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	<title>Tierfreund &#187; Wald</title>
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		<title>Rotbuche</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Fagus sylvatica, gehört zur Gattung der Buchen &#160; Man redet meist nur von Buche, statt von Rotbuche, da die Rotbuche die einzige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>lat. Name:</strong></em> Fagus sylvatica, gehört zur Gattung der Buchen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man redet meist nur von Buche, statt von Rotbuche, da die Rotbuche die einzige heimische Buchenart ist. Die Hainbuche ist tatsächlich keine Buche (siehe dort).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4556" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3398.jpg"><img class=" wp-image-4556   " title="Buchenwald" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3398.jpg" alt="Buchenwald" width="275" height="415" /></a><p class="wp-caption-text">Buchenwald</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 30m hoch, wächst bis ins hohe Alter langsam weiter</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>relativ kurze Lebenserwartung von 250-300 Jahren</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ovale, mittelgroße Blätter mit glattem Rand, die sich im Herbst auffallend gelb-rot färben</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>sehr glatte, dünne, braungraue Rinde, im Alter silbergrau. Die Rinde bietet durch ihre Beschaffenheit wenig Unterschlupfmöglichkeiten, aber auch wenig Angriffsfläche für Insekten. Dafür ist sie sie empfindlich gegenüber starker Sonneneinstrahlung und mechanischer Verletzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rotbuchen können vor allem im Freistand sehr imposante Bäume werden, mit mehreren Metern Stammumfang und sehr dichter Krone mit Ästen bis zum Boden. Im Wald dagegen konzentrieren sich die Buchen vorerst auf das Höhenwachstum und wirken deutlich schlanker, mit hoher Krone.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4546" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_4477.jpg"><img class=" wp-image-4546  " title="Buchen-Keimlinge" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_4477.jpg" alt="Buchen-Keimlinge" width="448" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Buchen-Keimlinge</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane befinden sich bei der Buche am selben Baum. Die Blüten sind relativ unscheinbar und stehen in kleinen Büscheln zusammen. Buchen setzen in erster Linie auf Windbestäubung, blühen aber dennoch erst mit dem Laubaustrieb im April/Mai. Sehr viel auffälliger sind im Herbst die Früchte, genauer Bucheckern, die über Tiere verbreitet werden. Vor allem Mäuse und Eichhörnchen legen Winterdepots mit Bucheckern an, von denen sie sich ernähren. Auf den ersten Blick keine gute Strategie der Buche, ihre potentiellen Nachkommen als Nahrung zu Verfügung zu stellen. Tatsächlich finden die Tiere allerdings nicht alle Eckern wieder, so dass der Rest perfekt in der Erde versenkt im Frühjahr austreiben kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4547" class="wp-caption aligncenter" style="width: 471px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_9491.jpg"><img class=" wp-image-4547  " title="Buche im Frühsommer" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_9491.jpg" alt="Buche im Frühsommer" width="461" height="306" /></a><p class="wp-caption-text">Buche im Frühsommer</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Rotbuche ist der verbreitetste Laubbaum in deutschen Wäldern. Dabei ist die große Häufigkeit der Buche hierzulande natürlich, es gäbe ohne menschlichen Einfluss sogar noch einen weitaus größeren Buchenanteil. Vor allem in Norddeutschland, in den Mittelgebirgen und im Voralpenland gibt es noch große, fast reine Buchenwälder. Tatsächlich ist die Buche einer der wenigen Laubbäume, der in deutschen Wäldern annähernd in Reinbeständen vorkommt. Daneben wächst die Buche auch in Mischwäldern mit Nadelbäumen oder anderen Laubbäumen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4549" class="wp-caption alignright" style="width: 242px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_4439.jpg"><img class="size-medium wp-image-4549" title="Buchenblätter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_4439-232x300.jpg" alt="Buchenblätter" width="232" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Buchenblätter</p></div>
<p>Interessanterweise ist das Hauptverbreitungsgebiet der Rotbuche dabei im Großen und Ganzen auf die Mitte Europas beschränkt. Deutschland sieht sich so in der Verantwortung, naturnahe Buchenwälder zu erhalten. Der Anteil der Buche in Deutschlands Wäldern liegt bei 14-15%. Noch höher ist er in der Schweiz mit 19%.</p>
<p>Damit ist offensichtlich, dass in Deutschland sehr gute natürliche Bedingungen für die Buche herrschen, was sie somit auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Parasiten und „Unwetter“ macht, als andere, künstlich verbreitete Baumarten. Sie mag das typisch kühl-feuchte Wetter, einen eher nährstoffreichen Boden und wächst so vom Flachland bis in den Voralpenraum. Sie verträgt dabei auch größere Kälte und viele Niederschläge, nur mit Dürre oder Staunässe kommt sie nicht zurecht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Buchen lassen durch ihre dichten Kronen nur sehr wenig Licht zum Boden. So bewirken sie zum einen, dass kaum eine andere Baumart es schafft, unter ihnen hoch zu wachsen, zum anderen bedeutet es aber auch, dass Buchen selbst in jungen Jahren unter ihren Elternpflanzen verhätnismäßig schattentolerant sein müssen.</p>
<p>Früher waren Buchen dank ihrer Durchsetzungsfähigkeit gegenüber anderen Baumarten, der häufigste Baum in deutschen Wäldern. So wundert es nicht, dass die Buche eng verbunden mit der deutschen Geschichte ist. Das Wort „Buchstabe“ leitet sich z.B. von der Buche ab, genauer von mit Runen beschriebenen Buchenstäben. Auch das Wort Buch entwickelte sich daraus und viele Ortsnamen tragen die Buche in sich. Reisig und Laub dienten als Stalleinstreu und Winterfutter, das Holz vor allem als Brennholz und zur Glasproduktion. Die Bucheckern konnten in Notzeiten zur menschlichen Ernährung beitragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4550" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1560.jpg"><img class="size-medium wp-image-4550" title="Bucheckern im Herbst" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1560-300x199.jpg" alt="Bucheckern im Herbst" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Bucheckern im Herbst</p></div>
<p>Buchen produzieren viel Laub, das im Herbst zum einen guten Humus bildet, zum anderen auch vielen Kleinlebewesen eine Wohnstätte und Nahrung bietet. Dagegen ist die glatte Rinde für Käfer und Insekten kaum zugänglich.</p>
<p>Die Frucht ist die Buchecker, wobei die Bäume nur alle paar Jahre wirklich viele Bucheckern produzieren. Im Winter bieten die Bucheckern einigen Vögeln sowie den Eichhörnchen, Siebenschläfern und Mäusen gute, fetthaltige Nahrung. Das ist der Grund für die ungleichmäßige Bucheckern-Produktion: Dieser Mechanismus sorgt dafür, dass weniger Tiere sich auf viele Bucheckern verlassen können, sich damit nicht darauf spezialisieren und so letztlich in Bucheckern-reichen Jahren mehr den Winter ungefressen überstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4551" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/hundundbuche2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4551" title="alte, mächtige Buche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/hundundbuche2-199x300.jpg" alt="alte, mächtige Buche" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">alte, mächtige Buche</p></div>
<p>Das Holz der Rotbuche ist hart und recht gut zu bearbeiten, aber wenig elastisch. Es ist sehr abriebfest und eignet sich z.B. für Bodenbeläge, Treppen, Möbel, Spielzeug, Haushaltskleingeräte aus Holz und einiges mehr. Für einen Einsatz im Freien muss es allerdings imprägniert werden und auch als Bauholz ist es nur bedingt geeignet.</p>
<p>Geschätzt wurde und wird die Buche als ausgezeichnetes Brennholz (z.B. auch in Form von Buchenholzkohle). Daneben wird minderwertiges Holz auch für Papier und Spanplatten verwendet.</p>
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		<title>Europäische Lärche</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/europaische-larche/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Larix decidua, gehört zu den Kieferngewächsen &#160; &#160; Steckbrief &#160; sommergrüner Nadelbaum, der einzige in Deutschland heimische, der im Winter seine Nadeln [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>lat. Name:</strong></em> Larix decidua, gehört zu den Kieferngewächsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4591" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0009.jpg"><img class="size-medium wp-image-4591" title="Lärche im Herbst" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0009-199x300.jpg" alt="Lärche im Herbst" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Lärche im Herbst</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Nadelbaum, der einzige in Deutschland heimische, der im Winter seine Nadeln abwirft</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>bis etwa 40m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird bis 600 Jahre alt und mehr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kegelförmiger Wuchs (oben schmal, nach unten breiter werdend, so wenig anfällig für Schneebruch), aber unregelmäßiger wachsend, als die Fichte</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Nadeln wachsen in Büscheln an Kurztrieben, daneben auch einzelne Nadeln an Langtrieben</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Lärche bildet weibliche und männliche Zapfen an einem Baum. Die männlichen sind kleiner und gelb, die weiblichen sind erst rötlich, später grün und im reifen Zustand schließlich braun. Die Verbreitung des Pollens erfolgt durch die Luft, wobei die Lärche noch vor dem Laubaustrieb blüht. So soll verhindert werden, dass der Pollen an den Blättern hängen bleibt und dann mit dem nächsten Regen zu Boden gewaschen werden Nach der Befruchtung reifen die weiblichen Zapfen zu kleinen, braunen, rundlichen Kegeln heran. Erst im kommenden Frühjahr sind die Samen endgültig reif, der Zapfen öffnet sich und die Samen werden durch die Luft verbreitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4592" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3110b.jpg"><img class="size-full wp-image-4592" title="weiblicher Zapfen im Frühjahr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3110b.jpg" alt="weiblicher Zapfen im Frühjahr" width="430" height="281" /></a><p class="wp-caption-text">weiblicher Zapfen im Frühjahr</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten, Vorkommen und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Lärche ist der einzige heimische Nadelbaum, der im Winter seine Nadeln verliert. Der Vorteil daran: Kälteschutzmaßnahmen, wie die Bildung von Frostschutzmitteln, entfallen. Ohne „Frostschutz“ werden die inneren Strukturen der Blätter, bzw. Nadeln, zerstört, da der der Zellsaft selbst gefriert. Zudem verliert die Pflanze im Winter bei gefrorenem Boden zwar immer noch Feuchtigkeit über die Blätter/Nadeln, kann aber kein neues Wasser aus dem Boden aufnehmen. Auch hier muss die Pflanze, z.B. über speziellen Verdunstungsschutz, Maßnahmen ergreifen. Die Lärche erspart sich dies alles, zumal sie natürlicherweise in sonnigen Höhenlagen wächst, wo die Verdunstung im Winter tatsächlich ein großes Problem darstellen würde. Der Nachteil an dieser Methode ist: es müssen jährlich alle Nadeln neu gebildet werden, eine riesige Menge an Biomasse muss mit entsprechendem Aufwand produziert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4595" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0024.jpg"><img class="size-medium wp-image-4595" title="Lärchenzweig im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0024-300x199.jpg" alt="Lärchenzweig im Winter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Lärchenzweig im Winter</p></div>
<p>Lärchen brauchen für einen Nadelbaum viel Licht, sie mögen es dabei eher kühl und nicht zu trocken. Staunässe vertragen sie nicht, am liebsten ist ihnen ein leichter, gut durchlüfteter Boden. Sie kommen mit großer Kälte bis -40Grad klar und auch damit, eine nur kurze Sommer-Periode zu Verfügung zu haben. So findet man sie vor allem in Gebirgslagen, auf sonnigen Hochplateaus, mit viel Licht und Luft um sich herum. Da sie recht empfindlich gegen Luftverschmutzung sind, wachsen sie in Städten nur schlecht. In ihrem natürlichen Lebensraum sind sie dafür sehr robust gegen Umwelteinflüsse und auch kaum anfällig für Schädlinge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Wurzelsystem ist reich verzweigt und bis 2m tief, so ist die Lärche nicht anfällig für Sturmschäden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4596" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3104.jpg"><img class="size-medium wp-image-4596" title="Lärchennadeln wachsen in Büscheln" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_3104-300x226.jpg" alt="Lärchennadeln wachsen in Büscheln" width="300" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Lärchennadeln wachsen in Büscheln</p></div>
<p>Durch die vergleichsweise hohen Lichtansprüche, können Lärchen schlecht als Niederwuchs zu anderen Baumarten gepflanzt werden und eignen sich auch nicht für eine sehr dichte Pflanzung, wie es bei Fichten oft üblich ist. Auch sonst sind die Ansprüche an den Standort hoch, was dafür sorgt, dass die Lärche außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes kaum gepflanzt oder gehegt wird.<br />
Das Holz der Lärche ist sehr hart und witterungsbeständig, ein Bauholz für widrige Bedingungen, z.B. im Brücken-, Wasser- und Bergbau oder für Eisenbahnschwellen.</p>
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		<title>Waldkiefer</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/waldkiefer/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lateinischer Name/Trivialname: Pinus sylvestris, gehört zu den Kieferngewächsen. Auch unter den Namen Forche, Weißkiefer oder Rotföhre bekannt &#160; &#160; Steckbrief &#160; immergrüner Nadelbaum &#160; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>lateinischer Name/Trivialname</strong></em>: Pinus sylvestris, gehört zu den Kieferngewächsen. Auch unter den Namen Forche, Weißkiefer oder Rotföhre bekannt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4601" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0148.jpg"><img class="size-medium wp-image-4601" title="Kiefernwald" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0148-199x300.jpg" alt="Kiefernwald" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kiefernwald</p></div>
<p>immergrüner Nadelbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird etwa 20-30m hoch, unter Optimalbedingungen auch 40m</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann 500Jahre alt werden und mehr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Bergkiefer hat eine rote Stammfarbe, über die sie recht gut von anderen Kiefern unterschieden werden kann</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Wuchsform ist oft „urig“, krumm und verwinkelt wirkend, die Krone hängt oft zu einer Seite über. Im Wald bildet die Kiefer nur eine kleine Krone ganz oben am Stamm aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Borke ist sehr charakteristisch, tief zerfurcht, mit groben Platten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die eher harten Nadeln werden bis zu 7cm lang.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Waldkiefern sind Zwitter, mit männlichen und weiblichen Zapfen an einem Baum. Die männlichen Zapfen sind klein und im reifen Zustand bräunlich mit gelbem Pollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4602" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0597.jpg"><img class="size-medium wp-image-4602 " title="Kiefernzapfen im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0597-300x199.jpg" alt="Kiefernzapfen im Winter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Kiefernzapfen im Winter</p></div>
<p>In den größeren weiblichen Zapfen reifen nach der Befruchtung die Samen heran. Wenn der Samen reif ist, öffnen sich die Zapfen und die Samen werden zur Windverbreitung frei gesetzt. Dabei schließt sich der Zapfen durch Quellmechanismen bei Regen und öffnet sich bei trockenem Wetter. So wird gewährleistet, dass der Samen auch weit fliegen kann und nicht sofort vom Regen zu Boden gedrückt wird. Anschließend fallen die Zapfen zu Boden.<br />
Von der Bildung des Zapfens bis zum Freisetzen des Samens vergehen dabei gut 2 Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Kiefer hat nur geringe Bodenansprüche und gedeiht auch unter widrigen Bedingungen. So ist sie weit über Europa verbreitet, hat aber auf „guten“ Böden gegen andere Baumarten im direkten Konkurrenzkampf kaum eine Chance.<br />
Ähnlich der Fichte, wurde auch die Kiefer künstlich in großer Menge in Deutschland angepflanzt. Vor allem auf solchen Standorten, auf denen die Fichte nicht gedieh, z.B. auf sandigen Böden im Flachland. Die Verbreitung ist damit regional sehr unterschiedlich. Natürlicherweise käme die Kiefer in Deutschland nur auf Sonderstandorten vor, auf denen tatsächlich andere Baumartenkaum kaum Überlebenschancen haben. So aber ist die Kiefer mit einem Anteil von 24% einer der häufigsten Waldbäume in Deutschland. &#8220;Schuld&#8221; daran ist die gute Nutzbarkeit ihres Holzes, ihre Anpassungsfähigkeit und ihre Schnellwüchsigkeit, vor allem bei dichterer Pflanzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Deutschland gibt es verschiedene Kiefernarten, teils eigentlich nicht heimisch, die Waldkiefer ist dabei die häufigste Art.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4603" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_6189.jpg"><img class="size-medium wp-image-4603" title="Kiefer in den Alpen: kaum ein anderer Baum würde hier oben im Fels überleben" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_6189-199x300.jpg" alt="Kiefer in den Alpen: kaum ein anderer Baum würde hier oben im Fels überleben" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Kiefer in den Alpen: kaum ein anderer Baum würde hier oben im Fels überleben</p></div>
<p>Kiefern haben eine Pfahlwurzel, die sich etwa 6m weit in den Boden bohrt. Dies ist eine Anpassung an trockene Standorte, so steigt die Chance, dass die Wurzel in tieferen Schichten doch noch auf (Grund-)Wasser trifft. Die Bodenansprüche der Kiefer sind sehr gering. Sie mag es allerdings eher warm und wenn sie die Wahl hat, nicht zu nass. Sie wächst auch im Wald, bevorzugt aber etwas mehr Licht. Als Unterwuchs in einem dichten Wald hat sie keine Chance. Auf der anderen Seite lässt die Kiefer genug Licht durch, so dass z.B. Buche oder Tanne unter ihr groß werden, um sie schließlich zu verdrängen.<br />
So ist sie ein typischer „Pionierbaum“. Sie besiedelt Standorte, die brach liegen und nicht genug Nährstoffe für die meisten anderen Pflanzen bieten. Die Kiefer arrangiert sich mit fast allem, bildet dabei ihren eigenen Humus und ebnet so den Weg für andere Sträucher und schließlich Bäume, bis für sie selbst kein Raum mehr ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kiefern kommen gut mit praller Sonne klar, mit starkem Frost, Stürmen und Trockenheit. Man findet sie im Gebirge, in sandigen Böden und sogar in Mooren. Sehr viele Pilzarten können mit der Kiefer eine Gemeinschaft eingehen, der Pilz versorgt mit Mineralstoffen, schützt die Wurzeln und führt Wasser zu, der Baum gibt im Gegenzug organisches Material. Dies hilft auf kargen Böden beiden Seiten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor allem auf trockenen Standorten, besteht durch das sehr harzhaltige Holz eine hohe Waldbrandgefahr! Im Mittelalter war die Kiefer allerdings eine der wichtigsten Lichtquellen in Form von Kienspänen und auch bedeutsam zur Harzgewinnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kiefernholz wird gerne als Bauholz, aber auch für Böden, Möbel oder Spielzeug genutzt. Es ist relativ elastisch, lässt sich gut verarbeiten, ist aber nicht witterungsbeständig und eher weich.</p>
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		<title>Gemeine Fichte</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/gemeine-fichte/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Picea abies, gehört zu den Kieferngewächsen &#160; Die heimische Fichte wird auch Rottanne genannt, gehört botanisch aber nicht zu den Tannen. Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>lat. Name:</strong></em> Picea abies, gehört zu den Kieferngewächsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die heimische Fichte wird auch Rottanne genannt, gehört botanisch aber nicht zu den Tannen. Der Name bezieht sich auf die im Vergleich zur Weiß-Tanne rötliche Rinde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4577" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0014c1.jpg"><img class="size-medium wp-image-4577" title="Fichtenwald im Sauerland" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0014c1-199x300.jpg" alt="Fichtenwald im Sauerland" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Fichtenwald im Sauerland</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>immergrüner Nadelbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird 600Jahre und älter</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann etwa 30-40m hoch werden, vereinzelt bis 50m</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hat im Gegensatz zur heimischen Weiß-Tanne hängende Zapfen, statt stehende</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Nadeln sind rundumlaufend um den Zweig und spitz</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die kegelförmige Wuchsform mit sehr biegsamen Ästen verhindert Schneebruch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine Fichte hat ihre männlichen und weiblichne Blütenorgane am selben Baum, genauer handelt es sich um männliche und weibliche Zapfen. Die männlichen sind kleine, unreif rötlich gefärbte, später Pollen-gelbe Kegel. Der in großen Mengen produzierte Pollen wird durch die Luft verbreitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4579" class="wp-caption alignleft" style="width: 224px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/fichtenzapfen.jpg"><img class="size-medium wp-image-4579" title="Fichtenzapfen" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/fichtenzapfen-214x300.jpg" alt="Fichtenzapfen" width="214" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Fichtenzapfen</p></div>
<p>Die großen „Tannenzapfen“ beherbergen die weiblichen Blütenorgane. Hier reift nach der Befruchtung auch der Samen geschützt zwischen den Schuppen des Zapfens heran. Erst nach der Befruchtung senkt sich der nun braun werdende Zapfen nach unten. Wenn der Samen reif ist, spreizen sich die Schuppen des Zapfens ab und die kleinen, leichten Samen werden mit dem Wind verteilt. Daneben sind die Samen auch für Vögel und Eichhörnchen als Winternahrung interessant. Davon hat auch die Fichte etwas: einige der Samen bleiben ungefressen, werden durch die Tiere aber weiter verbreitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fruchtbar sind Fichten etwa ab einem Alter von 30Jahren. Dabei blühen sie nicht jedes Jahr, sondern nur etwa alle 3-4 Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Fichte ist mit einem Anteil von rund 28% der häufigste Waldbaum in Deutschland. Ihre Häufigkeit hierzulande ist allerdings nicht natürlich, sondern durch den Menschen gemacht. Viel Wald wurde im 20. Jahrhundert während der Kriege vernichtet, im dritten Reich als Baumaterial ausgebeutet und schließlich nach dem 2. Weltkrieg als Teil von Reparationszahlungen abgeholzt. Im Anschluss daran wurde versucht, so schnell wie möglich wieder aufzuforsten. Leider war dies verbunden mit der massenhaften Pflanzung von schnell wachsenden Monokulturen, je nach Gebiet vor allem Fichten, teils auch Kiefern. Die neuen Wälder waren durchorganisiert, standen in Reih und Glied, dicht gepflanzt für schnellen Ertrag, Unterholz wurde zügig entfernt, aufgeräumt und effektiv sollte es sein. Fichten eignen sich gut hierfür, da sie recht anspruchslos und vor allem schnellwachsend sind. Zudem mussten die Wälder des 20. Jahrtausends nicht mehr als Viehfutter herhalten, sondern in erster Linie Bauholz sein. Fichten bieten da den zusätzlichen Vorteil, dicht gepflanzt sehr gerade zu wachsen und im unteren Bereich mangels Licht keine dickeren Äste auszubilden.</p>
<p>Leider sind solche Monokulturen auch recht anfällig für Schädlinge, vor allem, wenn die Bäume nicht in ihrer natürlichen Umgebung wachsen sollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4584" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1577.jpg"><img class="size-medium wp-image-4584" title="Fichtenforst in Deutschland. Auf der linken Seite Sturmschäden nach Kyrill und beginnende Wiederaufforstung" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1577-300x199.jpg" alt="Fichtenforst in Deutschland. Auf der linken Seite Sturmschäden nach Kyrill und beginnende Wiederaufforstung" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Fichtenforst in Deutschland. Auf der linken Seite Sturmschäden nach Kyrill und beginnende Wiederaufforstung</p></div>
<p>Natürlich wachsen Fichten tatsächlich oft in großen Monokulturen, allerdings in deutlich kühlerem Klima, z.B. in Sibirien oder den skandinavischen Ländern. Sie sind recht kältetolerant und durch ihre Wuchsform nicht anfällig für Schneebruch. In wärmerem Klima sind Fichten dagegen anfällig für Schädlinge, die bei vielen eiskalten Monaten im Jahr größtenteils absterben. Auch zu viel Luftverschmutzung und Stürme gefährden Fichten. In Deutschland würden Fichten natürlicherweise nur in den höheren Mittelgebirgslagen wachsen. Das spiegelt die Verbreitung in Deutschland durchaus wieder: in Bayern sind rund 50% der Bäume Fichten, in Brandenburg dagegen nicht mal 5%.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4586" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0534.jpg"><img class="size-medium wp-image-4586" title="Fichtennadeln sind spitz und um den Zweig herum laufend" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0534-300x199.jpg" alt="Fichtennadeln sind spitz und um den Zweig herum laufend" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Fichtennadeln sind spitz und um den Zweig herum laufend</p></div>
<p>Die Fichte gehört zu den Flachwurzlern, vor allem, wenn sie auf nicht optimalen Böden gepflanzt wird. Das kann man gut erkennen, wenn man sich das Wurzelsystem der nach einem Sturm umgekippten Fichten im Wald anschaut. Tatsächlich gehören die Fichten, vor allem in Monokulturen gepflanzt, zu den Windanfälligsten Bäumen in Deutschland. Auf optimalen Böden bildet die Fichte zusätzlich so genannte Senkerwurzeln, die sie etwas fester stehen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bodenansprüche von Fichten sind nicht allzu hoch, sie bevorzugen aber gut durchlüfteten, nicht zu trockenen Boden. An Kälte und Schnee im Winter sind sie gut angepasst, an trockene, heiße Sommer dagegen nicht. Fichten vertragen Halbschatten, wobei sie bei dichtem Wuchs/viel Schatten in den entsprechenden Bereichen ihre Nadeln verlieren (was andererseits schnelleres Wachstum begünstigt: es ist ein Überlebenskampf um Licht: wer schneller wächst, bekommt mehr Licht ab).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4583" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0174.jpg"><img class="size-medium wp-image-4583 " title="die biegsamen, leicht abwärts geneigten Äste verhindern Schneebruch" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0174-300x199.jpg" alt="die biegsamen, leicht abwärts geneigten Äste verhindern Schneebruch" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">die biegsamen, leicht abwärts geneigten Äste verhindern Schneebruch</p></div>
<p>Die Fichte hält, trotz dass sie ihre Nadeln behält, eine Winterruhe. Photosynthese und Wachstum findet im Winter entsprechend kaum statt. Die Nadeln sind dabei in der kalten Jahreszeit mit natürlichem Frostschutz angereichert, so dass sie im Extremfall bis zu -50Grad ertragen können, ohne dass die Struktur der Nadeln zerstört wird. (siehe auch: <a title="warum verlieren Bäume im Winter ihre Blätter?" href="https://www.tierfreund.de/warum-verlieren-baume-im-winter-ihre-blatter/">warum verlieren Bäume im Winter ihre Blätter?</a>)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>An Vögeln schätzen unter anderem Mäusebussard, Waldbaumläufer, Eichelhäher, Schwarzspecht, Habicht und Sperber Fichtenwälder. Rotwild findet Schutz und im Winter Nahrung in Form der Nadeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Fichte ist sehr schnell wachsend, so dass sie bereits in einem Alter von 80 &#8211; 100 Jahren zur Nutzung gefällt werden kann. Das Holz hat ein geringes Gewicht und ist relativ elastisch. Man nutzt es z.B. für Papier und einfaches Bauholz, für Spanplatten, Leimholz oder auch als Brennholz. Es ist vergleichsweise billig, leicht zu verarbeiten, aber unbehandelt der Witterung ausgesetzt kaum haltbar. Auch im Innenbereich nutzt es schnell ab.</p>
<p>Fichtennadelöl hat eine ätherische Wirkung und wird in Parfüms und auch medizinisch im Bronchialbereich eingesetzt.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weißtanne</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/weistanne/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Abies alba &#160; &#160; Steckbrief &#160; immergrüner Nadelbaum &#160; kann über 500 Jahre alt werden &#160; kann bis zu 50m hoch werden, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>lat. Name:</strong></em> Abies alba</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4612" class="wp-caption alignright" style="width: 279px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Weißtanne.jpg"><img class="size-medium wp-image-4612" title="Weißtanne" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Weißtanne-269x300.jpg" alt="Weißtanne" width="269" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Weißtanne</p></div>
<p>immergrüner Nadelbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann über 500 Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann bis zu 50m hoch werden, mit einem Stammdurchmesser von bis zu 4m, sie ist damit einer der mächtigsten in Deutschland heimischen Bäume</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kegelförmige Wuchsform mit einem Haupstamm und sehr biegsamen Ästen, um Schneebruch vorzubeugen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>flache, nicht spitze Nadeln</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zapfen wachsen senkrecht nach oben, nicht wie bei der Fichte im reifen Zustand nach unten hängend</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weißtannen sind Zwitter: männliche und weibliche Zapfen wachsen am selben Baum. Die &#8220;Blütezeit&#8221; ist im Mai/Juni, jetzt wird der Pollen durch die Luft verbreitet statt. Die Samen reifen geschützt im weiblichen Zapfen heran und werden schließlich zur Windverbreitung frei gesetzt. Dabei sind die Samen verhältnismäßig schwer und groß, da sie viele Nährstoffe beinhalten, um den Keimling über die Schattenzeit zu bringen. Junge Tannen brauchen so nur wenig Licht und können unter anderen Bäumen im Wald nach oben wachsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten, Vorkommen und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Tannenbäume“ gibt es sehr viel weniger in deutschen Wäldern, als manch einer denken mag. Tatsächlich sind nur 2% der Bäume Tannen, hingegen, um bei den Nadelbäumen zu bleiben, 28% Fichten und 24% Kiefern. In Deutschland (Mitteleuropa) ist die Weißtanne die heimische Tannen-Art. Weltweit gibt es viele Tannenarten, sie gehören zu den Kieferngewächsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4613" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_2533.jpg"><img class="size-medium wp-image-4613" title="die Nadeln der Weißtanne sind flacher und weicher, als bei der Fichte" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_2533-300x247.jpg" alt="die Nadeln der Weißtanne sind flacher und weicher, als bei der Fichte" width="300" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">die Nadeln der Weißtanne sind flacher und weicher, als bei der Fichte</p></div>
<p>Bis vor gut 200Jahren war die Tanne noch sehr viel häufiger in Deutschland. Im ausgehenden Mittelalter wurde allerdings viel Raubbau am Wald betrieben und auch im Zuge der Weltkriege wurden zu Bau- und Reparationszahlungszwecken viele Wälder abgeholzt. Mitte des 20. Jahrhunderts starteten dann große Aufforstungsprojekte, wobei Fichten, und an einigen Standorten Kiefern, bevorzugt in Monokulturen angepflanzt wurden. Sie waren schlicht anpassungsfähiger und schnellwüchsiger, als die Tanne.</p>
<p>Ein weiteres Problem für die Weißtanne sind eingeschleppte Schädlinge aus anderen Ländern, denen sie zu wenig entgegen zu setzen hat. Dazu kommt, dass Tannen eine etwas andere Nadelzusammensetzung haben als Fichten (z.B. weniger Kieselsäure und Harz, dafür mehr Kalk und Stickstoff), wodurch sie von Wild bevorzugt gefressen werden. Auch vertragen junge Tannen zwar viel Schatten, aber nicht viel Frost. Sie brauchen neu angepflanzt größere Bäume um sich, um bei entsprechendem Klima geschützt zu sein. So sterben bei Neuaufforstungen sehr viele Tannen in den ersten Jahren ab. Dies alles hat dazu geführt, dass die Tanne in Deutschlands Wäldern nur selten zu finden ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tannen sind in jungen Jahren tatsächlich extrem schattentolerant. Wenn sie kaum Licht bekommen, fallen sie in eine Ruhephase, wie eine Art Winterschlaf. Sie bilden dafür spezielle Nadeln aus und tun kaum etwas, außer zu warten. Bis zu 100 Jahre halten junge Tannen es so aus. Stirbt dann ein Baum über der Tanne ab, schaltet sie wieder auf Wachstum um und füllt die Lücke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Natürlich ist die Weiß-Tanne vor allem in und südlich der Alpen verbreitet, daneben auch in den Voralpenregionen Deutschlands bis in die Mittelgebirge. In letzteren ist die Tanne aber menschengemacht kaum noch existent.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4614" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Weißtanne2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4614" title="Weißtanne im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Weißtanne2-300x218.jpg" alt="Weißtanne im Winter" width="300" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Weißtanne im Winter</p></div>
<p>Die Tanne benötigt mindestens 3 frostfreie Monate im Jahr, ist nur bis etwa -28Grad frostertragend und reagiert dabei sehr empfindlich auf frühen und späten Frost, wenn sie eigentlich auf Sommer eingestellt ist. Sie braucht außerdem ausreichend Wasser, auch im Winter. Ihre Ansprüche an Boden und Klima sind insgesamt deutlich höher, als die der Fichte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Name Weißtanne kommt daher, dass der Stamm der Tanne im Vergleich zur Fichte sehr viel heller ist. Weitere Unterschiede sind, dass Tannen flache Nadeln haben, die nicht spitz sind. Außerdem stehen die weiblichen Zapfen auch im reifen Zustand bei der Weißtanne noch senkrecht nach oben.</p>
<p>Die Nadeln bleiben bis zu 8 Jahre am Baum. Tatsächlich wechseln auch immergrüne Nadelbäume ihr Laub, nur weniger häufig und nicht zum Winter hin alle auf einmal.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tanne ist harzfrei, sowie Säure- und Laugenbeständig. Dadurch ergeben sich einige Einsatzmöglichkeiten in der chemischen Industrie. Das Holz ist zudem relativ leicht, so dass es viel Verwendung als Bauholz findet. Besonders widerstandsfähig ist es dagegen nicht, es ähnelt in seinen Eigenschaften, abgesehen vom Harz, dem Fichtenholz.</p>
<p>Im Gebirge ist die Tanne ein wichtiger Schutz gegen Erdrutsche und Lawinen. Sie ist sehr standfest, stabilisiert die Böden und kann große Mengen Wasser aufnehmen.</p>
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		<title>Europäische Eibe</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/europaische-eibe/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Taxus baccata, gehört zu den Eibengewächsen &#160; &#160; Steckbrief &#160; immergrüner Nadelbaum &#160; bis höchstens 20m hoch, im Unterwuchs auch deutlich niedriger, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name:<em><strong> Taxus baccata</strong></em>, gehört zu den Eibengewächsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4624" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/eibennadeln.jpg"><img class="size-medium wp-image-4624" title="Europäische Eibe" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/eibennadeln-199x300.jpg" alt="Europäische Eibe" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Europäische Eibe</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>immergrüner Nadelbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>bis höchstens 20m hoch, im Unterwuchs auch deutlich niedriger, langsam wachsend</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Nadeln sind sehr weich, oben dunkelgrün mit deutlich hellerer Unterseite</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wuchsform je nach örtlichen Bedingungen, sehr anpassungsfähig</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>schuppige, dünne Borke, die sich erst mit Alter deutlicher ausbildet</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anders als bei den meisten Nadelbäumen, befinden sich bei der Eibe in der Regel männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane an verschiedenen Bäumen. Die Blütezeit ist, je nach Klima, zwischen Februar und Mai. Die winzigen männlichen „Blüten“ entlassen dabei ihren Pollen zur Windbestäubung zu den ebenfalls sehr unscheinbaren weiblichen „Blüten“. Die Eibe gehört nicht zu den Blütenpflanzen, besitzt auch keinen Fruchtknoten und hat damit korrekterweise weder Blüten noch Früchte. Dennoch wird die essbare rote Umhüllung der Samen bei der Eibe oft umgangssprachlich als Fruchtfleisch bezeichnet, bzw. zusammen mit dem Samen als „Beere“. Diese erfüllt auch den Zweck einer Frucht: Tiere, in dem Fall Vögel, fressen die „Früchte“ und scheiden den Samen zu seiner Verbreitung wieder aus. Reif sind die Eibenfrüchte im Spätsommer bis Herbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Geschichte und heutiges Vorkommen</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4625" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0186.jpg"><img class="size-medium wp-image-4625" title="die Eibe im Namen" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_0186-300x199.jpg" alt="die Eibe im Namen" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">die Eibe im Namen</p></div>
<p>Als extrem schattentoleranter, robuster Baum oder Strauch, war die Eibe ursprünglich nicht selten in Deutschland, sondern in vielen Wäldern als Unterwuchs zu finden. Sehr viele Ortsnamen beinhalten die Eibe, z.B. Ibbenbüren, Eibach, Iburg u.a.. Im Mittelalter geriet sie zum einen durch ihre Giftwirkung in Verruf: sie tötete Kutsch- und Reitpferde, die am Wegesrand von ihr fraßen und wurde mit bösen Mächten in Zusammenhang gebracht. Zudem war ihr hartes, elastisches Holz sehr begehrt für Bögen. So wurde sie in vielen Regionen nahezu ausgerottet. Noch heute ist die Eibe eher selten, man findet sie einzeln an Waldrändern oder auch in Mischwäldern und Parks. Sie ist dabei im Flachland und den Mittelgebirgen im gemäßigten Klima zuhause. Da sie kein besonders gefragtes Nutzholz liefert und wenig ertragsreich ist, wird sie nicht gezielt in Wäldern angepflanzt. Es gibt aber durchaus Projekte, um das Überleben der seltenen Eibe zu sichern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eiben gehören nicht, wie fast alle Nadelbäume Europas, zu den Kieferngewächsen, sondern bilden eine eigene Familie innerhalb der Ordnung der Nadelbäume. Manche gehen sogar so weit, sie parallel zu den Nadelbäumen zu führen, wie die Ginkgo-Gewächse.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4627" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/eiben.jpg"><img class="size-medium wp-image-4627" title="Eiben am Wegesrand" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/eiben-300x199.jpg" alt="Eiben am Wegesrand" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Eiben am Wegesrand</p></div>
<p>Die Kerne der „Früchte“ und die Nadeln sind sehr giftig für Menschen und auch für viele Tiere. Das rote Fruchtfleisch ist theoretisch essbar. Vögel beispielsweise fressen das Fruchtfleisch, den Samen scheiden sie unverdaut (und damit ohne Aufnahme der Giftstoffe) wieder aus. Über diesen Mechanismus sorgt die Eibe für eine Verbreitung ihrer Nachkommen. Bei dem Gift handelt es sich um Taxol, bzw. Taxin, je nach Art. Es ist sehr stark und führt schließlich zum Herzstillstand, bzw. zur Atemlähmung. Hochgiftig ist es z.B. für Pferde, Schafe und Hunde. Dagegen vertragen Rinder und Rehe augenscheinlich zumindest eine gewisse Menge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im höheren Alter fault der Stamm von innen weg. Durch äußere Triebe und/oder „Innenwurzeln“ wird eine Verdickung und Festigung des Reststamms erreicht. An alten Bäumen befinden sich oft damit verwachsene Nebenstämmchen, die sich hoch ranken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4628" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_6558.jpg"><img class="size-medium wp-image-4628" title="Eibenstamm" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_6558-198x300.jpg" alt="Eibenstamm" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eibenstamm</p></div>
<p>Eiben sind extrem schattentolerant und können so sogar in relativ dichten Wäldern als Unterwuchs überleben. Sie bevorzugen es nicht zu trocken und nicht zu kalt, am liebsten in geschützten Lagen zwischen anderen Bäumen. Wenn es sein muss, kommen sie aber mit fast allem klar. Zudem sind Eiben sehr regenerationsfähig, auch bei größeren Verletzungen. Sie haben ein sehr ausgeprägtes Wurzelsystem, aus dem sie bei Wegbrechen von Stämmen neu austreiben können und auf passendem Boden schlagen selbst abgebrochene Zweige neue Wurzeln. Sie kommen mit den meisten Bodenverhältnissen zurecht und wachsen auch auf Fels mit wenig Mutterboden in Spalten. Mit kurzzeitiger Staunässe können sie ebenso umgehen, wie mit Dürrephasen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Winter haben Eiben das Problem, durch die im Vergleich zu anderen Nadelbäumen nur wenig ausgeprägte Wachsschicht auf den Nadeln, viel Wasser über Verdunstung zu verlieren, wenn die Sonne scheint. Ist dazu der Boden gefroren, kann die Pflanze kein neues Wasser aufnehmen, der Wasserstrom in ihrem Inneren reißt ab und die Pflanze kann vertrocknen. Die Nadeln selbst besitzen ein Frostschutzmittel, das im Winter gebildet wird. Dies verhindert, dass die Zellen einfrieren und damit innere Strukturen, Proteine und DNA zerstört werden. Das Frostschutzmittel wird mit sinkenden Temperaturen langsam aufgebaut und schützt bei voller Konzentration bis etwa -20Grad. Früh- und Spätfröste sind dagegen für Eiben ein Problem. Tatsächlich passt dies gut zur großen Schattentoleranz: wenn die Sonne die Eibe nicht voll erreicht, verdunstet weniger Wasser, sie vertrocknet nicht so leicht im Winter. Zudem ist im Wald das Klima immer gemäßigter, im Winter etwas wärmer, im Sommer etwas kühler, verglichen mit dem freien Feld. Ein schönes Beispiel, wie Pflanzen ihre Nische finden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Gift der Eibe kann in geringer Dosierung als Krebsmedikament zum Einsatz kommen. Auf gar keinen Fall darf eine „Selbstmedikamentation“ vorgenommen werden!<br />
Das Holz ist hart und dabei elastisch, was es im Mittelalter so beliebt für Bögen machte. Heute wird es kaum noch verarbeitet und ist ohne forstwirtschaftliche Bedeutung. Man kann es z.B. für Musikinstrumente, Bilderrahmen, Werkzeuggriffe, Schnitzarbeiten und ähnlichem nutzen.</p>
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		<title>Deutsche Eiche</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/deutsche_eiche/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014! Weltweit gibt es rund 600 Eichenarten, in Mitteleuropa sind davon allerdings nur sehr wenige beheimatet. Der Hauptgrund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Die Traubeneiche ist der Baum des Jahres 2014!</strong></em></p>
<div id="attachment_4640" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="Eiche"><img class="size-medium wp-image-4640 " title="Eiche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_00061-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Eiche</p></div>
<p>Weltweit gibt es rund 600 Eichenarten, in Mitteleuropa sind davon allerdings nur sehr wenige beheimatet. Der Hauptgrund dafür liegt in den letzten Eiszeiten: zwischen dem aus dem Norden vordringenden Eis und den Alpen blieb kaum eine Rückzugsmöglichkeit für die Bäume übrig (siehe auch <a title="die Geschichte des Waldes in Mitteleuropa" href="https://www.tierfreund.de/die-geschichte-des-waldes-in-mitteleuropa/">Geschichte des Waldes in Mitteleuropa</a>). So gibt es vor allem zwei recht weit verbreitete Eichenarten in Deutschland, die sich nur wenig unterscheiden und daher hier gemeinsam vorgestellt werden: die Stieleiche und die Traubeneiche. Bei der Stieleiche besitzen die Blätter nur einen sehr kurzen Stiel, dafür sitzen die Eicheln an langen Stielen. Bei der Traubeneiche ist es umgekehrt. Früher waren die Eicheln das wichtigste an der Eiche, daher beziehen sich die Namen der heimischen Eichen darauf. Weitere Unterschiede bestehen vor allem in leicht unterschiedlichen Standortansprüchen der beiden Arten.</p>
<p><strong>lat. Name/Trivialname</strong>:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Stieleiche: <em><strong>Quercus robur</strong></em>, auch als die „Deutsche Eiche“ bezeichnet</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Traubeneiche: <em><strong>Quercus petraea</strong></em>, auch Wintereiche genannt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eichen gehören zu den Buchengewächsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
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<div id="attachment_4641" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_24091.jpg"><img class="size-medium wp-image-4641" title="Eichenlaub im Herbst" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_24091-300x199.jpg" alt="Eichenlaub im Herbst" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Eichenlaub im Herbst</p></div>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 25-35m hoch, im Alter sind dabei mehrere Meter Stammumfang möglich</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann über 1000 Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>längliche, relativ dicke und feste, gebuchtete Blätter</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>charakteristisches „knorriges“, raues Äußeres</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>im Alter tief gefurchte, längsrissige Borke</p>
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<h5>Fortpflanzung</h5>
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<p>Eichen sind Zwitter, das heißt, männliche und weibliche Blüten sitzen am selben Baum. Die männlichen Blüten sind kleine Kätzchen, die im April/Mai Pollen zur Windbestäubung freisetzen. Die weiblichen Blüten sind noch unscheinbarer, reifen nach der Befruchtung dann aber zu den charakteristischen Eicheln heran. Die Eicheln bieten vielen Waldtieren Futter, die im Gegenzug zu ihrer Verbreitung beitragen. Die Tiere tragen die Eicheln in Futterverstecke, vergraben sie teils sogar, und finden im Winter nicht alle Eicheln wieder. Diese Eicheln können dann im Frühjahr an ihrem neuen Standort auskeimen. Ähnlich wie bei der Buche, gibt es auch bei der Eiche „Mastjahre“, mit besonders vielen Eicheln. So gewährleistet die Eiche, dass die Tiere durch die „mageren Jahre“ nicht zu sehr auf eine hohe Eichelproduktion eingestellt sind, und entsprechend in den Mastjahren viele Eicheln ungefressen den Winter überstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
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<div id="attachment_4642" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1555.jpg"><img class="size-medium wp-image-4642" title="junge Eiche im Freistand" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/DSC_1555-300x199.jpg" alt="junge Eiche im Freistand" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">junge Eiche im Freistand</p></div>
<p>Eichen wurden in Mitteleuropa lange in den Wäldern gefördert, vor allem wegen der zur Mast und Winterversorgung der Tiere geeigneten Eicheln. Aber auch das Holz wurde und wird geschätzt. Ohne diesen menschlichen Eingriff wären Eichen im Vergleich zur Buche deutlich seltener anzutreffen in Deutschland. Rotbuchen sind eigentlich sehr viel konkurrenzfähiger: schattentoleranter, kälteresistenter und insgesamt anpassungsfähiger.<br />
So aber ist die Eiche einer der häufigsten Laubbäume in Deutschland und besitzt dabei ein sehr gutes Image: sie steht für Charakter, Zuverlässigkeit, Weisheit, Treue, Sieg und Männlichkeit. Dies verbindet man mit ihren Eigenschaften: sie ist nützlich, knorrig, ausdauernd und hart. In Deutschland wird sie gerne als typisch deutsch bezeichnet. Mit Eichenzweigen wurden Helden geschmückt, sie wurde als Wappenbaum genutzt, für Abzeichen und ist auf den deutschen 1, 2 und 5 Cent-Euro-Münzen zu sehen. Wie die Linde, nutzte man zudem auch die Eiche in früheren Zeiten als „Gerichtsbaum“, unter dem weise Urteile gefällt wurden. Für die Kelten war die Eiche gar ein heiliger Baum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als „Deutsche Eiche“ bezeichnet man von den beiden heimischen Arten eher die Stieleiche, die auch verbreiteter ist, sowohl in Deutschland, als auch in ganz Europa.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Ansprüche</h5>
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<div id="attachment_4643" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Eiche8.jpg"><img class="size-medium wp-image-4643" title="Stieleichen vertragen auch feuchtere Böden" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/12/Eiche8-199x300.jpg" alt="Stieleichen vertragen auch feuchtere Böden" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Stieleichen vertragen auch feuchtere Böden</p></div>
<p>Eichen mögen es nicht zu kalt, gerne sonnig, aber mit genügend Niederschlägen. Die Stieleiche verträgt dabei feuchteren Boden und kommt mehr im Flachland und in Auengebieten vor. Sie bevorzugt nährstoffreiche Lehm- oder Tonböden, kommt aber auch auf vielen anderen Böden zurecht. Die Traubeneiche hat etwas höhere Bodenansprüche und wächst mehr im Mittelgebirgsraum. Das Wurzelsystem beider Arten ist tief und kräftig, was die Eiche sehr sturmfest macht. Auf Spätfröste reagieren Eichen empfindlich.</p>
<p>Beide Eichenarten vertragen eher wenig Schatten, lassen aber auch relativ viel Licht durch ihre Krone zum Boden. So ist in einem Eichenwald sehr viel mehr Unterwuchs möglich, als in einem Buchenwald. Eichen beherbergen zudem vergleichsweise viele Insekten, bis zu 700 Arten an einem Baum! An Buchen sind es deutlich weniger. Dabei gibt es eine Reihe von Insektenarten, die auf Eichen spezialisiert sind, also nur auf ihnen leben (können).</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Früher wurden Eicheln zur Schweinemast eingesetzt, in ärmeren Zeiten aber z.B. auch als Kaffeeersatz. Eicheln haben viele Gerbstoffe und sind für Menschen, Rinder, Pferde und Schafe kaum verträglich. In der Natur fressen unter anderem Eichhörnchen, Marder, Wildschweine und Vögel gerne die Eicheln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eichenholz wird hoch geschätzt, ist ein sehr gutes und dauerhaftes Holz, hart und elastisch. Es wird unter anderem als beanspruchtes Konstruktionsholz verwendet, aber ist auch begehrt für Möbel und Bodenbeläge. Es verrottet nur langsam, und kann daher auch im Wasser, für Schiffsmasten, Weinfässer und ähnliches verwendet werden. Ein Nachteil bei der Eichenholznutzung ist, dass Eichen nur langsam wachsen, so dass es lange dauert, bis man ihr Holz ernten kann.</p>
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		<title>Hainbuche</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/hainbuche/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse und ist nicht näher mit der Rotbuche verwandt. &#160; lat. Name/Trivialname: Carpinus betulus, umgangssprachlich auch Weißbuche oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hainbuche gehört zur Familie der Birkengewächse und ist nicht näher mit der Rotbuche verwandt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name/Trivialname: <em><strong>Carpinus betulus</strong></em>, umgangssprachlich auch Weißbuche oder Hagebuche genannt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
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<div id="attachment_4734" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuche-Gewässer.jpg"><img class="size-medium wp-image-4734" title="Hainbuche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuche-Gewässer-300x199.jpg" alt="Hainbuche" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Hainbuche im Winter</p></div>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 20m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>eher kompakter Wuchs mit breiter Krone</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird max. 150Jahre alt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Blätter ähneln denen der Buche. Sie sind oval, aber länglicher als Buchenblätter und mit gesägtem Rand. Die Blattadern sind deutlich zu sehen und sorgen für eine leicht aufgefaltet wirkende Blattoberfläche. Der Blattmittelstiel ist leicht rötlich, bei der Rotbuche grün. Die Blätter bleiben im Winter teils noch lange braun und trocken am Baum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>glatte, meist graue Rinde</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>im Alter wirkt der Stamm wie mit Sehnen durchzogen, „wellig“, als hätte der Baum Krampfadern</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4735" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuchenfrüchte.jpg"><img class="size-medium wp-image-4735" title="weibliche Blütenstände mit Samen im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuchenfrüchte-300x199.jpg" alt="weibliche Blütenstände mit Samen im Winter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">weibliche Blütenstände mit Samen im Winter</p></div>
<p>Bei Hainbuchen sind männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane an einem Baum. Die männlichen bilden im Frühjahr grüngelbliche Kätzchen, aus denen der Pollen zur Windbestäubung freigesetzt wird. Die weiblichen Blüten stehen zu mehreren in einem Blütenstand, der von speziellen Blättern flankiert wird. Der Samen ist im Oktober reif und wird ebenfalls über den Wind verbreitet. Die Blütenstände bleiben teils auch im Winter noch am Baum, der Samen keimt erst im kommenden Frühjahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hainbuche ist weit verbreitet in Europa und bis hin nach Kleinasien, dem Balkan und Teilen Russlands. Sie mag es dabei eher kühl-feucht, in wärmeren, trockeneren Ländern bleibt sie auf die Höhenlagen beschränkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4736" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuche.jpg"><img class="size-medium wp-image-4736" title="Blätter der Hainbuche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Hainbuche-300x199.jpg" alt="Blätter der Hainbuche" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Blätter der Hainbuche</p></div>
<p>Hainbuchen wachsen gerne zusammen mit Eichen in Wäldern, die viel Licht zum Boden durchlassen. Aber sie sind schattentolerant genug, um auch in anderen Mischwäldern überleben zu können. Dabei trifft man sie eher dort an, wo die Rotbuche sich nicht mehr wohl fühlt, denn auf geeigneten Böden sind Rotbuchen konkurrenzstärker. Hainbuchen vertragen dafür beispielsweise mehr Staunässe als die Rotbuche, aber auch geringere Niederschläge und weniger nährstoffreichen Boden. Tatsächlich sind Hainbuchen sehr robust und wenig anspruchsvoll, so dass man sie quasi überall in Deutschland in größerer Zahl finden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hainbuchen sind extrem robust gegen Verletzungen, Wildverbiss und Schnitt. Sie treiben unverdrossen immer wieder neu aus und können sogar Stockausschläge bilden. Unter anderem diese Eigenschaft macht sie so beliebt als Heckenpflanze. Tatsächlich bezieht sich der umgangssprachliche Name „Hagebuche“ auf das Wort Hag für Umzäunung, wozu die Hainbuche schon seit vielen Jahrhunderten genutzt wird. Ein weiterer Vorteil dabei ist, dass die Hainbuche im Winter lange einen Teil ihrer Blätter behält, was sie zu einem guten Windschutz macht.</p>
<p>Das Wort Hain wiederum steht für „kleiner Wald“. Der Begriff „hanebüchen“ spielt auf das derbe, zähe Holz an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4737" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/alter-hainbuchenstamm2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4737" title="Hainbuchenstamm" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/alter-hainbuchenstamm2-300x196.jpg" alt="Hainbuchenstamm" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Hainbuchenstamm</p></div>
<p>Hainbuchen wachsen schnell, so dass schon mit rund 30 Jahren der Großteil des Höhenwachstums abgeschlossen ist. Der Stamm braucht dafür aber lange, bis er eine gewisse Dicke erreicht, die eine Verarbeitung sinnvoll macht. Das Holz ist sehr hell, extrem hart und schwer, dabei elastisch und mit gutem Brennwert. In der Vergangenheit wurde es gerne für Werkzeug, Hackblöcke, Spindeln, Ochsenjoche, Fässer oder Schlittenkufen genutzt. Heute findet das Holz der Hainbuche nur noch wenig Verwendung, z.B. für Böden oder Werkzeugstiele.</p>
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		<title>Schwarzerle</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/erle/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name/Trivialname: Alnus glutinosa, umgangssprachlich auch Rot-Erle (wegen des roten Holzes frisch geschlagener Stämme) oder Else genannt. Sie gehört zu den Birkengewächsen &#160; &#160; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name/Trivialname: <em><strong>Alnus glutinosa</strong></em>, umgangssprachlich auch Rot-Erle (wegen des roten Holzes frisch geschlagener Stämme) oder Else genannt. Sie gehört zu den Birkengewächsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief:</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4744" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3128.jpg"><img class="size-medium wp-image-4744" title="Erle" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3128-198x300.jpg" alt="Erle" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Erle</p></div>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird etwa 20-25m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 120Jahre alt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind annähernd rund, mit eingebuchteter Spitze (fast etwas herzförmig), der Blattrand ist gesägt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>charakteristisch ist, dass die Knospen, jungen Blätter und Zweige sich klebrig anfühlen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>sie ist der einzige heimische Laubbaum mit &#8220;Zapfen&#8221;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Borke am Stamm ist eine dunkle, rissige „Schuppenborke“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Schwarzerle hat männliche und weibliche Blüten an einem Baum. Beide haben Kätzchenform, wobei die männlichen deutlich größer sind. Die Erle blüht sehr früh im Jahr, oft schon ab Februar. Die Bestäubung findet über den Wind statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4745" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Erle6.jpg"><img class="size-medium wp-image-4745 " title="Erlen-Kätzchen im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Erle6-300x199.jpg" alt="Erlen-Kätzchen im Winter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Erlen-Kätzchen im Winter</p></div>
<p>Charakteristisch ist, dass sie der einzige heimische Laubbaum mit „Zapfen“ ist. Die reife Frucht sieht aus wie ein kleiner, rundlicher, dunkler Zapfen der Nadelbäume. Anfangs ist der Zapfen noch grün, im Herbst verfärbt er sich braun und entlässt nach und nach die kleinen Samen. Die Verbreitung findet über den Wind statt. Die Samen sind auf feuchten Boden angewiesen, trocknen schnell aus und sind auch abgesehen davon nicht lange keimfähig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Zapfen bleiben bis zum nächsten Frühjahr am Baum, so dass die Erle auch im Winter leicht zu identifizieren ist. Einige Vögel nutzen die Samen im Winter als Nahrungsquelle, zur Verbreitung trägt dies aber kaum bei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen, Ansprüche und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Erle ist in fast ganz Europa vertreten, erst weit im Nordeuropa wird es ihr zu kalt. Der Bestand natürlicher Erlen-Vorkommen ist allerdings gefährdet durch Flussbegradigung und Moor-Trockenlegungen. Größere, intakte Erlenbrüche sind kaum noch vorhanden, einer der bekanntesten in Deutschland ist der Spreewald bei Berlin. Früher waren große Teile Norddeutschlands Erlenwald. Auch in vielen Orts- und Familiennamen kommt die Erle vor, z.B. Erlinghagen, Erlenhagen u.a. Neben der Schwarzerle gibt es in Deutschland in geringerer Anzahl auch die Grün- und die Grauerle. Beide sind weniger spezialisiert auf Feuchtgebiete, als die Schwarzerle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4746" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/erleimwasser2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4746" title="Erlen vertragen auch Staunässe" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/erleimwasser2-199x300.jpg" alt="Erlen vertragen auch Staunässe" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Erlen vertragen auch Staunässe</p></div>
<p>In der Vergangenheit hatte die Schwarzerle keinen guten Ruf. Fällt man eine Erle, sieht man, dass sie im Inneren braunrot ist, die frische Schnittstelle sogar tiefrot. Die Assoziation mit Blut lag nahe, sie wurde mit dem Bösen verbunden. Dazu wachsen Schwarzerlen gerne in Mooren, die Moorhexe soll in ihnen gewohnt haben und Mooren an sich war ja nicht zu trauen…</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute wird versucht, die letzten größeren Erlen-Vorkommen an feuchten Senken in Form von Naturschutzgebieten zu erhalten. Kaum ein anderer heimischer Baum kommt so gut mit nassem Boden zurecht. Erlen wachsen an Bächen, Seen, Mooren und in andere Feuchtgebieten. Sie festigen damit die Uferböschung und vertragen auch, dass einige ihrer Wurzeln von Wasser umspült werden. Gerade die Schwarzerle gilt als der Auenbaum/Flussbegleiter schlechthin. Um genug Stickstoff aus den nassen Böden aufnehmen zu können, hat die Erle Wurzelknöllchen mit bestimmten Pilzen, die in Symbiose mit ihr leben. Am Stamm hat sie viele Korkporen (Lentizellen), die einen Sauerstoffaustausch mit der Umgebungsluft ermöglichen. Der Sauerstoff wird dann auch an die Wurzeln weiter geleitet, wenn aus dem Boden nicht genug aufgenommen werden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erlen haben hohe Lichtansprüche und gelten als „Pionierbaumart“. Das heißt, sie sind in der Lage, auf schwierigen Böden anzuwachsen und dort zur Bodenverbesserung beizutragen. In einem bestehenden Mischwald haben sie aber kaum Chancen, sich gegen andere Baumarten durchzusetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Holz ist recht weich, aber im Wasser sehr beständig. Schon in der Jungsteinzeit wurde es für Pfahlbauten im Wasser verwendet, auch in Alt-Amsterdam und in Venedig soll Erlenholz zum Einsatz gekommen sein. Dazu findet es als Sperrholz, zur Bleistiftherstellung, für Spielzeug, Besen, Holzschuhe, allgemein Kleingeräte, Instrumentenbauteile und manchmal auch für Möbel Verwendung. Es lässt sich sehr gut verarbeiten und ist daher auch für feinere Tischlerarbeiten geeignet. Trotzdem hat die Erle forstwirtschaftlich eine vergleichsweise geringe Bedeutung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ahorn</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/ahorn/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Der Ahorn gehört zu den Rosskastaniengewächsen. Weltweit gibt es über 150 verschiedene Arten, als Baum oder Strauch wachsend, in Wäldern, zum Gewinn von Sirup [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4755" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4586.jpg"><img class="size-medium wp-image-4755" title="Ahorn im Herbst" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4586-198x300.jpg" alt="Ahorn im Herbst" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ahorn im Herbst</p></div>
<p>Der Ahorn gehört zu den Rosskastaniengewächsen. Weltweit gibt es über 150 verschiedene Arten, als Baum oder Strauch wachsend, in Wäldern, zum Gewinn von Sirup oder als Zierpflanze in Parks. In vielen Ländern ist der Ahornt positiv besetzt, in Kanada hat er es sogar auf die Flagge geschafft und selbst das sagenhafte trojanische Pferd soll aus seinem Holz hergestellt worden sein. Auch im deutschen Volksglauben spielt er eine Rolle, so soll er gegen Hexen und andere Übel helfen, einige Rituale und Schutzwirkungen ranken sich um ihn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Arten sind dabei sommergrün mit handförmig gelappten Blättern, wie man es auch von den heimischen Arten kennt. In Deutschland Zuhause sind vor allem der Berg- und der Spitzahorn, in sehr kleinen Beständen auch der Feldahorn, der mehr im Mittelmeerraum zu finden ist. Zu unterscheiden sind Berg- und Spitzahorn bei genauerem Hinsehen recht gut: Die Blätter des Spitzahorns sind tatsächlich „spitzer“, fransiger, beim Bergahorn rundlicher. Die Rinde des Bergahorns blättert im Alter ab (daher auch der Beiname Pseudoplatane), die Rinde des Spitzahorns wird dunkel und rissig, blättert aber nicht ab. Auch die Samen unterscheiden sich: beim Bergahorn stehen die Flügel der Samen sehr viel stärker gewinkelt zueinander. Im Frühsommer sieht man am Spitzahorn am Zweig stehende Blütenrispen, beim Bergahorn hängende.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>in Deutschland am häufigsten ist der Bergahorn:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Bergahorn</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name: <em><strong>Acer pseudoplatanus</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4756" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Bergahorn7.jpg"><img class=" wp-image-4756 " title="Bergahorn-Stamm" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Bergahorn7-300x199.jpg" alt="Bergahorn-Stamm" width="270" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Bergahorn-Stamm</p></div>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird gut 30m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>mit kräftigem Stamm und rel. großem Kronendurchmesser ist er im Freistand ein durchaus imposanter Baum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann über 500Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>glatte, braungraue Rinde, die im Alter abblättert</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind charakteristisch handförmig gelappt. Von den 5 Lappen sind nur die mittleren 3 voll ausgeprägt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>hat ein tief in den Boden gehendes Herzwurzel-System</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4757" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3056.jpg"><img class="size-medium wp-image-4757" title="auskeimender Bergahorn" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3056-300x191.jpg" alt="auskeimender Bergahorn" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">auskeimender Bergahorn</p></div>
<p>Der Bergahorn hat männliche und weibliche Fortpflanzungsorgane an einem Baum, ist also ein Zwitter. Mit etwa 25 Jahren bildet er erstmals Blüten aus. Diese sind sehr beliebt bei Insekten, die den Pollen verbreiten. Die Blütezeit liegt im Mai/Juni. Dann sind die gelb-grünlichen kleinen Blüten in langen Rispen am Baum zu sehen. Die Samenverbreitung findet dagegen über den Wind statt. Dabei drehen sich die Flugblätter der Samen wie Propeller im Wind, wodurch das Verbreitungsgebiet größer wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Besonderheiten</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Ahorn ist in Deutschland kein seltener Baum, wächst aber lieber in Parks, an Waldrändern, in Gärten und an Feldern, als im dichten Wald. Tatsächlich braucht er als erwachsener Baum eher viel Sonne und ist z.B. gegen die Buche nicht konkurrenzfähig. Als junger Baum gedeiht er allerdings auch im Halbschatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4758" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4408.jpg"><img class="size-medium wp-image-4758 " title="Blatt des Bergahorn" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4408-300x250.jpg" alt="Blatt des Bergahorn" width="300" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Blatt des Bergahorn</p></div>
<p>Er mag kühl-feuchtes Klima, das typische deutsche Mittelgebirgswetter, regelmäßige Niederschläge, aber keine Staunässe.</p>
<p>Er ist einer der wenigen Bäume, die keine Gemeinschaft mit Bodenpilzen eingehen, die bei der Versorgung mit Nährstoffen helfen. Er wächst daher gerne auf Böden mit guter Nährstoffversorgung, bildet allerdings über seine Blätter sehr guten Humus, sorgt also selbst für seinen Dünger. So wird er auch gerne zur Bodenverbesserung auf Brachflächen oder Neuaufforstungen eingesetzt. Das kräftige Wurzelsystem trägt dabei zusätzlich zur Lockerung des Bodens bei.</p>
<p>Der Name deutet es an: der Bergahorn wächst auch gut in höheren Lagen. Am liebsten sind ihm Höhenlagen zwischen 600 und 1800m.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Holz des Bergahorns wird hoch geschätzt, ist entsprechend teuer und wird in erster Linie für hochwertige Möbel und Innengestaltung genutzt. Es ist auffallend hell, gut zu verarbeiten, aber der Witterung ausgesetzt wenig beständig.</p>
<p>Gefällt wird der Ahorn erst mit etwa 120 Jahren, wenn der Stamm zumindest 60cm Durchmesser erreicht hat. Die lange Wartezeit macht ihn zusätzlich teuer.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<div id="attachment_4759" class="wp-caption alignleft" style="width: 242px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Feldahorn-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4759" title="Feldahorn " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Feldahorn-2-232x300.jpg" alt="Feldahorn " width="232" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Feldahorn</p></div>
<h3>Feldahorn</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Feldahorn ist vor allem im Mittelmeerraum und dort auch im Voralpenland zu finden. Tatsächlich ist er auf ganz Europa (und Nordafrika) bezogen der häufigste Ahorn, in Deutschland aber kaum natürlich zu finden. Hier wird er z.B. gerne für Hecken und in Parks genommen. Er mag Wärme und bevorzugt etwas trockeneres Klima, als es in Deutschland üblicherweise anzutreffen ist. Oft wird er nicht höher als 10m, wächst mehr als Strauch denn als Baum. Die Blätter sind relativ hart und dunkel, ebenfalls gelappt, mit glattem Rand. Die Rinde wird im Alter korkig.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
<h3>Spitzahorn</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Spitzahorn fühlt sich mehr im Flachland wohl, in höheren Gebirgslagen ist er nicht zu finden. Allgemein ist er allerdings weniger anspruchsvoll, kommt auch mit etwas mehr Trockenheit oder etwas weniger nährstoffreichen Böden zurecht. In den flacheren Regionen wird er teils gezielt in Laubmischwäldern eingebracht.<br />
Der Spitzahorn wird nur 25-30m hoch und max. 200Jahre alt. Die Rinde beim alten Baum ist dunkel und rissig, die handförmigen Blätter sind fransig. Besonders schön ist der Herbstfärbung in Rot, Orange und Gelb-Tönen.</p>
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		<title>Birke</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/birke/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; In Deutschland sind Sandbirken (auch Hängebirken genannt) und Moorbirken heimisch. Die Namen geben Aufschluss darüber, an welchen Extremstandorten die jeweilige Art noch wachsen kann. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In Deutschland sind Sandbirken (auch Hängebirken genannt) und Moorbirken heimisch. Die Namen geben Aufschluss darüber, an welchen Extremstandorten die jeweilige Art noch wachsen kann. Beide Arten sind dabei recht häufig in Deutschland und wachsen auch auf anderen Böden. Sie sind in Mischwäldern, in Alleen, Parks und im Freistand an Feldrändern anzutreffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>lat. Name:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Moorbirke: <em><strong>Betula pubescens</strong></em><br />
Sandbirke/Hängebirke:<em><strong> Betula pendula</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>beide gehören zur Familie der Birkengewächse</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4721" class="wp-caption alignright" style="width: 282px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/8-Samstag-Prora-Binz-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4721 " title="Birke" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/8-Samstag-Prora-Binz-3-272x300.jpg" alt="Birke im Freistand" width="272" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Birke im Freistand</p></div>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>15-25m hoch werdend, je nach Standort</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann bis 150Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>charakteristische weiße, glatte Rinde, mit dunkleren Borken-Abschnitten. Die Moorbirke hat insgesamt einen deutlich dunkleren Stamm.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>feingliedriger Wuchs mit dünnen, fast peitschenartigen Ästen, was sie wenig windbruchgefährdet macht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind klein und dreieckig, mit gesägtem Rand</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Birken haben männliche und weibliche Blüten am selben Baum, sind also Zwitter. Die weiblichen sind winzig klein und unscheinbar, die männlichen sind größere Kätzchen, die im April/Mai große Mengen an Pollen zur Windbestäubung frei setzen. Der Samen ist ebenfalls recht klein und unauffällig. Er muss keine Tiere anlocken, sondern ist geflügelt zur Windverbreitung. Die meisten Samen keimen erst im kommenden Frühjahr, auf günstigen Standorten wird aber auch noch direkt im selben Spätsommer ausgekeimt.</p>
<p>Bereits mit 5 Jahren können Birken erstmals Blüten bilden. Sie produzieren dabei sehr viele Samen, so dass sie auf unwirtschaftlichem Brachgelände möglichst gute Chancen haben, dass zumindest einige anwachsen können. Außerdem ist so eine schnelle, weite Verbreitung als Vorteil gegenüber anderen Pflanzen möglich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4727" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0230.jpg"><img class="size-medium wp-image-4727" title="Birkenstamm" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0230-199x300.jpg" alt="Birkenstamm" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Birkenstamm</p></div>
<p>Durch ihre Robustheit und Kältetoleranz, waren Birken nach der letzten Eiszeit sehr früh wieder in Mitteleuropa zu finden. Später wurden sie mit zunehmender Klimaerwärmung im mitteleuropäischen Raum von Eichen, Buchen und Nadelbäumen zum großen Teil verdrängt. Dazu trug bei, dass der Mensch andere Baumarten forstwirtschaftlich bevorzugt.</p>
<p>Birken sind in Deutschland immer noch häufig in Mischwäldern anzutreffen, auf einigen Sonderstandorten (sehr sandige oder Moor-Böden) auch in Reinbeständen. Noch häufiger sind sie in den kalten, rauen Regionen Russlands oder Finnlands, in denen kaum ein anderer Laubbaum noch überleben kann. Im Extrem besiedeln dort maximal 1m hohe Zwergbirken große, unwirtliche Areale. Birken sind Pionierpflanzen, die Erstbesiedler an sehr schwierigen Standorten sind und so auch langsam anderen Pflanzen Lebensraum bieten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Deutschland ist die Birke vierorten der „Maibaum“. Sie treibt früh im Jahr aus und steht damit für Frühling und das Leben. Auch wird sie mit Fruchtbarkeit und Zähigkeit assoziiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4729" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_032t21.jpg"><img class="size-medium wp-image-4729" title="Birken-Allee" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_032t21-199x300.jpg" alt="Birken-Allee" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Birken-Allee</p></div>
<p>Birken sind Laubbäume für extreme Ansprüche, dies ist ihre ökologische Nische. Die Moorbirke kommen gut mit Staunässe zurecht, Sandbirken mit sehr trockenen, nährstoffarmen Böden. Bevor es Teerstraßen gab, hat man Birken gerne als Wegumrandung genommen, da sie Böden recht stark entwässern. Vor allem die Sandbirke hat ein dichtes, flaches Wurzelwerk, mit dem sie auf trockenen Böden die Niederschläge schnell aufnehmen kann, bevor diese versickern. Zudem helfen viele Mykorrhiza (symbiontisch lebende „Wurzelpilze“) bei der Wasser- und Nährstoffversorgung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch oberirdisch leben viele Pilze, Flechten und Insekten auf und mit der Birke, sie ist ein ökologisch wichtiger Teil des Waldes. Da sie für Menschen allerdings forstwirtschaftlich nicht sehr ertragsreich ist, wurde sie leider in Deutschlands Wäldern lange heraus geschlagen. Sie eignet sie gut zur Neubesiedlung von Brachflächen, verbessert dort den Boden, lässt kleineren Pflanzen Licht zum leben und verdrängt andere Bäume nur auf „schlechten“ Böden. Ihre Bodenansprüche sind gering, auf guten Böden sind andere Baumarten (z.B. die Buche) allerdings konkurrenzstärker.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Birken sind Europas winterhärteste Laubbäume. Sie vertragen Temperaturen bis -40Grad problemlos, hierzu lagern sie spezielle Öle als Frostschutz ein. Die weiße Rinde soll zum einen Sonne reflektieren, aber auch vor Fraßschäden schützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Birken mögen es sonnig (sie gehören zu den „Lichtbäumen“), aber auch im Sommer möglichst nicht zu warm. Die Blätter (!) ertragen Temperaturen bis -6 Grad, was Birken relativ unempfindlich gegen Früh- oder Spätfröste macht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4730" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0074.jpg"><img class="size-medium wp-image-4730" title="Birkenblätter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0074-300x219.jpg" alt="Birkenblätter" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Birkenblätter</p></div>
<p>Der Stamm der Birke bleibt auch im Alter schmal, so dass verhältnismäßig wenig Holz aus ihr gewonnen werden kann. Das ausgesprochen leichte Holz ist außerdem wenig tragfähig, aber durch die eingelagerten Öle gut brennbar. Ansonsten kann es auch für Furnierarbeiten, feinere Tischlerarbeiten und als Sperrholz genutzt werden. Es hat keinen dunkleren Kernholzbereich, sondern ist durchgehend hell. Der Witterung ausgesetzt ist es wenig haltbar, aber im Innenbereich auch als Bauholz geeignet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus dem Stamm kann im Frühjahr ein süßlicher Saft „gezapft“ werden, der in Russland zu Birkenwein vergoren wird. Auch in der Naturmedizin wird die Baumart eingesetzt, z.B. bei Nieren- oder Blasenproblemen und zur Hautverbesserung.</p>
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		<title>Linde</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; In Deutschland gibt es zwei Lindenarten, die Sommer- und die Winterlinde, die hier gemeinsam vorgestellt werden. Beide Arten sind sich äußerlich sehr ähnlich, haben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In Deutschland gibt es zwei Lindenarten, die Sommer- und die Winterlinde, die hier gemeinsam vorgestellt werden. Beide Arten sind sich äußerlich sehr ähnlich, haben aber leicht unterschiedliche Standortansprüche. Im Text unten wird näher darauf eingegangen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4789" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Gerichtslinde21.jpg"><img class="size-medium wp-image-4789" title="alte Gerichtslinde" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Gerichtslinde21-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">alte Gerichtslinde</p></div>
<p><strong>lat. Name/Trivialname</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sommerlinde:<em><strong>Tilia platyphyllos</strong></em><br />
Winterlinde:<em><strong> Tilia cordata</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>beide gehören zur Familie der Malvengewächse</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird bis zu 30m hoch, die Sommerlinde auch etwas mehr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann unter optimalen Bedingungen bis zu 1000Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>dunkle, längs gefurchte Borke</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzförmige Blätter, etwas unsymmetrisch, mit Haarbüscheln an der Unterseite. In diesen wohnen kleine Milben, die der Linde helfen, sie frei von Schmarotzern zu halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Freistand weite, halbrunde Krone, dicht verzweigt, im Alter sehr ausladend werdend. Im Wald schmaler wachsend, die Krone ist dann nur ganz oben am Licht ausgeprägt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4784" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4462.jpg"><img class=" wp-image-4784  " title="Blatt der Winterlinde" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4462-300x259.jpg" alt="Blatt der Winterlinde" width="243" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Blatt der Winterlinde</p></div>
<p>Die Blätter der Sommerlinde sind etwas größer, außerdem auf der Oberseite und am Blattstiel behaart. Bei der Winterlinde ist dagegen die Blattoberseite etwas dunkler, als die Unterseite und nicht behaart. Ebenfalls unterscheiden sich die Samen: bei der Sommerlinde sind sie kantiger und deutlich härter. Die der Winterlinde lassen sich dagegen leicht zerdrücken.</p>
<p>Beide Arten sind Halbschattenbäume. Die Sommerlinde mag es aber insgesamt sonniger, dennoch feuchter, sie findet man eher Richtung Südeuropa orientiert.  Die Winterlinde ist allgemein etwas anspruchsloser, sie findet man mehr in Nordeuropa. In Deutschland überlappen die Verbreitungsgebiete, daher sind bei uns beide Arten vertreten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Linden haben Zwitterblüten, die von Insekten bestäubt werden. Sie blühen im Frühsommer mit süßlichem Geruch und viel Nektar, auch Honigbienen schätzen sie. Die Früchte sind kleine Kugeln an einem länglichen Tragblatt. Man sieht sie teils auch im Winter noch am Baum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen, Ansprüche und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Linde ist eher ein Baum der Alleen, Dorfplätze und sehr lichten Laub-Mischwälder, in deutschen Wäldern ist sie nur selten zu finden. In früheren Zeiten wurde sie in Mittelwäldern zum regelmäßigen Schlag genutzt, da sie sehr regenerationsfähig ist und auch zu Stockausschlägen fähig ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4785" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0048.jpg"><img class="size-medium wp-image-4785" title="Lindenblüte" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0048-300x194.jpg" alt="Lindenblüte" width="300" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Blüte</p></div>
<p>Wie die Eiche ist sie ein Baum, der in Deutschland schon lange eine besondere Stellung einnimmt, mit sehr positivem Image. Im Gegenzug zur Eiche, steht die Linde für die Weiblichkeit, Lieblichkeit, Fruchtbarkeit, den Sommer, Frohsinn, Schönheit und Liebe. Früher gab es oft im Dorfkern eine große, weit ausladende Linde, die Treffpunkt war, als „Tanzlinde“, für Trauungen oder auch als Gerichtsbaum genutzt wurde. Sie war der Baum der Weisheit, der Zusammenkunft und der Gastfreundschaft. Sehr viele Orte, Familiennamen, Gaststätten und ähnliches sind nach ihr benannt. Sie ist auch der Baum der deutschen „Romantik“.</p>
<p>Heute dagegen ist die Linde eher ungern in Städten gesehen, da sie viel Nektar produziert, der auf die Autos tropft. Zudem reagiert sie sehr empfindlich auf Luftverschmutzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4798" class="wp-caption alignleft" style="width: 189px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Lindenrinde.jpg"><img class=" wp-image-4798 " title="Borke im Alter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Lindenrinde-199x300.jpg" alt="Borke im Alter" width="179" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Borke im Alter</p></div>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Holz ist recht weich und nicht allzu dauerhaft. Es wurde und wird vor allem für feinere Schnitzarbeiten verwendet, für Spielsachen, Bleistifte, Zigarrenkisten, feine Drechslerarbeiten, Teile von Musikinstrumenten, Zierleisten und ähnliches. Lindenholzkohle kann als Zeichenkohle verwendet werden. Das aus den Samen gewonnenes Öl ist durchaus von hoher Güte. Daneben wird auch Lindenblütenhonig geschätzt, sowie Heil-Tee aus ihren Blüten.</p>
<p>Forstwirtschaftlich haben beide Arten keine große Bedeutung.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eberesche (Vogelbeere)</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/eberesche-vogelbeere/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name/Trivialname: Rosaceae Sorbus aucuparia. Der Name aucuparia setzt sich aus avis: Vogel und capere: fangen zusammen. Tatsächlich wurden die Beeren gerne als Köder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name/Trivialname:<em><strong> Rosaceae Sorbus aucuparia</strong></em>. Der Name aucuparia setzt sich aus avis: Vogel und capere: fangen zusammen. Tatsächlich wurden die Beeren gerne als Köder in Vogelfallen genutzt. Daher auch der gebräuchliche Name „Vogelbeere“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Eberesche ist tatsächlich keine Esche, sondern eher eine Wortkombination aus Aber(glaube) und Esche: sie hat genau so gefiederte Blätter wie die Esche, was ansonsten in Deutschland kaum ein weiterer Baum oder Strauch hat. Als Vogelbeere (Vogelbeerbäume) werden dagegen eine ganze Reihe Bäume/Sträucher in Deutschland bezeichnet. Die Eberesche gehört zu den Rosengewächsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4836" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4451.jpg"><img class="size-medium wp-image-4836" title="Blätter und Blütenstand im Frühsommer" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_4451-300x191.jpg" alt="Blätter und Blütenstand im Frühsommer" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Blätter und Blütenstand im Frühsommer</p></div>
<p>sommergrüner Baum oder Strauch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>eher lockerer, schmaler Wuchs, mit schmalem Stamm</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>meist um 15m hoch werdend, selten bis 20m</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird etwa 80-100Jahre alt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind denen der Esche ähnlich, gefiedert, bis etwa 15cm lang</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>glatte, gräuliche Rinde mit Korkporen, erst im Alter rissigere Borke bildend</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ebereschen sind Zwitter mit hübschen weißen Blüten. Der Pollen wird über Insekten verbreitet, Bienen, Fliegen und auch Käfer. Für die menschliche Nase ist der Geruch der Blüten eher unangenehm. Die Samen sind in rote Beeren verpackt, die sehr beliebt bei Vögeln sind.<br />
Die extrem robuste Eberesche kann sich auch über Stockausschläge und Wurzelbrut vegetativ vermehren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4839" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Sorbus-aucuparia-bei-Gatschow-27-07-2008-094wiki-pd.jpg"><img class="size-medium wp-image-4839" title="Eberesche mit reifen, roten Beeren" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Sorbus-aucuparia-bei-Gatschow-27-07-2008-094wiki-pd-300x221.jpg" alt="Eberesche mit reifen, roten Beeren" width="300" height="221" /></a><p class="wp-caption-text">Eberesche mit reifen, roten Beeren</p></div>
<p>Die Eberesche ist in fast ganz Europa verbreitet. Allgemein ist sie recht anspruchslos, was Klima oder Bodenverhältnisse angeht, und wächst vom Flachland bis in alpine Lagen. Als Pionierpflanze besiedelt sie auch schwierige Brachlandschaften und ist zudem recht tolerant gegen Luftverschmutzung. Sie besiedelt so ziemlich jeden Raum, mit dem andere Pflanzen nicht mehr klar kommen: Moorränder, Geröllfelder oder Kahlschläge, sie wächst sogar auf Baumstümpfen. Guten Humus produziert sie selbst und trägt damit stark zur Bodenverbesserung bei. Außerdem lebt die Eberesche mit vielen symbiontischen Wurzelpilzen zusammen, die sie bei der Mineralien- und Wasseraufnahme unterstützen. Als typische Pionierpflanze wächst sie zudem anfangs sehr schnell und blüht schon in relativ jungen Jahren. Ihr einziger größerer Anspruch ist ausreichend Sonnenlicht, so dass sie sich in dichteren Wäldern nicht durchsetzen kann, bzw. auf ehemaligen Brachgeländen früher oder später von anderen Pflanzen verdrängt wird. Durch die Toleranz gegen Luftverschmutzung, die hübschen Blüten und Beeren sowie die schöne Herbstfärbung, wird sie aber gerne in Städten, in Parks und Alleen gepflanzt. Sie wurzelt tief und verträgt harte Fröste, so dass sie daneben gerne in Gebirgslagen zur Lawinensicherung in Wäldern beigemischt wird. Schon die alten Germanen sprachen der Eberesche eine Schutzwirkung zu und assoziierten sie mit dem Gott Thor.</p>
<p>Viele Tiere nutzen die Eberesche, leben auf ihr und ernähren sich von ihr: Insekten, Vögel, Mäuse und Schmetterlingsraupen, zudem schätzen Rehe die Blätter. Die Eberesche ist sehr robust gegen Wildfraß und nimmt es gelassen. Auch frühe und späte Fröste oder Wind können ihr wenig anhaben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4840" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Eberesche.jpg"><img class="size-medium wp-image-4840" title="die Blüten sind auch bei Käfern beliebt" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Eberesche-300x222.jpg" alt="die Blüten sind auch bei Käfern beliebt" width="300" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">die Blüten sind auch bei Käfern beliebt</p></div>
<p>Die Beeren der Eberesche enthalten viel Vitamin C und sind nicht giftig für Menschen. Allerdings schmecken sie säuerlich-bitter und sind nur bearbeitet wirklich zu genießen. Roh kann die Parasorbinsäure außerdem zu Magenproblemen führen.</p>
<p>Aus den Beeren wird z.B. Konfitüre gemacht oder Schnaps gebrannt. Es gibt mittlerweile auch spezielle Sorten in Deutschland, die weniger bitter sind. Zudem sorgen Fröste dafür, dass die Früchte bekömmlicher werden. Sie bleiben im Winter lange am Baum, dienen so den Vögeln als Futter, wenn es kaum noch etwas anderes gibt.<br />
Früher wurden die Beeren auch in der Heilmedizin eingesetzt, z.B. bei Verdauungsbeschwerden oder bei Gicht und Rheuma und durch den hohen Vitamin C-Gehalt bei Skorbut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Holz ist elastisch, biegsam und gut zu verarbeiten. Man kann es für Drechselarbeiten, Wagnerarbeit oder die Herstellung von Spielzeug und Haushaltskleingeräten nutzen. Lange war Ebereschenholz ohne jedes forstwirtschaftliche Interesse. In jüngerer Vergangenheit wurde es ein wenig „neuentdeckt“ und ist nun auch für die Möbelindustrie nicht ganz uninteressant.</p>
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		<title>Vogelkirsche (Wildkirsche)</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:14:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name/Trivialname: Prunus avium, regional gibt es viele unterschiedliche Namen für diesen Baum, am gebräuchlichsten ist der Name Vogelkirsche. Die Wildkirsche gehört zu den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name/Trivialname: <em><strong>Prunus avium</strong></em>, regional gibt es viele unterschiedliche Namen für diesen Baum, am gebräuchlichsten ist der Name Vogelkirsche. Die Wildkirsche gehört zu den Rosengewächsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4815" class="wp-caption alignright" style="width: 224px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Kirsche1.jpg"><img class=" wp-image-4815 " title="Kirschblätter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Kirsche1-238x300.jpg" alt="Kirschblätter" width="214" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Kirschblätter</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird etwa 15-25m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird selten älter als 100Jahre</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>schmaler, wenig verzweigter Wuchs, starke, relativ dicke Äste erst in größerer Höhe, mit einigen feineren Zweigen daran</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind eher dunkel, langgezogen, mit doppelt gesägtem Rand</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>charakteristische, glatte, glänzende, teils rötliche, teils silbrig-braune Borke, die quer immer wieder eingerissen ist und so Korkringe sichtbar werden lässt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4809" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3308.jpg"><img class="size-medium wp-image-4809 " title="Kirschblüten" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_3308-300x198.jpg" alt="Kirschblüten" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Kirschblüten</p></div>
<p>Die Vogelkirsche wird über Insekten bestäubt. Sie blüht im April/Mai auffallend, der Baum ist übersät mit kleinen weißen, leicht duftenden Blüten. Die kleinen, eher bitteren roten Früchte sind die Wildform unserer Süßkirsche. Vor allem Vögel fressen sie und tragen so zur Samenverbreitung bei. Daneben finden auch Eichhörnchen und Mäuse Gefallen daran.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Wildkirsche wächst in lichten Mischwäldern und an Waldrändern, lokal sogar recht häufig. Im Bergischen Land z.B. galt die Kirsche früher als „Eiche des kleinen Mannes“.<br />
In jüngerer Vergangenheit wurden und werden in Deutschland gezielt mit möglichst gutem Erbgut wieder vermehrt Kirschbäume in Mischwälder eingebracht. Die Blüten sind dekorativ und ernähren Bienen, die Kirschen sind ebenfalls Wildtierfutter und der Baum selbst wächst rasch, das Holz ist begehrt. Allerdings hat die Vogelkirsche recht hohe Standortansprüche und darf nicht zu dicht stehen.<br />
Ursprünglich stammt die Baumart mehr aus dem Südosteuropäischen Raum. So gibt es z.B. in Griechenland schon lange süßere Kirschen-Zuchtformen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Besonderheiten und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4810" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_8930.jpg"><img class="size-medium wp-image-4810" title="charakteristische Borke" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_8930-300x211.jpg" alt="charakteristische Borke" width="300" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">charakteristische Borke</p></div>
<p>Vogelkirschen vertragen in jungen Jahren Halbschatten, bevorzugen aber spätestens im Alter sonnige Lagen. Sie mögen nährstoffreichen Boden mit ausreichend Niederschlägen, aber ohne Staunässe. Am liebsten kalkhaltigen Boden, keine trockenen, sandigen Böden. Insgesamt sind ihre Ansprüche verhältnismäßig hoch. Vogelkirschen neigen zu einer Reihe von Krankheiten, von Wurzelfäule über Wasserreiserbildung und Lausbefall bis zu Spätfrostschäden und Fruchtfliegenbefall.</p>
<p>Die Kirsche  wächst vom Flachland bis in Bergregionen, auf guten Böden trotzt sie auch stärkeren Frösten. Für einen „Obstbaum“ wird sie recht groß und gewinnt schnell an Höhe, so dass sie auch in Wäldern teils konkurrenzfähig ist. Mit 50 Jahren ist sie bereits ausgewachsen, wird aber auch selten älter als 100Jahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4811" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0058.jpg"><img class="size-medium wp-image-4811" title="Wildkirsche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0058-300x238.jpg" alt="Wildkirsche" width="300" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Wildkirsche</p></div>
<p>Die dunkelroten Früchte sind kleiner und bitterer, als die Zuchtform, aber essbar. Heute werden sie vor allem für Marmeladen und zum Brennen von Schnäpsen verwendet. Die Kirschen hängen recht hoch im Baum, da die Vogelkirsche schnellwüchsig ist und dickere Zweige erst ab einer gewissen Höhe ausbildet, vor allem im Wald. So sind sie für Menschen nur schwer zu ernten.<br />
Das Holz ist begehrt, fest und elastisch, von rötlicher Farbe. Dank ihres großen Lichtbedürfnisses und der hohen Bodenansprüche, wird sie dennoch selten in größerer Anzahl in Forsten gepflanzt. Entsprechend teuer sind die Holzprodukte, wie Parkett, hochwertige Möbel oder Instrumente.</p>
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		<title>Gemeine Hasel (Haselnussstrauch)</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/gemeine-hasel-haselnussstrauch/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:14:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name/Trivialname: Corylus avellana, auch Haselnussstrauch genannt, gehört zur Familie der Birkengewächse &#160; &#160; Steckbrief &#160; sommergrüner Laubbaum/Strauch &#160; wird um 6m hoch &#160; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name/Trivialname: <em><strong>Corylus avellana</strong></em>, auch Haselnussstrauch genannt, gehört zur Familie der Birkengewächse</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4846" class="wp-caption alignright" style="width: 228px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Haselnuss-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-4846" title="Blatt des Haselnussstrauchs" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Haselnuss-2-218x300.jpg" alt="Blatt des Haselnussstrauchs" width="218" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Blatt des Haselnussstrauchs</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Laubbaum/Strauch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 6m hoch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>kann um 100Jahre alt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>in der Regel Strauchartiger Wuchs mit vielen dünnen Stämmen ab dem Boden, reich verzweigt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind rundlich, fühlen sich durch kleine Härchen weich an und haben einen gesägten Rand</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Stamm bildet keine dicke Borke aus, sondert bleibt glatt. Die Rinde ist eher hell mit sichtbaren Korkporen (Lentizellen) zum Gasaustausch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4845" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Noisettes_0107-wiki-pd.jpg"><img class="wp-image-4845 " title="Haselnuss" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Noisettes_0107-wiki-pd-300x252.jpg" alt="Haselnuss" width="270" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">Haselnuss</p></div>
<p>Die Hasel hat männliche und weibliche Blüten am selben Baum. Die weiblichen sind klein und völlig unscheinbar, die männlichen sind gelblich-grüne, später braune Kätzchen. Schon ab Februar entlässt die Hasel aus den Kätzchen große Mengen an Pollen zur Windbefruchtung der weiblichen Blüten. Der Pollen der Hasel ist dabei einer der häufigsten Heuschnupfen-Auslöser.</p>
<p>Im Herbst reifen die Nüsse, die über Tiere verbreitet werden. Eichhörnchen und Co legen Winter-Depots mit ihnen an, wovon einige im Winter vergessen werden. Diese sind Grundlage für neue Haselnusssträucher.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen und Ansprüche</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hasel ist in ganz Europa weit verbreitet. Sie wächst an Feldern, in Gärten, in Mischwäldern, auf Brachflächen… eigentlich überall, wo das Anwachsen für sie nicht völlig unmöglich ist. Ihre Bodenansprüche sind gering, sie verträgt frostige Winter und ist sehr zäh gegen Wildverbiss. Brechen ganze Stämme weg, treibt sie einfach wieder neu aus. Einzig legt die Hasel Wert darauf, nicht in vollem Schatten zu wachsen und genug Niederschläge zu bekommen. Ihre Frucht, die Haselnuss, wird von Menschen und Tieren geschätzt, vor allem für Eichhörnchen, Mäuse und einige Vogelarten ist sie ein sehr wichtiges Winterfutter. Die Haselnüsse und Haselnussprodukte, die es im Handel zu kaufen gibt, stammen allerdings in der Regel von großen Hasel-Plantagen, wie es sie z.B. in der Türkei gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4848" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Haselnuss-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-4848" title="typische, glatte Borke der Hasel mit Korkporen" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Haselnuss-3-216x300.jpg" alt="typische, glatte Borke der Hasel mit Korkporen" width="216" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">typische, glatte Borke der Hasel mit Korkporen</p></div>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Zweige der Hasel können für Flechtarbeiten genutzt werden, das Laub als Tierfutter, das Holz als Brennholz. Die Nüsse der wilden Hasel dienen in erster Linie den Tieren. Insgesamt hat die Hasel keine größere Forstwirtschaftliche Bedeutung. Sie wird allerdings gerne als Heckenpflanze genutzt, da sie Formschnitt problemlos verträgt. Einige Zierformen verschönern Parks und Gärten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In früheren Zeiten galt die Hasel als „Blitzsicher“ und wurde z.B. als Schutz ins Dachgebälk gelegt. Durch ihre Robustheit und das frühe Blühen und Laub austreiben, ist sie ein Symbol für Leben, Fruchtbarkeit und Glück. Als Grabbeilage steht sie für Schutz vor dem Bösen und das ewige Leben.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Europäische Stechpalme (Ilex)</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/europaische-stechpalme-ilex/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:14:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; lat. Name: Ilex aquifolium. Er gehört zur Familie der Stechpalmengewächse &#160; &#160; Steckbrief &#160; immergrüner Laubbaum/Strauch &#160; im Freistand bis 15m hoch, im Wald [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>lat. Name:<em><strong> Ilex aquifolium</strong></em>. Er gehört zur Familie der Stechpalmengewächse</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4857" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0007.jpg"><img class="size-medium wp-image-4857" title="&quot;weiblicher&quot; Ilex" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0007-199x300.jpg" alt="&quot;weiblicher&quot; Ilex" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">&#8220;weiblicher&#8221; Ilex</p></div>
<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>immergrüner Laubbaum/Strauch</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>im Freistand bis 15m hoch, im Wald selten über 3m</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird bis zu 300 Jahre alt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind hart, eher dunkel und im unteren Bereich des Strauchs mit stachligen Auswüchsen</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>dünne, braungraue Rinde, bei jungen Stämmen/Zweigen noch grün</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Ilex hat männliche und weibliche Blüten an unterschiedlichen Bäumen, es gibt gewissermaßen männliche und weibliche Bäume. Die Blüten sind jeweils klein, eher unscheinbar und weiß. Die Bestäubung erfolgt über Insekten.</p>
<p>Im Oktober sind dann die roten Beeren reif. Für Menschen sind die Früchte (und ebenso die Blätter) sehr giftig. Früher wurden sie in kleinen Dosen medizinisch genutzt, von einer Selbstmedikamentation ist dringend abzuraten! Vögel vertragen die Beeren, fressen sie und scheiden den Samen wieder aus, wodurch der Ilex seine Verbreitung sicher stellt. Eine Besonderheit ist, dass die Früchte erst durch Fröste so weich werden, dass Vögel sie fressen. Den Beeren selbst schadet Frost nicht und die Vögel haben so ein Futter für den Winter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen, Ansprüche und Besonderheiten</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die europäische Stechpalme ist die einzige in Mitteleuropa heimische Stechpalmenart, weltweit gibt es dagegen etwa 500 Arten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4859" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_1346.jpg"><img class="size-medium wp-image-4859" title="Beeren; Blätter weiter oben am Baum haben meist glatte Ränder " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_1346-300x199.jpg" alt="Beeren; Blätter weiter oben am Baum haben meist glatte Ränder " width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Beeren; Blätter weiter oben am Baum haben meist glatte Ränder</p></div>
<p>Der Ilex ist sehr schattentolerant, wächst an Waldrändern, aber auch in vielen Mischwäldern als Unterbewuchs. In voller Sonne fühlt er sich nicht wohl. Vor allem im Winter bei gefrorenem Boden führt volle Sonneneinstrahlung schnell zu Trockenschäden: über die Blätter verdunstet Feuchtigkeit, aber aus dem gefrorenen Boden kann keine neue aufgenommen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Art mag typisch deutsches Klima: nicht zu trocken, nicht zu heiß. Sie bevorzugt nährstoffreiche, kalkarme, lockere Böden ohne Staunässe. Dabei verträgt sie zwar Frost, bevorzugt aber eher mildere Winter. Man findet sie in fast ganz Europa und auch in Nordafrika. In den südlicheren Ländern aber nur in höheren Lagen.<br />
Die Europäische Stechpalme ist relativ robust gegen Verletzungen, kann Stockausschläge bilden und neue Sprosse aus Wurzelsträngen ausbilden. Tatsächlich wäre sie bei größerer Sonnentoleranz sogar als Heckenpflanze geeignet, da sie Formschnitt verträgt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interessant ist, dass nur die Blätter im unteren Bereich stark bestachelt sind, nämlich auf Höhe von Rehmäulern und Co. Weiter oben sind die Blattränder nahezu glatt. Dennoch werden die Blätter im Winter gefressen, wenn das Wild nichts anderes mehr findet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4860" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_8844.jpg"><img class="size-medium wp-image-4860" title="Ilex im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_8844-300x199.jpg" alt="Ilex im Winter" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Ilex im Winter</p></div>
<p>In Deutschland steht der Ilex unter Naturschutz. Manch einen mag das verwundern, regional ist die Art sehr häufig anzutreffen und insgesamt auch nicht vom Aussterben bedroht. Der Grund liegt darin, dass in der Vergangenheit im Winter viel Ilex (illegal) aus dem Wald geholt wurde. Der Ilex ist einer der ganz wenigen Sträucher in Deutschland, die im Winter ihre Blätter behalten und vor allem auch in der Wohnung lange Grün und ansehnlich bleiben. Vor allem im Winter wurde der Ilex geplündert, als schmückendes Grün, als Symbol für Glück und als Schutz gegen das Böse. Letzteres, da der Ilex durch seine Stacheln sehr wehrhaft ist und es selbst im Winter schafft, seine lebendigen, grünen Blätter zu erhalten. Dabei wurden die weiblichen Bäume mit den roten Beeren bevorzugt, was natürlich die Fortpflanzungskraft des Ilex stark einschränkte. Auch die roten Beeren standen als Symbol für Glück und vor allem für Liebe. Die Kirche nutzte Ilexzweige gar als Palmwedelersatz. Schließlich wurde der Ilex unter Naturschutz gestellt, um ihn gegen großflächige winterliche Plünderungen zu schützen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Holz des Ilex ist sehr hart und kann z.B. für Werkzeugstiele, Spazierstöcke, kleinere Zierarbeiten und als Furnierholz Verwendung finden. Tatsächlich ist es in Deutschland aber ohne forstwirtschaftliche Bedeutung. Die Beeren sind für Menschen giftig!</p>
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		<title>Esche</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/esche/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:13:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/?p=4820</guid>
		<description><![CDATA[Steckbrief &#160; lat. Name: Fraxinus excelsior &#160; sommergrüner Laubbaum &#160; bis 40m hoch werdend, damit einer der höchsten Laubbäume Europas &#160; wird um 250 Jahre [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h5>Steckbrief</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4823" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_2232.jpg"><img class="size-medium wp-image-4823" title="Esche im Mischwald" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_2232-198x300.jpg" alt="Esche im Mischwald" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Esche im Mischwald</p></div>
<p>lat. Name: <em><strong>Fraxinus excelsior</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>sommergrüner Laubbaum</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>bis 40m hoch werdend, damit einer der höchsten Laubbäume Europas</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>wird um 250 Jahre alt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Blätter sind charakteristisch gefiedert, lang gestielt, bis 30cm lang. Sie treiben erst spät im Frühjahr aus, dafür bleiben sie im Herbst lange am Baum. Dabei verfärben sie sich im Herbst kaum, selten gelb, meist fallen sie noch grün vom Baum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>im Winter sind Eschen an den tiefschwarzen, rundlichen Knospen zu erkennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>die Rinde ist lange glatt und grüngrau gefärbt, erst mit frühestens 20Jahren bildet sich dunklere, rissige Borke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Fortpflanzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4824" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Esche-2.jpg"><img class="wp-image-4824 " title="Fruchtstand der Esche im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/Esche-2-300x234.jpg" alt="Fruchtstand der Esche im Winter" width="243" height="190" /></a><p class="wp-caption-text">Fruchtstand der Esche im Winter</p></div>
<p>Die Esche blüht im April mit unscheinbaren Blüten. Sie muss keine Insekten anlocken, sondern verbreitet den Pollen über den Wind. Auffälliger sind die in dichten Büscheln hängenden, geflügelten Samen, die teils noch bis in den Winter am Baum hängen. Auch die Samen werden in erster Linie mit dem Wind verbreitet, wobei sie bei normalen Bedingungen bis zu 60m weit fliegen. Interessant ist, dass der Samen mindestens 2 Winter lang ruht, bevor er austreiben kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Vorkommen, Ansprüche und Geschichte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eschen haben in der Natur eine ähnliche Aufgabe, wie die Schwarzerle. Sie wachsen in Auen, an Flussböschungen und Seen, stabilisieren das Ufer, beschatten das Wasser und vertragen bis zu einem gewissen Grad Staunässe an den Wurzeln, wenn auch eher fließendes, als stehendes Gewässer. Daneben wachsen sie auch in feuchten Berghängen, die so zu stabilisieren helfen. Dazu wurde ihr Laub im Voralpen- und Alpenraum früher gerne getrocknet als Winterfutter für Ziegen und Schafe verwendet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_4832" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_2236.jpg"><img class="size-medium wp-image-4832" title="typische, schwarze Knospen der Esche" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_2236-300x202.jpg" alt="typische, schwarze Knospen der Esche" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">typische, schwarze Knospen der Esche</p></div>
<p>In Mythen vergangener Zeiten ist die Esche positiv besetzt. Ein Beispiel ist die Weltenesche Yggdrasil der Nordischen Sagen, daneben galten Eschen als Schutz vor Bösem und als Heimstätte guter Geister.<br />
Die Esche ist in fast ganz Europa verbreitet, wenn auch nicht besonders häufig. Man findet sie teils in Laubmischwäldern, aber vor allem in Auen. Vor einigen Tausend Jahren war sie in Mitteleuropa noch deutlich häufiger. Mit der Abkühlung des Klimas wurde sie dann erst von den Buchen, später im Mittelalter von den Menschen in mitteleuropäischen Wäldern stark zurück gedrängt. Auch das durch einen Pilz ausgelöste „Eschensterben“ trug zu ihrem Rückgang bei. Heute wird sie wieder gerne an feuchten Standorten zur Bodenfestigung angepflanzt und dort, wo es Buchen zu nass ist. Sie mag es nicht zu warm, aber verträgt auch keine Spätfröste.</p>
<p>Interessanterweise wachsen Eschen alternativ auch auf warmen Kalkschuttböden, die deutlich trockener sind. In jungen Jahren sind sie recht schattentolerant, später bevorzugen sie möglichst sonnige Lagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Nutzung</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eschenholz ist sehr hart und elastisch und wurde so im Mittelalter gerne für Lanzen und Speere genutzt, auch für Dreschflegel, Deichseln, Webstühle und Schlitten. Heute nimmt man das Holz z.B. für Sportgeräte und hochwertige Möbel oder Bodenbeläge. Tatsächlich ist Eschenholz sehr teuer.</p>
<p>Getrocknete Blätter der Esche können in Tees Verwendung finden. Sie wirken harntreibend, können bei Rheuma und Gicht helfen, wirken leicht abführend und werden gegen Nierenleiden sowie Fieber eingesetzt.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Heimische Baumarten</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/heimische-baumarten/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Jan 2013 14:13:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Heimische Bäume]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Nadelbäume &#160; Vor allem auf Grund der jüngeren Eiszeiten in Mitteleuropa, gibt es nur sehr wenige unterschiedliche in Deutschland heimische Nadelbaumarten. Dennoch stellen sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h5>Nadelbäume</h5>
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<div id="attachment_4871" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0174.jpg"><img class="size-medium wp-image-4871" title="Fichtenforst im Winter" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0174-300x199.jpg" alt="die Fichte ist eine heimische Baumart" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Fichtenforst im Winter</p></div>
<p>Vor allem auf Grund der jüngeren Eiszeiten in Mitteleuropa, gibt es nur sehr wenige unterschiedliche in Deutschland heimische Nadelbaumarten. Dennoch stellen sie rund 60% aller Waldbäume hier. Allen voran die Fichte mit einem Anteil von 28%, gefolgt von der Kiefer mit 24%, dazu Lärchen, Eiben und Tannen sowie einige nicht heimische Arten, die künstlich in unsere Natur eingebracht wurden.</p>
<p>Nadelbäume werden auch &#8220;Konifere&#8221; genannt, was übersetzt „Zapfenträger“ heißt. Tatsächlich haben sehr viele Nadelbäume ihre Fortpflanzungsorgane an Zapfen sitzen.</p>
<p>Die meisten Arten sind immergrün, betreiben im Winter aber nur begrenzt (an warmen, sonnigen Tagen) Photosynthese. Da sie im Frühjahr nicht erst aufwändig Blätter bilden müssen, können sie so bereits die ersten warmen Frühlingstage voll nutzen. Damit sind sie die Bäume für kurze Vegetationsperioden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>siehe auch:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="die Geschichte des Waldes in Mitteleuropa" href="https://www.tierfreund.de/die-geschichte-des-waldes-in-mitteleuropa/">die Geschichte des Waldes in Mitteleuropa</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="der Wald in Deutschland heute" href="https://www.tierfreund.de/der-wald-in-deutschland-heute/">der Wald in Deutschland heute</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>heimische Baumarten</strong>: <a title="Gemeine Fichte" href="https://www.tierfreund.de/gemeine-fichte/">Gemeine Fichte</a>, <a title="Europäische Lärche" href="https://www.tierfreund.de/europaische-larche/">Europäische Lärche</a>, <a title="Weißtanne" href="https://www.tierfreund.de/weistanne/">Weißtanne</a>, <a title="Waldkiefer" href="https://www.tierfreund.de/waldkiefer/">Waldkiefer</a>, <a title="Europäische Eibe" href="https://www.tierfreund.de/europaische-eibe/">Europäische Eibe</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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<h5>Laubbäume</h5>
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<div id="attachment_4869" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0319.jpg"><img class="size-medium wp-image-4869" title="Bergisches Land" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2013/01/DSC_0319-300x198.jpg" alt="Bergisches Land" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">Bergisches Land</p></div>
<p>Die Laubbäume in Deutschland gehören zu den Bedecktsamern, bzw. „Blütenpflanzen“. Sie entwickelten sich evolutionsgeschichtlich nach den Nadelbäumen, vor rund 130 Millionen Jahren. Blütenpflanzen blicken dabei auf eine große Erfolgsgeschichte zurück. Sie haben es geschafft, fast die ganze Welt zu besiedeln, sie bieten mehrere Hunderttausend Arten auf, von winzig klein bis zu mächtigen Bäumen. In Wüstenregionen, im Regenwald, im Gebirge und selbst in der Antarktis sind sie zu finden. Sie sind immergrün oder nur sommergrün, Rankpflanzen, Wasserpflanzen, fleischfressende Pflanzen, nur im Frühjahr aus Zwiebeln austreibend oder groß und verholzt.Schnell fanden sie weltweite Verbreitung und sind heute sehr viel artenreicher als die Nadelbäume. Auch in Deutschland gehören die meisten Pflanzenarten vom Gänseblümchen bis zur mächtigen Eiche zu den Bedecktsamern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>siehe auch:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="die Entwicklung der Landpflanzen" href="https://www.tierfreund.de/die-entwicklung-der-landpflanzen/">die Entwicklung der Landpflanzen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="der Siegeszug der Samenpflanzen" href="https://www.tierfreund.de/der-siegeszug-der-samenpflanzen/">der Siegeszug der Samenpflanzen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="warum verlieren Bäume im Winter ihre Blätter?" href="https://www.tierfreund.de/warum-verlieren-baume-im-winter-ihre-blatter/">Blattabwurf im Winter</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>heimische Baumarten</strong> (vorgestellt werden die häufigsten Laubbaumarten in deutschen Wäldern): <a title="Rotbuche" href="https://www.tierfreund.de/rotbuche/">Rotbuche</a>, <a title="Deutsche Eiche" href="https://www.tierfreund.de/deutsche_eiche/">Eiche</a>, <a title="Birke" href="https://www.tierfreund.de/birke/">Birke</a>, <a title="Hainbuche" href="https://www.tierfreund.de/hainbuche/">Hainbuche</a>, <a title="Schwarzerle" href="https://www.tierfreund.de/erle/">Schwarzerle</a>, <a title="Ahorn" href="https://www.tierfreund.de/ahorn/">Ahorn</a>, <a title="Linde" href="https://www.tierfreund.de/linde/">Linde</a>, <a title="Vogelkirsche (Wildkirsche)" href="https://www.tierfreund.de/vogelkirsche-wildkirsche/">Vogelkirsche</a>, <a title="Esche" href="https://www.tierfreund.de/esche/">Gemeine Esche</a>, <a title="Eberesche (Vogelbeere)" href="https://www.tierfreund.de/eberesche-vogelbeere/">Eberesche</a>, <a title="Gemeine Hasel (Haselnussstrauch)" href="https://www.tierfreund.de/gemeine-hasel-haselnussstrauch/">Gemeine Hasel</a>, <a title="Europäische Stechpalme (Ilex)" href="https://www.tierfreund.de/europaische-stechpalme-ilex/">Europäische Stechpalme (Ilex)</a></p>
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]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Alters- und Größenrekorde</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 13:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklung, Aufbau und Leistungen von Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Viele Bäume werden deutlich älter, als der Mensch. Einige Baumarten, wie der Mammutbaum, werden über 4000Jahre alt, manche Pinien sogar über 5000Jahre. Vor 5000 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3680" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_64251.jpg"><img class="size-medium wp-image-3680" title="DSC_6425" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_64251-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text">wenn diese Bäume erzählen könnten&#8230;</p></div>
<p>Viele Bäume werden deutlich älter, als der Mensch. Einige Baumarten, wie der Mammutbaum, werden über 4000Jahre alt, manche Pinien sogar über 5000Jahre. Vor 5000 Jahren, als diese Bäume jung waren, waren die Menschen im heutigen Deutschland noch in der Jungsteinzeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu den ältesten Bäumen der Welt gehören daneben Zypressen, Grannenkiefern und Sicheltannen. Der momentane Rekordhalter ist aber eine recht klein gewachsene Fichte in Schweden: der vermutliche älteste Baum der Welt wurde auf gut 9500 Jahre bestimmt. Eichen, Kastanien oder Eiben erreichen Alter von immerhin 1-2 Tausend Jahren.</p>
<p>Dabei können Höhen von über 100m erreicht werden (z.B. Mammutbaum, einige Douglasien- und Kiefernarten und der Riesen- Eukalyptus) und Stammumfänge von weit über 10 Meter (Mammutbaum).</p>
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<div id="attachment_3679" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/colinspoelman-sequoia-b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3679" title="colinspoelman " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/colinspoelman-sequoia-b-300x214.jpg" alt="der größte, aber nicht der älteste Baum, ist Mammutbaum" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text"><a href=" http://www.flickr.com/photos/spoelman/4091033045/ " target="_blank"><span style="color: #800080;">Colin Spoelman/flickr</span></a> Mammutbäume</p></div>
<p>Zu den mächtigsten Bäumen der Erde gehören zweifellos die Mammutbäume. Der Mammut-Baum mit dem Namen Hyperion ist gut 115m hoch, der General Sherman Tree hat einen Stammdurchmesser von über 8 Metern auf Brusthöhe, an der Basis über 12m. Er gilt als eines der größten Lebewesen der Erde (noch größer werden vor allem sich unterirdisch ausbreitende Pilze!). Der General Sherman Tree hat ein Kubikvolumen von rund 1500 Kubikmetern und einen Stammumfang von gut 30m! Kaum vorstellbar und ungemein beeindruckend, wenn man ihn im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien besucht.</p>
<p>Riesen-Mammutbäume werden über 1200 Tonnen schwer und bis zu 3000 Jahre alt. Sie sind extrem widerstandsfähig gegen Feuer und Parasiten, das Holz ist sehr robust.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Den größten gemessenen Stammdurchmesser hat ein Vertreter des Ahuehuete-Baums, das ist eine Zypressenart, in Mexico. Ihr Stammumfang beträgt unglaubliche 58m.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die größten Bäume Deutschlands sind Douglasien, wobei sich mehrere Orte um den Titel „höchster Baum Deutschlands“ bewerben. Die jeweiligen Douglasien sind gut 60m hoch.</p>
<p>Der älteste Baum Deutschlands ist eine Eiche, die schon etwa 1500Jahre an ihrem Platz steht.</p>
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		<item>
		<title>Aus Licht wird leben: Photosynthese</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/aus-licht-wird-leben-photosynthese/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/aus-licht-wird-leben-photosynthese/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 12:36:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Entwicklung, Aufbau und Leistungen von Pflanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Wald]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Pflanzen sind zu etwas phantastischem in der Lage: sie können die Grundbausteine des Lebens aus nicht viel mehr als CO2, Sonnenlicht und Wasser herstellen! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Pflanzen sind zu etwas phantastischem in der Lage: sie können die Grundbausteine des Lebens aus nicht viel mehr als CO2, Sonnenlicht und Wasser herstellen! Die Tiere, auch der Mensch, sind dazu nicht in der Lage, müssen Pflanzen oder andere Tiere essen, um selbst an diese Grundbausteine zu kommen. Damit wäre tierisches Leben ohne die Primärproduzenten Pflanzen kaum vorstellbar.<br />
Als netten Nebeneffekt produzieren die Pflanzen dabei auch noch den Sauerstoff, den wir zum atmen brauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3674" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_44253.jpg"><img class="size-medium wp-image-3674" title="DSC_4425" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_44253-198x300.jpg" alt="Photosynthese" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Buche</p></div>
<p>Die Photosynthese im einzelnen durchzusprechen, würde an dieser Stelle zu weit führen, hier also nur ein ungefährer Ablauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Photosynthese findet bei Pflanzen vor allem in den grünen Blättern statt, genauer in den Chloroplasten. Dabei befinden sich auf wenigen Quadratmillimetern Blatt mehrere Millionen Chloroplasten. Die grüne Farbe der Blätter liegt am Chlorophyll: Pigmente in den Chloroplasten, die für die Aufnahme der Lichtenergie zuständig sind. Das Chlorophyll absorbiert dabei Licht bestimmter Wellenlänge, nämlich vor allem rotes und blaues. Deshalb sind die Blätter grün: das Licht dieser Wellenlänge wird kaum absorbiert, bleibt also übrig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Anfang steht also das Licht: Licht ist eine Form von Energie, die die Pflanzen nutzen können. Ganz grob beschrieben, wird die Energie genutzt, um Elektronen über eine Transportkette auf universelle Energieträger der Zelle zu übertragen, die so wieder „arbeitsfähig“ werden. Dabei wird letztlich auch Wasser in Sauerstoff und Protonen aufgespalten (der Sauerstoff entsteht also aus dem Wasser, nicht aus CO2!). Die Protonen (H+) und die universellen Energieträger sind in einem zweiten Schritt dann nötig, um aus CO2 Zucker zu bauen. Die Zucker sind zum einen ebenfalls ein Energiespeicher, zum anderen können sie z.B. für die Synthese von Nukleotiden (DNS), Fetten oder Proteinen genutzt werden, also für die Bausteine des Lebens.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um eine optimale Sonnenlichteinstrahlung für die Chloroplasten zu haben, sind die Blätter in der Regel sehr flach, mit entsprechend großer Oberfläche.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3676" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_5130.jpg"><img class="size-medium wp-image-3676" title="DSC_5130" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/DSC_5130-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Eiche</p></div>
<p>Wichtig sind auch die Spaltöffnungen (Stomata), die sich in der Regel an der Blattunterseite befinden. Hierdurch gelangt das CO2 in die Blätter und der Sauerstoff hinaus. Die Öffnungen sind bei den meisten Pflanzen zu klein, um sie mit bloßem Auge zu sehen. Das Wasser, das neben dem CO2 zur Photosynthese benötigt wird, wird über die Wurzeln aufgenommen und über spezielle Leitungsbahnen in die Blätter transportiert. Dies ist ebenfalls eine Leistung, immerhin muss das Wasser bergauf fließen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Photosynthese in einfachster Gleichung:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>CO2</strong> (Kohlendioxid) + H2O (Wasser) -&gt; <strong>CH2O</strong> (Zucker) +<strong> O2</strong> (Sauerstoff); bzw. alles mal 6, da als Zucker letztlich Glucose entsteht. Der Sauerstoff stammt dabei nicht aus dem CO2, sondern aus dem Wasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man kann grob sagen, etwa 12 erwachsene Bäume produzieren so viel Sauerstoff-Überschuss pro Jahr, wie ein Mensch im selben Zeitraum „veratmet“.</p>
<p>&nbsp;</p>
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