagen der Nachbarskatze wird nach der Kastration in der Regel aber noch genauso vorhanden sein, wie vor der Kastration. Eine Kastration ist keinesfalls ein Allheilmittel, mit dem man plötzlich einen fügsamen, gehorsamen, ruhigen Hund erhält. Auch weniger Interesse an Beschäftigung, langen Spaziergängen oder wilden Spielen hat ein Hund nach der Kastration im Allgemeinen nicht. Durch die Hormonumstellung ändert sich allerdings häufig die Futterverwertung, so dass die Portionen entsprechend angepasst werden müssen, damit der Hund nicht zunimmt.

 

2 Rüden taxieren sich

Rüden verhalten sich fremden Rüden gegenüber oft etwas „machohaft“, es wird ausgetestet, rumgebrummelt, man(n) umkreist sich mit aufgestellter Rute und schaut, wo man steht. Letztlich ist es aber meist „viel Lärm um Nichts“.

 

Hündinnen sind wenn, eher unterschwellig zickig bei Hundebegegnungen. Falls Hündinnen sich allerdings nicht mögen, fällt die Auseinandersetzung oft härter aus, als unter Rüden.

 

Verhaltensunterschiede gibt es auch Welpen gegenüber. Rüden sind meist freundlicher und toleranter im Umgang mit Welpen. Einige Hündinnen dulden dagegen überhaupt keine fremden Welpen in ihrem Umfeld. Tatsächlich bedeuten fremde Welpen für eine Hündin natürlicherweise Konkurrenz für den eigenen potentiellen Nachwuchs. Ein Rüde dagegen kann sich nie ganz sicher sein, ob er nicht vielleicht selber der Vater des Welpen ist. Welpenschutz außerhalb des eigenen Rudels existiert nicht!

 

Welcher Hund passt zu mir? – Welpe oder erwachsener Hund?

1. August 2012 in welcher Hund passt zu mir?

 

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der Welpe

 

Viele Menschen finden es toll, wie arglos und neugierig Welpen sind. Dass sie alles erforschen wollen, alles als bespielbar einschätzen, aber auch vor eigentlich Alltäglichem zurück schrecken. Alles ist neu und faszinierend. Alles muss erkundet werden, jede kleine Denk- oder Geschicklichkeitsaufgabe ist eine riesige Herausforderung. Man begleitet den Hund von Beginn an, entdeckt mit ihm die Welt und weckt Freude am gemeinsamen Tun. Welpen können die reine Lebensfreude ausstrahlen. Vor allem ist es auch schön zu erleben, wie der Hund langsam immer mehr Vertrauen fasst, immer mehr Zugehörigkeitsgefühl entsteht, man wird ein Team.

 

Genug Menschen sind allerdings heilfroh, wenn der Hund endlich erwachsen ist. Ein Welpe ist quasi ein Vollzeit-Job.

 

Welpen sind noch nicht in der Lage, ihre Blase zu kontrollieren, so darf man sie in den Wachphasen kaum aus dem Augen lassen. Hat man Glück, meldet sich der Welpe, dann hat man nur noch das Problem, ihn innerhalb weniger Sekunden in den Garten oder auf den nächsten Grünstreifen zu befördern. Hat man Pech, muss man eben etwas öfter wischen. Leider müssen junge Welpen auch Nachts noch raus oder zumindest sehr früh morgens. Und wenn man schon mal wach ist, sieht der Welpe es auch eher nicht ein, nach dem Gassigang ruhig weiter zu schlafen. Ein Spiel oder die Wohnung zu erkunden ist viel interessanter, auch um 5 Uhr Morgens.

 

Welpen haben noch keine Beißhemmung. Sie zwicken im Spiel, kauen auf Händen herum oder testen, ob sich das Hosenbein nicht zu einem lustigen Zerrspiel eignet. Wenn man Welpen untereinander beobachtet, wird schnell klar, was sie sich unter einem tollen Spiel vorstellen. Dass menschliche Haut empfindlicher ist und Menschen sich das mit dem Spielen überhaupt etwas anders vorstellen, muss der Zwerg erst noch lernen. Vor allem kleine Kinder sind mit den übermütigen Spielaufforderungen des Welpen schnell überfordert. Umgekehrt leben gerade kleine Welpen auch nicht ungefährlich beim Spiel mit Kindern. Schnell wird der Hund zu sehr gedrückt oder verbogen oder fallen gelassen. Welpen und Kinder sollte man grundsätzlich nie miteinander alleine lassen.

 

Welpen haben ein enormes Kaubedürfnis, vor allem, wenn sie in den Zahnwechsel kommen. Und sie haben keine Ahnung, dass die Zimmerpflanze giftig ist, der zerfetzte Teddy das Lieblingsspielzeug des Sohnes war oder ein Stuhlbein etwas anderes ist, als ein Stöckchen. Apropos Verständnis: Welpen verstehen weder, was „Nein“ heißt, noch dass das aufgeregte von lauten Geräuschen begleitete Herumgefuchtel ihrer Besitzer einen Tadel darstellen soll. Ein Entgegenkommen Seitens der Besitzer in der Kommunikation ist hilfreich, ein paar Grundlagen in hündischer Körpersprache zu beherrschen, sinnvoll.

 

Welpen haben zudem eine sehr kurze Aufmerksamkeitsspanne. Sie schwanken innerhalb von Minuten zwischen aufmerksamem Mitarbeiten, wilder Überdrehtheit und Tiefschlaf. Die „wilden 5 Minuten“ kennt fast jeder Welpenbesitzer, wenn der kleine Terror-Zwerg wie von der Tarantel gestochen durch die Wohnung rast und überhaupt nicht mehr ansprechbar scheint.

 

Welpen müssen viel kennen lernen, um später als erwachsener Hund gelassen auf Umweltreize, Menschen oder andere Hunde zu reagieren. Die Zeitspanne, in der der junge Hund unbedarft auf alles zu geht, ist kurz und gilt es zu nutzen. Alles, was er jetzt lernt, prägt ihn stark für den Rest seines Lebens. Leider auch negative Erlebnisse. Eine Balance zwischen Sicherheit geben und erleben lassen, fördern, ohne zu überfordern, muss gefunden werden.

 

Welpen haben keine Ahnung von Leinenführigkeit und sehen auch keinerlei Sinn darin, „ordentlich“ an der Leine zu laufen. Sie wollen rennen, dann wieder still beobachten, spielen, die Welt erkunden… Die Leine scheint da nur hinderlich. Dennoch muss man von Anfang an konsequent sein, wenn man später nicht vor einem deutlich größeren, kräftigeren Ziehproblem beim erwachsenen Hund stehen will.
Mit Welpen darf man aus gesundheitlichen Gründen auch noch nicht allzu lange spazieren gehen, dafür muss es aber sehr oft sein. Auch abseits von körperlicher Überforderung (Welpen haben meist überhaupt kein Gespür dafür, wann sie genug haben), machen Spaziergänge in Form von „Strecke zurücklegen“ keinerlei Sinn. Es sei denn, man will sich einen Marathonläufer heran trainieren. Der Welpe muss die Welt kennen lernen, nicht sich von A nach B bewegen. Der Weg ist das Ziel.

 

Welpen können noch nicht alleine bleiben. Beim Züchter war ja auch immer jemand da: die Mutterhündin, die Geschwister, Menschen… Nun sind sie in völlig fremder Umgebung bei fremden Menschen, sie müssen erst Vertrauen fassen und langsam begreifen, dass das alleine bleiben kein Weltuntergang ist und ihre Menschen immer wieder kommen. Dazu kommt: je jünger der Welpe, desto kürzer die Schlaf-/Wachphasen. Wenn der Welpe mehrere Stunden alleine bleiben muss, wacht er in dieser Zeit mehrfach auf, sucht seine Sozialpartner, ist voller Tatendrang und die Blase drückt. Er ist gezwungen, sich im Haus zu lösen, einhalten kann er ja noch nicht. Für das Stubenreinheitstraining ist das wenig förderlich. Er ist auch gezwungen, sich selbst eine Beschäftigung zu suchen. Und er weiß nicht, dass es keine gute Idee ist, den teuren Teppich anzukauen oder den Mülleimer auszuleeren. Woher auch, es ist ja niemand da, der ihm ein Feedback gibt. Den Welpen in eine Box zu sperren, macht es für den Menschen angenehmer, aber keinesfalls für den Hund.

 

Junge Welpen finden meist alle Lebewesen prima. Menschen, Hunde, alles wird überschwänglich begrüßt, das Rückrufkommando ist leicht vergessen. Wenig hilfreich dabei ist, dass die meisten Menschen fremde Welpen hinreißend finden und den Ausreißer fröhlich begrüßen und selbst das Anspringen nicht tragisch finden. Ab und an scheint es gar, als hätte der Welpe seinen Besitzer völlig vergessen und würde nun mit neuen Menschen oder anderen Hunden fröhlich Nachhause laufen wollen. Vergessen darf man dabei nicht, dass diese sehr positive Eigenschaft von Welpen den Übergang vom Züchter zu seinen neuen Besitzern sehr erleichtert hat. Ebenso ist die Gewöhnung an Kinder und andere Haustiere beim Welpen recht einfach. Man kann den Welpen formen und prägen, von Anfang an so erziehen, wie man es selbst für richtig hält. Der Welpe ist noch nicht vorbelastet, man kennt seine ganze Geschichte und wenn es dann später doch zu gröberem „Fehlverhalten“ des Hundes kommt, kann man sich an die eigene Nase packen.

 

 

der erwachsene Hund

 

Ein erwachsener Hund hat den Vorteil, in der Regel bereits ruhiger und abgeklärter zu sein, als ein Welpe. Im Allgemeinen ist er bereits stubenrein und mit etwas Glück kann er auch schon mehrere Stunden problemlos alleine bleiben. Ein erwachsener Hund hat dazu längere Schlaf- und Wachphasen, was den Tagesablauf mit ihm deutlich besser planbar macht. Es sind schon wesentlich mehr Aktivitäten mit ihm möglich und auch längere Spaziergänge. Dazu kommt, dass man bei einem erwachsenen Hund besser einschätzen kann, ob er vom Wesen her wirklich passt.

 

Der niedliche undefinierbare Mischlingswelpe wird vielleicht zu einem imposanten Wachhund, den man in seiner angedachten Rolle als Besucherfreundlicher Familienhund in der Mietwohnung eher nicht gebrauchen kann. Oder er entwickelt enormen Jagdtrieb, der Freilauf kaum möglich macht. Oder statt des ruhigen Sofa-Hundes erhält man ein nimmermüdes Energiebündel. Oder er ist als erwachsener Hund wenig interessiert an ausgelassenem Spiel mit anderen Hunden, schade für den, der vorhatte, seinen Hund über Besuche auf der Hundewiese auszulasten. Nimmt man einen bereits erwachsenen Hund auf, stehen all diese Charakterzüge schon fest.

 

Einen erwachsenen Hund kann man „von privat“ bekommen, aus dem Tierheim oder aus einer Pflegestelle, die für Tierschutzvereine Hunde betreut. Viele Menschen schreckt ab, dass es ja „einen Grund geben muss“, warum der Hund abgegeben wurde. Natürlich werden viele Hunde aus Überforderung abgegeben. Oft genug mit etwa einem Jahr, weil es völlig versäumt wurde, den Hund zu erziehen oder Grenzen zu setzen und nun, wo der Hund groß, kräftig und in der Pubertät angekommen ist, schaffen es seine Besitzer erst recht nicht mehr. Gerade bei einem so jungen Hund, dessen einziges Problem mangelnde Erziehung ist, ist es mit dem richtigen Training oft nicht schwierig, einen tollen Familienhund zu erhalten.
Deutlich schwieriger wird es, wenn der Hund schon starke Verhaltensprobleme entwickelt hat, z.B. sehr ängstlich ist oder in bestimmten Situationen aggressiv reagiert. Dies ist für viele Hundeanfänger, ohne die Hilfe eines kompetenten Trainers, kaum zu meistern. Einige Hunde werden aber auch abgegeben, weil die Besitzer umziehen, die Halter sich trennen oder ein Kind erwarten oder der Besitzer verstirbt. Es gibt durchaus auch gut erzogene Hunde im Tierheim, solche, die verträglich mit Mensch und Tier sind, nicht jagen oder das perfekte Temperament für die angedachten Aktivitäten mitbringen. Es gibt so viele Hunde im Tierschutz, die auf ein neues Zuhause warten, dass eigentlich für absolut Jeden der passende Traum-Hund dabei sein müsste.

 

Ein Problem ist es, dass oft nur ein Teil der Vorgeschichte bekannt ist, so dass unvorhergesehen Schwierigkeiten auftreten können. Z.B. Angst vor bestimmten Menschen oder Gegenständen oder Unverträglichkeit mit bestimmten Hunderassen. Wenn die Ursache im Dunkeln liegt, macht dies das Training nicht unbedingt leichter. So ist es wichtig, möglichst viel über den anvisierten zukünftigen Hausgenossen in Erfahrung zu bringen.

 

Hunde, die in Pflegestellen leben, sind meist voll in die Familie integriert und leben einen ganz normalen Alltag. So kann man sehr viel über mögliche Schwierigkeiten, aber auch Vorzüge des Hundes sagen. Dazu kommt, dass die Hunde ihren Pflegestellen meist schnell ans Herz wachsen, so dass diesen daran gelegen ist, ihre Hunde nur in wirklich passende Hände zu vermitteln.

Bei Abgabe „von privat“ sollte man dagegen ganz genau hinterfragen und am besten auch mehrfach mit dem Hund spazieren gehen, bevor man sich endgültig für ihn entscheidet. Wenn man den Eindruck hat, die Halter wollen den Hund nur irgendwie möglichst schnell los werden, ist für Hundeanfänger Vorsicht geboten.

 

Tierheime gibt es sehr unterschiedliche. Viele Tierheime kümmern sich vorbildlich, trainieren auch mit den Hunden und bestehen auf eine längere Kennenlernphase, um absolut sicher sein zu können, dass Hund und Halter zueinander passen. Manche Tierheime beschränken sich aber weitestgehend auf die Verwahrung der Hunde und sind froh um jede schnelle Vermittlung. Mehrere Spaziergänge mit dem Hund vor der Adoption, möglichst mit der ganzen Familie, sollten Pflicht sein. Wenn die Pfleger im Tierheim wenig über den Wunsch-Kandidaten sagen können, helfen vielleicht Gespräche mit regelmäßigen Gassigängern weiter oder ein Kontakt zu den Vorbesitzern kann hergestellt werden. Je mehr man über den Hund, sein Verhalten im Alltag oder mögliche Probleme in Erfahrung bringen kann, umso wahrscheinlicher ist es, dass alle miteinander glücklich werden.

 

Falls es eine bestimmte Rasse werden soll, kann man sich an Rassespezifische Notvermittlungen wenden. Für fast jede Rasse existiert eine solche, die oft auch Mischlinge der betreuten Rasse vermittelt. Es kommt auch immer mal wieder vor, dass Züchter Hunde abgeben, die sich als zuchtuntauglich erweisen. Hier kann man bei dem betreuenden Zuchtverband nachfragen.

Vollzeit-Arbeit und Hund

1. August 2012 in Vorüberlegungen und Züchterwahl, welcher Hund passt zu mir?

 

Die meisten Menschen müssen für ihren Lebensunterhalt arbeiten, kann ein Hund trotzdem ins Leben passen?

 

Beschäftigung gesucht und gefunden

Bei einem Welpen ist Vollzeit-Arbeit und Hund tatsächlich oft nur schwer zu vereinbaren. Ein Welpe ist nicht innerhalb einer Urlaubszeit von 2 Wochen stubenrein zu bekommen oder zu erziehen. Auch ist es für einen Welpen reine Qual, ihn so lange alleine zu lassen. In freier Wildbahn wäre ein zurückgelassener Welpe dem Tode geweiht, so ist es nicht verwunderlich, dass Welpen jammern, um irgendwie ihr Rudel zurück zu rufen. Das alleine bleiben muss langsam aufgebaut werden. Über mehrere Stunden tagsüber einhalten kann ein Welpe auch erst mit frühestens 4 Monaten.

Ein Welpe hat dazu recht kurze Schlaf- und Wachphasen. Er wird also mehrmals in der Zeit des alleine Bleibens aufwachen, hungrig, voller Tatendrang, mit drückender Blase und Verlassensängsten.

 

Eine Alternative ist die Übernahme eines erwachsenen Hundes. Ein erwachsener Hund verdöst die meiste Zeit des Tages, wenn er sonst gut ausgelastet ist und kann auch einige Stunden einhalten. Allerdings haben auch viele erwachsene Hunde ein Problem damit, alleine zurück gelassen zu werden. Auch bei ihnen kann es vorkommen, dass sie Ängste ausstehen, aus Frust das ganze Haus zusammen bellen oder sich „trösten“, indem sie die Wohnungseinrichtung zerkauen. Wenn der Hund in seinem alten Zuhause allerdings gut gelernt hat, alleine zu bleiben und man trotzdem einige Wochen frei nehmen kann, um den Hund an das neue Zuhause zu gewöhnen, hat man gute Chancen, dass es mit dem alleine bleiben klappt.

Bei jedem Hund macht es aber Sinn, einen Plan B zu haben, falls es trotzdem zu Problemen kommt, beispielsweise zur Not einen Hundesitter zu bezahlen.

 

Eine weitere Frage ist, ob man vor und nach einem langen Arbeitstag tatsächlich immer noch die Energie hat, den Hund auszulasten. Der hatte schließlich den ganzen Tag nichts zu tun und ist nun voller Energie und Tatendrang. Ist man bereit, jeden (!) Tag mindestens eine Stunde früher aufzustehen, um spazieren zu gehen? Auch, wenn es noch dunkel ist und einen 5 Grad mit Dauerregen erwarten? Ist man bereit, jeden Abend eine große Runde mit dem Hund zu laufen, auch wenn man müde ist, das Wetter noch genauso schlecht ist wie am Morgen oder die beste Freundin fragt, ob man mit ins Kino möchte? Hat man auch die Zeit dazu, neben einkaufen, Haushalt, Garten, Kindern, anderen Hobbies…?

 

Alternativen zum langen alleine lassen gibt es aber auch: mit etwas Glück findet man Rentner oder Schüler, die gerne zwischendurch mit dem Hund spazieren gehen. Teurer ist eine halbtägige oder ganztägige private Hundebetreuung. In einigen größeren Städten gibt es mittlerweile auch Hundetagesstätten. Als Paar kann man versuchen, die Arbeitszeiten so zu legen, dass der Hund nicht ganz so lange am Stück alleine bleiben muss (einer fängt sehr früh an, der andere möglichst spät). Vielleicht ist es auch möglich, die Mittagspause zu verlängern, um den Hund zwischendurch auslasten zu können. Und wenn man ganz viel Glück hat (und einen gut erzogenen Hund), erlaubt der Chef vielleicht sogar, dass der Hund mit ins Büro darf.

 

Und manchmal kann es auch bedeuten ein Hundefreund zu sein, wenn man auf den ersehnten Vierbeiner verzichtet, weil man ihm kein artgerechtes Leben bieten kann.

Passt ein Hund zu mir?

1. August 2012 in Vorüberlegungen und Züchterwahl

 

passt ein Hund zu mir?

passt ein Hund zu mir?

Viele Menschen können sich ein Leben ohne Hund kaum mehr vorstellen. Hunde sind loyale Alltagsbegleiter, Seelentröster, Fitness-Trainer und Spielgefährten. Sie leben völlig im Hier und Jetzt, sind „ehrlich“ und unmittelbar in ihren Reaktionen, beurteilen niemanden nach dem Äußeren und schließen sich ihren Menschen fast bedingungslos an. Wenn alles gut läuft… Auch so kann es kommen: der Hund jagt Fahrräder oder verschwindet stundenlang im Wald, pöbelt an der Leine, zerstört die Wohnung, wenn er alleine bleiben muss, hat Angst vor Kindern, verstümmelt sich vor Unterbeschäftigung selbst oder schert sich nicht im Mindesten darum, was sein Halter von ihm möchte. Ein Hund bedeutet sehr viel Verantwortung, einen hohen Zeitaufwand, manchmal starke Nerven und das über viele Jahre hinweg. Ein Hund ist ein soziales Lebewesen, das sich eng an seinen Menschen bindet. Er kann sich nicht aussuchen, von wem er aufgenommen wird, er muss mit dem leben, was ihm geboten wird. Umso wichtiger, sich vorher genau zu überlegen, ob ein Hund wirklich zu einem selbst und zu seinem Leben passt.

 

 

ein paar Denkanstöße:

 

Manche Menschen reagieren allergisch auf Hunde. Ist man sicher, dass dies in der eigenen Familie nicht der Fall ist?

 

Sind alle Familienmitglieder mit dem Einzug des Hundes einverstanden? Wenn einer nur Zähneknirschend zustimmt, sind Missstimmungen und Vorwürfe bei kleineren Problemen mit dem Hund fast vorprogrammiert.

 

Leben bereits Tiere in ihrem Haushalt? Vor allem Welpen sind meist recht problemlos an andere Haustiere zu gewöhnen. Einige Katzen weigern sich jedoch, fortan ihr Zuhause mit einem Hund teilen zu müssen.

 

Ist der Vermieter mit der Hundehaltung einverstanden? Um keine böse Überraschung zu erleben, die Erlaubnis unbedingt schriftlich geben lassen!

 

Hunde werden etwa 10 – 15 Jahre alt. Kann man den Hund für diese lange Zeit in sein Leben einplanen? Was ist, wenn ein Baby kommt, die Teenager-Tochter, die den Hund unbedingt wollte, auszieht, man die Wohnung wechseln muss oder in den Beruf zurück kehrt? Eine Option kann ein Hundesenior aus dem Tierheim sein, dem man noch einige schöne Jahre bieten kann. Die Zeitspanne mit Hund ist dennoch überschaubarer und ein Senior bringt in der Regel sehr viel Gelassenheit und Alltagsroutine bereits mit. Viele Anregungen zum Leben mit einem alten Hund findet man hier.

 

Die Erziehung eines jungen Hundes ist sehr aufwändig. Um aus dem Welpen und später dem Jung”rüpel” einen wirklich alltagstauglichen und zuverlässigen Begleiter zu machen, braucht es zumindest, bis der Hund etwa 1-3 Jahre alt ist. Ein junger Hund muss sorgsam mit seiner Umwelt vertraut gemacht werden, um sich später gelassen und souverän in dieser bewegen zu können. Auch das Üben der Kommandos, das Alleinebleiben und die Vermittlung der Haushaltsregeln können je nach Hund recht aufwändig sein. Hat man genug Zeit und Lust, dem Hund all dies beizubringen?

Was passiert, wenn der Hund gar nicht alleine bleiben kann?

 

Hunde bringen Dreck ins Haus. Die meisten Rassen verlieren zumindest im Fellwechsel viele Haare, einige Rassen haaren das ganze Jahr über etwas. Dazu kommt, vor allem bei langhaarigen Rassen, dass es kaum möglich ist, nach einem Spaziergang bei Matschwetter sämtlichen Dreck vom Hund zu entfernen. Es verteilt sich zwangsläufig einiges in der Wohnung.

 

Hunde brauchen Platz im Auto. Klingt logisch, kann Familien aber bei größeren Ausflügen oder Urlaubsreisen doch vor Probleme stellen. Man kann auch einen kleinen Hund nicht einfach auf den Schoß nehmen, sondern muss ihn im Auto sichern. Das bedeutet, er muss z.B. angeschnallt auf der Rückbank mitfahren oder in einer stabilen Box im Kofferraum. Auch ein kleiner Hund entwickelt bei einem Auffahrunfall bei höherem Tempo eine enorme Durchschlagskraft, was auch für die Menschen im Auto sehr gefährlich werden kann.

 

Hunde kosten viel Geld. Die Anschaffung ist dabei noch der geringste Posten, selbst bei einem teuren Rassehund. Futter, Spielzeug, Körbchen, Leinen, Kauknochen, Versicherung, Hundesteuer, Pflegemittel, Hundeschule, Hundesitter und vor allem Tierarztbesuche summieren sich im Laufe eines Hundelebens in etwa auf den Wert eines Kleinwagens. Falls der Hund keine schweren Krankheiten hat… Dabei gilt beim durchschnittlich gesunden Hund: je größer der Hund, umso teurer. Wer kein Geld hat, um die Behandlung schwerer Krankheiten oder Unfälle bezahlen zu können, sollte über den Abschluss einer Kranken- oder OP-Versicherung nachdenken.

 

Nicht alle Menschen mögen Hunde. Vielleicht haben manche Verwandte Angst vor Hunden oder einige Freunde möchten eine Wohnung lieber nicht betreten, wenn da ein Hund um sie herum wuselt. Auch auf Spaziergängen trifft man auf ängstliche Menschen, hier hilft vor allem Rücksichtsnahme und gute Erziehung des Hundes.

 

Hunde brauchen Zeit, jeden Tag Zuwendung, Auslastung und Aufmerksamkeit. Ein erwachsener Hund sollte mindestens einmal am Tag einen längeren Spaziergang machen dürfen. Ein Garten ist kein Ersatz für Beschäftigung oder Spaziergänge. Der Hund kennt den Garten bald in- und auswendig und mit sich selbst spielen macht wenig Spaß. Wie viel ein Hund letztlich an Bewegung und Beschäftigung braucht, hängt sehr vom Alter und der Rasse ab. Für eine aktive Rasse sollte ein Spaziergang täglich mindestens 1,5 Stunden in Anspruch nehmen. Zusätzlich sind weitere kürzere Gänge und je nach Hundetyp auch Kopfarbeit nötig. Täglich, egal bei welchem Wetter, egal wie hart der Arbeitstag war, ob etwas Interessantes im Fernsehen kommt oder man lieber mit der Freundin shoppen gehen würde.

 

Spiel oder Ernst?

Hunde kommunizieren weniger über Laute, sondern über Körpersprache und Mimik. Es lohnt, sich bereits im Vorfeld mit beidem auseinander zu setzen, um seinen Hund besser verstehen und deuten zu können.Auch die menschliche Körpersprache hat einen starken Einfluss auf Hunde, teils ohne, dass es den Menschen selbst bewusst ist. Beispiel: unter Hunden ist es höflich, beim annähern an einen fremden Hund einen Bogen zu laufen und diesem nicht in die Augen zu sehen. So signalisiert der Hund, dass er keine Konfrontation will. Das genaue Gegenteil von einer menschlichen höflichen Begrüßung. Ein Problem kann dies z.B. darstellen, wenn ein Mensch seinen Hund ungeduldig ruft. Der Hund hört den Missmut und nähert sich im Bogen. Um die Situation zu entschärfen, nimmt er auch Tempo aus seinen Bewegungen. Der Mensch denkt sich, der „blöde“ Hund macht auch noch Faxen und trödelt rum… Auch das Wedeln des Hundes wird oft fehl interpretiert. In erster Linie bedeutet es Erregung, das kann natürlich auch freudige Erregung sein. Entscheidend ist aber die gesamte Körpersprache des Hundes.

 

Je nach Bundesland, Stadt oder Gemeinde, gibt es verschiedene Auflagen, die bei einer Hundehaltung zu berücksichtigen sind. In NRW beispielsweise muss der Hundehalter bei einem Hund ab 40cm Schulterhöhe oder ab 20kg Körpergewicht einen Sachkundenachweis erbringen (richtiges Ausfüllen eines Fragenkataloges) und der Hund muss gechipt und Haftpflicht versichert sein. In vielen Bundesländern ist die Haltung bestimmter Rassen mit Auflagen verbunden. In einigen Gemeinden/Städten ist es ganz untersagt, seinen Hund außerhalb von Privatgrundstücken frei laufen zu lassen. Kann und möchte man die jeweiligen Auflagen erfüllen?

 

Schapendoes

Einige Rassen bedürfen spezieller Pflege, müssen z.B. regelmäßig getrimmt werden oder brauchen viel Fellpflege, um nicht zu verfilzen. Dies kann teuer und/oder zeitaufwändig sein.

 

Kinder sind weder in der Lage, den Hund zu erziehen, noch ihn alleine ausreichend auszulasten. Wenn ein Hund einziehen soll, muss den Erwachsenen klar sein, dass völlig unabhängig von allen Versprechungen der Kinder, die Hauptarbeit bei ihnen liegen wird. Vor allem kleinere Kinder sollte man nie mit einem Welpen alleine in einem Raum lassen, da weder auf die Reaktion des Kindes noch auf die Reaktion des Welpens Verlass ist. Bei einem erwachsenen Hund und älteren Kindern muss individuell entschieden werden, wie viel Vertrauen in beide Seiten gerechtfertigt ist.

 

Was passiert mit dem Hund, wenn man in Urlaub fahren möchte? Hat man einen zuverlässigen Hundesitter? Oder kann man zur Not eine Tierpension bezahlen? Soll der Hund mit? Das schränkt sowohl die Auswahl an Urlaubsländern als auch die Auswahl der Unterkünfte stark ein. Passt der Hund neben Kindern und Gepäck überhaupt noch ins Auto?

Was brauchen Katzen?

16. Juli 2012 in eine Katze zieht ein

Katzen haben eine Reihe von Ansprüchen, um rundum glücklich zu sein:

 

 

Sozialkontakt:

 

Katzen gelten zwar landläufig als Einzelgänger, allerdings leben Katzen schon so lange an der Seite von Menschen, dass sich dies nicht mehr so pauschal sagen lässt. Tatsächlich sind Katzen in der Lage, sehr fein zu kommunzieren, sowohl mit Menschen als auch mit Artgenossen, wozu sie als echte Einzelgänger nicht in der Lage wären. Zudem suchen die meisten Katzen den Kontakt und spielen und kuscheln sehr gerne mit Menschen oder auch mit anderen Katzen.

Mittlerweile wird empfohlen, Katzenbabies immer im Doppelpack aufzunehmen, zumal, wenn noch keine Katze im Haushalt lebt. Ob die Katze Katzengesellschaft braucht und will, hängt allerdings auch stark davon ab, wie viel Ansprache sie von ihren Menschen bekommt, wie lange sie jeden Tag alleine bleiben muss, und nicht zuletzt auch von ihrem individuellen Charakter.

 

 

einen Kratzbaum:

 

Katzen wetzen die Krallen, um sie pflegen. Die äußeren „verbrauchten“ Krallenhülsen werden so abgestoßen und Schmutz entfernt. Daneben dienen Kratzspuren auch der Reviermarkierung. Vor allem für Wohnungskatzen ist ein Kratzbaum somit Pflicht. Allerdings haben einige Katzen durchaus hohe Ansprüche an ihren Kratzbaum und dessen Standort (siehe auch: „Problemverhalten“). Oft ist es sinnvoll, neben dem Hauptkratzbaum noch weitere Kratzbretter anzubringen. Der Hauptkratzbaum sollte an einem Ort stehen, den die Katze gerne aufsucht, z.B. relativ zentral im Wohn- oder Esszimmer. Eine erhöhte Aussichtsplattform wird meist sehr gerne genutzt, ebenso Höhlen und Klettermöglichkeiten. Katzen mögen einen guten Rundumblick und wissen es oft auch zu schätzen, dabei aus dem Fenster sehen zu können.

 

Wie groß und abwechslungsreich der Kratzbaum sein sollte, hängt zum einen von den Vorlieben der Katze ab, zum anderen aber auch davon, ob es sich um einen Freigänger oder eine Wohnungskatze handelt. Es gibt mittlerweile Kratzbäume im Baukastensystem, die beliebig erweiterbar sind. Diese sind vor allem dann gut geeignet, wenn man die Vorlieben der Katze zu Anfang noch nicht so gut kennt oder wenn das Geld fehlt, auf einen Schlag einen „Luxus-Kratzbaum“ zu kaufen, der alle eventuellen Vorlieben der Katze abdeckt.

 

Sehr wichtig ist eine sehr gute Standfestigkeit. Ist der Kratzbaum wackelig, kann es sein, dass die Katze ihn einmal und nie wieder benutzt. Häufig braucht die Katze auch eine gewisse Zeit, sich an einen Kratzbaum zu gewöhnen. Daran können z.B. chemische Gerüche Schuld sein, die der neue Baum mitbringt. Lieblingsspielzeug, Leckerlie, eine vertraute Decke oder Catnip können da helfen.

 

 

verschiedene Liegeplätze

 

Katzen haben gerne eine Auswahl an unterschiedlichen Liegeplätzen. Wer es nicht mag, wenn sein Haustier auf dem Sofa, auf dem Bücherregal oder auf der Fensterbank liegt, sollte daher von einer Katze Abstand nehmen. Katzen lieben weiche warme Orte, wie das Bett ihrer Besitzer, erhöhte Orte mit gutem Rundumblick und Höhlen, in die sich bei Bedarf zurück ziehen können. Man kann versuchen, der Katze bestimmte Orte schmackhaft zu machen, in der Regel wird sie sich ihre Lieblingsliegeplätze aber selbst aussuchen.

Viele Katzen neigen dazu, ihre besonderen Plätze zu verteidigen, z.B. gegenüber anderen Katzen (die das im Normalfall respektieren) oder gegenüber Hunden.

 

 

Katzenklo

 

Die Grundregel ist: immer mindestens so viele Katzenklos, wie Katzen vorhanden sind. Das Klo muss in einer absolut ruhigen Ecke stehen und keinesfalls direkt neben dem Futternapf. Ob überdacht oder nicht, hängt von den Vorlieben der Katze ab. Bei sehr stark scharrenden Katzen, ist ein geschlossenes Klo allerdings von Vorteil. Auch beim Einstreu haben Katzen durchaus Vorlieben und benutzen nicht jedes Streu. Einig sind sich Katzen meist darin, dass eine zu dreckige Toilette nicht mehr benutzt wird. Häufig ist Unsauberkeit einer Katze auf die Missachtung einer der oben genannten Regeln zurück zu führen.

 

 

Näpfe

 

Katzennäpfe sollten möglichst aus Keramik sein, da viele Katzen den Plastikgeruch nicht mögen. Dies spielt beim Wasser eine noch größere Rolle, als beim Futter. Einige Katzen reagieren daneben auch empfindlich auf das verwendete Spülmittel, vor allem beim Wassernapf. Damit die Katze nicht zu wenig trinkt, sollten die Näpfe nach dem Reinigen immer gründlich mit Wasser abgespült werden. Um den Chlorgeruch aus dem in Deutschland üblicherweise leicht gechlorten Trinkwasser zu bekommen, reicht es, das Wasser eine Weile abstehen zu lassen, bevor man es der Katze anbietet. Tatsächlich trinken vor allem reine Wohnungskatzen häufig zu wenig. Eine Auswahl an verschiedenen Trinkmöglichkeiten kann helfen. Manche Katzen bevorzugen auch einen Trinkbrunnen.

 

 

 

Transportbox:

 

Die Transportbox ist zumindest für anstehende Tierarztbesuche nötig. Um die Katze daran zu gewöhnen, kann man ihr die Box allerdings auch permanent als Kuschelhöhle und Rückzugsort zu Verfügung stellen.

 

 

Ernährung

 

Katzen können ausgewogen über Frischfütterung (Fleisch und Zusätze) oder hochwertiges Katzenfutter ernährt werden. Billigfutter aus dem Supermarkt enthält dagegen oft Zucker, Farbstoffe, zweifelhafte Konservierungsmittel und künstliche Aromen. Beim enthaltenen Fleisch handelt es sich um Schlachtabfälle im weitesten Sinne. Billiges Trockenfutter enthält oft nicht unerhebliche Mengen an Getreide und Mais, was für die Katze keinern wirklichen Nutzen hat. Zudem muss man bei reiner Trockenfuttergabe darauf achten, dass die Katze genügend trinkt.

 

Tischabfälle sind grundsätzlich ungeeignet, da sie zu viele Salze und Gewürze enthalten und längst nicht alles, was für Menschen ungiftig ist, auch für Katzen geeignet ist. Kuh-Milch beispielsweise enthält Laktose, die von vielen Katzen nicht vertragen wird und zu Durchfall führt. Schokolade und Zwiebeln sind giftig für Katzen.

 

Hundefutter ist ebenfalls nicht als Katzenfutterersatz geeignet, da es zu wenig Proteine, Fette und Taurin enthält, sowie andere Anforderungen an Vitamine und Spurenelemente erfüllt.

 

 

Bei der Fütterung selbst ist auch einiges zu beachten:

 

Viele Katzen mögen deutlich lieber viele kleine Portionen über den Tag verteilt, als eine große. Dies hängt mit ihrer natürlichen Lebensweise zusammen: sie erbeuten kleine Beutiere, von denen sie mehrere über den Tag verteilt fressen.

 

So mögen Katzen ihr Futter auch gerne „Beutetier-warm“. Zumindest sollte es nicht frisch aus dem Kühlschrank kommen.

 

Katzen stellen in erster Linie durch schnuppern fest, ob ihnen eine Mahlzeit zusagt, weniger durch direktes probieren. Kann eine Katze ihr Futter „nicht riechen“, kann es noch so nahrhaft oder hochwertig sein, sie wird es nicht fressen.

 

Vor allem abwechslungsreich ernährte Katzen legen mit der Zeit Wert darauf, auch tatsächlich Abwechslung zu bekommen und werden zu Mäklern. Das macht Sinn für sie, denn so ist die Chance viel größer, dass sie tatsächlich alle wichtigen Nährstoffe aufnimmt.

 

Wohnungskatzen sollten Katzengras zu Verfügung haben.

 

 

Gefahren für Katzen und die Katzensichere Wohnung

 

Es gibt eine Reihe von Gefahrenquellen für eine Katze, sowohl im Haus als auch im Garten.

 

Hochgiftig für Katzen sind z.B. Alkohol, Schokolade, Zigarettenstummel, viele Putzmittel und Medikamente. Daneben auch Pflanzen wie z.B. der Weihnachtsstern, Alpenveilchen, Maiglöckchen oder Oleander.

 

Obwohl Katzen wasserscheu sind, passiert es immer wieder, dass eine Katze in einer Regentonne, im Aquarium oder sogar in einer gefüllten Badewanne ertrinkt. Ob es Durst oder Neugier ist, die sie hinein fallen lässt, aus eigener Kraft schafft sie in der Regel nicht mehr, wieder zu entkommen. Vor allem Regentonnen sollten daher unbedingt abgesichert werden.

 

Eine andere Gefahrenquelle sind Waschmaschine und Trockner. Katzen lieben enge Höhlen, vor allem, wenn diese auch noch weich gepolstert sind.

 

Die Gefahr, dass eine Katze in einem gekippten Fenstern verendet, ist eigentlich hinlänglich bekannt. Dennoch passiert es immer wieder. Die Katze rutscht bei dem Versuch heraus zu klettern ab, wodurch Gliedmaßen abgequetscht werden und die Katze schlimmstenfalls stirbt. Im Handel gibt es Katzensicherungen für gekippte Fenster. Auch ein Balkon sollte unbedingt gesichert werden, um ein abstürzen der Katze zu verhindern.

 

Gefahr geht daneben auch von heißen Herdplatten oder dem Bügeleisen aus. Das Bügeleisen ist auch deshalb potentiell gefährlich, weil das Kabel die Katze zum Spielen verleitet, wodurch sie das Eisen herunter reißen kann.

 

Katzen lieben kleine Höhlen und sie lieben knisterndes. Somit sind Plastiktüten für einige Katzen geradezu unwiderstehlich. Um ein ersticken der Katze zu verhindern, sollte man Tüten daher keinesfalls frei herum legen lassen.

Kosten und Zeitaufwand der Pferdehaltung

27. Juni 2012 in Pferdehaltung

 

 

Pferdehaltung gehört zu den sehr zeitaufwändigen und vor allem auch teuren Hobbies, wenngleich der Aufwand sehr unterschiedlich ausfallen kann. Abhängig sind die monatlichen Kosten vor allem von der Art der Haltung und davon, wie gesund das Pferd ist. Dieser Artikel soll helfen, vor der Entscheidung für ein Pferd Kosten und Zeitaufwand besser einschätzen zu können.

 

 

 

Die Kosten im Überblick:

 

Pferdehaltung in einem Reitstall mit Vollpension: 150-400€ monatlich. Der Preis hängt dabei zum einen von der Lage des Reitstalls ab, auf dem Land zahlt man meist weniger, als im städtischen Raum. Daneben von den enthaltenen Leistungen: Sind Weiden vorhanden und ein Winter-Paddock? Wie groß sind die Boxen? Was für Arbeiten werden übernommen? Gibt es eine Reithalle oder einen Platz mit Flutlicht? Handelt es sich um einen Turnierstall mit entsprechend guten Trainern und guter Ausstattung? Welches Futter wird gegeben? Wie viel individuelle Betreuung bekommt das Pferd?

 

Pferdehaltung im Offenstall, ohne Zusatzangebote: 80-150€ pro Monat, je nachdem, wie viel an Arbeit selbst geleistet wird und was an Fütterung im Preis enthalten ist.

 

Wenn man sein Pferd in Eigenregie „am Haus“ halten möchte, können bei vorhandenem Weideland natürlich Kosten eingespart werden. Zu bedenken ist aber, dass in dem Fall mindestens 2 eigene Pferde gehalten werden müssen, da Pferde keinesfalls für Einzelhaltung geeignet sind. Auch der Hufschmied und der Tierarzt sind oft etwas teurer, wenn man sich die Anfahrtspauschale nicht mit anderen Pferdebesitzern teilen kann. Ebenso muss man in der Regel für die Mistentsorgung zahlen und kann Futter, Heu und Stroh nur in geringeren Mengen kaufen, was es durchaus ebenfalls teurer machen kann.

 

Heu, Stroh und Zusatzfutter: etwa 50-150€ im Monat, abhängig von der Jahreszeit, bzw. davon, ob das Pferd zusätzlich Weidegang hat. Die Preise für Heu variieren, je nachdem, ob große Rundballen oder kleine Ballen Heu gekauft werden. Das Problem mit großen Rundballen ist, dass sie kaum in einen normal großen Anhänger passen und auch entsprechend große und vor allem absolut trockene Lagermöglichkeiten vorhanden sein müssen. Für einen kleinen Ballen Heu bezahlt man regionsabhängig meist zwischen 1,00€ und 2,50€. Im Sommer rechnet man dabei je Pferd mit zusätzlichem Weidegang etwa 0,5 – 1 kleinen Ballen pro Tag, im Winter, bzw. ohne Weidegang, etwa 1,5 – 2 Ballen + Kraftfutter und/oder weiteres Zusatzfutter. Selbstverständlich hängt dies auch von der Pferdegröße, den Arbeitsleistungen und der Futterverwertung ab.

 

Tierarzt: Auch wenn das Pferd absolut gesund ist, fallen Kosten an. Für eine Wurmkur zahlt man etwa 15€, für die jährlichen Impfungen um 40€. Oftmals ist auch eine regelmäßige Zahnpflege nötig, für die um 80€ eingeplant werden sollte.

 

OP-Versicherung: ab 12€ pro Monat (unbedingt darauf achten, was abgedeckt ist!). Eine Krankenversicherung kostet in der Regel mindestens 40€ im Monat und rentiert sich entsprechend nur bei Pferden, die häufig krank sind. Auch hier unbedingt darauf achten, was genau abgedeckt ist und was nicht. Eine OP-Versicherung ist für jeden empfehlenswert, der nicht im Notfall eine größere Summe auf einmal aufbringen kann. So kann z.B. eine schwere Kolik durchaus bis zu 3000€ kosten.

 

Hufschmied: Ein Hufschmied sollte sowohl bei Hufeisenträgern, als auch bei Barhufern etwa alle 6-8 Wochen kommen. Bei Barhufern zahlt man dabei etwa 25-40€, bei Hufeisenträgern mindestens 50€.

 

Haftpflicht: etwa 100-160€ im Jahr, je nach Versicherung und Abdeckung

 

Grundausstattung: Sattel, Trense, Gebiss, Halfter, Decken, Gamaschen, Putzzeug etc. je nach Qualität des Materials etwa 800-3000€

 

Reitunterricht: Falls das Pferd in einem Reitstall untergebracht ist, ist für die reine Hallenbenutzung ohne Unterricht häufig ein kleiner Unkostenbeitrag von etwa 5€ pro Nutzung zu leisten. Für Reitunterricht in der Gruppe zahlt man meist etwa 10-20€ pro Unterrichtseinheit, für Spezial- oder Einzelunterricht mindestens 15-30€.

 

Anhänger: ein Pferde-Hänger kostet ab etwa 5000€. Man braucht ihn z.B. für Tierarztbesuche, Turnier-Teilnahmen, Distanzritte, Urlaubsfahrten oder den Transport zu einer neuen Unterkunft/Weide. Eine grundsätzliche Frage dabei ist, ob die eigene Führerscheinklasse für einen Anhänger mit entsprechend großem zulässigen Gesamtgewicht ausreicht.

 

Kleinere Ausgaben: mal einer neuer Führstrick, eine neue Reithose, ein Fliegenabwehrspray, Leckerlies oder Turniermeldegeld. Im Durchschnitt kann man hier auch noch mal etwa 50€ pro Monat einplanen.

 

 

Kaufpreis

 

Das Pferd selbst kostet bei der Anschaffung natürlich auch: für ein gesundes, reitbares Pony ohne spezielle Ausbildung oder Abstammung zahlt man ab etwa 1000€. Für ein ausgebildetes, turnierfähiges Pferd zahlt man ab etwa 2500€, mit besonders guter Abstammung und/oder Ausbildung: ab 5000€.

Grobe Preisangaben für einzelne Rassen:

 

Nordtyp: Shetlandpony: ab etwa 700€, deutsches Reitpony: um 3000€, Haflinger: um 2000€, Islandpony: ab 3000€, Connemara und Fjordpferd: um 2500€

 

Südtyp: Araber: um 4500€, Deutsches Warmblut und Westernpferde: um 5000€, Andalusier: ab 6000€

 

Bei entsprechender Abstammung und/oder Ausbildung auch deutlich mehr.

 

Dazu kommt der Transport ins neue Heim, der auch einiges kostet, wenn man das Pferd nicht selbst abholen kann oder möchte. Wichtig: wenn das Pferd auf dem Transport ins neue Heim verunglückt, bleibt der Schaden bei demjenigen, dem das Pferd zu diesem Zeitpunkt gehört!

 

 

Zeitaufwand

 

Der eigene Zeitaufwand hängt sehr stark von der Art der Haltung ab und auch davon, wie viel an Arbeit man übertragen kann (finanziell) oder übertragen will. Wenn man das Pferd in erster Linie selbst versorgen möchte, sollte man bei Stall- oder Boxenhaltung etwa 2,5-3 Stunden pro Tag rechnen, zur Versorgung, Ausbildung und vor allem Bewegung des Pferdes. Bei Offenstallhaltung oder Weidehaltung fällt der Zeitaufwand insofern geringer aus, dass das Pferd einen guten Teil der benötigten Bewegung bereits selbsttätig erhält. Dennoch sollten für Stall- und Weidearbeiten, Fütterung und Pflege sowie Ausbildung und gezielte Bewegung, etwa 1-2 Stunden am Tag eingeplant werden können. Dabei sollte mindestens 2x am Tag (in der Regel morgens und abends) nach den Tieren gesehen werden.

Zu bedenken ist, dass im Winter eher ein höherer Zeitaufwand nötig ist, es aber morgens und abends dunkel ist.

Zwergkaninchen als Haustiere

20. Juni 2012 in Haltung und Beschäftigung

 

Zwergkaninchen werden seit gut 100 Jahren in Europa gezüchtet. Im Gegensatz zu Hauskaninchen, die deutlich größer sind und in der Regel als Nutztiere gehalten werden, haben sich Zwergkaninchen zu beliebten Haustieren entwickelt. Mit der Zeit entstanden die unterschiedlichsten Farbschläge und auch Widder- sowie Langhaarrassen.

Als Zwergkaninchen werden Tiere unter 2kg bezeichnet, die außerdem typische Merkmale von Zwergenwuchs aufweisen, wie z.B. einen rundlichen Kopf und verkürzte Ohren.

 

Auf den ersten Blick sind Zwergkaninchen äußerst geeignete Haustiere: klein, leise, reinlich, gut in einer Mietwohnung zu halten und auch für Berufstätige geeignet. Sie sind niedlich, sozial am Menschen interessiert und tagaktiv. Daneben sind Kaninchen äußerst günstig zu erstehen, das Zubehör ist überschaubar, die Ansprüche scheinen gering.

 

Leider sind diese Vorzüge für die Tiere selbst ein großer Nachteil: Viele Zwergkaninchen in Deutschland werden nicht artgerecht gehalten, leiden aber nur stumm vor sich hin. Viel zu viele Kaninchen müssen ihr Leben in Einzelhaft verbringen, sozial verkümmert und fast ohne Abwechslung oder Bewegung vor sich hinvegetieren. Oft mag dies aus Unwissenheit geschehen, zum Teil ist aber auch die einfache, kostengünstige Anschaffung schuld. Ein Kaninchen fürs Kind ist schnell gekauft und genau so schnell ist das Interesse des Kindes dann oft auch wieder verflogen.

 

 

Gedanken vor der Anschaffung

 

Kaninchen sollten mindestens zu zweit gehalten werden

Kaninchen sind gesellig, verspielt, aktiv und neugierig. Bei guter Haltung werden sie schnell zutraulich und interagieren gerne mit ihren Menschen. Kaninchen sind somit durchaus sehr interessante Haustiere, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. „Langweilig“ in der Ecke sitzend, an nichts interessiert und scheu auf Menschen reagierend, werden Kaninchen nur bei falscher Haltung. So ist die wichtigste Frage vor der Anschaffung: hat man selbst wirklich Lust und Zeit genug, Kaninchen artgerecht zu halten und zu beschäftigen?

In erster Linie sollten dabei die erwachsenen Personen des Haushalts Interesse an der Kaninchenhaltung haben und bereit sein, sich um die Kaninchen zu kümmern. Kaninchen können über 10 Jahre alt werden, ist man sich sicher, dass über diesen langen Zeitraum hinweg das Interesse bestehen bleibt? Zum „ausprobieren“, ob Zwergkaninchen ein geeignetes Haustier sind, empfiehlt es sich, ein älteres Kaninchenpaar aus dem Tierheim zu übernehmen.

 

 

Weitere grundsätzliche Überlegungen:

 

Auch Hund und Kaninchen können sich verstehen

Ist ein Familienmitglied allergisch gegen Tierhaare?

 

Sind bereits Haustiere vorhanden? Wie reagieren diese auf Kaninchen?

 

Was passiert mit den Kaninchen, wenn man in Urlaub fährt?

 

Ganz wichtig: Kaninchen sind äußerst soziale Tiere und sollten immer mindestens zu zweit gehalten werden. Menschlicher Kontakt oder ein Meerschweinchen sind kein Ersatz für einen Artgenossen. Es stimmt auch nicht, dass Kaninchen in Einzelhaltung zahmer werden. Meist ist eher das Gegenteil der Fall, da Kaninchen, die sich wohl fühlen, offener und interessierter auf ihre Umgebung reagieren.

 

Kaninchen brauchen Bewegung und bestenfalls auch Buddelmöglichkeiten. Man rechnet mit 2-3m² pro Kaninchen, also etwa 5m² pro Kaninchenpaar als Minimum. Kaninchen in einem handelsüblichen Käfig zu halten, ist ohne weiteren (täglichen!) Auslauf keinesfalls artgerecht.

 

Kaninchen können bis zu 5 Würfe im Jahr haben und verpaaren sich auch mit nahen Verwandten. Daher sollte bei der Haltung eines Kaninchen-Paares (was neben der größeren Gruppenhaltung am artgerechtesten ist), der Rammler kastriert werden.

 

Für Kleinkinder eignen sich Kaninchen in der Regel nicht, da kleine Kinder den Kaninchen meist zu grob, laut und unberechenbar sind. Die Kinder sollten alt genug sein, zu verstehen, dass Tiere keine Kuscheltiere und kein Spielzeug sind, und vor allem nicht immer Interesse an Interaktion haben, wenn dem Kind gerade danach ist. Zudem kratzen Kaninchen in Panik, wenn sie falsch und somit schmerzhaft hoch gehoben werden.

Für etwas ältere Kinder sind Kaninchen dagegen durchaus gut geeignet. Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen und soziale Kompetenzen wie Rücksichtnahme und das achten auf die Bedürfnisse anderer werden geschult. Vor allem für zurückhaltendere Kinder können Kaninchen auch wertvolle Sozialpartner werden.

 

 

Zu bedenken ist auch, dass Zwergkaninchen durchaus bis zu 10 Jahre alt werden können, also für einen recht langen Zeitraum Teil des eigenen Lebens bleiben. Wer sich nicht sicher ist, ob Kaninchen geeignete Haustiere für ihn sind, findet eine große Zahl älterer Kaninchen im Tierheim.

 

 

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Überlegungen zum Einzug der Kaninchen

20. Juni 2012 in Haltung und Beschäftigung

 

Kaninchen sitzen in großer Anzahl im Tierheim und auf Pflegestellen privater Notorganisationen. Auch sehr junge Tiere findet man dort, da häufig auch tragende Weibchen im Tierheim abgegeben werden. Wenn es kein spezielles Rassekaninchen werden soll, wird man im Tierheim sicher fündig.

 

Niedlichkeit sollte nicht das Haupt-Kaufkriterium sein

Daneben werden häufig 5-10 Monate alte Kaninchen von privat abgegeben, deren bisherige Halter nach kurzer Zeit festgestellt haben, dass sie Kaninchenhaltung doch nicht so toll finden. Aushänge dazu findet man z.B. an Schwarzen Brettern von Zoofachhandeln, Supermärkten, Tierärzten oder Kindergärten.

 

Kaninchen-Vermehrung von privat sollte nicht unterstützt werden, da es jetzt schon deutlich mehr Kaninchen als gute Zuhause für sie gibt.

 

Junge Kaninchen sollten bestenfalls mindestens 8 Wochen alt sein, wenn sie in ihr neues Heim einziehen. Dann sind sie gut sozialisiert und vor allem gesundheitlich gefestigt, robust und ausreichend auf feste Nahrung eingestellt.

 

Ein guter Züchter gibt kein Tier in Einzelhaltung ab und verkauft keine Kaninchen, die jünger als 6-8 Wochen sind (besser: 8-10 Wochen). Zudem garantiert er, dass die Tiere gesund sind, keine Zahnfehlstellung aufweisen und gut auf festes Futter eingestellt wurden. Bei einem guten Züchter kann man sich außerdem sicher sein, tatsächlich ein Zwergkaninchen zu erwerben und kein großes Hauskaninchen. Falls man die Kaninchen für Kinder erwerben möchte, sollte man einen Züchter wählen, der sich viel mit seinen Kaninchen beschäftigt und die Kaninchenbabys möglichst im Haus aufwachsen lässt. So kennen sie bereits Menschen, sowie die alltäglichen Geräusche und Gerüche.

 

Erkundung der neuen Wohnung

Ein gesundes Kaninchen erkennt man unter anderem daran, dass es munter und neugierig ist, auf keinen Fall nur apathisch in der Ecke sitzt. Die Augen sollten klar sein, der After sauber. Durchfall ist vor allem bei jungen Kaninchen lebensbedrohend.

 

Für den Heimweg ist eine Transportbox am besten geeignet. Manche Zoogeschäfte bieten für den Heimweg kleine Pappschachteln an, die aber extremen Stress für die Tiere bedeuten. Frei auf dem Schoß sitzend sollten Kaninchen im Auto eher nicht transportiert werden, vor allem nicht, wenn Kaninchen und Halter sich noch fremd sind. Zu groß ist die Gefahr, dass das Kaninchen Angst bekommt, sich frei strampelt und den Fahrer damit behindert oder zumindest ablenkt.

 

Zuhause sollte bereits alles vorbereitet sein. Rückzugsorte, frisches Heu und Wasser sowie ein Kaninchen-Klo. Als Einstreu für die Toilette eignen sich nicht staubende Holzspäne oder Einstreu aus dem Zoofachhandel. Ungeeignet ist Zeitungspapier, das meiste Katzenstreu (giftig für Kaninchen!) und Sägemehl. Falls die Kaninchen teilweise in einem geschlossenen Käfig gehalten werden, sollte kein pelletiertes Stroh als Grundlage genommen werden. Dieses sorgt schnell für wunde Stellen an den Füßen der Kaninchen.

 

zu zweit kann man mutiger sein

Ganz wichtig ist am Anfang Geduld. Die Neuankömmlinge sind meist erst einmal verängstigt und ziehen sich in ihre Behausung zurück. Bedrängt man sie nun, hilft das wenig. Besser lässt man ihnen ein paar Tage Zeit, bis sie von selbst den Kontakt suchen. Scheue Tiere orientieren sich dabei oftmals an selbstbewussteren Artgenossen und trauen sich mit Partner zusammen eher, Kontakt zum Menschen aufzunehmen.

 

Da Kaninchen Fluchttiere sind, die unter anderem auf sich schnell von oben näherndes reagieren (könnte ja ein Greifvogel sein), sollte man von vorne Kontakt aufnehmen, vor allem, wenn man das Kaninchen hochheben möchte. Zum hochheben ist es für das Kaninchen am angenehmsten, wenn man mit einer Hand unter die Brust greift und mit der anderen unter dem Hintern abstützt. Auf keinen Fall sollten Kaninchen an den Ohren hochgehoben werden. Dies ist sehr schmerzhaft für sie. Ebenso sollten Kaninchen nicht mit einem Griff unter den Bauch hochgehoben werden. Sehr unterschiedlich ist es, wie Kaninchen auf das anheben im Nacken reagieren. Die meisten Kaninchen finden das wenig angenehm und versuchen sich frei zu strampeln. Wichtig ist, sofort mit der anderen Hand unter dem Hintern abzustützen und ein schnelles übergehen zum tragen am Körper des Menschen.

Kinder sollten langsam an die Handhabung heran geführt werden. Wenn das Kaninchen sich frei strampelt, kann das nicht nur zu Striemen auf Kinderarmen führen, sondern auch zu Knochenbrüchen beim Kaninchen, wenn es auf den Boden fällt.

 

Nicht alle Kaninchen werden gerne gestreichelt. Viel Kontakt und Ansprache sowie Handfütterung tragen zum wachsenden Vertrauensverhältnis bei. Dazu sind artgerecht gehaltene Tiere (Sozialpartner, Auslauf, Rückzugsorte), ausgeglichener und oft auch neugieriger und interessierter am Menschen. Nicht artgerecht gehaltene Tiere verkümmern, werden leicht apathisch, aggressiv oder ängstlich.

Was brauchen Meerschweinchen zum glücklich sein?

14. Juni 2012 in Haltung

 

Am wichtigsten für ein Meerschweinchen sind Artgenossen. Kein noch so bemühter Mensch kann dem Meerschweinchen Artgenossen ersetzen. Zudem sind in einer Gruppe gehaltene Meerschweinchen ausgeglichener, stressresistenter und so auch interessierter und selbstbewusster in der Interaktion mit ihren Menschen.

 

Die wilden Vorfahren der Meerschweinchen sind Fluchttiere, die ihre Wohnstätte vor allem nach Gesichtspunkten von Flucht- und Rückzugsorten auswählen. Auch Hausmeerschweinchen fühlen sich wohler, wenn sie jederzeit Rückzugsorte erreichen können, falls dies nötig sein sollte. Häuschen, Tunnel, Röhren, hohle Baumstämme und ähnliches sind hierfür ideal.

 

Meerschweinchen brauchen immer frisches Wasser und frisches Heu zur freien Verfügung. Dazu eine abwechslungsreiche Mischung aus verschiedenem Frischfutter.

 

Meerschweinchen sind sehr lärmempfindlich was hohe Töne angeht und reagieren auch verschreckt auf schnelle Bewegungen. Bis zu einem gewissen Grad sind sie daran zu gewöhnen, aber je ruhiger die Umwelt, umso stressfreier ist es für sie. Da Meerschweinchen Beute für Greifvögel und viele andere Raubtiere sind, reagieren sie vor allem auf plötzliche Bewegungen von oben. Den Käfig etwas erhöht zu stellen, kann dazu beitragen, den Stress für die Meerschweinchen zu mildern.

 

Meerschweinchen genießen durchaus Sonnenstrahlen, müssen aber immer einen schattigen Rückzugsort zu Verfügung haben. Die Gefahr, im Sommer an einem Hitzschlag zu sterben, ist ohne Schattenplatz groß. Wichtig ist auch eine gute Belüftung, ohne Durchzug.

 

Meerschweinchen bewegen sich gerne, erkunden Neues, spielen mit Artgenossen und suchen Futter. So sollte man Meerschweinchen immer mal wieder Abwechslung bieten und sich z.B. auch mal das Futter erarbeiten lassen.