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	<title>Tierfreund &#187; Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland</title>
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		<title>Wie hilfreich ist der Import von Straßenhunden?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 15:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Straßenhunde haben in den meisten Ländern keinen viel besseren Ruf, als Ratten. Sie sind unerwünscht, werden als Krankheitsüberträger angesehen, harren in Restaurants aus, durchwühlen den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1406" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0328.jpg"><img class="size-medium wp-image-1406" title="DSC_0328" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0328-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">der Hund als Familienmitglied</p></div>
<p>Straßenhunde haben in den meisten Ländern keinen viel besseren Ruf, als Ratten. Sie sind unerwünscht, werden als Krankheitsüberträger angesehen, harren in Restaurants aus, durchwühlen den Müll und Anwohner fühlen sich belästigt. Wenn man ehrlich ist, in Deutschland wäre ein Rudel frei lebender Hunde in der Wohnsiedlung oder in der Innenstadt auch nicht erwünschter. In Deutschland kommt nun zusammen, dass zum einen Hunde nicht mehr in erster Linie Nutztiere sind, sondern Freizeitpartner und Familienmitglied, mit entsprechender, dem Menschen eng angeschlossener Haltung. Zudem gibt es ein relativ gut funktionierendes System aus Tierheimen auf der einen Seite und Reglementierungen und Vorschriften für Hundehalter auf der anderen Seite. Dies zusammen führt dazu, dass Hundehaltung und Anschaffung meist halbwegs durchdacht stattfinden, in der Regel Mindestansprüche der Hundehaltung erfüllt sind und relativ wenig unkontrollierte (sprich: vom Menschen unerwünschte) Vermehrung stattfindet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1407" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7512.jpg"><img class="size-medium wp-image-1407" title="DSC_7512" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7512-300x280.jpg" alt="" width="300" height="280" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenhund-Welpen</p></div>
<p>Auch in z.B. Spanien und Griechenland findet diesbezüglich langsam ein Umdenken statt. Noch gibt es dort allerdings deutlich mehr Hunde, als gute Zuhause für sie und zu viele Hunde haben die Möglichkeit, sich unkontrolliert zu vermehren. Der Nachwuchs von Mischlingen wird verschenkt, ausgesetzt oder umgebracht. Dazu kommt: wo der Hund Nutztier ist, gibt es entsprechend Ausschuss, auch bei Rassehunden. Und oft genug wird ein Welpe als Kinderspielzeug angeschafft und landet dann an der Kette oder wird ausgesetzt. Dies zusammen mit der Tatsache, dass nicht genügend Mittel für gute Tierheime zu Verfügung stehen, führt letztlich dazu, dass sich immer noch Hunde mehr schlecht als recht auf der Straße durchschlagen müssen und der Willkür der Menschen ausgesetzt sind, bis sie umgebracht oder von einem Hundefänger eingefangen werden. Letzteres schiebt den Tod oft nur auf, weil viele Tierheime die Hunde einschläfern, wenn sie nach einer gewissen Frist nicht vermitteln werden können. Die Tierheime sind trotzdem überfüllt. Leider ist es in Südeuropa noch eher unüblich, sich einen erwachsenen Mischling aus dem Tierheim Nachhause zu holen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Tierschützer, die ehemalige Streuner nach Deutschland vermitteln, begannen damit nach einem Urlaub in der entsprechenden Region, der sie das Tierelend vor Ort erleben ließ. Aber wie hilfreich ist der Import von Straßenhunden wirklich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit einigen Jahren steigt die Anzahl von Vermittlungen von ausländischen Tierschutzhunden nach Deutschland stark an. Straßenhunde, ungewollte Welpen und Kandidaten aus Tötungsstationen ausländischer Tierheime werden nach Deutschland geholt, auf Pflegestellen und Tierheime verteilt oder direkt an ihre neuen Besitzer übergeben. Vor allem das Internet mag diesen Trend erst möglich gemacht haben: Mit harten Worten und Bildern wird auf das Tierelend andernorts aufmerksam gemacht und Vermittlungskandidaten vorgestellt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1411" class="wp-caption alignleft" style="width: 299px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_01273.jpg"><img class="size-medium wp-image-1411" title="Straßenhunde in Bangkok" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_01273-289x300.jpg" alt="Straßenhunde in Bangkok" width="289" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenhunde in Bangkok</p></div>
<p>Die Frage, ob es hilfreich ist, den Tierschutz in anderen Ländern zu unterstützen, indem man Straßenhunde und Tierheiminsassen nach Deutschland holt, spaltet selbst das Lager engagierter Tierschützer. An Pro-Argumenten wird vor allem angeführt, dass die Tiere in ihrem Ursprungsland kaum eine Überlebenschance haben, z.B. weil sie dort nach kurzer Frist im Tierheim eingeschläfert werden oder auf der Straße misshandelt, vergiftet oder durch Autos getötet werden.</p>
<p>Das Streunerproblem an sich löst man durch den Import von Straßenhunden natürlich nicht. Das Grundproblem ist ganz einfach: es gibt deutlich mehr Hunde, als gute Zuhause für sie. Zudem sind die meisten Hunde in Ländern mit entsprechender Problematik nicht kastriert und streunen oft genug selbst dann tagsüber auf sich alleine gestellt durch die Gegend, wenn sie theoretisch einen Besitzer haben. Die Welpen werden getötet oder ausgesetzt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein bestimmter Lebensraum bietet dabei Platz und Nahrung für eine bestimmte Anzahl (Straßen-) Hunde. Der Rest stirbt. Tötet der Mensch sie oder werden einige nach Deutschland geholt, überleben eben andere, bzw. es kommen neue ausgesetzte Hunde (Welpen) nach. Nachhaltige Hilfe bieten so vor allem Projekte, die ein Umdenken in der Bevölkerung fördern, sichere Refugien für Straßenhunde bieten und vor allem Kastrationen unterstützen. Viele Tierschutzorganisationen, die Hunde nach Deutschland vermitteln, helfen auf diese Weise auch vor Ort. Die Vermittlung von Hunden nach Deutschland sorgt für etwas Geld in der Kasse, macht Organisationen und Projekte bekannter und führt zu mehr Spenden. Und natürlich finden so zumindest einige Hunde ein liebevolles Zuhause.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1412" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0108.jpg"><img class="size-medium wp-image-1412" title="DSC_0108" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0108-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">kein Streuner, sondern ein &#8220;freier&#8221; Hofhund</p></div>
<p>Der Tierschutzgedanke, das Wissen einen Hund zu retten, spielt für viele Menschen tatsächlich eine nicht unbedeutende Rolle, wenn sie sich für einen Hund aus dem Ausland entscheiden. Wichtig dabei ist, sich im Klaren zu sein, dass „Retten“ zum einen nicht automatisch zu einem glücklichen, dankbaren Hund führt, und dass ein Hund auch über das Retten hinaus einige Ansprüche stellt. Damit sind z.B. das Ausleben des Laufdrangs eines Podencos gemeint (der darüber hinaus oftmals kaum abgeleint werden kann) oder das Ausleben des Territorialtriebs eines Herdenschutzhund-Mischlings. Zudem wird so mancher Hund, der sein bisheriges Leben in einem Hunderudel auf einer einsamen Finca verbracht hat, nicht unbedingt im Trubel und der Eingeschränktheit einer Großstadt glücklich. Wie bei einem Hund, der nicht gerettet werden muss, sollte man sich daher gut überlegen, ob der Hund von seinem Wesen und den Ansprüchen her wirklich zu einem passt.<br />
„Den“ Streuner gibt es dabei nicht. Zu unterscheiden ist z.B., ob ein Hund tatsächlich freier Straßenhund war oder z.B. ein lästig gewordener Kettenhund, ein ausrangiertes Kinderspielzeug oder ein überflüssiger Jagdhund. Entsprechend unterschiedlich sind der Freiheitsdrang, die Umweltgewöhnung, Erfahrungen mit Menschen und der Drang, sich sein Futter selbst zu erbeuten. Siehe auch: <a title="der Straßenhund: typisch Streuner?" href="https://www.tierfreund.de/strasenhund/">typisch Straßenhund</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1413" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1942.jpg"><img class=" wp-image-1413 " title="DSC_1942" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1942.jpg" alt="" width="448" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Streuner in Ägypten</p></div>
<p>Ein Argument der Gegner des Imports von „Südländern“ ist, dass dadurch die Vermittlung der inländischen Tierheiminsassen erschwert würde. Tatsächlich bemühen sich viele Tierschutzorganisationen solche Hunde nach Deutschland zu holen, die gut zu vermitteln sind. Also z.B. jung, klein bis mittelgroß, mit ansprechendem Äußeren, freundlich zu Menschen und Tieren und gelassen auf Umweltreize reagierend. Wer bereit ist, einen alten Hund, einen großen schwarzen Hund, einen so genannten Kampfhund oder einen Hund mit gewissen Macken zu übernehmen, wird davon tatsächlich mehr als genug „deutsche“ in unseren Tierheimen finden. Die Frage ist, ob von diesen tatsächlich mehr vermittelt werden würden, wenn keine kleinen „netten“ Hunde aus dem Ausland im gleichen Tierheim sitzen würden. Würde die Familie auf der Suche nach einem kleinen freundlichen Hund tatsächlich alternativ den Langzeitinsassen „Schäferhund mit Aggressionsproblem“ nehmen? Und immerhin bringt die Vermittlung und das Angebot „ansprechender“ Auslandshunde Geld in die Tierheimkasse und Interessenten ins Tierheim.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1415" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0175.jpg"><img class="size-medium wp-image-1415 " title="DSC_0175" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0175-300x210.jpg" alt="" width="300" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenhund-Welpen in Griechenland. Das Bild entstand 2010. Ob wohl einer von ihnen heute noch lebt?</p></div>
<p>Es muss an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass man mit niedlichen Hundewelpen in Not Geld verdienen kann. Es gibt leider eine Reihe nicht seriöser angeblicher Tierschutzorganisationen, die unter dem Deckmantel des Tierschutzes einen florierenden Welpenhandel betreiben.</p>
<p>Man wird allerdings in der Regel für jeden Hund aus dem Tierschutz eine Schutzgebühr, bzw. Vermittlungsgebühr bezahlen. Diese wird zum einen verwendet, um den betreffenden Hund bis zu seiner Vermittlung zu versorgen, ihn zu untersuchen, zu impfen, eventuell zu kastrieren und nach Deutschland zu transportieren, zum anderen wird damit bei guten Tierschutzorganisationen Hilfe vor Ort geleistet. Lokale Tierheime werden unterstützt, Straßenhunde kastriert und verletzte Hunde medizinisch versorgt. Man sollte sich gut informieren, ob die ins Auge gefasste Tierschutzorganisation wirklich seriös ist und was mit der Schutzgebühr genau gemacht wird. Erfahrungsberichte wird man im Internet zu etablierten Organisationen, aber auch zu schwarzen Schafen finden.</p>
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		<title>Woher bekommt man einen ehemaligen Straßenhund?</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 15:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Entscheidung ist gefallen, ein Hund aus dem Ausland soll die Familie in Zukunft bereichern. Aber wo findet man „seinen“ Streuner? &#160; Viele Organisationen, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entscheidung ist gefallen, ein Hund aus dem Ausland soll die Familie in Zukunft bereichern. Aber wo findet man „seinen“ Streuner?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1399" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0083klein.jpg"><img class="size-medium wp-image-1399" title="DSC_0083klein" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0083klein-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">diese Spanierin hat sich schon gut eingelebt</p></div>
<p>Viele Organisationen, die ehemalige Straßenhunde oder Hunde aus Tierheimen nach Deutschland holen, arbeiten mit Pflegestellen zusammen. Diese nehmen den Hund nach seiner Ankunft in Deutschland auf und betreuen ihn bis zu seiner endgültigen Vermittlung. In der Regel schließen Pflegestellen ihren Schützling schnell ins Herz und geben sich die größte Mühe, ihn optimal zu vermitteln. Dazu gehört auch, dass sie ehrlich über seine „Macken“ oder eventuelle Probleme aufklären. Zudem lässt sich so sagen, wie gut die Hunde mit einem normalen Familienleben in der Wohnung zurecht kommen. Siehe auch: <a title="der Straßenhund: typisch Streuner?" href="https://www.tierfreund.de/strasenhund/">typisch Straßenhund</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Andere Organisationen leiten die Auslandshunde an deutsche Tierheime weiter. Wie detailliert in dem Fall Angaben zum Hund gemacht werden können, hängt stark von der Qualität und den Mitteln des jeweiligen Tierheims ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Übernimmt man den Hund direkt am Flughafen aus seinem Ursprungsland, sind die Angaben zum Hund natürlich nur sehr vage. In der Regel werden in Internet-Vermittlungsportalen vor allem die positiven Seiten des Hundes dargestellt. Darüberhinaus übernimmt man den Hund zumeist aus sehr suboptimalen Verhältnissen, die wenig an Aussagen über ihn zulassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1400" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7522.jpg"><img class="size-medium wp-image-1400" title="DSC_7522" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7522-300x204.jpg" alt="" width="300" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenhund Welpe</p></div>
<p>Einen Straßenhund als Urlaubsmitbringsel mit nach Hause zu nehmen, ist zumeist schwierig und zeitaufwändig. Innerhalb der EU muss zumindest eine gültige Tollwutimpfung vorliegen, der Hund muss gechipt sein und einen EU-Heimtierausweis besitzen. Die „Gültigkeit“ der Tollwutimpfung erfolgt nach Herstellerangabe des Impfstoffes. In der Regel muss die Impfung mindestens 3-4 Wochen her sein, um als wirksam zu gelten. Bei Einreise eines Hundes aus einem nicht EU-Land gelten in vielen Fällen strengere Bestimmungen.<br />
Zu bedenken ist, dass Straßenhunde häufig verschiedene Krankheiten in sich und Parasiten auf sich tragen. Eine umfassende Untersuchung sollte daher Pflicht sein, um nichts nach Deutschland einzuschleppen.</p>
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		<title>Wie erkennt man eine seriöse Tierschutzorganisation</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/wie-erkennt-man-eine-seriose-tierschutzorganisation/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 15:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Im Internet findet man zahlreiche Tierschutzorganisation, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland vermitteln. Leider gibt es darunter auch &#8220;Schwarze Schafe&#8221;, die z.B. unter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Im Internet findet man zahlreiche Tierschutzorganisation, die Hunde aus dem Ausland nach Deutschland vermitteln. Leider gibt es darunter auch &#8220;Schwarze Schafe&#8221;, die z.B. unter dem Deckmantel des Tierschutzes einen florierenden Welpenhandel betreiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Folgenden werden Anhaltspunkte gegeben, woran man eine seriöse Tierschutzorganisation erkennen kann, wenngleich eine Tierschutzorganisation nicht zwingend unseriös ist, nur weil einige der Punkte nicht auf sie zutreffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>worauf man achten sollte:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1394" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_8271.jpg"><img class="size-medium wp-image-1394" title="DSC_8271" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_8271-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">eine seriöse Tierschutzorganisation hilft auch den Hunden im Ursprungsland</p></div>
<p>- es wird eine Vor- und eine Nachkontrolle durchgeführt. Das heißt, dass die Tierschutzorganisation die neuen Besitzer vor der Übernahme des Hundes kennenlernen möchte und darüber herausfindet, ob der Hund zu seinen neuen Menschen passt. Die Nachkontrolle zeigt, dass der Tierschutzorganisation die Hunde auch nach der Vermittlung noch wichtig sind und es können eventuelle Probleme angesprochen werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- es wird ein Schutzvertrag aufgesetzt und eine angemessene Schutzgebühr verlangt. Schon vor der Aufnahme des Hundes gibt es einen schriftlichen Übernahmevertrag. Seriöse Tierschutzorganisationen erklären gerne, wofür die Schutzgebühr verwendet wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- die Organisation ist Ansprechpartner bei Problemen und speziellen Fragen, auch noch nach der Vermittlung</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- die Testergebnisse auf Mittelmeerkrankheiten können auf Nachfrage vorgelegt werden</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- die Organisation hilft vor Ort im Ursprungsland des Hundes. Sie unterstützt z.B. Kastrationsprojekte, Tierheime und Aufklärungsprojekte zu Tierhaltung und Tierschutz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- man kann sich in Ruhe für seinen Hund entscheiden, Nachfragen und Bedenken werden ernst genommen. Man wird nicht zu einer schnellen Entscheidung gedrängt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- eine seriöse Tierschutzorganisation versucht möglichst viel an Wissen über den zu vermittelnden Hund weiter zu geben. Mindestens das Alter, seine Vorgeschichte und allgemeine Wesenszüge. Wie hat er vorher gelebt? Wie reagiert er auf Männer, auf Kinder? Wovor hat er Angst? Was kennt er noch nicht, das er für ein Leben in Deutschland noch lernen muss? Kann grob gesagt werden, welche Rassen enthalten sind (z.B. eher Richtung Jagdhund oder eher Richtung Herdenschutzhund oder vielleicht ein Hütehund)? Die Organisation achtet möglichst genau darauf, dass Hund und Neubesitzer zueinander passen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1395" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0506klt.jpg"><img class="size-medium wp-image-1395" title="DSC_0506klt" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0506klt-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a><p class="wp-caption-text">viele Ex-Streuner sind sehr sozial</p></div>
<p>- von Vorteil ist es, wenn es einen Ansprechpartner in Deutschland gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- es wird nach Möglichkeit mit Pflegestellen in Deutschland zusammen gearbeitet, so dass der Hund nicht zwingend ab Flughafen oder aus einem Transporter übernommen werden muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- die Organisation bietet Lösungen, wenn es mit dem Hund überhaupt nicht klappt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- Eine seriöse Tierschutzorganisation vermittelt in der Regel keine Hunde unter 4 Monaten (Ausnahme: Welpen werden mit der Mutter nach Deutschland geholt). Der Grund ist, dass die Welpen oft mangelernährt, durch Parasiten geschwächt oder anderweitig gesundheitlich beeinträchtigt sind. Kommt dazu der Stress durch den Transport und die neue Umgebung sowie die für den Organismus unbekannten „deutschen“ Keime, ist das oft zu viel, das Immunsystem bricht zusammen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass zu viele junge Welpen, die im Alter von 8-12 Wochen nach Deutschland geholt werden, die ersten Wochen in ihrer neuen Familie nicht überleben. Ganz wichtig ist zudem, gerade bei jungen Hunden, eine Impfung gegen Parvovirose.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>- es werden nicht nur „niedliche“ Welpen/Junghunde betreut, sondern auch ältere Hunde und Notfälle.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Straßenhund: typisch Streuner?</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/strasenhund/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 14:52:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Tierschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Mittlerweile entscheiden sich viele Menschen in Deutschland dafür, einen Tierschutzhund aus dem Ausland aufzunehmen und ihm so das Leben zu retten. Aber was macht einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1383" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7518.jpg"><img class="size-medium wp-image-1383" title="DSC_7518" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7518-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Straßenhunde in Thailand</p></div>
<p>Mittlerweile entscheiden sich viele Menschen in Deutschland dafür, einen Tierschutzhund aus dem Ausland aufzunehmen und ihm so das Leben zu retten. Aber was macht einen ehemaligen Streuner aus?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jeder Straßenhund hat seine eigene Vorgeschichte, so dass Aussagen über sein Wesen pauschal nicht so einfach zu machen sind. Fest steht vor allem eins: Hunde, die direkt aus dem Ausland übernommen werden, sind absolute Überraschungseier. Entsprechend sollte man als Mensch keine allzu konkreten Vorstellungen vom Hund haben, flexibel sein und sich zutrauen, mit verschiedenen Problemen klar zu kommen. Bei konkreteren Vorstellungen bietet sich die Übernahme des Hundes aus einer Pflegestelle an, mit denen viele Tierschutzorganisationen zusammen arbeiten. In dem Fall weiß man bereits, wie der Hund in Deutschland in einer Familie zurecht kommt und kann sehr viel mehr Angaben zum Charakter und zu den Bedürfnissen des Hundes machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erwachsene Hunde aus dem Auslandstierschutz haben bereits eine Geschichte, einen Packen an Erfahrungen und prägenden Erlebnissen, den sie mitbringen. So müssen Straßenhunde z.B. zwangsläufig lernen, eigene Entscheidungen zu treffen und jede Gelegenheit an Futter zu kommen wahrzunehmen. Viele Hunde haben zudem erfahren, dass einiges eine potentielle Gefahr für sie darstellt. Vielleicht ein Mann mit einem Spazierstock in der Hand oder Kinder im Grundschulalter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1384" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1780.jpg"><img class=" wp-image-1384 " title="DSC_1780" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1780.jpg" alt="" width="448" height="248" /></a><p class="wp-caption-text">Diese Hunde kennen überhaupt kein Stadtleben</p></div>
<p>Auf der anderen Seite gibt es auch eine Menge Dinge, die Straßenhunde eben nicht kennen. Dazu kann z.B. Stubenreinheit gehören, das Laufen an der Leine, das Leben im Haus, Mitfahren in Bahn und Auto oder belebte Innenstädte. Alles was Alltag in der Wohnung ist, ist für Straßenhunde neu: der Staubsauger, der Fernsehkrimi, das Töpfeklappern… dazu die ungewohnte Enge ohne wirkliche Rückzugsmöglichkeit. Wie ein Hund damit umgeht, ist ganz unterschiedlich. Einige sind sehr anpassungsfähig und reagieren gelassen auf alles Neue. Andere sind schnell gestresst oder ängstlich und brauchen so sehr viel länger (und jede Menge Geduld und Einfühlungsvermögen Seitens ihres Besitzers), bis sie wirklich „angekommen“ sind.</p>
<p>In jedem Fall muss man sich bewusst sein, dass eine ganze Menge Arbeit auf einen zukommen kann (nicht muss, aber kann), bis man einen gelassenen, zuverlässigen Alltagsbegleiter an seiner Seite hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1386" class="wp-caption alignright" style="width: 195px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0064.jpg"><img class="size-medium wp-image-1386" title="DSC_0064" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0064-185x300.jpg" alt="" width="185" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">entspannter Stadtstreuner</p></div>
<p>Die Lebenswege von Straßenhunden sind dabei sehr unterschiedlich. Manche Hunde sind schon auf der Straße geboren worden oder als junge Welpen ausgesetzt worden. Andere dienten als junger Hund als Kinderspielzeug, bis ihr Besitzer das Interesse an ihnen verlor. Auch aussortierte Jagdhunde, überflüssig gewordene Wachhunde oder schlicht entlaufene Hunde finden sich auf der Straße wieder. Damit ist der Erfahrungsschatz und die Prägung auf den Menschen sehr verschieden.</p>
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<p>Hunde, die eine Zeit lang auf der Straße gelebt haben, handeln gezwungenermaßen selbständig. Sie kümmern sich selbst um Probleme, entscheiden frei über ihre Sozialkontakte, organisieren sich Futter und unterteilen sich den Tag frei in Ruhephasen, Sozialphasen und Phasen der Reviererkundung und Futtersuche. Niemand schreibt ihnen etwas vor, niemand füllt Punkt 6 Uhr ihren Futternapf, beschützt sie bei Gefahr oder bestimmt mittels Leine, wo sie wann lang gehen sollen. Die Umstellung auf ein neues Zuhause in Deutschland bringt damit zwar ein großes Plus an Bequemlichkeit und Sicherheit, aber auch sehr viele Beschränkungen. In Deutschland in einer Familie aufgewachsene Hunde kennen es nicht anders, fordern mehr oder weniger deutlich ihre Privilegien ein und bleiben oftmals gerne „kindlich“ verspielt in ihrem geregelten Tagesablauf. Ehemalige Straßenhunde sind oft sehr viel ernster, distanzierter, spielen nicht mit Menschen und haben sehr eigene Vorstellungen davon, was sie wann machen möchten. Die Umstellung auf den ehemaligen Streuner ist so oft auch für die neuen Besitzer nicht ganz einfach.</p>
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<p>Man sagt Straßenhunden eine sehr gute Sozialisierung mit anderen Hunden nach. Oftmals stimmt dies auch in dem Sinne, dass sie die „Hundesprache“ gut beherrschen, also andere Hunde problemlos deuten können und angemessen darauf reagieren. Außerdem sind Hunde soziale Wesen, fehlt der Sozialpartner Mensch, gewinnt der Sozialpartner Hund automatisch an Bedeutung. Allerdings leben Straßenhunde meist in festen Gebieten und damit mit vertrauten anderen Hunden und deren Nachwuchs zusammen. Streit wird eher vermieden, kostet es doch Energie und kann zu Verletzungen führen. Beides kann sich ein Straßenhund nicht leisten. Dennoch sind andere Hunde auch Konkurrenten um Nahrung, sichere Schlafplätze und um Sexualpartner.</p>
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<div id="attachment_1387" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7493.jpg"><img class="size-medium wp-image-1387" title="DSC_7493" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7493-300x244.jpg" alt="" width="300" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">scheue Welpen</p></div>
<p>Viele Hunde aus dem Auslandstierschutz haben schon schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Sofern daneben auch positive Erfahrungen mit Menschen gesammelt werden durften, entwickeln diese Hunde meist nur Angst/Abneigungen gegen bestimmte Menschentypen. Häufig sind dies Männer, teils nur bestimmte, teils Männer im Allgemeinen. Noch weniger schön ist es, wenn der Hund schlechte Erfahrungen mit Kindern gesammelt hat, zumal, wenn man in einer Kinderreichen Gegend wohnt. Solche Ängste aus dem Hund herauszubekommen, ist meist sehr aufwändig und erfordert viel Hundeverstand.</p>
<p>Fast noch schlimmer als schlechte Erfahrungen mit Menschen, sind zu wenig Erfahrungen mit Menschen. Vor allem die frühe Prägung spielt hier eine wichtige Rolle: Konnte der Hund als Welpe/Junghund Kontakt zum Menschen aufnehmen? Nimmt er den Menschen als möglichen Sozialpartner wahr? Wenn dies nicht der Fall ist, wird zwar eine Gewöhnung an bestimmte Menschen noch möglich sein, aber oft bleiben diese Hunde allen fremden Menschen gegenüber extrem scheu. Zudem wird Spiel und „kuscheln“ oft auch mit vertrauten Menschen kaum zugelassen. Der Hund bleibt im Zweifelsfall immer passiv und unterwürfig.</p>
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<div id="attachment_1389" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1967.jpg"><img class="size-medium wp-image-1389" title="DSC_1967" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1967-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">ägyptischer Strandhund</p></div>
<p>Südeuropäische Hunde haben häufig Kontakt zu Touristen und durch diese bessere Nahrungsquellen, was mehr Hunde an einem Fleck erlaubt. Das wiederum führt zu einer tendentiell freundlicheren Einstellung (bestimmten) Menschen und auch anderen Hunden gegenüber. Osteuropäische Straßenhunde sind tendentiell eher scheuer und weniger verträglich. Zudem werden südliche Touristengebiete regelmäßig radikal von Hunden „gesäubert“, so dass die Hunde dort oft nicht älter als 1-2 Jahre werden, ein Alter, in dem Hunde naturgemäß noch relativ verspielt und aufgeschlossen sind.</p>
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<p>In der Regel sind unsichere Hunde aus dem Ausland allerdings nicht aggressiv, sondern neigen in den sie ängstigenden Situationen eher zu Deeskalation und Flucht. Dies ist auf der einen Seite durchaus „natürliche Auslese“: Aggressive streunende Hunde werden weniger geduldet, entweder vertrieben (was den Zugang zu Nahrung erschwert) oder umgebracht. Auf der anderen Seite lebt der Auslandstierschutz, der Hunde nach Deutschland vermittelt, zu einem guten Teil von seinem Ruf, absolut friedliche, nette Hunde zu vermitteln. Entsprechend werden Kandidaten, die dem nicht entsprechen, in aller Regel nicht nach Deutschland gebracht.</p>
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<div id="attachment_1390" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1783.jpg"><img class="size-medium wp-image-1390" title="DSC_1783" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_1783-300x195.jpg" alt="" width="300" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Windhund-Mischlinge haben oft viel Jagdtrieb</p></div>
<p>Ein großes Thema bei Auslandshunden aus dem Süden ist der Jagdtrieb. Wenn der Hund in einer Gesellschaft wenig Wert ist, wird er in der Regel deshalb gehalten, weil er einen Nutzen bringt. Also z.B. etwas bewacht oder etwas jagt. Zum bewachen reicht dabei oftmals das bloße Vorhandensein des Hundes an einer Kette. Da die Ansprüche an den Hund nicht groß sind und unkontrollierte Vermehrung durch die Art der Haltung behindert ist, wird wenig „Ausschuss“ produziert. Entsprechend findet man, außer bei Herdenschutz (-Mixen) meist keinen ausgeprägten Wachtrieb bei Streunern aus dem Süden. Ganz anders bei den Jagdhunden: Diese werden durchaus vermehrt und nach Leistungsfähigkeit aussortiert. Das kann heißen, getötet, ausgesetzt oder die Hunde haben sich während der Jagd selbständig gemacht, um eine Zeitlang auf der Straße zu leben und/oder sich von Tierschützern einsammeln zu lassen. So steckt in vielen südlichen Tierschutz-Hunden ein recht starker Jagdtrieb. Diese Grundveranlagung zusammen mit der Tatsache, dass viele der Hunde sich tatsächlich eine Zeitlang selbst ernähren mussten, bzw. sehr viel Eigenständigkeit mitbringen oder sogar zur Jagd eingesetzt wurden, lässt ein Ableinen in wildreicher Gegend in Deutschland kaum zu. Entsprechend sollte man sich vor der Aufnahme eines „Straßenhundes“ aus dem Süden fragen, ob man damit leben könnte, den Hund unter Umständen im Wald nie frei laufen zu lassen.</p>
<p>Bei Straßenhunden aus Südosteuropa spielt der Jagdtrieb dagegen oft eine geringere Rolle, dafür ist der Herdenschutzhund-Anteil größer. Entsprechend muss mit mehr Territorialtrieb gerechnet werden, auch mit selbstbewussterem „Beschützen“, ob erwünscht oder nicht, wenn dem Hund etwas nicht geheuer ist.</p>
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<div id="attachment_1391" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0181.jpg"><img class="size-medium wp-image-1391" title="DSC_0181" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0181-300x290.jpg" alt="" width="300" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">auf Futtersuche</p></div>
<p>Tatsächlich leben Straßenhunde in erster Linie von Abfällen und Kadavern. Die wenigsten Hunde sind so gute Jäger, dass sie davon überleben könnten, wenngleich Mäuse und Co immer willkommen sind. Jede Hetzjagd kostet dagegen Energie, die dringend zum überleben benötigt wird. So sieht man z.B. auch kaum einen Straßenhund, der einer Katze hinterher rennt. Hunde, die derart kopflos handeln, überleben nicht lange. Wohl aber lernt ein Straßenhund sehr gut zu unterscheiden, was sich zu jagen lohnt und was nicht. Womit auch erklärt wäre, dass er zwar das unvorsichtige Kaninchen blitzschnell fängt und tötet, den geworfenen Tennisball aber keines Blickes würdigt. Um den Ex-Streuner zum „mitspielen“ zu überreden, kann eventuell ein Futterdummy hilfreich sein.</p>
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<p>Ein weiteres großes Thema bei ehemaligen Straßenhunden ist Futter: Müll vom Boden fressen, Essen vom Tisch klauen und dieses auch durchaus vehement verteidigen. Dies ist völlig normales Hundeverhalten, das unseren Haushunden in Deutschland allerdings von Welpenbeinen an versucht wird abzugewöhnen. Einem Straßenhund hat genau dieses Verhalten aber das Überleben gesichert, entsprechend schwierig ist es aus dem Hund heraus zu bekommen. Vor allem in der Anfangszeit hilft nur Folgendes: die Küche ist tabu (bei Abwesenheit Tür schließen) und es liegt nichts Fressbares in der Wohnung herum. Hilfreich ist auch eine strikte Trennung von Menschen- und Hundeessen. Es gibt nichts vom Tisch und der Hund bekommt keine Gelegenheit, sich selbst zu bedienen.</p>
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		<title>Mittelmeerkrankheiten beim Hund</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2012 14:34:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Straßenhunde und ihr neues Leben in Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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<p>Ein wichtiges Thema ist die Gesundheit bei Ex-Streunern, die in Deutschland ein neues Zuhause finden sollen. Nötig ist zur Einreise nach Deutschland vor allem eine gültige Tollwut-Impfung, weitere Untersuchungen oder Impfungen sind nicht zwingend gefordert, aber höchst sinnvoll. Eine seriöse Tierschutzorganisation wird ihre Hunde zumindest auf die „Mittelmeerkrankheiten“ Leismaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Dirofilariose (Herzwürmer) testen lassen. Vor allem bei jungen Hunden ist zudem eine Parvovirose- und Staupe-Impfung sinnvoll. Selbstverständlich sollte der Hund vor Einreise nach Deutschland Mittel gegen Würmer, Flöhe und andere Parasiten bekommen.</p>
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<h5><strong>Leishmaniose</strong></h5>
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<div id="attachment_1377" class="wp-caption alignright" style="width: 299px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0127.jpg"><img class="size-medium wp-image-1377" title="DSC_0127" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_0127-289x300.jpg" alt="" width="289" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">ohne Untersuchung lassen sich Mittelmeerkrankheiten kaum erkennen</p></div>
<p>Leishmaniose ist eine weltweit vorkommende Infektionskrankheit, die durch intrazelluläre Parasiten hervor gerufen wird. In Europa ist die Leishmaniose vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. Die Parasiten werden durch Sandmücken übertragen und können sowohl Menschen als auch Hunde und andere Tiere befallen. Sie nisten sich bevorzugt in Zellen des Immunsystems ein, daneben z.B. in der Leber und im Knochenmark. Es kann bis zu mehrere Jahre dauern, bis die Parasiten ihre Wirtszellen zerstören und sich im Körper ausbreiten. Wenn dies geschieht, wird zum einen das Immunsystem stark geschwächt, zum anderen werden z.B. Leber, Niere, Knochen oder der Darm auch direkt angegriffen und langsam zerstört. Häufig fällt als erstes die sichtbare Zerstörung von Hautpartien auf. Es kommt zur Schuppen- und Pustelbildung, das Fell fällt stellenweise aus. Gleichzeitig sind aber oft auch schon verschiedene Organe befallen. Ein Nachweis des Erregers kann z.B, durch eine mikroskopische Untersuchung, einen Antikörpernachweis oder eine gentechnische Untersuchung stattfinden. Eine vollständige Heilung ist bislang jedoch kaum möglich. Die Parasiten können geschwächt und die körpereigene Immunabwehr gestärkt werden. Meist verläuft die Krankheit über kurz oder lang tödlich.</p>
<p>Leishmaniose ist kaum direkt von Hund zu Hund oder Hund zu Mensch übertragbar. Theoretisch wäre dies über direkten Blutaustausch möglich, wobei die Parasiten allerdings im Blut kaum vorkommen. An der Luft sterben die Parasiten sofort ab. Durch einen Hundebiss kann es nicht zu einer Übertragung kommen.</p>
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<h5>Ehrlichiose</h5>
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<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7520.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1378" title="DSC_7520" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/07/DSC_7520-300x208.jpg" alt="" width="300" height="208" /></a>Die Ehrlichiose ist vor allem in Südeuropäischen Ländern verbreitet, aber auch in einigen Osteuropäischen Ländern. Die Krankheit wird durch Bakterien verursacht, die unter anderem die weißen Blutkörperchen befallen und von dort in die Organe verteilt werden. Übertragen wird die Ehrlichiose meist von Zecken. Eine direkte Übertragung von Hund zu Hund oder Hund zu Mensch ist äußerst unwahrscheinlich. Symptome sind Schlappheit, Blutarmut, Fieber und Abmagerung, aber auch z.B. Bewegungsstörungen, Muskelschwund und Erblindung kommen vor. Da die Symptome so unspezifisch sind, ist eine Diagnose oft schwierig. Eine sichere Diagnose bietet nur eine Blutuntersuchung. Die Behandlung ist nur im Frühstadium mit einiger Sicherheit erfolgreich und erfolgt mittels bestimmter Antibiotika.</p>
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<h5>Babesiose</h5>
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<p>Babesiose tritt vor allem in den Mittelmeerländern auf, aber auch in Osteuropa, den USA und seit kurzem auch in Süddeutschland. Babesiose, genauer die Einzeller „Babesien“, werden von Zecken über den Speichel auf den Hund übertragen. Dort befallen sie die roten Blutkörperchen und zerstören sie, was ohne Behandlung zum Tod führt. Einige Zecken können die Babesiose auch auf den Menschen übertragen. Symptome sind Übelkeit, allgemeine Schwäche, dunkler Urin und gegen Ende auch hohes Fieber. Wird die Babesiose rechtzeitig erkannt, bieten verschiedene Medikamente gute Heilungschancen. Jedoch sind die Medikamente selbst relativ toxisch, so dass die Behandlung mit starken Nebenwirkungen einhergehen kann. Vorsorglich sollte der Hund, vor allem bei einem Urlaub in südlichen Ländern, nach jedem Spaziergang gründlich auf Zecken abgesucht werden. Daneben gibt es verschiedene Präparate, die Zecken fernhalten oder rechtzeitig abtöten. In Frankreich ist ein Impfstoff gegen Babesiose verfügbar, der in Deutschland nach heutigem Stand aber noch nicht zugelassen ist.</p>
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