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	<title>Tierfreund &#187; das Leben im Korallenriff</title>
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		<title>Seepferdchen, Muränen, Flundern und Co</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 10:33:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Stichlingsartige &#160; Unter den Stichlingsartigen gibt es viele Arten, die in der Körperform sehr von der typischen Fisch-Form abweichen. Hierzu gehören z.B. die Seenadeln, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h5>Stichlingsartige</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter den Stichlingsartigen gibt es viele Arten, die in der Körperform sehr von der typischen Fisch-Form abweichen. Hierzu gehören z.B. die Seenadeln, die Seepferdchen, die Geisterpfeifenfische oder die Flötenfische. Sie alle besitzen keine Schuppen, sondern spezielle Knochenplatten. Die meisten Arten haben einen sehr lang gezogenen Körper, mit kleinen Flossen und langem vorstülpbarem Maul.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Seepferdchen</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3421" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b981444d9c.jpg"><img class="size-medium wp-image-3421" title="Seepferdchen" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b981444d9c-300x225.jpg" alt="Seepferdchen" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Seepferdchen</p></div>
<p>Seepferdchen leben in gemäßigten Meeren, aber auch im warmen Wasser. Sie bevorzugen Seegras-Standorte, da sie sich mit ihren gebogenen Schwänzen an den Gräsern festhalten können und so gut getarnt sind. An Riffen sieht man sie nur selten, auch weil ihnen die Strömung hier in der Regel zu stark ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seepferdchen fressen vor allem kleine Krebse, Garnelen und Fischlarven. Natürliche Feinde haben sie kaum, sind aber durch Überfischung vom Aussterben bedroht. Sie werden als zweifelhafte Medizin benutzt, als Souvenir verkauft und für Aquarien-Halter abgesammelt. Im Aquarium sind Seepferdchen allerdings nur schwer zu halten; falls sie den Transport überleben, sterben sie größtenteils kurze Zeit später im Aquarium.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seepferdchen pflanzen sich fort, indem das Weibchen Eier in der Brusttasche des Männchens ablegt. Dort werden die Eier befruchtet und die Jungen entwickeln sich und schlüpfen schließlich noch in der Brusttasche. Kurz nach dem Schlüpfen werden die kleinen Seepferdchen ins Meer entlassen und das Männchen kann neue Eier aufnehmen.</p>
<p>Der Paarungstanz der Seepferdchen, sowie der tägliche „Tanz“ zur Erneuerung einer Partnerschaft, ist ein sehr schön anzuschauendes Ritual.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Flötenfische</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3422" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3d593ac2ef.jpg"><img class="size-medium wp-image-3422" title="3d593ac2ef" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3d593ac2ef-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">eine Gruppe Flötenfische im Riff</p></div>
<p>Flötenfische leben am Riff und auch im offenen Meer. Durch ihren schlanken, silbrigen Körper sind sie gut getarnt, vor allem, da sie gerne dicht unter der Wasseroberfläche schwimmen. Im Riff unterwegs, können sie begrenzt auch ihre Farbe anpassen. Daneben schwimmen sie gerne im Windschatten von großen friedlichen Fischen oder tun so, als wären sie Treibholz. So können sie sich unbemerkt ihrer Beute nähern: kleinen Fischen und Krustentieren. Ihr extrem langes, schlankes Maul ermöglicht ihnen dabei auch in sehr schmalen Ritzen nach Nahrung zu suchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Flötenfisch kann bis zu 1,60m lang werden und ist meist in kleinen Gruppen unterwegs.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3423" class="wp-caption aligncenter" style="width: 471px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Floetenfisch4.jpg"><img class=" wp-image-3423  " title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Floetenfisch4.jpg" alt="" width="461" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Flötenfische schweben gerne dicht unter der Wasseroberfläche</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Plattfischartige: Flunder</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Flundern gehören zur Ordnung der Plattfischartigen. Diese Ordnung ist sehr artenreich mit Vertretern weltweit in allen Meeren. Fast alle sind platte Bodenbewohner.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3424" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/85a2da2e60.jpg"><img class="size-medium wp-image-3424" title="85a2da2e60" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/85a2da2e60-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">die Flunder ist im Sand gut getarnt</p></div>
<p>Im Larvenstadium haben Plattfische noch eine symmetrische Form. Im Laufe ihrer weiteren Entwicklung verschieben sich dann Schädel- und Kieferknochen, so dass sie sich letztlich vollständig auf einer Körperhälfte befinden. Manchmal landet das Gesicht auf der linken, manchmal auf der rechten Seite. Zum einen ist das Art-abhängig, aber es gibt auch Arten mit zufälliger Verteilung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Flundern liegen meist farblich gut getarnt halb im Boden eingegraben und lauern dort auf Beute. Sie ernähren sich vor allem von Wirbellosen, die größeren Arten auch von kleinen Fischen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Flundern besitzen keine Schwimmblase, sind aber in der Lage, sich über ihren Flossensaum schwimmend vorwärts bewegen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Streifenkorallenwels</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Korallenwelse leben als Jungtiere im Schwarm, als erwachsene Tiere auch einzeln. Sie durchstöbern den Boden nach Kleintieren und besitzen 4 Barteln, um Beute zu ertasten. Korallenwelse besitzen Giftstachel, die rein der Verteidigung dienen, aber auch Menschen schmerzhafte Verletzungen zufügen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3425" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c6582a3250.jpg"><img class=" wp-image-3425  " title="c6582a3250" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c6582a3250.jpg" alt="" width="432" height="273" /></a><p class="wp-caption-text">Streifen-Korallenwelse</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Aalartige</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ordnung der Aalartigen Fische umfasst etwa 900 Arten, die größtenteils im Meer leben. Sie alle haben einen Schlangen-ähnlichen Körperbau mit weicher, saumartiger Rückenflosse. Sie besitzen weder eine Bauchflosse, noch eine Schwimmblase, auch Kiemendeckel und einige Schädelknochen sind zurück gebildet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Muränen</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3426" class="wp-caption alignleft" style="width: 254px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/GraueMuraene3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3426" title="GraueMuraene3" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/GraueMuraene3-244x300.jpg" alt="" width="244" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Graue Muränen schwimmen häufig auch frei</p></div>
<p>Muränen sind räuberische Allesfresser, die vor allem in tropischen Riffen Zuhause sind, aber auch z.B. im Mittelmeer vorkommen. Je nach Art erreichen sie eine Größe von 20cm bis fast 4 Metern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie sind typische Aalartige, mit Schlangenförmigem Körper, schuppenloser Haut und teils mehreren Reihen spitzer Zähne. Sie haben nur kleine Kiemenöffnungen und pumpen durch Öffnen und Schließen des Mauls das Wasser hindurch. Dies wird häufig von Tauchern als Drohgeste missverstanden. Fühlt sich die Muräne bedroht, bleibt das Maul aber weit geöffnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Muränen-Arten sind nachtaktiv. Tagsüber bleiben sie in ihren Höhlen, manchmal schaut der Kopf heraus, so dass sie ihre Umgebung im Blick behalten können. Nachts unternehmen sie Raubzüge durch ihr Revier. Dabei sind sie nicht auf kleinere Beute beschränkt, sondern reißen durchaus auch Stücke aus größeren Beutetieren und fressen sogar Aas. Dabei verlassen sie sich in erster Linie auf ihren ausgezeichneten Geruchssinn, um z.B. schlafende Beute-Fische zu entdecken. Ihre Sehkraft ist dagegen nur wenig ausgeprägt.</p>
<p>Menschen greifen sie nur an, wenn sie provoziert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Geistermuränen wechseln im Laufe ihres Lebens die Farbe und ihr Geschlecht. Die erwachsenen Männchen sind blau mit gelb, wandeln sich aber mit einer Größe von etwa 95cm automatisch zum gelbgrünen Weibchen um.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3427" class="wp-caption aligncenter" style="width: 523px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild199.jpg"><img class=" wp-image-3427 " title="Bild199" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild199.jpg" alt="" width="513" height="193" /></a><p class="wp-caption-text">links: noch männliche Geistermuräne; rechts: die Rußkopfmuräne wird bis zu 1,5m lang</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Röhrenaale</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Röhrenaale leben in Wohnhöhlen im Boden von warmen Flachwassergebieten. Sobald sie eine potentielle Gefahr wahrnehmen, verschwinden sie vollständig in ihren Höhlen, die gerade breit genug sind, dass der Aal hinein passt. Ist es sicher, schaut der vordere Teil des Körpers aus dem Boden und wiegt sich in der Strömung mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3428" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/d3920750aa.jpg"><img class="size-medium wp-image-3428" title="d3920750aa" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/d3920750aa-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Röhrenaale</p></div>
<p>Vollständig verlassen Röhrenaale die Wohnhöhle vermutlich nie, wobei es vereinzelt Berichte gibt, dass die Männchen kurzzeitig zur Paarung den Kontakt zu ihrer Wohnhöhle verlieren können. Röhrenaale sind allerdings in der Lage, die Position ihrer Wohnhöhle mittels ihres Grab-Schwanzes zu verändern, so dass ein vollständiges Verlassen der Höhle zur Paarung nicht nötig ist. Die Paarung wird durch Drohgebärden benachbarter Männchen eingeleitet. Dann werden die Weibchen von den Männchen umschlängelt, bis sie bereit zur Paarung sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Röhrenaale leben meist in riesigen Kolonien zusammen, wobei der Abstand zwischen ausgewachsenen Tieren etwa einen halben Meter beträgt. Sie ernähren sich von Zooplankton, das sie aus dem Wasser filtern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Ringel-Schlangenaal</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3429" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0521b02b38.jpg"><img class="size-medium wp-image-3429" title="0521b02b38" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0521b02b38-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Ringel-Schlangenaal</p></div>
<p>Schlangenaale gibt es weltweit in allen Meeren. Allerdings sieht man sie eher selten, da sie in der Regel nachtaktiv sind und sehr versteckt leben. Häufig buddeln sie sich tagsüber im Sand ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie imitieren in ihrem Äußeren die giftigen Seeschlangen, sind aber durch ihren Rückenflossensaum, das Fehlen von Schuppen und das Vorhandensein von Kiemenöffnungen von diesen zu unterscheiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Soldaten- und Husarenfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soldaten- und Husarenfische gehören zu der Ordnung der Schleimkopfartigen. Sie sind nach Schleimkanälen am Kopf benannt, über die sie Strömungsreize wahrnehmen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3430" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b2066a47fb.jpg"><img class="size-medium wp-image-3430" title="b2066a47fb" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b2066a47fb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Großdorn-Husar</p></div>
<p>Soldaten und Husaren sind in der Regel Nachtraubfische. Als Anpassung daran haben sie große, sehr lichtempfindliche Augen und sind meist rot. Die Farbe Rot wird vom Wasser rasch heraus gefiltert und macht die Fische nachts quasi unsichtbar. Sie ernähren sich von Krebslarven, Zooplankton, kleineren Fischen, Krebsen und Würmern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Husarenfische sind meist etwas größer, als Soldaten, haben häufig weiße Streifen und verfügen über einen Gift-Dorn am Kiemendeckel. Beide Unterfamilien können unterschiedliche Laute von sich geben, die der Kommunikation untereinander dienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Hornhechte</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hornhechte gehören zur Ordnung der Hornhechtartigen. Es sind sehr schmale, langgezogene Fische, die äußerlich an einen Pfeil erinnern. Sie sind silbrig und halten sich meist dicht unter der Wasseroberfläche auf, wodurch sie sehr gut getarnt sind. Dort schweben sie langsam vorwärts, bis ein kleiner Beutefisch nahe genug ist. Daraufhin werden sie zu blitzschnellen Jägern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hornhechte werden bis 1,20m lang und sind für Menschen nicht gefährlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn Hornhechte von Raubfischen verfolgt werden, springen sie über der Wasseroberfläche mit kräftigen Schwanzschlägen vorwärts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3431" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/7cf5888ff5.jpg"><img class=" wp-image-3431 " title="7cf5888ff5" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/7cf5888ff5.jpg" alt="" width="480" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Hornhecht mit Putzerfisch</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Kugelfische, Igelfische und Drückerfische</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/kugel-igel-und-druckerfische/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 10:12:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Es gibt über 400 verschiedene Arten in der Ordnung der Kugelfischartigen. Hierzu gehören z.B. Drückerfische, Kofferfische, Lederjacken und die Kugelfische selbst. Der Körper ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt über 400 verschiedene Arten in der Ordnung der Kugelfischartigen. Hierzu gehören z.B. Drückerfische, Kofferfische, Lederjacken und die Kugelfische selbst. Der Körper ist gedrungen, teils rautenförmig, teils eckig. Die Größen variieren stark, von den teils winzigen Feilenfischen bis zum über 2 Tonnen schweren Mondfisch. Das Maul ist meist klein und auf die Ernährung mit Wirbellosen oder Plankton ausgelegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Drückerfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3400" class="wp-caption alignright" style="width: 255px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Orangegestreifter_Drueckerfisch_gemeinfrei.jpg"><img class="size-medium wp-image-3400" title="Orangegestreifter_Drueckerfisch" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Orangegestreifter_Drueckerfisch_gemeinfrei-245x300.jpg" alt="" width="245" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Orange gestreifter Drückerfisch</p></div>
<p>Drückerfische haben einen langgezogenen, rautenförmigen Körper, mit großem Kopf und stark bezahntem Maul. Sie schwimmen in erster Linie durch ondulierende Bewegungen von After- und Rückenflosse, was sie in die Lage versetzt, auch in Schieflage und selbst waagerecht liegend zu schwimmen. Die Schwanzflosse stellt im Notfall einen „Turboantrieb“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihre besondere Verteidigungsstrategie besteht darin, sich über spezielle Dorne, die sich oben und teils auch unten am Körper befinden, fest zwischen Korallen zu verankern. So können Fressfeinde sie nicht zwischen den Korallen hervorziehen und aufessen.</p>
<p>Die Drückerfische selbst leben von Krebsen, Seeigeln, Seesternen, Würmern und anderen kleinen Tieren oder Algen. Sie sind in der Lage einen starken Wasserstrahl mit dem Maul erzeugen, um z.B. Seeigel umzupusten, und sie so von der weichen Unterseite her aufzufressen. Ebenso können sie über den Wasserstrahl andere Tiere im Sandboden frei legen. Daneben haben Drückerfische bei langstacheligen Seeigeln noch eine besondere Strategie entwickelt: der Drückerfisch packt einen Stachel, hebt den Seeigel daran hoch und lässt ihn in etwa ein Meter Höhe wieder los. Während der Seeigel zurück zum Boden schwebt, greift der Drückerfisch ihn von der weichen Unterseite her an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3401" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/de511e22f4.jpg"><img class="size-medium wp-image-3401" title="de511e22f4" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/de511e22f4-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">der Riesendrückerfisch ist mit Vorsicht zu genießen</p></div>
<p>Meist leben Drückerfische als Einzelgänger, die sehr aggressiv über ihr Revier wachen. Einige Riesendrückerfische greifen dabei sogar Menschen an, vor allem, wenn sie gerade ein Gelege haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oft befinden sich in einem großen Revier eines Männchens verschiedene kleinere von Weibchen. Die Weibchen bauen mittels ihres Wasserstrahls größere Sandkuhlen, in die sie ihre Eier legen und gut beschützen. Bei einigen Arten hilft auch das Männchen mit. Teilweise kann man die männlichen Drückerfische beobachten, wie sie über den Eiern einen „Kopfstand“ machen, um ihnen Sauerstoff zuzupusten. Potentielle Feinde, auch Taucher, werden nun schon auf mehrere Meter Entfernung angegriffen, gerammt oder gebissen. Das ist äußert schmerzhaft für Menschen, zumal das Gebiss stark genug ist, selbst Muschelschalen zu knacken. Wenn die Fischlarven der Drückerfische geschlüpft sind, steigen sie sofort auf zur Wasseroberfläche und lassen sich zur weiteren Entwicklung ins offene Meer treiben.<br />
Die Eltern sind nun wieder deutlich friedlicher.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3403" class="wp-caption aligncenter" style="width: 492px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild331.jpg"><img class=" wp-image-3403  " title="Bild33" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild331.jpg" alt="" width="482" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">links: Blauer Drückerfisch; rechts: Picasso Drückerfisch (und ein Falterfisch)</p></div>
<h5>Kugelfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kugelfische sind in der Lage, bei Gefahr ihren Magensack mit Wasser vollzupumpen, wodurch sie kugelrund werden. Dadurch sehen sie zum einen eindrucksvoller aus, zum anderen pusten sie sich auch noch im Maul oder Magen ihrer Fressfeinde auf, was deren Tod bedeuten. Zusätzlich sind Kugelfische bei Verzehr giftig. Natürliche Feinde haben sie entsprechend kaum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3404" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/4c3297ddfb.jpg"><img class=" wp-image-3404 " title="4c3297ddfb" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/4c3297ddfb.jpg" alt="" width="480" height="273" /></a><p class="wp-caption-text">Weissfleck-Kugelfisch mit Arabischem Doktorfisch</p></div>
<p>Keinesfalls sollte man einen Kugelfisch zum aufblasen reizen. Es ist großer Stress für das Tier, schluckt es dabei Luft, ist die Aktion oft tödlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kugelfische besitzen ein sehr kräftiges Maul und ernähren sich vor allem von Schnecken, Muscheln und Krebsen. Einige Arten zermalmen auch Korallen und fressen deren Polypen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kugelfische sind langsame Schwimmer, aber ähnlich einem Hubschrauber, sehr manövrierfähig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3405" class="wp-caption aligncenter" style="width: 459px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild54.jpg"><img class=" wp-image-3405   " title="Kugelfische" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild54.jpg" alt="2 Kugelfische" width="449" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">links: Schwarzfleck-Kugelfisch mit Putzerfisch in den Kiemen; rechts: Maskenkugelfisch</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Kofferfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kofferfische sind tatsächlich in etwa Kofferförmig mit einem Panzer aus Knochenplatten. Wie die Kugelfische sind sie langsame, aber sehr manövrierfähige Fische. Sie ernähren sich von kleinen Wirbellosen und Algen, die sie unter anderem mittels eines Wasserstrahls aus dem Boden frei strudeln können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kofferfische trifft man meist einzeln am Riff. Tatsächlich teilen sich aber in der Regel ein Männchen und mehrere Weibchen im losen Zusammenhalt ein Revier.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3406" class="wp-caption aligncenter" style="width: 439px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild99.jpg"><img class=" wp-image-3406  " title="Bild99" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild99.jpg" alt="" width="429" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Kofferfische sind häufig sehr farbenfroh</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kofferfische werden gerne noch winzig klein an Aquarienhalter verkauft. Ein großes Problem dabei ist, dass Kofferfische bei Stress eine giftige Substanz ans Wasser abgeben, die auf dem engen Raum im Aquarium alle Fische, einschließlich sie selbst, abtötet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Igelfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3407" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0150b476a8.jpg"><img class=" wp-image-3407 " title="0150b476a8" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0150b476a8-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Igelfisch</p></div>
<p>Igelfische sehen ähnlich aus wie Kugelfische, mit denen sie eng verwandt sind. Igelfische sind allerdings meist etwas länglicher mit stumpfem Kopf, riesigen Augen und Stacheln am ganzen Körper, denen sie ihren Namen verdanken. Wie die Kugelfische, können sich Igelfische bei Gefahr aufpusten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Ernährung ist ähnlich wie bei Drückerfischen und Kofferfischen, wobei sie hartschalige Nahrung den Stachelhäutern vorziehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Menschen gegenüber sind Igelfische meist sehr scheu und zurückhaltend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Panzerwangen: Feuerfische, Drachenkopf und Co</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 09:48:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Es gibt etwa 1500 Arten von Panzerwangen, zu denen z.B. die Steinfische, die Schaukelfische und die Feuerfische gehören. Die bekannteste Panzerwange dürfte aber der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Es gibt etwa 1500 Arten von Panzerwangen, zu denen z.B. die Steinfische, die Schaukelfische und die Feuerfische gehören. Die bekannteste Panzerwange dürfte aber der Rotbarsch sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Panzerwangen leben in allen Meeren, in Kalt- und in Warmwasser und sogar in der Tiefsee. Im Süßwasser gibt es ebenfalls einige Arten. Die meisten Panzerwangen können Gifte produzieren. Zusätzlich ist der Körper häufig durch Panzerplatten und Stacheln geschützt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Feuerfische</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3391" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c499b44bc0.jpg"><img class="size-medium wp-image-3391" title="Feuerfische sind nachtaktiv" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c499b44bc0-300x196.jpg" alt="Feuerfische sind nachtaktiv" width="300" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Feuerfische sind nachtaktiv</p></div>
<p>Feuerfische fallen durch ihre imposante, fächerförmige Flossenform auf. Als nachtaktive Jäger sind sie durch ihre rote Grundfarbe mit helleren Querstreifen gut getarnt. Sie besitzen lange Giftstacheln an der Rückenflosse, die aber rein der Verteidigung dienen. Auch aufdringlichen Tauchern können sie so gefährlich werden. Das Gift ist für Menschen zwar nicht tödlich, aber sehr schmerzhaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Arten der Feuerfische erreichen eine Größe von maximal 40cm. Oft leben sie in Höhlen am Riff oder auch in Wracks. Sie ernähren sich in erster Linie von kleinen Fischen, sind allerdings nur sehr langsame Schwimmer. So treiben Feuerfische ihre Beute mit den Fächerflossen in die Enge und saugen sie dann durch aufreißen ihres großen Mauls ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Feuerfische sind Einzelgänger, die aufmerksam über ihre Reviergrenzen wachsen. Zur Paarungszeit können männliche Rotfeuerfische allgemein recht angriffslustig werden. Brutpflege findet bei Feuerfischen jedoch nicht statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3392" class="wp-caption aligncenter" style="width: 487px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild43.jpg"><img class=" wp-image-3392 " title="Bild43" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild43.jpg" alt="" width="477" height="176" /></a><p class="wp-caption-text">links: Antennenfeuerfisch; rechts: Rotfeuerfisch</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>echter Steinfisch</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der echte Steinfisch ist der giftigste Fisch überhaupt. Das Gift wird von Stacheln der Rückenflosse abgegeben und kann selbst Menschen töten. Es wird nur zur Verteidigung eingesetzt, was dem Menschen aber nicht hilft, wenn er versehentlich auf den Steinfisch drauf tritt. Steinfische imitieren nahezu perfekt algenbewachsene Steine und sind so kaum auszumachen. Sie besitzen keine Schwimmblase und sind tatsächlich kaum in der Lage, zu schwimmen. Es sind reine Lauerjäger, die absolut regungslos auf Felsen oder auf dem Riff liegen und vorbei schwimmende Beute durch Öffnen des riesigen Mauls einsaugen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Grund ihrer extremen Giftigkeit haben sie keine natürlichen Feinde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 468px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild198.jpg"><img class=" wp-image-3393 " title="Bild198" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild198.jpg" alt="" width="458" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">links: echter Steinfisch; rechts: Skorpionsfisch (falscher Steinfisch)</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Drachenkopf und Skorpionsfisch</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige Drachenkopfarten sehen dem Steinfisch zum verwechseln ähnlich, andere dagegen erinnern tatsächlich stark an einen Drachen. Erstere werden auch Skorpionsfische genannt. Wie nah die Verwandtschaft zu den echten Steinfischen ist, ist noch nicht endgültig geklärt. Echte und falsche Steinfische können daran unterschieden werden, dass bei Skorpionsfischen das Maul nicht senkrecht steht und die Brustflossen seitlich angesetzt und deutlich kleiner sind. Drachenköpfe sind ebenfalls giftig, aber deutlich weniger, als der echte Steinfisch. Auch sie sind in erster Linie gut getarnte Lauerjäger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3394" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b1452c926c.jpg"><img class=" wp-image-3394 " title="b1452c926c" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b1452c926c.jpg" alt="" width="480" height="320" /></a><p class="wp-caption-text">Drachenkopf</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Schaukelfisch</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3395" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c88e6b11e9.jpg"><img class="size-medium wp-image-3395" title="c88e6b11e9" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c88e6b11e9-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Schaukelfisch</p></div>
<p>Schaukelfische imitieren äußerlich Algenblätter, wodurch sie nahezu perfekt getarnt sind. Sie lauern schaukelnd wie ein Blatt in der Strömung auf Beute, was sie für Algenfresser zusätzlich interessant macht. Teilweise bewegen sie sich auch langsam schaukelnd auf den Brustflossen laufend auf ihre Beute zu. Wie die anderen Panzerwangen auch, saugt der Schaukelfisch seine Beute schließlich durch aufreißen des riesigen Mauls ein. Dabei kann die Beute bis zu halb so groß wie der Schaukelfisch selbst sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schaukelfische sind in der Regel mit maximal 10cm Länge recht klein und nur schwach giftig. So verlassen sie sich auch zur Verteidigung auf ihre gute Tarnung. Sie besitzen keine Schwimmblase und sind nur schlechte, langsame Schwimmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Die große Vielfalt der Barschartigen im Korallenriff</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/die-grose-vielfalt-der-barschartigen/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 16:02:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Im Gegensatz zu den Knorpelfischen, ist das Skelett der Knochenfische teilweise oder ganz verknöchert. Die meisten Arten besitzen zudem eine Schwimmblase, die sie exakt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Im Gegensatz zu den Knorpelfischen, ist das Skelett der Knochenfische teilweise oder ganz verknöchert. Die meisten Arten besitzen zudem eine Schwimmblase, die sie exakt im Wasser tarieren lässt.<br />
Knochenfische sind nach heutigem Kenntnisstand keine Weiterentwicklung der Knorpelfische, sondern haben sich parallel aus einem gemeinsamen Vorläufer entwickelt.</p>
<p>Die so genannten echten Knochenfische entwickelten sich vor gut 200 Millionen Jahren und stellen heute rund 96% aller bekannten Fischarten. Die echten Knochenfische zeichnen sich unter anderem durch ein in der Regel völlig verknöchertes Skelett und Schuppen aus Knochensubstanz aus. Mit am vielfältigsten unter ihnen sind die Barschartigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Barschartige</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3304" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/448e85ea19.jpg"><img class="size-medium wp-image-3304" title="448e85ea19" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/448e85ea19-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">auch die Falterfische gehören zu den Barschartigen</p></div>
<p>Die Ordnung der Barschartigen Fische umfasst etwa 40% aller bekannten Fischarten und ist gleichsam die Artenreichste Ordnung aller Wirbeltiere. Es gibt sie im Süßwasser und im Salzwasser, wobei sie flachere Gewässerzonen bevorzugen. Im Korallenriff stellen Barschartige ebenfalls einen großen Teil der Fisch-Population.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die genauen Verwandtschaftsbeziehungen sind bei den Fischen noch nicht endgültig geklärt. Vor allem die Barschartigen sind eine Sammel-Ordnung, in denen die Fische zusammen gefasst sind, die sich nicht durch bestimmte Merkmale in andere Fisch-Ordnungen einteilen lassen. So ist die Vielfalt untern den Barschartigen sehr groß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Kleine Barsche im Korallenriff: Riffbarsche und Fahnenbarsche</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Riffbarsche trifft man in großer Zahl in jedem Korallenriff an, wo die tagaktiven Fische schöne bunte Farbtupfer bilden. Zu den Riffbarschen gehören z.B. die Anemonenfische, die Sergeanten und die Preußenfische. Sie besitzen eine durchgehende Rückenflosse und einen stark gegabelten Schwanz. Die meisten sind sehr klein, nur wenige Zentimeter bis maximal 15 Zentimeter lang.</p>
<p>Viele Riffbarsche leben in großen Schulen an den Außenkanten der Riffe und zwischen Steinkorallen. Dabei sind die meisten Arten territorial mit einem festen Standort im Korallenriff.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3305" class="wp-caption aligncenter" style="width: 456px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild15.jpg"><img class=" wp-image-3305  " title="Bild15" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild15.jpg" alt="Barsche am Korallenriff" width="446" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">links: Grüne Riffbarsche bleiben dicht bei ihrer Steinkoralle; rechts: Sergeanten patrouillieren vor dem Korallenriff</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anemonenfische leben in Symbiose mit einer See-Anemone. Die See-Anemone ist stark nesselnd, was Fressfeinde der Anemonenfische fern hält. Die Anemonenfische selbst werden immun gegen das Gift ihrer Anemone. Der Nutzen, den die Anemone von der Symbiose hat, ist umstritten. Theorien sind z.B., dass die Anemonenfische ihre Anemone sauber halten und Falterfische vertreiben, die die Anemonen fressen könnten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3306" class="wp-caption aligncenter" style="width: 468px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild16.jpg"><img class=" wp-image-3306  " title="Bild16" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild16.jpg" alt="" width="458" height="170" /></a><p class="wp-caption-text">links: Weißrückenanemonenfisch; rechts: Anemonenfische mit Dreifleck-Preußenfischen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anemonenfische leben meist als Paar zusammen, gemeinsam mit ihrem Nachwuchs. Das Weibchen ist normalerweise am größten und dominantesten. Stirbt es, so wechselt das Männchen das Geschlecht und eines der Jungtiere wird zum neuen Männchen. Die meisten Jungtiere aber verlassen irgendwann ihre Eltern-Anemone und suchen sich eine eigene. Erwachsene Anemonenfische bleiben ihrer Anemone dagegen ein Leben lang treu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3307" class="wp-caption aligncenter" style="width: 456px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild17.jpg"><img class=" wp-image-3307  " title="Bild17" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild17.jpg" alt="" width="446" height="166" /></a><p class="wp-caption-text">Harems-Fahnenbarsche</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Fahnenbarsche sind eng mit den Zackenbarschen verwandt. Sie werden maximal 10cm lang und leben in großen Schulen an den Riffrändern. Fahnenbarsche leben als Harem, das heißt ein oder wenige Männchen leben mit vielen Weibchen zusammen. In der Regel sind die Geschlechter gut an der Farbe zu unterscheiden. Stirbt ein Männchen, so wandelt sich ein dominantes Weibchen zum neuen Männchen um.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Zackenbarsche</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3308" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Mondflossenzackenbarsch.jpg"><img class="size-medium wp-image-3308" title="Mondflossenzackenbarsch" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Mondflossenzackenbarsch-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">der Mondflossenzackenbarsch wird bis zu 80cm groß</p></div>
<p>Zackenbarsche sind mittelgroße, territoriale Jäger, die durch ihr Revier im Korallenriff patrouillieren, Konkurrenten fern halten und auf Beute lauern. Ist ein Beutetier nah genug, packen sie blitzschnell mit ihren kräftigen Eckzähnen zu.</p>
<p>Meist sind sie in der Dämmerung und nachts unterwegs, aber auch tagsüber begegnet man ihnen.</p>
<p>Junge Zackenbarsche sind immer weiblich und wandeln sich mit einem gewissen Alter zu Männchen um. Je älter ein Zackenbarsch wird, umso größer ist das Revier, das der Einzelgänger für sich beansprucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Zackenbarsche am Korallenriff sind maximal einen halben Meter groß. Es gibt aber auch Arten, die bis zu drei Meter groß werden und auch Menschen gefährlich werden können. Menschen werden zwar nicht als Beute angesehen, aber in die Enge getriebene Zackenbarsche verteidigen sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zackenbarsche haben meist große, hervorstehende Augen, einen ausgeprägten Unterkiefer und der vordere Teil der Rückenflosse ist mit kräftigen Stacheln ausgerüstet. Viele Zackenbarsche haben zudem ein Punkt-Muster, wodurch sie beim Lauern auf Beute gut getarnt sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3313" class="wp-caption aligncenter" style="width: 515px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild191.jpg"><img class=" wp-image-3313  " title="Bild19" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild191.jpg" alt="" width="505" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">typische Zackenbarsche</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Süßlippen</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Süßlippen sind nach ihren wulstigen Lippen benannt, mit denen sie den Boden nach Nahrung durchstöbern. Süßlippen leben vor allem in warmen, flachen Meerregionen. Sie sind nachtaktiv und verdösen den Tag in kleineren oder größeren Gruppen versteckt unter Überhängen.</p>
<p>Die Jungtiere sind häufig völlig anders gefärbt, als die erwachsenen Tiere und leben solitär zwischen Steinkorallen. So ahmen sie die giftigen Nacktschnecken nach, was sie vor Fressfeinden schützt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3314" class="wp-caption aligncenter" style="width: 492px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild22.jpg"><img class=" wp-image-3314  " title="Bild22" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild22.jpg" alt="" width="482" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">links: Orientalische Süßlippe; rechts: junge Harlekin Süßlippe</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Falterfische und Kaiserfische</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Falterfische sind sehr farbenfreudige Fische, die eher klein und annähernd diskusförmig sind. Es gibt über 120 verschiedene Arten, die alle ein anderes Farbmuster aufweisen. Der Grund ist, dass viele Falterfische recht territorial sind und artgleiche, also gleich gefärbte, aus ihrem Revier vertreiben. Da die meisten Falterfische Nahrungsspezialisten sind, nehmen ihnen andere Falterfisch-Arten keine Nahrung weg und werden entsprechend im Revier geduldet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3315" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3dbf9193a9.jpg"><img class="size-medium wp-image-3315" title="3dbf9193a9" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3dbf9193a9-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">ein Falterfisch-Pärchen auf Nahrungssuche</p></div>
<p>Meist leben Falterfische als Paar zusammen, einige Arten auch in Schwärmen. In der Regel sind sie sehr standorttreu. Dadurch kennen sie „ihr“ Korallenriff sehr gut und können bei Gefahr blitzschnell in enge Spalten flüchten. Ein „aufgemaltes“ Auge im hinteren Körperbereich vieler Arten, irritiert Fressfeinde bezüglich der Fluchtrichtung. Zusätzlich ist das echte Auge häufig völlig unauffällig und z.B. durch ein farbiges Muster übermalt.</p>
<p>Man kann sie den ganzen Tag im flachen Wasser der Riffe beobachten, aber am späten Nachmittag sind sie am aktivsten. Sie ernähren sich z.B. von Korallenpolypen, Quallen, Krebsen, Würmern, Plankton oder Fischeiern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Wimpelfisch gehört ebenfalls zu den Falterfischen. Er unterscheidet sich vor allem durch die zum &#8220;Wimpel&#8221; verlängerte Rückenflosse von ihnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3316" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/19bf26f919.jpg"><img class="size-medium wp-image-3316" title="19bf26f919" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/19bf26f919-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Pfauen-Kaiserfisch</p></div>
<p>Kaiserfische sehen ähnlich aus, wie Falterfische, haben aber einen großen farblich hervor gehobenen Dorn an den Unterseiten des Kiemendeckels. Die Familie der Kaiserfische ist sehr artenreich und oft prächtig gefärbt. Häufig haben Jungtiere eine völlig andere Farbe, als die erwachsenen Tiere. Der Grund hierfür ist, dass Kaiserfische extrem territorial sind und den Jungtieren keinen Lebensraum lassen würden. Durch die andere Farbe erkennen sie die Jungtiere nicht als artzugehörig und ignorieren sie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kaiserfische leben als Paar oder solitär am Korallenriff, wo sie über feste Territorien wachen. Teilweise kommt es auch zur Haremsbildung mit einem Männchen und wenigen Weibchen. Die Fische sind in dem Fall aber selten zusammen zu sehen, sondern leben verteilt über ihr teils sehr großes Territorium. Ihre Nahrung besteht aus Schwämmen, Algen, Fischeiern und kleinen Wirbellosen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Halfterfisch</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3317" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/835e8e6f01.jpg"><img class="size-medium wp-image-3317" title="835e8e6f01" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/835e8e6f01-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Halfterfisch</p></div>
<p>Es gibt nur eine Gattung mit einer Art: den Halfterfisch. Er sieht fast aus wie ein Wimpelfisch, ist mit diesem aber nicht näher verwandt, sondern viel mehr mit den Doktorfischen. Halfterfische gibt es nur in den Korallenriffen des Indopazifiks, dort sind sie aber recht weit verbreitet. Sie leben in kleinen Gruppen zusammen, auch unterhalb der Riff-Korallenzone bis in Tiefen von etwa 180 Metern. Mit ihren spezialisierten langen schmalen Mäulern, klauben sie kleine Wirbellose und Algen aus engen Spalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Doktorfische</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doktorfische sind nach einem Skalpell-ähnlichen Fortsatz an ihrer Schwanzflosse benannt. Bei Gefahr klappen sie das Skalpell aus und verteidigen sich mit heftigen Schwanz-Schlägen. Oft ist das Skalpell besonders eingefärbt, um Fressfeinde abzuschrecken. Manche Doktorfische haben zusätzlich noch eine ähnlich gefärbte Stelle am Kopf und täuschen so vor, dort säße auch noch ein Skalpell.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3318" class="wp-caption aligncenter" style="width: 514px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild55.jpg"><img class=" wp-image-3318 " title="Bild55" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild55.jpg" alt="" width="504" height="184" /></a><p class="wp-caption-text">links: der Arabische Doktorfisch kommt nur im Roten Meer vor; rechts: Vlamings Nasendoktorfische werden bis zu 70cm groß</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Doktorfische lassen sich am Korallenriff oft gut beobachten, da sie sich auf ihre „Waffe“ verlassen und in der Regel wenig scheu sind. Sie sind hauptsächlich Vegetarier, die den Tag damit verbringen, Algen abzuschaben. Wenn es sich ergibt, werden aber auch z.B. Moostierchen, kleine Krebse oder Würmer mit gefressen. Nachts ziehen Doktorfische sich zum Schlafen zurück. Viele Arten sind territorial, dennoch leben einige gerne in kleineren oder größeren Gruppen zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 512px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild187.jpg"><img class=" wp-image-3319  " title="Bild187" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild187.jpg" alt="" width="502" height="187" /></a><p class="wp-caption-text">links: Streifendoktorfische sind extrem territorial; rechts: Kurznasendoktorfische leben in kleinen Gruppen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Lippfische</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lippfische sind eine sehr artenreiche Familie, deren Mitglieder durch die Farbwechsel in den verschiedenen Altersstadien schwer zu bestimmen sind. Alle Lippfische sind tagaktiv und besitzen eine charakteristische wellenförmige Schwimmbewegung, da sie nur mit den Brustflossen schwimmen. Benannt sind sie nach ihren wulstugen Lippen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3322" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/bccac934ec1.jpg"><img class="size-medium wp-image-3322" title="bccac934ec" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/bccac934ec1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Besenschwanz Lippfisch</p></div>
<p>Die erwachsenen Tiere sind meist Einzelgänger und sehr territorial, während die Jungtiere häufig als Schwarm leben. Lippfische sind in der Regel im jungen Alter alle weiblich und wandeln sich später zum Männchen um. Sie zeigen ein recht ausgeprägtes Balzverhalten mit Paarungstänzen. Bei manchen Arten werden Nester gebaut, die das Männchen bewacht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Arten ernähren sich von Muscheln, Schnecken, Seeigeln oder Krustentieren. Eine Besonderheit ist der kleine Putzerlippfisch, der davon lebt, andere Fische von Parasiten zu befreien (siehe <a title="Leben und Überleben im Korallenriff" href="https://www.tierfreund.de/leben-und-uberleben-im-riff/">Putzstationen am Korallenriff</a>).</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3323" class="wp-caption aligncenter" style="width: 420px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/RegenbogenLippfisch_01.jpg"><img class=" wp-image-3323  " title="RegenbogenLippfisch_01" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/RegenbogenLippfisch_01.jpg" alt="" width="410" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Regenbogen Lippfisch vor Tabakfalterfischen am Korallenriff</p></div>
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<h6>Papageifische</h6>
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<p>Papageifische sind eng mit den Lippfischen verwandt. Sie haben ein sehr kräftiges Gebiss, das an den Schnabel eines Papageis erinnert. Mit diesem zerkauen sie Steinkorallen, um an die Polypen und Algen zu gelangen. So sind Papageifische zu einem guten Teil für den feinen weißen Tropensand verantwortlich, den sie nach dem Fressen wieder ausscheiden. Manche Papageifischarten ernähren sich aber auch rein vegetarisch von Algen oder Seegras.</p>
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<div id="attachment_3324" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/19d169fe3e.jpg"><img class="size-medium wp-image-3324" title="19d169fe3e" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/19d169fe3e-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Papageifisch beim Fressen</p></div>
<p>Ähnlich den Lippfischen, sind alle Papagei-Fische zunächst weiblich oder aber Primärmännchen, und wandeln sich später zum Super-Männchen um. Die Geschlechtsumwandlung ist damit begründet, dass männliche Papageifische sehr territorial sind. Ein junges kleines Männchen hätte keine Chance, sich ein Territorium zu erobern und fortzupflanzen. So erfolgt die Geschlechtsumwandlung erst, wenn der Fisch groß und stark genug dafür ist.</p>
<p>Jungtiere sind aus ähnlichen Gründen häufig noch einmal anders gefärbt, als die Weibchen, die Primärmännchen oder die Super-Männchen. Das macht die Bestimmung der Artzugehörigkeit nicht immer einfach.</p>
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<h6>Büschelbarsch</h6>
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<div id="attachment_3325" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/32b39ccd6e.jpg"><img class="size-medium wp-image-3325" title="32b39ccd6e" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/32b39ccd6e-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Fosters Büschelbarsch</p></div>
<p>Büschelbarsche sind nach ihren feinen Haarbüscheln am Nasenrand und am Ende der Rückenflossenstrahlen benannt. Da sie als Lauerjäger regungslos auf dem Korallenriff liegen, werden sie daneben auch Korallenwächter genannt. Sie schwimmen kaum und besitzen keine Schwimmblase. Bei Sichtung der Beute, z.B. Krebse oder kleine Fische, stoßen sie blitzschnell zu. Bei Gefahr flüchten sie in ihre nahe gelegene Höhle oder Spalte.</p>
<p>Meist leben Korallenwächter solitär. Sie sind zu Anfang weiblich und wandeln sich bei Bedarf zu Männchen um. Meist lebt in einen Revier in losem Zusammenhalt ein Männchen mit mehreren Weibchen.</p>
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<h6>Makrelen</h6>
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<p>Makrelen leben in großen Schwärmen in flacherem Wasser entlang der Küstengebiete. So sieht man sie auch immer mal wieder in der Nähe von Korallenriffen. Sie sind schnell und im Schwarm sehr wendig, besitzen allerdings meist keine Schwimmblase. Makrelen sind gute Speisefische und ihre Bestände sind vielerorts überfischt.</p>
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<div id="attachment_3326" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/42fd02c17b.jpg"><img class=" wp-image-3326 " title="42fd02c17b" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/42fd02c17b.jpg" alt="" width="480" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Großmaulmakrelen beim Plankton filtern</p></div>
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<h6>Barrakudas</h6>
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<div id="attachment_3327" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3a8cf9e146.jpg"><img class="size-medium wp-image-3327" title="3a8cf9e146" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3a8cf9e146-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">junger Barrakuda</p></div>
<p>Barrakudas sind schnelle bis zu 2 Meter lange Jäger, die alles fressen, was sie erbeuten können. In der Regel sind das, je nach Größe des Barrakudas, z.B. Makrelen, junge Thunfische, Ährenfische oder Hornhechte. Aber selbst giftige Fische werden gefressen. Dem Menschen werden Barrakudas in der Regel nicht gefährlich, es sei denn, sie werden provoziert. Teilweise scheinen Barrakudas auch Menschen anzugreifen, weil sie z.B. glitzernde Accessoires mit Beutefischen verwechseln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Junge Barrakudas leben oft in Schulen in der Nähe von Riffen, ältere sind dagegen meist Einzelgänger, die sich hauptsächlich im offenen Meer aufhalten. Ihr Körper ist ganz auf schnelles schwimmen und erbeuten ausgelegt. Langgezogen, pfeilförmig, mit großem Maul und langen spitzen Zähnen.</p>
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<h6>Eidechsenfische</h6>
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<p>Die meisten Eidechsenfisch-Arten leben im flachen, warmen Wasser an Korallenriffen. Einige Arten sind allerdings auch in der Tiefsee Zuhause. Es sind räuberische Fische, die auf farblich passendem Untergrund liegend auf Beute lauern. Die Grundfarbe ist meist sandfarben mit dunklen Flecken und teils durchsichtigen Abschnitten. Die Flossen sind fast immer durchsichtig. Das sehr große Maul ist mit spitzen Zähnen bestückt, um auch größere Beute sicher packen und verschlingen zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3328" class="wp-caption aligncenter" style="width: 460px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Eidechsenfisch.jpg"><img class=" wp-image-3328 " title="Eidechsenfisch" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Eidechsenfisch.jpg" alt="" width="450" height="243" /></a><p class="wp-caption-text">Eidechsenfisch</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Schiffshalter</h6>
<p>Schiffshalter haben ihren Namen, weil sie sich gerne als blinde Passagiere an Schiffen festsaugen. Eigentlich reisen sie auf diese Art bei z.B. Walen, Mantas oder Haien mit. Sie sind so vor Fressfeinden geschützt und säubern im Gegenzug ihre Transporteure von Parasiten. Junge Schiffshalter saugen sich in der Regel an ihren Eltern fest. Bei der breiten, in Kopfnähe liegenden Saugscheibe, handelt es sich um eine abgewandelte Rückenflosse. Über die geriffelte Oberfläche der Scheibe erzeugen sie ein Vakuum, über das sie sich an glatten Oberflächen festhalten können.</p>
<p>In Riffnähe trifft man Schiffshalter auch einzeln. Gelegentlich saugen sie sich dort auch testweise an Tauchern fest.</p>
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<div id="attachment_3329" class="wp-caption aligncenter" style="width: 501px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild66.jpg"><img class=" wp-image-3329 " title="Bild66" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild66.jpg" alt="" width="491" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">links: ein großer Igelfisch mit Schiffshalter; rechts: frei schwimmender Schiffshalter</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Grundeln</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Grundeln sind mit etwa 2000 Arten die artenreichste Familie aller Meeresfische. Sie sind in der Regel recht klein, mit einem länglich-rundlichen Körper, einem großen Maul und großen Brustflossen, mit denen sich auf dem Boden aufstützen können. Die meisten Grundeln sind Lauerjäger, die auf dem Riff, auf Schwämmen, Steinen oder dem Meeresboden regungslos ausharren und auf Beute warten. Die Planktonfresser unter den Grundeln sind dagegen frei schwimmend und besitzen im Gegensatz zu den Lauerjägern eine Schwimmblase.</p>
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<div id="attachment_3330" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebensgemeinschaft_Grundel_mit_Knallkrebs.jpg"><img class="size-medium wp-image-3330" title="Lebensgemeinschaft_Grundel_mit_Knallkrebs" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Lebensgemeinschaft_Grundel_mit_Knallkrebs-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a><p class="wp-caption-text">Grundel und Knallkrebs bilden eine Lebensgemeinschaft</p></div>
<p>Bei den Grundeln gibt es einige interessante Symbiosen. So lebt die Wächtergrundel zusammen mit dem Knallkrebs, bzw. Pistolenkrebs, in den vom Krebs gegrabenen Gängen. Die Grundel bewacht den Eingang und lebt von den Wirbellosen, die der Krebs zusammen mit dem Sand beim graben und ausbessern der Gänge nach draußen befördert. Im Gegenzug teilt die Grundel dem Krebs mit, ob es vor der Höhle gerade sicher ist. Der Krebs ist blind und kann selbst eine drohende Gefahr nicht sehen. Falls ein Fressfeind sich nähert, flüchtet die Grundel zum Krebs in die Höhle. Meist leben zwei Krebse mit ein oder zwei Grundeln zusammen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Andere Grundeln leben eng mit Anemonen, Steinkorallen oder Schwämmen zusammen. Daneben gibt es auch noch Putzergrundeln, die, ähnlich den Putzer-Lippfischen, feste Putzstationen im Korallenriff unterhalten und sich von den Parasiten ihrer Kunden ernähren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3331" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/1e425de861.jpg"><img class=" wp-image-3331  " title="1e425de861" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/1e425de861.jpg" alt="" width="432" height="286" /></a><p class="wp-caption-text">Bindengrundel</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<h6>Steuerbarsche</h6>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3341" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ac437c57d41.jpg"><img class="size-medium wp-image-3341" title="ac437c57d4" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ac437c57d41-300x157.jpg" alt="" width="300" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">Hochflossen-Steuerbarsch</p></div>
<p>Steuerbarsche werden auch Pilot- oder Ruderbarsche genannt. Sie sind relativ eng mit Falterfischen verwandt, haben aber keinen ganz so Scheibenförmigen Körper. Sie leben in Küstennähe in flachem Wasser, auch abseits von Korallenriffen. Ihre Nahrung besteht aus Algen und Kleintieren.</p>
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<h6>Füsiliere</h6>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Name Füsilier stammt aus der Militärgeschichte. Heute werden in einigen Ländern noch die leichten Infateristen als Füsiliere bezeichnet. Der Fisch kam zu dem Namen, weil seine präzisen Bewegungen im Schwarm an exerzierende Soldaten erinnern. Füsiliere haben einen spindelförmiger Körper mit tief gegabelter Schwanz und sind sehr schnelle und wendige Schwimmer. Sie sind tagaktiv und ernähren sich vorwiegend von Plankton. Man trifft sie in großen Schwärmen vor den Riffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3333" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/f8e9d6608a.jpg"><img class=" wp-image-3333 " title="f8e9d6608a" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/f8e9d6608a.jpg" alt="" width="480" height="268" /></a><p class="wp-caption-text">Gelbstreifen-Füsiliere</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Haie und Rochen im Korallenriff</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 15:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Knorpelfische gibt es schon seit über 400 Millionen Jahren, womit sie deutlich älter sind, als die heutigen echten Knochenfische. &#160; Als erstes haben sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Knorpelfische gibt es schon seit über 400 Millionen Jahren, womit sie deutlich älter sind, als die heutigen echten Knochenfische.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3290" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c3eac86bcd.jpg"><img class="size-medium wp-image-3290" title="Haie am Korallenriff" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c3eac86bcd-300x225.jpg" alt="Haie am Korallenriff" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Zebrahai am Korallenriff</p></div>
<p>Als erstes haben sich vor rund 450 Millionen Jahren die Haie entwickelt. Seitdem sind sie fast unverändert geblieben, eine phantastische Erfolgsgeschichte. Erst der Mensch hat durch massenhaftes abschlachten viele Arten an den Rand des Aussterbens gebracht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Knorpelfische haben ein Skelett aus Knorpel, mit einigen Kalkablagerungen darin. Knorpel ist leichter, als ein Knochenskelett, was ihnen hilft, ihren Auftrieb zu kontrollieren. Tatsächlich besitzen sie keine Schwimmblase, die erst von Knochenfischen entwickelt wurde. Stattdessen haben aber viele Arten eine stark ölhaltige Leber, die zumindest für etwas Auftrieb sorgt. Ein weiterer Unterschied zu den Knochenfischen ist die stets innere Befruchtung der Knorpelfische. Einige Knorpelfische sind sogar lebend gebärend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Haie</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Haie sind geschickte und schnelle Jäger, die dem Menschen aber nicht grundlos gefährlich werden. Der größte Hai, der bis zu 12 Meter lange Walhai, ernährt sich zudem nur von winzigem Plankton.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3291" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/RiesenhaifrisstnurZooplankton.jpg"><img class="size-medium wp-image-3291" title="RiesenhaifrisstnurZooplankton" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/RiesenhaifrisstnurZooplankton-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">der Riesenhai frisst nur winziges Zooplankton</p></div>
<p>Haie besitzen eine spezielle Haut mit nach hinten weisenden Zähnchen. Diese sorgt für einen extrem niedrigen Strömungswiderstand, wodurch Haie Geschwindigkeiten von bis zu 70km/h erreichen können. Mittlerweile baut der Mensch die Haihaut nach und beschichtet damit Flugzeuge, Schiffe und U-Boote, um den Treibstoffverbrauch zu senken und die Geschwindigkeit zu erhöhen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders gut ist bei Haien der Geruchssinn entwickelt, über den sie Beute schon in großer Entfernung wittern können. Sie reagieren dabei vor allem auf verletzte Beutetiere und können Blut noch in millionenfacher Verdünnung wahrnehmen. Zudem können Haie über ihr Seitenlinienorgan kleinste Wasserbewegungen und Druckunterschiede im Wasser erkennen, was ebenfalls bei der Ortung der Beute hilft.</p>
<p>Ein weiteres spezielles Organ verhilft Haien zu der Fähigkeit, sehr schwache elektrische Felder wahrzunehmen, wie sie z.B. durch Muskelkontraktionen, Herzschläge oder Gehirnströme entstehen. Zudem sind Haie in der Lage, über das Magnetfeld der Erde präzise zu navigieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Haie leben im offenen Meer, einige aber auch in der Nähe von Riffen. Häufige Riffhaie sind der Weißspitzen- und der Schwarspitzen-Riffhai sowie der graue Riffhai.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3292" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/800px-Whitetip-reef-shark.jpg"><img class="size-medium wp-image-3292" title="800px-Whitetip-reef-shark" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/800px-Whitetip-reef-shark-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Weißspitzen-Riffhai</p></div>
<p>Der Weißspitzen-Riffhai wird bis zu 1,50m lang, der Schwarzspitzen Riffhai bis etwa 2m. Beide Arten sind in der Regel sehr friedlich Menschen gegenüber, außer man treibt sie stark in die Enge. Je nach Gewöhnung an Taucher und Schnorchler gibt es einige zutrauliche und neugierige Exemplare, meist sind Riffhaie aber eher scheu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der graue Riffhai ist mit etwas mehr Vorsicht zu genießen, da er schneller reizbar ist. Er wird ebenfalls etwa 2 Meter lang und lebt hauptsächlich in tieferem Wasser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Zebrahai kann bei Tauchgängen ebenfalls öfter gesehen werden, da er flaches Wasser bevorzugt. Er wird etwa 3 Meter lang und besitzt einen auffallend langen Schwanz. Auf Menschen reagieren Zebrahaie in der Regel sehr friedlich, zudem sind sie nachtaktiv, so dass man sie tagsüber oft ruhend am Boden antrifft. Der Zebrahai ist mittlerweile vom Aussterben bedroht, da er als Speisefisch stark bejagt wird. Im deutschen Sprachgebrauch wird der Zebrahai auch als Leopardenhai bezeichnet, der eigentliche Leopardenhai lebt jedoch im Ostpazifik vor der Küste der USA.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Rochen</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3293" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/77c2212202.jpg"><img class="size-medium wp-image-3293" title="77c2212202" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/77c2212202-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Blaupunktrochen</p></div>
<p>Auch die Rochen gehören zu den Knorpelfischen und sind damit mit den Haien verwandt.</p>
<p>Bei den meisten Arten sind Kopf und Brustflossen vollständig mit dem abgeflachten Körper verwachsen, was ihnen ein Scheibenförmiges Aussehen verleiht. Viele Rochen sind in erster Linie Bodenbewohner, wo sie durch ihr flaches Äußeres gut getarnt sind. Zudem graben sie sich gerne in den Sand ein, so dass nur noch ihre Augen heraus schauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Rochenarten sind in jedem Meer in jeder Tiefe anzutreffen. Die meisten Arten werden maximal 1 Meter groß, einige Arten aber auch deutlich größer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Schwanz des Rochens dient zum einen der Navigation, zum anderen wird er von einigen Arten auch zur Verteidigung eingesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier einige typische Vertreter im Flachwasser und an Riffen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3294" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0b238b99cd.jpg"><img class="size-medium wp-image-3294" title="0b238b99cd" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/0b238b99cd-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bogenstirn-Torpedorochen</p></div>
<p><strong>Zitterrochen:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zitterrochen sind eher kleine Rochen, die je nach Art meist nur 10- 30cm groß werden. Einige Ausnahmen erreichen auch eine Länge von bis zu einem Meter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihr Name kommt daher, dass sie in der Lage sind, über ein spezielles Muskelorgan starke Stromstöße abzugeben. Dies wird vor allem zum betäuben von Beutetieren genutzt, kann aber auch der Verteidigung dienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3295" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3063e6ac14.jpg"><img class="size-medium wp-image-3295" title="3063e6ac14" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3063e6ac14-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Stechrochen</p></div>
<p><strong>Stachelrochen</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Stachelrochen gehören zu den Stechrochen und können eine Spannweite von bis zu 1,5 Metern erreichen. Sie besitzen einen sehr langen Schwanz mit Giftstacheln, der zur Verteidigung eingesetzt wird.<br />
Dabei können Stachelrochen auch Menschen gefährlich werden. So starb 2006 der australische Dokumentar-Filmer Steve Irwin, da ihn der Stachel des Rochens unglücklicherweise mitten ins Herz traf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3296" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/521a00c11f.jpg"><img class="size-medium wp-image-3296" title="521a00c11f" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/521a00c11f-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Blaupunktrochen</p></div>
<p><strong>Blaupunktrochen</strong></p>
<p>Der Blaupunktrochen gehört ebenfalls zu den Stechrochen und hat 1-2 giftige Stacheln am Schwanz. Diese dienen der Verteidigung gegen Feinde. In der Regel werden Blaupunktrochen um einen Meter groß, im Einzelfall auch mehr.</p>
<p>Die Art ist sehr verbreitet an Korallenriffen und lebt nur im Flachwasser. Meist trifft man sie gut getarnt halb im Sand vergraben an, wo sie auf Beute lauert. Blaupunktrochen fressen vor allem Weichtiere, Garnelen und Würmer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Invertebraten im Korallenriff</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/invertebraten-im-riff/</link>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 14:39:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Invertebraten sind wirbellose Tiere, also grob Tiere ohne Wirbelsäule. Häufig spricht man auch von „niederen Tieren“. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Oberbegriff [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3267" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/5837d6d333.jpg"><img class="size-medium wp-image-3267" title="Federstern im Korallenriff" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/5837d6d333-300x225.jpg" alt="Federstern im Korallenriff" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Federstern bei Nacht</p></div>
<p>Invertebraten sind wirbellose Tiere, also grob Tiere ohne Wirbelsäule. Häufig spricht man auch von „niederen Tieren“. Es handelt sich hierbei lediglich um einen Oberbegriff zur Abgrenzung von den Wirbeltieren, ohne etwas über den Verwandtschaftsgrad oder die Ähnlichkeit der Invertebraten untereinander auszusagen.</p>
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<p>Zu den Invertebraten im Korallenriff gehören z.B. Muscheln und Tintenfische, Seeigel und Seesterne, die Krebstiere und die Würmer. Auch die Korallen gehören dazu (siehe <a title="Landschaftsarchitekten im Riff" href="https://www.tierfreund.de/landschaftsarchitekten-im-riff/">Landschaftsarchitekten des Riffs</a>).</p>
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<p>Die Vielfalt an Invertebraten im Korallenriff ist enorm, aber für Taucher und Schnorchler sind die meisten kaum zu entdecken. Viele dieser Tiere sind sehr klein und extrem gut getarnt. Oft leben sie in enger Lebensgemeinschaft mit größeren Lebewesen. So findet man sie z.B. versteckt in Hart- und Weichkorallen, in den Ästchen der Federsterne oder in den Eingeweiden von Seegurken.</p>
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<h5>Weichtiere: Tintenfische, Schnecken und Muscheln</h5>
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<h6>Tintenfische</h6>
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<div id="attachment_3268" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/64886c8a5e.jpg"><img class="size-medium wp-image-3268" title="64886c8a5e" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/64886c8a5e-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">der Oktopus tarnt sich mit wechselnden Farben</p></div>
<p>Trotz des Namens, handelt es sich hierbei nicht um Fische. Stattdessen sind die Tintenfische mit den Schnecken und Muscheln verwandt. Sie gelten als die intelligentesten Wirbellosen, haben ein hoch entwickeltes Nervensystem und Augen, die aufgebaut sind wie das menschliche. Charakteristisch ist der Mantelförmige Körper, aus dem, miteinander verschmolzen, Kopf und Fuß heraus ragen. Der Fuß ist zu Armen umgewandelt, beim Oktopus sind es 8 Arme, bei Sepien und Kalmaren 10.</p>
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<p>Namensgebend ist der Tintenbeutel, den Tintenfische bei Gefahr entleeren können. Kurz vor dem ausstoßen der Tinte färbt sich der Tintenfisch dunkel, danach ganz hell. Der Fressfeind konzentriert sich so einen Moment auf die Tintenwolke als vermeintliche Beute und der Tintenfisch kann entfliehen. Dabei sind Tintenfische aber durchaus auch wehrhaft, können kräftig zubeißen und manche Arten sind sogar giftig.</p>
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<div id="attachment_3269" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/82bdcf0983.jpg"><img class="size-medium wp-image-3269" title="82bdcf0983" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/82bdcf0983-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">viele Sepien sind nur nachts aktiv und bleiben tagsüber in ihren Wohnhöhlen</p></div>
<p>Der Farbwechsel wird über Muskelkontraktion an Pigment-gefüllten Zellen bewerkstelligt. Bei Sepien ist die Farbanpassung besonders hoch entwickelt. Sie können sogar komplexe Muster nachahmen, um mit ihrer Umgebung zu verschmelzen. Daneben sind Sepien auch in der Lage, ihre Körperform anzupassen, um eine noch bessere Tarnung zu erreichen. Diese Tarnung hilft nicht nur beim verstecken vor Fressfeinden, sondern wird auch zur Jagd genutzt. Tintenfische sind Lauerjäger und ernähren ich von kleinen Fischen, Krebsen, Muscheln und Schnecken.</p>
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<p>Viele Tintenfische sind nachtaktiv mit festen Territorien. Einige graben sich zum schlafen im Schlamm ein, viele aber ziehen sich tagsüber in feste Wohnstätten, ihre Höhlen zurück. Dabei gestalten Tintenfische die Höhlen aus Geröll häufig selbst, um sie ihren Bedürfnissen anzupassen.</p>
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<h6>Nacktschnecken</h6>
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<p>Die meisten Nacktschnecken sind klein, nur etwa 3-4 Zentimeter groß. Trotz der meist leuchtenden Farben, muss man im Korallenriff schon genau hinschauen, um sie zu entdecken. Die meisten Arten sind nachtaktiv und verbringen den Tag gut getarnt auf ähnlich gefärbten Untergründen. Ihre Kiemen tragen Nacktschnecken oft gut sichtbar auf dem Körper. Daran kann man sie von ähnlich aussehenden Plattwürmern unterscheiden.</p>
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<div id="attachment_3270" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild14.jpg"><img class="size-medium wp-image-3270" title="Bild14" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild14-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Nacktschnecken signalisieren über grelle Farben ihre Giftigkeit</p></div>
<p>Viele Nacktschnecken ernähren sich von giftigen oder nesselnden Lebewesen, wie z.B. Schwämmen, Korallenpolypen oder Seeanemonen. Die Schnecken selbst sind immun gegen das Gift, nehmen es aber so auf und werden selber giftig. Ihr Trick besteht darin, die „giftigen“ Zellen nicht zu verdauen, sondern in sich einzubauen. So nutzen sie z.B. aufgenommene Nesselzellen oder Gift produzierende Zooxanthellen. Letztere können auch zur Farbigkeit der Schnecken beitragen. Die Schwammfresser unter den Nacktschnecken verfeinern die mit dem Schwamm aufgenommen Gifte zum Teil noch und können sie bei Gefahr ausstoßen.</p>
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<p>Oft ähneln die Schnecken äußerlich ihren Wirten, was sie gut tarnt. Sie tragen Auswüchse und Farben, die an Schwämme, Weichkorallen oder Gorgonien erinnern. Werden sie doch von einem potentiellen Fressfeind entdeckt, signalisieren die leuchtenden Farben ihre Giftigkeit.</p>
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<p>Eine besondere Nacktschnecke ist die Spanische Tänzerin. Sie wird bis zu einem halben Meter groß und kann über Wellenbewegungen ihres Mantels schwimmen. Tagsüber lebt sie gut versteckt in Höhlen, nur nachts ist sie am Korallenriff unterwegs.</p>
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<div id="attachment_3271" class="wp-caption aligncenter" style="width: 478px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild111.jpg"><img class=" wp-image-3271  " title="Bild11" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild111.jpg" alt="" width="468" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">eine spanische Tänzerin (links) und ihr Gelege (rechts)</p></div>
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<h6>Muscheln</h6>
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<p>Die auffälligsten Muscheln am Korallenriff sind die Riesenmuscheln. Sie werden umgangssprachlich auch &#8220;Mördermuscheln&#8221; genannt, wofür sie selbst wenig können. Sie ernähren sich nur von Kleinstlebewesen und die größeren Exmplare sind kaum mehr in der Lage, sich vollständig zu schließen. Die Legenden zu ihrer Gefährlichkeit stammen von Perlentauchern, die unter Umständen tatsächlich Gefahr laufen können, sich in der Muschel einzuklemmen.</p>
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<div id="attachment_3272" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ba6299f025.jpg"><img class="size-medium wp-image-3272" title="ba6299f025" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ba6299f025-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">eine fast vollständig geschlossene Riesenmuschel bei Nacht</p></div>
<p>Riesenmuscheln filtrieren das Wasser mit ihren Kiemen, um das enthaltene Plankton als Nahrung zu nutzen. Daneben werden sie auch von symbiontisch mit ihnen lebenden Zooxanthellen versorgt. Dies sind winzige, oft einzellige Lebewesen, die ihren großen Partnern vielfältig helfen können. So können einige Zooxanthellen-Arten Photosynthese betreiben und Nährstoffe an ihre Partner weiter geben. Andere können Gifte oder Farbstoffe herstellen. So entsteht z.B. die bunte Färbung der Riesenmuscheln durch ihre Zooxanthellen. Im Gegenzug erhalten die Zooxanthellen Sicherheit und nutzen die Ausscheidungsprodukte der Muschel als Nährstoffe.</p>
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<div id="attachment_3273" class="wp-caption aligncenter" style="width: 426px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/380f12faec.jpg"><img class=" wp-image-3273 " title="380f12faec" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/380f12faec.jpg" alt="" width="416" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Riesenmuscheln fallen vor allem durch ihre prächtigen Färbungen auf</p></div>
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<p>Die Riesenmuschel ist mittlerweile durch die Klimaerwärmung, Umweltverschmutzung und massenhaftes Absammeln, unter anderem als Touristen-Souvenir und für den Verzehr, vom Aussterben bedroht.</p>
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<h5>Röhrenwürmer</h5>
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<p>Es gibt gut 100 verschiedene Wurmarten alleine in einem Korallenstock, aber die wenigsten davon sind für Menschen leicht zu entdecken. Würmer haben viele Fressfeinde und diesen kaum etwas entgegen zu setzen. So bleiben sie so verborgen, wie möglich.</p>
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<div id="attachment_3274" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/85700e9645.jpg"><img class="size-medium wp-image-3274" title="85700e9645" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/85700e9645-300x183.jpg" alt="" width="300" height="183" /></a><p class="wp-caption-text">Spiral-Röhrenwürmer</p></div>
<p>Einige Würmer bilden aber eine Ausnahme. Vor allem die Röhrenwürmer gehören zu den auffälligen Wurmarten am Korallenriff. Sie haben oft prächtige Tentakelkronen, die auch tagsüber zu sehen sind. Die Würmer sind seßhaft, in der Regel fest verwachsen mit Steinkorallen und leben in einer Wohnhöhle aus Korallenkalk. Bei Gefahr ziehen sie sich vollständig in ihre Wohnhöhle zurück und schließen sie mit einem Deckel. Röhrenwürmer ernähren sich, indem sie mit ihren Tentakeln Plankton aus dem Wasser filtern.</p>
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<h5>Stachelhäuter</h5>
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<p>Zu den Stachelhäutern gehören z.B. die Seesterne, Seeigel, Seewalzen und Haarsterne. Sie sind in der Regel reine Bodenbewohner, die sich über die Ausdehnung kleiner Muskelschläuche (Ambulakralfüsschen) mehr oder weniger schnell fortbewegen können. Namensgebend sind die Stacheln, die gezielt bewegt werden können und in erster Linie dem Schutz dienen. Daneben können die Stacheln, je nach Tierart, aber z.B. auch Gift absondern, der Fortbewegung oder der Verankerung dienen, und sogar Sinnesorgane wie Lichtrezeptoren enthalten.</p>
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<h6>Seesterne</h6>
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<div id="attachment_3275" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/7efc32703e.jpg"><img class="size-medium wp-image-3275 " title="7efc32703e" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/7efc32703e-300x259.jpg" alt="" width="300" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Walzenseestern</p></div>
<p>Es gibt viele verschiedene Arten von Seesternen, die aber alle ähnlich aufgebaut sind. Ihr Körper besteht in der Regel aus 5 (oder einem vielfachen von 5) Segmenten, die alle einen eigenen Satz innere Organe aufweisen. Deshalb ist der Seestern so regenerationsfähig: verliert er einen Arm, beeinträchtigt ihn das nicht allzu sehr und er kann ihn in einfach wieder nachwachsen lassen. Manche Arten vermehren sich sogar, indem sie sich teilen und die Hälften sich jeweils zu neuen Seesternen regenerieren.</p>
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<p>Der Mund sitzt mittig unter dem Körper, der After gegenüberliegend auf dem Körper. Der Seestern frisst, indem er seinen Magen über die Beute stülpt und diese quasi außerhalb des eigentlichen Körpers verdaut. Die meisten Seesterne sind dabei Allesfresser, manche sind dagegen auf eine Nahrungsquelle spezialisiert, wie z.B. die Dornenkrone auf Korallenpolypen. Mit ihren kräftigen Saugnäpfen an den Armen können Seesterne sogar Muscheln öffnen. Daneben dienen die Saugnäpfe, die sich an ihren Röhrenfüßchen befinden, auch dem ertasten der Umwelt, der Fortbewegung und sogar der Atmung.</p>
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<div id="attachment_3276" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild12.jpg"><img class=" wp-image-3276  " title="Bild12" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild12.jpg" alt="" width="470" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Seesterne</p></div>
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<h6>Haarsterne</h6>
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<p>Haarsterne werden auch Federsterne genannt, beide Namen leiten sich von ihrem Äußeren ab. Wie die Seesterne bestehen sie in der Regel aus 5 (oder einem Vielfachen von 5) Segmenten und sind ähnlich regenerationsfähig. Tatsächlich haben die meisten Haarsterne sehr viele lange, fedrige Arme, mit denen sie Plankton aus dem Wasser fischen.</p>
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<div id="attachment_3277" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b68fd5f0b8.jpg"><img class="size-medium wp-image-3277" title="b68fd5f0b8" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/b68fd5f0b8-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">manche Haarsterne sind auch tagsüber aktiv</p></div>
<p>Die meisten Arten sind nachtaktiv und tagsüber kaum zu entdecken. Nachts klettern sie mit ihren winzigen Füßchen oder mit Hilfe spezialisierter Arme auf exponierte Standorte und strecken ihre Arme in die Wasserströmung. Die Arme tragen ebenfalls viele kleine Füßchen, die einen klebrigen Schleim absondern. Daran bleibt das Plankton hängen und wird anschließend über feine Wimperbewegungen zur Mundöffnung transportiert.</p>
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<p>Einige Arten bewegen sich sehr viel im Korallenriff, andere haben feste Standorte, von denen sie sich kaum entfernen. Für weitere Strecken laufen Haarsterne entweder auf ihren Armen oder nutzen die Arme zum schwimmen.</p>
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<p>Haarsterne bieten eine sichere Heimat für kleine Krebse, Garnelen und junge Fische. Diese Kleintiere sind oft nur schwer zu entdecken, da sie gut getarnt sind. Haarsterne selbst sind als Nahrung wenig attraktiv und oft auch giftig.</p>
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<h6>Seegurken</h6>
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<div id="attachment_3278" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/2aa061e228.jpg"><img class="size-medium wp-image-3278" title="2aa061e228" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/2aa061e228-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">die Strichelseewalze wird bis zu 50cm lang</p></div>
<p>Die Seegurken werden mittlerweile Seewalzen genannt, um ihnen keine Verwandtschaft mit Pflanzen zu unterstellen. Sie sind länglich und rundlich und sehen häufig wenig attraktiv aus. Die meisten Arten sind zudem giftig, um sich vor Fressfeinden zu schützen.</p>
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<p>Die meisten Seewalzen ernähren sich, indem sie beträchtliche Mengen an Sediment aufnehmen. Dieses durchsieben sie nach Fressbarem und scheiden den Rest wieder aus. So sind die Sandwürste, die man in Lagunen am Korallenriff häufig findet, Spuren von fressenden Seewalzen.</p>
<p>Einige Arten nehmen aber auch gezielt mit Hilfe von Tentakeln organische Partikel vom Boden auf oder filtern Plankton aus dem Wasser.</p>
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<p>Seewalzen leben oft mit Garnelen zusammen, die sich entweder gut getarnt auf ihrem Körper befinden oder sogar in den Eingeweiden der Seewalze wohnen.</p>
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<h6>Seeigel</h6>
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<p>Der Griffelseeigel ist ein weit verbreiteter, typischer Korallenbewohner. Er ist nach den langen, dicken Primärstacheln benannt, die früher zum Schreiben auf Schieferntafeln benutzt wurden. Die rote Farbe weist auf seine Nachtaktivität hin.</p>
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<p>Der Stecknadelkopfseeigel ist sehr giftig und sollte auf keinen Fall berührt werden. Er lebt von Algen und anderem Aufwuchs, den er nachts abweidet.</p>
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<div id="attachment_3279" class="wp-caption aligncenter" style="width: 498px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild13.jpg"><img class=" wp-image-3279  " title="Bild13" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild13.jpg" alt="" width="488" height="182" /></a><p class="wp-caption-text">links: Griffelseeigel, rechts: Stecknadelkopfseeigel</p></div>
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<p>zurück zur Übersicht: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">das Korallenriff</a></p>
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		<title>Leben und Überleben im Korallenriff</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 09:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Überlebensstrategien der Riffbewohner &#160; Am Korallenriff findet man die verschiedensten Lebewesen: Krebstiere wie die Putzergarnele, majestätische Rochen, giftige Steinfische, bunte Nacktschnecken, Schwärme von farbenfrohen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h5>Überlebensstrategien der Riffbewohner</h5>
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<p>Am Korallenriff findet man die verschiedensten Lebewesen: Krebstiere wie die Putzergarnele, majestätische Rochen, giftige Steinfische, bunte Nacktschnecken, Schwärme von farbenfrohen Riffbarschen, nesselnde Anemonen und viele mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3192" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/03fe488e8c.jpg"><img class="size-medium wp-image-3192" title="03fe488e8c" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/03fe488e8c-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Tabakfalterfische beim Fressen einer Qualle</p></div>
<p>Ein Teil von ihnen ist nachtaktiv, der andere Teil tagaktiv. Manche sind Räuber, einige Pflanzenfresser, viele ernähren sich auch von Plankton, das heißt pflanzlichen, bakteriellen und tierischen Kleinstlebewesen. Jeder versucht eine Nische für sich zu finden, um ausreichend Schutz und Nahrung zu haben. Bei der hohen Dichte an Lebewesen im Korallenriff gar nicht so einfach.</p>
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<p>So haben sich einige hoch spezialisiert auf bestimmte Beute, die sonst kaum jemand verwerten kann. Andere dagegen fressen einfach alles. Die Strategien, um Beute zu machen, bzw. nicht als Beute zu enden, sind vielfältig.</p>
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<p>Schwarmfische z.B. profitieren tagsüber davon, dass sie im Schwarm kaum angegriffen werden. Dies liegt vor allem daran, dass für Räuber kein Angriffspunkt, kein einzelnes Tier auszumachen ist. So setzen die Raubfische, die trotzdem angreifen, darauf, den Schwarm zu zersprengen und so einzelne Fische abzusondern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Verwirrungstaktik setzt auch der Tintenfisch. Bei Gefahr sondert er eine Tintenwolke ab, die dem Fressfeind vorgaukelt, die Beute zu sein, während der Tintenfisch schnell die Richtung wechselt und verschwindet.</p>
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<div id="attachment_3193" class="wp-caption aligncenter" style="width: 430px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/78787d1d3f.jpg"><img class=" wp-image-3193 " title="78787d1d3f" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/78787d1d3f.jpg" alt="" width="420" height="315" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Gelbstreifen-Füsiliere sind als Schwarm vor Räubern gut geschützt. Auch durch ihre Farben erscheinen sie als einzige große Masse für potentielle Räuber.</p></div>
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<p>Eine der wichtigsten Strategien ist jedoch die Tarnung, die sowohl vom Räuber, als auch vom Beutetier genutzt wird. Räuber imitieren z.B. Steine, Algen oder völlig friedliche Fische. Beutetiere verschmelzen mit ihrer Umgebung und imitieren wehrhafte Fische.<br />
Besondere Meister der Tarnung sind die Steinfische. Sie bilden nahezu perfekt einen algenbewachsenen Stein nach und lauern reglos auf Beute. Ähnlich macht es der Schaukelfisch. Er imitiert Seegräser, hat selbst die Form eines ausgefransten Blattes. Dazu schaukelt er in den Wellen, während er auf passenden Untergründen liegend auf Beute wartet. Er kann sich auf seinen Brustflossen langsam laufend vorwärts bewegen, wobei er ebenfalls die Schaukelbewegungen zeigt. Ist eine passende Beute nahe genug, reißt er sein riesiges Maul auf und saugt sie so ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3195" class="wp-caption aligncenter" style="width: 466px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild11.jpg"><img class=" wp-image-3195  " title="Bild1" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild11.jpg" alt="" width="456" height="172" /></a><p class="wp-caption-text">links: der Drachenkopf lauert gut getarnt.<br />rechts: der Schaukelfisch kann zwar auffallend bunt sein, imitiert so aber erfolgreich harmlose Pflanzen</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Andere Räuber tarnen sich, indem sie im Windschatten größerer friedlicher Fische mit schwimmen, um sich so unbemerkt ihrer Beute nähern zu können. Diese Taktik verwenden z.B. Trompetenfische. Diese können sogar bis zu einem gewissen Grad ihre Farbe entsprechend anpassen. Selbst Schnorchler oder Taucher werden gerne von Trompetenfischen als Tarnung verwendet.</p>
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<p>Eine besondere Taktik, um Beute zu machen, hat der Säbelzahnschleimfisch entwickelt. Er sieht fast genauso aus, wie ein Putzerfisch und führt sogar den Locktanz der Putzerfische durch, um Fische zu sich zu lotsen. Putzerfische befreien andere Fische von Parasiten, werden so auch von Raubfischen nicht angegriffen, sondern ihre Putzerdienste sind höchst willkommen. Der kleine Säbelzahnschleimfisch wird so als vermeintlicher Putzerfisch von vielen Fischen nah heran gelassen, beißt ihnen dann blitzschnell ein Stück Fleisch heraus und verschwindet wieder. Fische lernen aber schnell, genau hinzusehen. Ein zweites mal lassen sie sich nicht überraschen.</p>
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<div id="attachment_3197" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/fa272448cd.jpg"><img class="size-medium wp-image-3197" title="fa272448cd" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/fa272448cd-300x225.jpg" alt="Rochen im Korallenriff" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">die vielen &#8220;Augen&#8221; und der sandfarbene Körper des Blaupunktrochens, machen ihn für Feinde und für Beute schwer einschätzbar</p></div>
<p>Beutetiere nutzen ganz ähnliche Mechanismen. Sie imitieren über Farbe und Äußeres Gift-Fische oder werden über angepasste Färbung fast unsichtbar.</p>
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<p>Überhaupt spielt die Färbung der Fische eine sehr wichtige Rolle. Tagsüber sorgt eine bläuliche Färbung im offenen Meer für annähernde Unsichtbarkeit, nachts dagegen sind rote Fische nicht zu sehen. Manche potentiellen Beutetiere haben zudem Färbungen, die den Feind verwirren können, z.B. ein „aufgemaltes“ zusätzliches großes Paar Augen. Dabei sind auch „Vielaugen“ möglich, wie beim gepunkteten Kugelfisch.</p>
<p>Streifen oder Punkte in Umgebungsfarben helfen daneben auch dadurch, dass sie die Konturen des Fisches verschwimmen lassen. Ein Räuber kann so die Größe des Beutefisches kaum mehr abschätzen. Dies funktioniert besonders gut, wenn der Fisch langsam oder im Schwarm schwimmt. Wimpelfische z.B. nutzen diese Taktik.</p>
<p>Quallen und Glasfische sind dagegen durch die Abwesenheit von Farbe gut getarnt.</p>
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<div id="attachment_3200" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/98da65d10f.jpg"><img class="size-medium wp-image-3200" title="98da65d10f" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/98da65d10f-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Viele Falterfischarten sind territorial und leben paarweise. Artzugehörigkeit erkennen sie an der Farbe.</p></div>
<p>Durch die Farben wird daneben aber auch Artzugehörigkeit signalisiert. Zum einen werden so passende Partner gefunden, zum anderen hilft es aber auch beim einhalten von Reviergrenzen. Viele Fische sind sehr territorial sind und verteidigen ihr Revier gegen Artgenossen, da diese Rivalen um Nahrung, sichere Schlafplätze und Paarungspartner sind. So kommt es, dass viele Jungfische eine völlig andere Färbung haben, als im Erwachsenenalter. Dadurch können sie unbehelligt von ihren großen Artgenossen aufwachsen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manche Raubfische profitieren aber auch von der Ernährungsweise anderer Fische. Barben z.B. werden gerne von Stachelmakrelen und anderen kleineren Raubfischen begleitet. Barben durchwühlen den Meeresboden nach Kleinstlebewesen, indem sie den Sand durchsieben. Dabei scheuchen sie eine Reihe von Krebsen und kleinen Wirbellosen auf, die für die Räuber nun relativ leichte Beute sind.</p>
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<div id="attachment_3201" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/2fd097b1f0.jpg"><img class="size-medium wp-image-3201" title="2fd097b1f0" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/2fd097b1f0-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">der Doktorfisch täuscht durch die orange Farbe eine zweite Klinge am Kopf vor</p></div>
<p>Fische, die nicht auf Tarnung setzen, bedienen sich dagegen oft Giften oder Stacheln. Diese Fische signalisieren ihre Wehrhaftigkeit meist mit grellen Farben, die ihre Waffen auch gerne besonders betonen. Doktorfische haben z.B. scharfe Klingen an der Schwanzflosse, auf die sie potentielle Feinde durch leuchtende Farben aufmerksam machen. Im Falle eines Angriffs verteidigen sie sich mit heftig schlagender Schwanzflosse. Einige Doktorfische haben noch ein weiteres Paar Klingen am Kopf „aufgemalt“, um auch von vorne abzuschrecken.</p>
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<p>Seeigel sind durch ihre langen Stacheln sehr gut geschützt. Allerdings haben sich einige Fische trotzdem auf sie spezialisiert. So können Drückerfische Seeigel umpusten und dann von der weichen Unterseite her auffressen.</p>
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<p>Eine besondere Strategie haben Kugelfische: sie können sich bei Gefahr aufblasen, was sie eindrucksvoller aussehen lässt und für kleinere Räuber nur noch schwer angreifbar. Daneben führt das Verschlucken eines Kugelfisches oft zum ersticken des Räubers, da der Kugelfisch sich auch innerhalb des Fressfeindes aufpustet. Da den meisten Räubern dies bewusst ist, verzichten sie auf den Verzehr größerer Kugelfische.</p>
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<div id="attachment_3202" class="wp-caption aligncenter" style="width: 495px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild21.jpg"><img class=" wp-image-3202  " title="Bild2" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild21.jpg" alt="" width="485" height="181" /></a><p class="wp-caption-text">links: der Igelfisch kann sich aufblasen wie ein Kugelfisch und hat zudem noch Stacheln auf dem Körper verteilt. rechts: der Stachelrochen nutzt seinen langen Giftstachel nur zur Verteidigung</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben den Waffen, spielt das Gift sowohl bei Räubern als auch bei Gejagten eine wichtige Rolle. Vor allem viele niedere Lebewesen im Korallenriff sind giftig. Dazu gehören viele Korallen, Quallen, Schnecken und Schwämme. Sie verteidigen sich mittels des Gifts gegen Fressfeinde, betäuben ihre Beute oder bekämpfen Konkurrenten um ihren Standort im Korallenriff.</p>
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<div id="attachment_3204" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/98f4f56980.jpg"><img class=" wp-image-3204 " title="98f4f56980" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/98f4f56980-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">der harmlose Schlangenaal imitiert die hochgiftige Seeschlange</p></div>
<p>Auch viele Raubfische nutzen das Gift in erster Linie zur Verteidigung, nicht um Beute zu machen. Dazu gehören z.B. der hochgiftige Steinfisch, der Rotfeuerfisch oder Rochen. Seeschlangen oder die Giftpfeile schießende Kegelschnecke, nutzen dagegen ihr Gift aktiv um Beute zu töten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber nicht nur die giftigen Lebewesen selbst profitieren davon. So lebt der Anemonenfisch gut geschützt zwischen den nesselnden Tentakeln seiner Anemone.</p>
<p>Viele Nacktschnecken produzieren ebenfalls kein eigenes Gift, sondern profitieren von dem Gift der Schwämme. Die Schnecken selbst sind immun gegen das Gift, fressen die Schwämme und werden selber giftig.</p>
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<p>Daneben imitieren Beutetiere auch gerne giftige oder wehrhafte Fische. So färbt der Schlangenaal sich wie die hochgiftige Seeschlange. Einige Feilenfische ahmen Kugelfische nach, die junge Harlekin-Süßlippe ahmt giftige Nacktschnecken nach.</p>
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<div id="attachment_3207" class="wp-caption aligncenter" style="width: 507px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild31.jpg"><img class=" wp-image-3207  " title="Bild3" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild31.jpg" alt="" width="497" height="185" /></a><p class="wp-caption-text">links: Nacktschnecken sind meist sehr giftig und zeigen dies durch grelle Farben.<br />rechts: Anemonenfische sind durch ihre nesselnde Anemone geschützt. Sie selbst sind gegen das Anemonen-Gift imun</p></div>
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<h6>Putzstationen am Korallenriff</h6>
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<p>Einige Tiere haben sich darauf spezialisiert, andere Fische von Parasiten zu befreien. Daneben helfen sie auch bei der Wundheilung, indem sie lose, abgestorbene Hautpartikel und Schleim entfernen. Zu den Putzern gehören verschiedene kleine Fischarten, z.B. der bekannte Putzer-Lippfisch oder manche Grundel-Arten, sowie einige Garnelen.</p>
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<div id="attachment_3210" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/HornhechtPutzerfisch.jpg"><img class="size-medium wp-image-3210" title="HornhechtPutzerfisch" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/HornhechtPutzerfisch-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Hornhecht mit kleinem Putzerlippfisch</p></div>
<p>Viele dieser Putzer betreiben feste Putz-Stationen im Korallenriff. Hier signalisieren sie über bestimmte Bewegungen und ihr Erscheinungsbild die Bereitschaft, ihre Dienste zu Verfügung zu stellen.</p>
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<p>Die meisten größeren Riffbewohner besuchen regelmäßig Putzerstationen. Dazu gehören auch Raubfische wie Muränen oder Zackenbarsche. Sie warten vor Putzerstationen friedlich, bis sie an der Reihe sind und kämen nie auf die Idee, den kleinen Putzer zu fressen. Im Gegenteil, sie halten völlig still, spreizen die Flossen ab und öffnen ihr Maul, um auch dieses säubern zu lassen.</p>
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<p>Einige Putzer sind ohne feste Station unterwegs und bedienen die „Kunden“, die sich nicht ins Korallenriff herein trauen oder ihren sicheren Standort im Riff nicht verlassen möchten. Die Putzer selbst profitieren, indem sie so ihre Nahrung erhalten und im Rahmen ihrer Dienste die Sicherheit haben, nicht gefressen zu werden.</p>
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<div id="attachment_3211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 519px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild41.jpg"><img class=" wp-image-3211  " title="Bild4" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild41.jpg" alt="" width="509" height="189" /></a><p class="wp-caption-text">links: auch Scherengarnelen betätigen sich oft als Putzer.<br />rechts: dieser Kugelfisch lässt sich gerade von einem Putzerfisch die Kiemen säubern</p></div>
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<h5>Das Korallenriff bei Nacht</h5>
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<p>Etwa 75% der Fische sind tagaktiv, die meisten niederen Tiere dagegen nachtaktiv. Besonders eindrucksvoll bei Nacht sind die Polypen der Steinkorallen, die nun überall zum Vorschein kommen und den Eindruck eines Blumenmeeres vermitteln. Die Polypen warten auf die Nacht, da nun große Mengen an Kleinstlebewesen aus der Tiefe des Ozeans aufsteigen, die den Polypen als Nahrung dienen. Die meisten Fressfeinde der Polypen schlafen dagegen nun.</p>
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<div id="attachment_3212" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/9ac8cb503b.jpg"><img class="size-medium wp-image-3212" title="Korallenriff bei Nacht" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/9ac8cb503b-225x300.jpg" alt="Korallenriff bei Nacht" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Korallenriff bei Nacht</p></div>
<p>Auch Federsterne, viele Garnelen, Krebse, Langusten und Schnecken sind nachtaktiv, jagen jetzt oder weiden die Korallenblöcke ab. Daneben sind auch Kleinfische wie z.B. Beilbäuche unterwegs. Fisch-Schwärme sieht man nachts selten. Der Schwarm profitiert tagsüber von seiner Optik, der Feind sieht nur eine diffuse Masse. Nachts ist dieser Effekt kaum effektiv.</p>
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<p>Nachtaktive Fische sind z.B. die Soldaten- und Husarenfische, Stachelmakrelen, Muränen und Rotfeuerfische. Viele Nachtjäger haben sehr große spezialisierte Augen, um auch im Dämmerlicht noch sehen zu können. Daneben sind sie häufig rot, da das Rot nachts nicht zu sehen ist. Ein flacher Körperbau trägt dazu bei, dass sie möglichst wenig Biolumineszenz verursachen. Wolken von lumineszierenden Kleinstlebewesen sind nachts unterwegs, die bei Berührung aufleuchten.</p>
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<p>Viele tagaktive Fische wechseln nachts die Farbe, verschmelzen so mit dem Hintergrund oder werden rötlich. Sie verkriechen sich in Spalten und sind möglichst regungslos. Daneben haben einige Fische auch ganz besondere Verteidigungsmechanismen entwickelt. Drückerfische z.B. klemmen sich über 2 Dorne am Körper zwischen den Korallen fest, so dass Fressfeinde sie nicht heraus ziehen können. Einige Papageifische hüllen sich in eine Schleimschicht ein, die vermutlich ihren Geruch überdeckt, so dass sie geschützter vor Fressfeinden sind.</p>
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<div id="attachment_3213" class="wp-caption aligncenter" style="width: 485px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild51.jpg"><img class=" wp-image-3213   " title="Bild5" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild51.jpg" alt="" width="475" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">typische Jäger der Nacht: Großschuppensoldaten (links) und Rotfeuerfische (rechts)</p></div>
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<h5>Die Sinnesorgane der Fische</h5>
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<p>Das Sonnenlicht wird im Wasser mit zunehmender Tiefe rasch schwächer. Ab etwa 15 Metern Wassertiefe sind beispielsweise die Gelb-, Orange- und Rottöne schon fast völlig heraus gefiltert. Bei klarem Wasser dringen Reste des Sonnenlichts mehrere Hundert Meter tief, das menschliche Auge nimmt aber in diesen Tiefen nur noch Schwärze wahr.</p>
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<div id="attachment_3215" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/bc0bc7ed5e.jpg"><img class="size-medium wp-image-3215" title="bc0bc7ed5e" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/bc0bc7ed5e-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Muränen orientieren sich bei der Suche nach Beute hauptsächlich über ihre Nase</p></div>
<p>Einige Fische haben hoch spezialisierte Augen, mit denen sie noch den letzten Rest Licht auffangen können und so z.B. nachts, bzw. in mittleren Wassertiefen, erfolgreich jagen können. Die besten Seh-Spezialisten nehmen noch bei gut 1000 Meter Wassertiefe ein Restlicht wahr. Doch bei den meisten Fischen, die nicht ausschließlich in sehr flachem Wasser leben, spielen die Augen zur Sinneswahrnehmung nur eine geringe Rolle. Ebenfalls können nur die Flachwasserarten farbig sehen.</p>
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<p>Hoch entwickelt ist dagegen bei vielen Fischen der Geruchssinn und teils auch der Hörsinn. Muränen und Haie beispielsweise verlassen sich beim Jagen sehr auf ihre Nase und Lachse können durch den Ozean der Geruchsspur ihres Heimatflusses folgen, um in diesem schließlich zu laichen.</p>
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<p>Der Geruchssinn ist eng verbunden mit dem Geschmackssinn, über den schon auf eine gewisse Distanz die Fressbarkeit einer potentiellen Beute geprüft werden kann. Viele Tiere, z.B. Schwämme und Blumentiere, aber auch einige Fische, scheiden geringe Mengen an giftiger oder übelschmeckender Substanz aus, um Fressfeinde vorzuwarnen. Einige Papageifische dagegen hüllen sich nachts zum Schlafen in eine schleimige „Geruchsbarriere“ ein, um von Fressfeinden nicht wahrgenommen werden zu können.</p>
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<div id="attachment_3216" class="wp-caption aligncenter" style="width: 447px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/10832417b1.jpg"><img class=" wp-image-3216   " title="10832417b1" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/10832417b1.jpg" alt="" width="437" height="329" /></a><p class="wp-caption-text">Schwarmfische koordinieren ihre Bewegungen mit Hilfe des Seitenlinienorgans</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schallwellen breiten sich im Wasser schneller aus, als in der Luft und können theoretisch über weite Entfernungen weiter gegeben werden. Praktisch werden durch die Wasserbewegungen die Schallwellen jedoch mehr oder weniger stark verzerrt. So wird die Orientierung über Schall unter Wasser vor allem über kürzere Distanzen genutzt. Schall, und damit allgemein Bewegungen, Strömungen und Druckveränderungen des Wassers, werden bei Fischen über das Innenohr, vor allem aber über Seitenlinienorgan wahrgenommen. Dieses spezielle Sinnesorgan gibt es nur bei Wasserbewohnern, es ist der Tastsinn der Fische. Das funktioniert so fein, dass auch hierüber eine Orientierung, ein abschätzen von Entfernungen und die Ortung von Beute und Feinden stattfinden kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei manchen Fischen haben sich zusätzlich Elektrorezeptoren entwickelt, mit denen sie sich am Magnetfeld der Erde orientieren können. Einige Fische, der Nilhecht z.B., sind zusätzlich in der Lage, elektrische Felder zu erzeugen, über die sie Hindernisse, Feinde oder Beute wahrnehmen können. Das elektrische Feld verformt sich in Anhängigkeit von der Substanz, auf das es trifft. So können diese Fische mittels des elektrischen Feldes sogar feststellen, was genau sich da gerade in ihrer Nähe befindet.</p>
<p>Knorpelfische wie Haie und Rochen dagegen besitzen die einzigartige Fähigkeit, die schwachen elektrischen Felder wahrzunehmen, die andere Tiere durch Muskelkontraktion, Herzschlag oder Gehirnaktivität erzeugen.</p>
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<div id="attachment_3217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 490px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild61.jpg"><img class=" wp-image-3217  " title="Bild6" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Bild61.jpg" alt="" width="480" height="178" /></a><p class="wp-caption-text">links: Zitterrochen können so starke elektrische Felder erzeugen, dass sie sich hierüber verteidigen oder Beute betäuben können.<br />rechts: Haie nehmen über Elektrorezeptoren Beutetiere wahr</p></div>
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		<title>Korallen &#8211; Landschaftsarchitekten im Korallenriff</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 09:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wildtiere]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Steinkorallen &#160; Das Grundgerüst des Riffs ist lebendig. Die großen Korallenblöcke der riffbildenden Steinkorallen sind Kolonien aus Tausenden kleinen Lebewesen, den Korallen-Polypen. Diese gehören, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<h5>Steinkorallen</h5>
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<p>Das Grundgerüst des Riffs ist lebendig. Die großen Korallenblöcke der riffbildenden Steinkorallen sind Kolonien aus Tausenden kleinen Lebewesen, den Korallen-Polypen. Diese gehören, wie die die Quallen und Anemonen, zu den Nesseltieren. Ihr Aufbau ist relativ einfach: ein zentraler Hohlraum, der als Magen dient, 6 oder mehr meist nesselnde Tentakel zum Beutefang und zur Verteidigung, und eine Fußscheibe. Letztere scheidet bei den Steinkorallen das Kalk aus und sorgt so für den Aufbau des schützenden, außerhalb des Polypen liegenden Kalkskeletts.<br />
Die einzelnen Polypen stehen bei vielen Korallen-Arten in Kontakt zueinander, tauschen Reize und Nährstoffe aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3164" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/35bc57b62d.jpg"><img class="size-medium wp-image-3164" title="35bc57b62d" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/35bc57b62d-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">bunte Steinkorallen</p></div>
<p>Bei den Riff-bildenden Steinkorallenarten leben Unmengen kleiner einzelliger Algen in Symbiose mit den Polypen. Die Algen helfen bei der Kalkbildung und tragen zur Nährstoffversorgung der Polypen bei. Als Gegenleistung erhalten sie Schutz und CO2 sowie „Dünger“, die Ausscheidungen der Korallen. Die Polypen ernähren sich tatsächlich in erster Linie von dem, was sie von den Algen bekommen, daneben auch von Plankton.</p>
<p>Um Plankton zu fangen, kommen sie ein Stück weit aus ihren Kalkschalen und gehen mit ihren Tentakeln auf Beutefang. Oft haben sie hoch spezialisierte Zellen an ihren Tentakeln, die Nesselzellen. Bei Berührung explodieren diese, was je nach Korallenart, z.B. Gifte, Mini-Harpunen oder Klebefäden hervor schießen lässt. Mit diesen wird die Beute gelähmt und anschließend zur Mundöffnung transportiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3166" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/9289fc55ff.jpg"><img class="size-medium wp-image-3166" title="9289fc55ff" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/9289fc55ff-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Polypen der Roten Zäpchenkoralle</p></div>
<p>Die meisten Polypen bleiben tagsüber sicher in ihrem Kalkskelett und strecken nur nachts zum Beutefang ihre Tentakeln aus. Zum einen schlafen nachts die Falterfische und andere Polypen-Fresser, zum anderen steigen in der Nacht Unmengen von Kleinstlebewesen aus der Tiefe auf, die den Korallen-Polypen als Nahrung dienen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige Korallen wehren sich über die Nesselzellen auch gegen Korallen-Nachbarn, die ihnen den begrenzten Platz im Riff streitig machen. Viele Korallen können daneben auch beim Menschen schmerzhafte Verletzungen hervorrufen.</p>
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<p>Korallenstöcke wachsen, indem sich die Polypen teilen und jeweils neue Kalkgefäße bauen. Diese ungeschlechtliche Vermehrung führt bei den Steinkorallen nur zu einem sehr langsamen Wachstum. Manche Korallen wachsen bis zu 15cm im Jahr, die meisten aber nur 1-4 Zentimeter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3167" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3e37d853c3.jpg"><img class="size-medium wp-image-3167" title="3e37d853c3" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/3e37d853c3-300x289.jpg" alt="Korallen im Roten Meer" width="300" height="289" /></a><p class="wp-caption-text">Hirn-Koralle und violette Finger-Koralle</p></div>
<p>Neben der Teilung gibt es auch noch die geschlechtliche Vermehrung, die zur Bildung einer neuen Korallenkolonie an anderer Stelle im Riff führen kann. An bestimmten Tagen im Jahr, gesteuert durch die Mondphasen, geben alle Polypen zur gleichen Zeit ihre Geschlechtszellen ab. Teils findet die Befruchtung innerhalb der Polypen statt, bei den meisten Arten jedoch im freien Wasser. So entstehen kleine Polypen-Larven, Planula-Larven genannt. Diese haben weiche Wimpern rund um den Körper, mit den sie schwimmen können. Oft lassen sie sich aber auch einfach mit der Strömung treiben. Nach einiger Zeit lässt sich die Larve auf einem festen Untergrund nieder, differenziert sich zum Polypen aus und beginnt mit dem Bau der ersten Kalkhülle. Nun pflanzt sie sich durch Teilung fort, so dass langsam die große Steinkorallen-Kolonie entsteht.</p>
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<h5>Weichkorallen</h5>
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<div id="attachment_3168" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/5d89847588.jpg"><img class="size-medium wp-image-3168" title="5d89847588" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/5d89847588-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Riffbarsche vor Weichkorallen und Seeanemonen</p></div>
<p>Weichkorallen sind nur entfernt mit den Steinkorallen verwandt, gehören aber auch zu den Nesseltieren. Auch sie bestehen aus großen Kolonien kleiner Polypen, die einen ähnlichen Aufbau wie die der Steinkorallen haben. Der große Unterschied besteht darin, dass Weichkorallen kein äußeres Kalkskelett bilden. Einige lagern allerdings im Inneren Kalknadeln ab, die der Stabilisierung dienen. Da Weichkorallen die äußere Schutzschicht fehlt, sind die meisten stark nesselnd oder giftig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weichkorallen gibt es überall im Meer, auch im Kaltwasser und in der Tiefsee. Die Flachwasserarten leben, wie die Steinkorallen, meist in Symbiose mit einzelligen Algen.</p>
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<h5>See-Anemonen</h5>
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<div id="attachment_3169" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ac113e0e39.jpg"><img class="size-medium wp-image-3169" title="ac113e0e39" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/ac113e0e39-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Rotmeer-Clownsfisch in seiner Anemone</p></div>
<p>Seeanemonen bestehen nicht aus vielen, kleinen Polypen, sondern es handelt sich um einen einzigen mehrzelligen Organismus. Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Seeanemonen, die in allen Meeren, im Kalt- und im Warmwasser sowie in der Tiefsee vorkommen. Sie haben kein Skelett, besitzen einen zentralen Verdauungshohlraum, viele Tentakel und einen muskulösen Fuß. Mit diesem können sie sich sogar langsam vorwärts bewegen, wozu Korallen nicht in der Lage sind. In der Regel bleiben sie aber einem Standort, wenn dieser sich erst einmal als sicher und nahrungsreich erwiesen hat.</p>
<p>Große Seeanemonen fangen teils kleine Fische mit den Tentakeln, andere ernähren sich von kleinen Wirbellosen und Plankton. Die Flachwasserarten unter den Seeanemonen werden wie die Flachwasser-Korallen in erster Linie durch symbiontische Algen ernährt.</p>
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<p>zurück zur Übersicht: das <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/wildtiere/korallenriff/">Korallenriff</a></p>
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		<title>Das Leben im Korallenriff</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2012 09:01:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[das Leben im Korallenriff]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Das tropische Korallenriff ist nach dem tropischen Regenwald der artenreichste und am dichtesten besiedelte Lebensraum der Erde. Das Grundgerüst des Riffs besteht aus Steinkorallen, die Schutz, Nahrung und Siedlungsfläche für Unmengen an Krebstieren, Würmern, Seeigeln, Schnecken, Fischen und Schwämmen bieten. Riffe sind daneben auch die Kinderstube vieler Fische, die hier Schutz finden, bis sie groß sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_3152" class="wp-caption aligncenter" style="width: 442px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/920d9db879.jpg"><img class=" wp-image-3152  " title="920d9db879" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/920d9db879.jpg" alt="Korallenriff im Roten Meer" width="432" height="324" /></a><p class="wp-caption-text">Korallenriff im Roten Meer</p></div>
<p>Die tropischen Riff-Korallen können nur bei sehr konstanten Wassertemperaturen existieren, die bestenfalls das ganze Jahr über um 25 Grad liegen. Diese Bedingungen sind etwa im Bereich zwischen 30 Grad nördlicher Breite und 30 Grad südlicher Breite um den Äquator herum gegeben. Unter 18 Grad und über 30 Grad Celsius Wassertemperatur sterben die Korallen ab. Somit gefährdet unter anderem auch die Erderwärmung sowie Verschiebungen von Meeresströmungen die Korallenriffe.</p>
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<div id="attachment_3156" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Reef_building_corals_gemeinfrei.jpg"><img class="size-medium wp-image-3156" title="Reef" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Reef_building_corals_gemeinfrei-300x150.jpg" alt="" width="300" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">in rot: Verteilung der Korallenriffe in der Welt</p></div>
<p>Riff-bildende Steinkorallen leben meist in Symbiose mit einzelligen Algen, den Zooxanthellen. Diese sind für die Photosynthese auf Licht angewiesen, so dass Riffe nur in klarem Wasser dicht an der Oberfläche entstehen können. Damit sich Steinkorallen ansiedeln können, bedarf es außerdem eines festen Untergrundes, also z.B. Felsen, keinen Sand.</p>
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<p>Korallenriffe können über die Jahrhunderte hinweg beachtliche Ausmaße erreichen. Bei den Malediven sind die Riffe teils über 2km hoch und das Great Barrier Reef vor Australien erstreckt sich über eine Länge von über 2300 Kilometern. Umso beeindruckender sind diese Naturwunder wenn man bedenkt, dass Korallen nur wenige Zentimeter pro Jahr wachsen und nur unter ganz bestimmten Bedingungen existieren können.</p>
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<div id="attachment_3157" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c49b817aa2.jpg"><img class="size-medium wp-image-3157" title="c49b817aa2" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/c49b817aa2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">künstliches Korallenriff als Tauch-Attraktion</p></div>
<p>Mittlerweile sind allerdings viele Riffe stark bedroht. So hat z.B. ein El Nino (das ist eine kurzfristige Veränderung der Meeresströmung) im Jahr 1998 den Großteil der Steinkorallen der Malediven absterben lassen. Es wird Jahrzente bis Jahrhunderte dauern, bis dort die Riffe wieder aussehen wie vor dem El Nino. Vorausgesetzt, die Bedingungen bleiben ab jetzt optimal.</p>
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<p>Aber nicht nur in den Malediven leiden die Riffe und sterben ab. Man spricht hierbei von „Korallenbleiche“: bei Stress (z.B. warme Strömungsphänomene, Verschmutzung, Süß- oder Schmutzwassereintrag), stoßen die Korallen ihre Algen-Symbionten ab, verlieren damit ihre Farbe und sterben schließlich.</p>
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<p>Daneben trägt Dynamit-Fischen, Zyanid-Fischen, Fischen mit Schleppnetzen und Umweltverschmutzung zur Zerstörung und einem stetigen Rückgang der Riffe bei. In einigen Ländern werden die Korallen auch direkt abgebaut und das Kalk als Baumaterial verwendet. Taucher, Schnorchler und die Anker von Tauch- und Ausflugsbooten zerstören ungewollt ebenfalls viel. Die Abwässer von Hotelanlagen sowie Sedimente künstlich angelegter Grüngebiete, wie z.B. Golfplätze, legen einen Dreck-Schleier über das Riff, der alles Leben langsam erstickt. Vor allem sehr seltene oder sehr schöne Korallen werden daneben auch für Meerwasseraquarien abgesammelt. Gleiches gilt für &#8220;besondere&#8221; Fische. Ein weiteres großes Problem in der Zukunft ist das Absinken des pH-Wertes der Meere durch die Anreicherung von CO2 in der Luft. Das Kalk wird dadurch zersetzt, bzw. kann nur noch schwer gebildet werden. Auch Muscheln und viele andere Meerestiere werden durch diese Ansäuerung beeinträchtigt.</p>
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<div id="attachment_3158" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/78e36a4806.jpg"><img class=" wp-image-3158 " title="78e36a4806" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/78e36a4806-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">giftig-bunte Nacktschnecke</p></div>
<p><a title="Landschaftsarchitekten im Riff" href="https://www.tierfreund.de/landschaftsarchitekten-im-riff/">Landschaftsarchitekten im Riff</a></p>
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<p><a title="Leben und Überleben im Riff" href="https://www.tierfreund.de/leben-und-uberleben-im-riff/">Leben und Überleben im Korallenriff</a></p>
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<p><a title="Invertebraten im Riff" href="https://www.tierfreund.de/invertebraten-im-riff/">Weichtiere, Stachelhäuter und Krebse</a></p>
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<p><a title="Knorpelfische: Haie und Rochen" href="https://www.tierfreund.de/knorpelfische-haie-und-rochen/">Knorpelfische: Haie und Rochen</a></p>
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<p><a title="die große Vielfalt der Barschartigen" href="https://www.tierfreund.de/die-grose-vielfalt-der-barschartigen/">die große Vielfalt der Barschartigen</a></p>
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<p><a title="Panzerwangen: Feuerfisch, Drachenkopf und Co" href="https://www.tierfreund.de/panzerwangen-feuerfisch-drachenkopf-und-co/">Panzerwangen: Feuerfisch, Drachenkopf und Co</a></p>
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<p><a title="Kugel-, Igel- und Drückerfische" href="https://www.tierfreund.de/kugel-igel-und-druckerfische/">Kugel-, Igel- und Drückerfische</a></p>
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<p><a title="weitere Knochenfische im Riff: Seepferdchen, Muränen, Flundern und Co" href="https://www.tierfreund.de/weitere-knochenfische-im-riff-seepferdchen-muranen-flundern-und-co/">weitere Knochenfische im Riff: Muränen, Flundern, Seepferdchen und Co</a></p>
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