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	<title>Tierfreund &#187; Verhalten</title>
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		<title>Das Pferd als Fluchttier</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 14:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
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		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Südpferde-Typen haben in der Regel eine größere Fluchtdistanz als Nordpferde-Typen ( Pferdetypen ), aber für alle Pferde gilt, dass Flucht die erste Option bei [...]]]></description>
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<p>Südpferde-Typen haben in der Regel eine größere Fluchtdistanz als Nordpferde-Typen ( <a title="die Geschichte der Hauspferde" href="https://www.tierfreund.de/die-geschichte-der-hauspferde/">Pferdetypen</a> ), aber für alle Pferde gilt, dass Flucht die erste Option bei Gefahr ist. Voraussetzung für Fluchttiere ist das frühe Wahrnehmen von potentieller Gefahr und die schnelle Reaktion darauf. So müssen Pferde behutsam an z.B. Straßenverkehr, Hunde, laute Geräusche u.s.w. gewöhnt werden, damit sie diese eben nicht mehr als potentielle Gefahr ansehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_712" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Hans-Splinter-kb.jpg"><img class="size-medium wp-image-712 " title="Foto: Hans Splinter/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Hans-Splinter-kb-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/archeon/180959182/in/set-417849/" target="_blank">Foto: Hans Splinter/flickr</a></p></div>
<p>Bei Pferden sind die Augen seitlich am Kopf angesetzt, was typisch für Fluchttiere ist. So können sie einen sehr weiten Bereich überblicken, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Auf plötzliche schemenhafte Bewegungen von der Seite reagieren sie instinktiv mit Flucht. Dies ist durch Umweltsicherheitstraining und viel Vertrauen in den Reiter zu verbessern, aber nicht umsonst tragen Kutschpferde Scheuklappen. Diese Grundreaktion ist in jedem Pferd verankert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pferde haben annähernd Rundumsicht, aber eben nicht ganz. Nähert man sich gerade von hinten dem Pferd, wird es einen nicht wahrnehmen können, was schmerzhafte Folgen haben kann, wenn es dann in Panik zutritt. So muss man es bei Annäherung von hinten früh genug freundlich ansprechen.<br />
Vor allem bei breitem Kopf und sehr seitlich angesetzten Augen, ergibt sich auch direkt vor dem Pferd ein toter Winkel. Dies kann dazu führen, dass solche Pferde öfter mal erschrecken, wenn „plötzlich“ etwas vor ihnen auftaucht und auch das Einschätzen von Hindernissen wird schwieriger.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_713" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/longhorndave.jpg"><img class="size-medium wp-image-713 " title="Foto: longhorndave/flickr, aufmerksam beim Grasen" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/longhorndave-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/davidw/2231796348/" target="_blank">Foto: longhorndave/flickr</a>, aufmerksam beim Grasen</p></div>
<p>Ähnlich verhält es sich mit potentiell gefährlichen Geräuschen oder Gerüchen. Da Pferde leisere und auch höhere Töne wahrnehmen, als der Mensch, ist dem Pferdehalter nicht unbedingt immer klar, wovor das Pferd gerade zurück schreckt. Zudem sind die Geräusche, die ein Mensch als normal empfindet und „überhört“, für Pferde durchaus wichtig. Ein Schleifen eines Seils über den Boden könnte eine Schlange sein, das Knacken von Ästchen ein Säbelzahntiger. Wenn das Pferd ein potentiell gefährliches Geräusch wahrnimmt, richtet es Ohren und Kopf darauf aus und versucht es genauer zu bestimmen. Im Zweifelsfall wird es flüchten, wobei sich die Ohren nach hinten, weiter in Richtung des Geräusches drehen. Dabei orientieren sich Pferde auch an ihren Gruppenmitgliedern. Startet ein Pferd durch, werden ihm die anderen ziemlich sicher folgen, auch wenn sie selbst die „Gefahr“ noch nicht bemerkt haben. Dabei unterscheiden Pferde aber durchaus, ob ein ranghohes, erfahrenes Tier die Flucht einleitet oder z.B. ein ungestümer Jährling. So hilft es einem unsicheren jungen Pferd sehr, wenn bei ersten Ausritten (oder Spazieren führen zur Umweltgewöhnung) ein sehr souveränes, älteres Tier dabei ist, an dem sich orientiert werden kann und das Sicherheit vermittelt. Ebenso kann ein Pferd lernen, seinem Menschen die Führung und Einschätzung von möglichen Gefahren anzuvertrauen. Das Pferd durch Strafe und Gewalt durch die Situation zu zwingen, ist weniger zu empfehlen. Es kann nicht Ziel sein, dass das Pferd mehr Angst vor seinem Menschen hat, als vor dem potentiellen Säbelzahntiger. Souveränität und Ruhe sind die Zauberworte und selbstbewusst seinen Weg gehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_716" class="wp-caption aligncenter" style="width: 476px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Justyna-Furmanczyk-sxc-2.jpg"><img class="size-full wp-image-716 " title="Foto: Justyna Furmanczyk/sxc.hu" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Justyna-Furmanczyk-sxc-2.jpg" alt="" width="466" height="245" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.sxc.hu/photo/582393" target="_blank">Foto: Justyna Furmanczyk/sxc.hu</a></p></div>
<p>Sehr schreckhaften Tieren kann man immer mal wieder neue Gegenstände mitbringen, die sie dann in Ruhe in ihrem eigenen Tempo im Paddock oder auf der Weide, also in sicherer, vertrauter Umgebung, untersuchen können. Auch die vertraute Herde vermittelt Sicherheit, in der Gemeinschaft lassen sich neue Erfahrungen leichter machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_718" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/jramspott.jpg"><img class="size-medium wp-image-718 " title="Foto: jramspott/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/jramspott-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/13207451@N00/4872105631" target="_blank">Foto: jramspott/flickr</a></p></div>
<p>Pferde haben ein sehr großes Sicherheitsbedürfnis. Sicherheit wird geschaffen durch Berechenbarkeit, Gewöhnung an Umweltreize, abwechslungsreiche Haltung mit vielen Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln und auch die Möglichkeit, sich frei bewegen und sozial interagieren zu können. Pferde wollen sich dabei mit ihrer Umwelt auseinandersetzen, sind neugierig und wollen lernen. Das macht evolutionsbiologisch durchaus Sinn, jede unnötige Flucht verbraucht ohne Not wichtige Energiereserven. Deshalb nähern sich Pferde häufig nach einer kurzen Flucht wieder dem Auslöser, um diesen besser einschätzen zu lernen. Die Reaktion zwischen Flucht und Erkundung hängt allerdings auch von den Lichtverhältnissen ab: im Dunkeln oder in der Dämmerung sind Pferde sehr viel vorsichtiger, als bei Tageslicht. Auch die Vertrautheit der Umgebung spielt eine Rolle, weshalb man Pferde am besten dort mit Neuem konfrontiert, wo sie sich wohl fühlen. So sind Pferde, die ja ursprünglich aus der relativ abwechslungsarmen Steppe stammen, auch gut an das Leben mit dem Menschen in der Stadt zu gewöhnen. Wichtig ist eine langsame Gewöhnung und dem Pferd die Chance zu geben, in seinem Tempo Erfahrungen zu sammeln.</p>
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		<title>Das Pferd als Lauftier</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 13:56:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Beim normalen Grasen bewegen sich Pferde etwa 12-15 Stunden am Tag und legen dabei rund 30km im Schritt zurück. Ein Pferd den ganzen Tag [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_703" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Christine-und-David-Schmitt.jpg"><img class="size-medium wp-image-703 " title="Foto: Christine und David Schmitt/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Christine-und-David-Schmitt-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/cheesy42/3368023158/in/set-72157615243737533/" target="_blank">Foto: Christine und David Schmitt/flickr</a></p></div>
<p>Beim normalen Grasen bewegen sich Pferde etwa 12-15 Stunden am Tag und legen dabei rund 30km im Schritt zurück. Ein Pferd den ganzen Tag in einer engen Box zu halten und nur zum Reiten rauszuholen ist daher keinesfalls artgerecht. Zudem trägt die gleichmäßige Bewegung über den Tag verteilt zur Gymnastizierung bei, fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Längeres Stillstehen dagegen rostet ein und verspannt die Muskulatur des Pferdes, die darauf nicht ausgelegt ist. Der soziale Kontakt zu Artgenossen auf der Weide, auch einfach „nur“ das beieinander stehen ohne störende Gitterstäbe, senkt zudem den Stress und sorgt für Wohlbefinden. Pferde, die sich dauerhaft zu wenig beschäftigen können und Langeweile haben, entwickeln z.T. schwere Verhaltensstörungen, wie Dauerscharren, Koppen (Luftverschlucken) oder Weben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_704" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/tayohorse3-sxc-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-704 " title="Foto: tayohorse3/sxc.hu" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/tayohorse3-sxc-3-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.sxc.hu/photo/1213061" target="_blank">Foto: tayohorse/sxc.hu</a></p></div>
<p>Pferde sind vor allem sehr Spurtstark, die Ausdauer bei höherem Tempo ist dagegen zum einen Typabhängig, zum anderen abhängig vom Trainingszustand. Auf Spurtstrecken sind bei einigen Rassen Geschwindigkeiten bis 70km/h möglich. Auf einem Distanzritt von 30 Kilometern schafft ein normal trainiertes, gesundes Tier eine Durchschnittsgeschwindigkeit von etwa 12km/h im Ausdauertrab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Feste Reviere haben Pferde in der Natur nicht. Sie passen sich dem Nahrungsangebot an und wandern weiter, wenn die Nahrung aufgebraucht ist, die Gegend zu unsicher wird oder die Wasserquelle versiegt. Dennoch haben Pferde momentane Reviere, die in der Natur auch gegen andere Pferdeherden verteidigt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_707" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Ali-Taylor-dartmoor-sxc.jpg"><img class="size-medium wp-image-707 " title="Foto: Ali Taylor/sxc.hu, Dartmoor Ponys" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Ali-Taylor-dartmoor-sxc-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.sxc.hu/photo/1147113" target="_blank">Foto: Ali Taylor/sxc.hu</a>, Dartmoor Ponys</p></div>
<p>Pferde sind weltweit verbreitet, in vielen verschiedenen Klimaregionen, in karger Steppenlandschaft, feucht-warmem Klima, im Gebirge und in eisigen Tundren. Das zeigt, wie gut sich Pferde auf verschiedene klimatische Bedingungen einstellen können und wie sehr sie auch zur Thermoregulation fähig sind. So können sie, im Gegensatz zu z.B. Hund und Katze, am ganzen Körper Schweiß absondern, um sich zu kühlen. Im Winter dagegen bekommen sie nicht nur ein Winterfell: wenn Pferde frieren, wird die Durchblutung der Muskeln angeregt und dort Stoffwechselenergie in Wärme umgesetzt. Das Pferd kann sich also aktiv von Innen wärmen, was allerdings den Futterbedarf steigert. Die Durchblutung insgesamt hängt natürlich auch von der Bewegung ab. So sind vor allem die Beine bei Boxenpferden im Stall sehr viel kälter, als bei Artgenossen auf der Weide.</p>
<p>Natürlich hängt die Fähigkeit, sich auf widriges Wetter einzustellen, auch vom Pferdetyp ab, vor allem aber von der Haltungsform: auch ein Vollblüter kann im Winter problemlos ein paar Stunden auf die Weide, wenn er das ganze Jahr über die Möglichkeit hat, das Wetter und Klima draußen wahrzunehmen. Mit überwiegender Boxenhaltung, beheiztem Stall und allgemeiner „Verzärtelung“ schadet man in der Regel dem Pferd mehr, als das es nutzt. Das Immunsystem wird leichter geschwächt, die Thermoregulation funktioniert immer weniger und die gesamte Witterungsempfindlichkeit steigt.</p>
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		<title>Das Pferd als Herdentier</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Jul 2012 13:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[Pferde leben in einem festen Sozialgefüge. Damit das funktioniert, braucht es wie in jeder sozialen Gruppe Regeln. Die Mitglieder müssen sich einschätzen können, es gibt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_685" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Kyknoord-.jpg"><img class="size-medium wp-image-685 " title="Foto: Kyknoord/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Kyknoord--300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/kyknoord/3833611757/" target="_blank">Foto: Kyknoord/flickr</a></p></div>
<p>Pferde leben in einem festen Sozialgefüge. Damit das funktioniert, braucht es wie in jeder sozialen Gruppe Regeln. Die Mitglieder müssen sich einschätzen können, es gibt feste Befugnisse, Aufgaben und darüber auch eine Rangordnung. Das sichert, dass es wenige Auseinandersetzungen in der Herde gibt, was nur unnötig Energie kostet. Eine einmal bestehende Rangordnung wird kaum wieder angefochten, es sei denn, die Ranghohen leisten sich, z.B. durch Krankheit oder Alter, dauerhaft größere Schwächen. Die Leittiere führen kompetent und souverän und werden darüber respektiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Meist stehen der Herde eine erfahrene Stute vor sowie ein so genannter Leithengst. Dazu kommen jüngere/rangniedere Stuten und Fohlen. Hengste wandern mit der Geschlechtsreife ab, bzw. werden vom Leithengst vertrieben. Stuten dagegen bleiben häufig bei ihrer Herde. Die jungen Hengste bilden zu Anfang gerne zusammen eine Kleingruppe. Dies gibt ihnen mehr Schutz vor Raubtieren und lässt sie in spielerischen Kämpfen für den Ernstfall üben: einen Leithengst zum Duell zu stellen und ihm so seine Herde abzunehmen. In einigen Fällen wandern auch junge Stuten mit einem neuen Hengst ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_687" class="wp-caption aligncenter" style="width: 480px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Travis-Modisette.jpg"><img class="size-full wp-image-687 " title="Foto: Travis Modisette/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Travis-Modisette.jpg" alt="" width="470" height="219" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/tramod/4696766887/" target="_blank">Foto: Travis Modisette/flickr</a></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Oft gibt es eine klare Arbeitsteilung zwischen Leithengst und Leitstute. Die Leitstute führt, bestimmt die Richtung und was wann gemacht wird. Der Leithengst schützt bei Gefahr die Herde und sorgt vor allem dafür, dass kein anderer Hengst seine Position einnimmt. So übernimmt auch bei einer Flucht meist die Leitstute die Führung, während der Hengst die Nachhut bildet, die anderen Pferde antreibt und aufpasst, dass niemand verloren geht. Er ist auch derjenige, der sich im Notfall dem Kampf mit einem Angreifer stellen muss.<br />
Pferdegruppe</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_691" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Atli-Har%C3%B0arson-kb.jpg"><img class="size-medium wp-image-691 " title="Foto: Atli Harðarson/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/Atli-Har%C3%B0arson-kb-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/atlih/868079357/" target="_blank">Foto: Atli Harðarson/flickr</a></p></div>
<p>Pferde als soziale Herdentiere, sollte man entsprechend keinesfalls alleine halten. Einem Pferd nicht täglich (!) freien Kontakt zu Artgenossen zu ermöglichen ist als Tierquälerei anzusehen. Dabei ist es aber auch wichtig, ob die Pferde sich mögen und verstehen. Im Prinzip ist es ähnlich wie beim Menschen: auch der möchte am liebsten in einer funktionierenden Sozialstruktur mit vertrauten anderen Menschen und genügend Sozialkontakten und Abwechslung leben. Andere Tiere, z.B. Esel, sind kein angemessener Ersatz für einen Artgenossen (genau so wenig, wie ein Schimpanse dies für einen Menschen wäre).</p>
<p>Pferde haben genau wie Menschen eine eigene Individualdistanz. Sie halten einen bestimmten Abstand zu Herdenmitgliedern und vor allem zu Fremden ein, der ihr „Wohlfühlabstand“ ist. Ebenso wie bei Menschen, dürfen Freunde diese Individualdistanz allerdings unterschreiten, z.B. zur Begrüßung oder zur sozialen Körperpflege. Auch Menschen unterschreiten die Individualdistanz bei Pferden, wobei die Pferde selbst da häufig wenig Mitspracherecht haben. Bei vertrauten Menschen genießen Pferde diese Nähe allerdings durchaus.</p>
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		<title>Pferde: Kommunikation und Körpersprache</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/kommunikation/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 12:34:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Verhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Körper + Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Körpersprache]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Anders als der Mensch, kommunizieren Pferde größtenteils über Körpersprache, weniger über Lautsprache. Zu beachten ist z.B. die Ohrstellung, die Körperspannung und der Gesichtsausdruck. An [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Anders als der Mensch, kommunizieren Pferde größtenteils über Körpersprache, weniger über Lautsprache. Zu beachten ist z.B. die Ohrstellung, die Körperspannung und der Gesichtsausdruck. An Lauten gibt es vor allem das Wiehern und das Schnauben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_618" class="wp-caption alignleft" style="width: 241px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Claudia-Grensemann-pixelio.jpg"><img class="size-medium wp-image-618 " title="Foto: Claudia Grensemann/pixelio.de" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Claudia-Grensemann-pixelio-231x300.jpg" alt="" width="231" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.pixelio.de/media/467397?mode=search" target="_blank">Foto: Claudia Grensemann/pixelio.de</a></p></div>
<p>Ein kurzes Wiehern zur Begrüßung ist genau das: das Pferd erkennt eine Bezugsperson und begrüßt freundlich. Langgezogenes, lautes Wiehern dient oft dem Rufen von außer Sicht geratenen Gruppenmitgliedern. Das Antwortwiehern erleichtert die gegenseitige Ortung, so dass die Tiere sich schnell wieder finden. Ein spezielles, tiefes, sehr langgezogenes Wiehern nutzt der Hengst zur Brautwerbung. Ein schriller „Aufschrei“ drückt Abwehr und Unmut aus. Bei Schmerzen ist es eher seufzen und stöhnen, was zu hören ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beim Schnauben gibt es auf der einen Seite das lautere „Prrrr“ bei dem die Nüstern mitvibrieren, zum anderen ein leiseres, ohne vibrierende Nüstern. Ersteres drückt vor allem Aufregung/Erregung/Unsicherheit aus. Das muss nicht negativ sein, kann aber. Das Entdecken einer möglichen Gefahrenquelle kann ebenso Auslöser sein, wie neugieriges Interesse an etwas Unbekanntem. Leises Schnauben dagegen deutet eher auf Wohlbefinden und Zufriedenheit hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Spricht der Mensch zu seinem Pferd, reagiert dieses in erster Linie auf die gesamte Körpersprache und die Grundstimmung. Wichtiger als das Wort selbst, ist daher der Tonfall und wie ruhig oder aufgeregt oder wütend gesprochen wird. Wenn das Pferd nicht wie gewünscht reagiert, sollte man den Fehler erst einmal bei sich selbst suchen: was vermittelt die eigene Körpersprache gerade dem Pferd? Was die Stimmlage? Häufig kommuniziert man dem Pferd unbewusst etwas völlig anderes, als das, was man ihm eigentlich mitteilen will. Ein erfahrener Beobachter kann Tipps geben, wenn es im Zusammenspiel von Mensch und Pferd immer wieder Missverständnisse gibt.</p>
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