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	<title>Tierfreund &#187; Pferdetypen und Rassezucht</title>
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		<title>Pferderassen: Zucht und Geschichte</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 14:43:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pferdetypen und Rassezucht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Bei Pferden gibt es sehr viel weniger reinrassige Zucht, als z.B. bei Hunden oder Katzen. Stattdessen wird danach verpaart, wer welche Eigenschaften vererbt und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_590" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/selenas_stock-morgan-horse-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-590    " title="Foto: selenas_stock/flickr, Morgan Horse" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/selenas_stock-morgan-horse-4-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/selenas_stock/4084306873/" target="_blank">Foto: selenas_stock/flickr</a></p></div>
<p>Bei Pferden gibt es sehr viel weniger reinrassige Zucht, als z.B. bei Hunden oder Katzen. Stattdessen wird danach verpaart, wer welche Eigenschaften vererbt und damit besonders gut für eine bestimmte Aufgabe geeignet ist. So werden auch viele bestehende Rassen immer wieder durch gezieltes Einkreuzen entsprechender „Vererber“ verbessert.</p>
<p>Die meisten heutigen Pferderassen entwickelten sich tatsächlich durch gezielte Zucht, also vom Menschen geplante Verpaarungen, mit einem bestimmten Zuchtziel. Zu nennen sind da vor allem Arbeitseigenschaften, Wesen, Gänge, manchmal auch ein imposantes Äußeres und vor allem in jüngerer Vergangenheit Erfolge im Pferdesport. Daneben gibt es aber auch ein paar „natürliche“ Pferderassen, ursprünglich lokale Schläge, die so lange ohne Einfluss durch andere Schläge/Rassen blieben, dass sich ein sehr einheitlicher Typ ohne spezielle Zuchtauslese durch den Menschen entwickelte. Dazu gehören z.B. Araber, Berber und einige isoliert lebende Nordponys, wie z.B. der Isländer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute sind die Pferderassen auch über das Äußere definiert, wobei dies bei Pferden eng an die Leistung gekoppelt ist und damit einen anderen Hintergrund hat, als bei z.B. Hunden oder Katzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Rassezugehörigkeit, bzw. Reinrassigkeit, ist definiert über das Stutbuch, das Auskunft über den Stammbaum eines Pferdes gibt. Die Stutbücher der meisten Pferderassen sind allerdings kaum 100 Jahre alt. Man unterscheidet offene und geschlossene Stutbücher. In geschlossenen können nur Pferde registriert werden, bei denen bereits beide Elternteile im Stutbuch registriert sind. In offenen reicht es, wenn ein Elternteil im Stutbuch registriert ist. Das wird vor allem bei Sport-Warmblutrassen gemacht, die so schneller an neue Sportanforderungen angepasst werden können. Solche Rassen sind im Typ natürlich uneinheitlicher und ohne genau definiertes Zuchtziel in punkto Optik und Wesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_594" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Neil-DCruze-isländer.jpg"><img class="size-medium wp-image-594  " title="Foto: Neil D'Cruze/flickr, Isländer" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Neil-DCruze-isländer-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/neil_dcruze/3859060787/" target="_blank">Foto: Neil D’Cruze</a>, Isländer</p></div>
<p>Neben den Rassen gibt es auch Pferdetypen, die rein nach Verwendung eingeteilt werden. So ist es in Großbritannien z.B. üblich, Jagdpferde allgemein als Hunter zu bezeichnen, unabhängig von deren Abstammung oder Äußeren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonderen Einfluss auf alle heutigen Warmblutrassen, und auch einige Ponys und Kaltblüter, nahmen der Araber und das Spanische Pferd, das wiederum stark vom Berber beeinflusst ist. Der Spanier ist dabei vor allem Vorläufer der amerikanischen Rassen, war aber im späten Mittelalter auch in ganz Europa weit verbreitet und wurde entsprechend in lokale Schläge eingekreuzt. Später wurde dann mit Arabern „veredelt“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man unterteilt die heutigen Pferde in Kalt-, Warm- und Vollblüter, sowie in Pferde und Ponys. Diese Einteilung ist keine wissenschaftlich exakte, sondern ordnet nach Äußerem, Abstammung und Wesen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vollblut</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Begriff &#8220;Vollblut&#8221; ist vor allem Ausdruck langer Reinzucht. In erster Linie sind mit Vollblut die Vollblutaraber gemeint und einige direkt auf diese Araber zurückgehende Rassen, wie der Anglo-Araber und das englische Vollblut. Einige zählen auch den Berber dazu, dessen Rassegeschichte ähnlich alt wie die der Araber ist. Vollblüter haben einen leichten, sehnigen Körperbau, viel Temperament und einen schnellen, raumgreifenden Galopp. Sie gelten als sensibel, sehr ausdauernd und arbeitsbereit. Vollblüter haben ein quadratisches Format, was bedeutet, dass sie nicht länger als hoch sind, wie es bei Warmblütern der Fall ist. Man bezeichnet das Äußere als „edel“ und nimmt dies somit als Standard für den Begriff „edel“. Redet man bei einer anderen Rasse z.B. von einem edlen Kopf, meint dies, dass der Kopf Vollblut-ähnlich ist. Bei der Einkreuzung von Vollblütern spricht man entsprechend von „Veredeln“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Warmblut</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_595" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/wiki-pd-württemberger.jpg"><img class="size-medium wp-image-595" title="Württemberger" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/wiki-pd-württemberger-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Württemberger</p></div>
<p>Das Warmblut entspricht dem optimalen Reitpferdetyp, der auch für die meisten Pferdesportarten die besten Anlagen mitbringt. Warmblüter haben einen nicht zu breiten, trotzdem sehr tragfähigen Rücken, der eine gute Sattellage ermöglicht, einen meist ausgeprägter Widerrist und eine schräge Schulter. Die Hinterhand ist muskulös, die Bewegungen sind raumgreifend, ohne zu viel Knieaktion. Die Größe liegt in etwa zwischen 150 und 170cm. Die meisten Warmblüter sind von Vollblütern beeinflusst, haben ein mittleres Temperament und gute Arbeitseigenschaften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kaltblut</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kaltblüter sind sehr kräftige, eher große Arbeitspferde. Sie sind zwar nicht schnell, aber ungemein stark, robust und auch ausdauernd. Legendär ist ihre enorm große Nervenstärke und Ruhe. Der muskulöse Körper ist breit und „tonnig“, mit kurzem, sehr kräftigen Rücken, eher kurzem Hals und starker Hinterhand. Die Brust ist breit, was auch eine breite Beinstellung nach sich zieht. Die Schulter ist eher steil, was kurze Aktionen mit hoher Knieaktion bedingt, optimal für Zugarbeit. Die meisten Kaltblüter wiegen über 800kg und der größte, das Shire Horse, kann über 2 Meter groß werden.<br />
Ursprünglich wurden Kaltblüter zur Arbeit in der Land- und Waldwirtschaft gezüchtet und eingesetzt, daneben auch zum Ziehen schwerer Kutschen und als eindrucksvolle, nervenstarke Kriegspferde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Pony</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_596" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Hilary-Chambers-kb-Shetland-Pony.jpg"><img class="size-medium wp-image-596  " title="Foto: Hilary Chambers/flickr, Shetland Pony" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Hilary-Chambers-kb-Shetland-Pony-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/touch_of_frost/4325308317/" target="_blank">Foto: Hilary Chambers/flickr</a>, Shetland Pony</p></div>
<p>In Deutschland gilt als Pony, was ein Stockmaß von weniger als 148cm hat. Diese Einteilung ist allerdings recht willkürlich, da z.B. einige Vollblutaraber so auch unter „Pony“ fallen würden. Tatsächlich hat man beim Gedanken an ein Pony ein recht genaues Bild im Kopf, das sich durchaus von dem eines Pferdes unterscheidet: Ponys haben einen kompakten, stämmigen Körperbau, wobei der Rücken länger als die Widerristhöhe ist. Die Beine sind meist verhältnismäßig kurz, der Brustumfang dagegen sehr groß. Der Widerrist ist meist wenig ausgeprägt, der Hals eher kurz und sehr kräftig. Der Kopf ist ebenfalls kurz und kräftig mit breiter Stirn und kleinen Ohren. Schweif und Mähne sind sehr dicht. Die Hufe sind klein und hart, so dass oftmals kein Hufeisen benötigt wird.</p>
<p>Ponys sind in der Regel extrem trittsicher, zäh und robust und gute Futterverwerter. Legendär ist ihr ausgeprägter eigener Kopf, sie sind selbstsicher, nervenstark und wissen genau, was sie wollen.</p>
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		<title>Die Geschichte der Pferde</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 14:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdetypen und Rassezucht]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Pferde werden vom Menschen schon seit etwa 5-6 Tausend Jahren als Haustiere gehalten. Für die Menschheit war die Zähmung des Pferdes ein großer Fortschritt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_574" class="wp-caption alignright" style="width: 313px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Thowra_uk-7.jpg"><img class="size-medium wp-image-574 " title="Foto: Thowra_uk/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Thowra_uk-7-300x200.jpg" alt="" width="303" height="196" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/thowra/561621682/in/set-72157622825005926/" target="_blank">Foto: Thowra_uk/flickr</a></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Pferde werden vom Menschen schon seit etwa 5-6 Tausend Jahren als Haustiere gehalten. Für die Menschheit war die Zähmung des Pferdes ein großer Fortschritt, da das Pferd für die Weiterentwicklung der Völker eine immense Rolle spielte. Es war ausschlaggebend für erfolgreiche Armeen, wichtiger Helfer in der Landwirtschaft und machte lange Reisen und schnelle Jagden erst möglich. Auch das Transportwesen, der Güterverkehr, die schnelle Verbreitung von Nachrichten und das Beherrschen großer Reiche hingen vom Pferd ab. Erst mit dem Aufkommen von Verbrennungsmotoren und der Entwicklung von entsprechenden Landwirtschaftsmaschinen, Transportmitteln und Waffen änderte sich dies. Heute sind Pferde in erster Linie Sport- und Freizeitpartner, mit entsprechend geänderten Zuchtansprüchen. Vor allem die schweren, genügsamen Arbeitstiere verschwinden zunehmend, zugunsten wendiger, schneller Sporttypen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Geschichte des Wildpferdes ist natürlich schon bedeutend älter. Bereits vor rund 50 Mio Jahren gab es erste Pferde-Vorläufer, die allerdings in Waldgebieten lebten und nur etwa 20cm groß waren. Sie liefen noch auf Pfoten mit mehreren Zehen und ernährten sich vorwiegend von Laub. Im Laufe der nächsten 40 Mio. Jahre wurden die Pferdevorgänger langsam größer, der Kopf länger und es fand ein Übergang zum Zehenspitzengänger statt. Durch den Rückgang der großen Waldgebiete und dem Aufkommen der weiten Steppen, entwickelten sich diese Pflanzenfresser langsam vom Laub- zum Grasfresser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_575" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Kevin-walsh-Mustangs.jpg"><img class="size-full wp-image-575  " title="Foto: Kevin Walsh/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Kevin-walsh-Mustangs.jpg" alt="" width="448" height="244" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/86624586@N00/15316960/" target="_blank">Foto: Kevin Walsh/flickr</a></p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der vermutlich erste Einhufer kam vor gut 10 Millionen Jahren vor: Pliohippus. Pliohippus war dem heutigen Pferd optisch schon recht ähnlich, etwa 120cm groß, und bewohnte die weiten Graslandschaften Nordamerikas. Erst vor etwa 1,5 Mio Jahren erreichte der Vorgänger aller heutigen Pferde Eurasien. Es handelte sich bereits um die Gattung „Equus“, die einzige bis heute überlende Gattung der frühen Pferde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Interessanterweise entwickelte sich das Pferd im Laufe der Geschichte hauptsächlich auf dem amerikanischen Kontinent, starb dort dann aber vor etwa 10.000 Jahren aus. Alle heute in Nord- und Südamerika lebenden Pferde kamen erst später mit europäischen Entdeckern und Eroberern wieder auf den Kontinent. Das gilt auch für Zebras und Esel. Das Zebra entwickelte sich in Südafrika aus den eingewanderten Equiden, der Esel in Nordafrika. In den kalten nördlichen Regionen Europas und Asiens dagegen kamen langsam die Vorläufer des modernen Pferdes auf: das Przewalskipferd in Asien, der Tarpan im Bereich des heutigen Osteuropa und Westrußland, das Tundrenpferd in Nordostsibirien und das Waldpferd im heutigen Nordeuropa. Heute existiert als einzige echte Wildpferderasse nur noch das Przewalskipferd .</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_580" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Paulo-Philippidis-przewalski.jpg"><img class="size-medium wp-image-580 " title="Foto: Paulo Philippidis/flickr, Przewalskipferd" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Paulo-Philippidis-przewalski-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/canorus/5275974895/" target="_blank">Foto: Paulo Philippidis/flickr</a>, Przewalskipferd</p></div>
<p>Wie genau sich aus diesen Wildpferden die heutigen Hauspferdetypen entwickelten, ist umstritten. Man geht allerdings mehrheitlich davon aus, dass die Domestikation nicht an einem Ort stattfand, sondern parallel durch verschiedene Völker und mit verschiedenen Wildpferdetypen. So könnte das nordeuropäische Waldpferd der Vorfahre der heutigen Kaltblüter sein, während der Tarpan ein möglicher Vorläufer der leichten Südpferde sein könnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Je nach Literatur, findet eine Einteilung in 2 oder in 4 frühe Pferdetypen statt, die zwar nicht wissenschaftlich exakt sind, aber ein Erklärungsmodell für das Wesen und das Äußere der heutigen Pferde liefern. Von zwei Pferdetypen ausgehend, unterteilt man in ein schwereres, sehr robustes „Nordpony“ und ein leichtes, schnelles „Südpony“, mit Unterschieden in z.B. Fluchtdistanz, Witterungsempfindlichkeit und Futterverwertung. Die 4 Pferdetypen unterteilen noch etwas genauer, wobei Typ1 und Typ 2 zum oben genannten „Nordpony“ zusammen gefasst werden können und Typ 3 und Typ 4 zum „Südpony“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die 4 Pferdetypen stellen sich wie folgt dar</strong>:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Typ 1: Nordpony</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_581" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/David-Masters-exmoor-pony.jpg"><img class="size-medium wp-image-581 " title="Foto: David Masters/flickr, Exmoor Pony" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/David-Masters-exmoor-pony-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/davidmasters/2810632155/" target="_blank">Foto: David Masters/flickr</a>, Exmoor Pony</p></div>
<p>Das Nordpony soll in Nordwesteuropa gelebt haben, mit einem Stockmaß von etwa 120cm, geradem Kopf mit großen Nüstern zur Lufterwärmung und mit insgesamt robust-kräftiger Statur. Angepasst war es an feuchtkaltes Klima und karge Nahrung, sowie raue, felsige Landschaft. Daraus ergab sich eine hohe Robustheit, Nervenstärke (jede Flucht kostet Energie oder kann auf steinigem, hügeligen Boden zu schweren Verletzungen führen) und eine sehr gute Futterverwertung. Als Anpassung an knappe Nahrung und ausgeprägte Jahreszeiten, neigte der Pferdetyp nicht zu festen Revieren und war sehr wanderfreudig. Enges Zusammenleben unter widrigen Bedingungen sorgte für einen sehr aggressionslosen Pferdetyp mit geringer Individualdistanz. Das heutige Exmoor-Pony z.B. würde diesem Typ entsprechen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Typ 2 Tundrenpony</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Tundrenpony entspricht in etwa dem Przewalskipferd und lebte im heutigen Südrußland und Kasachstan, bis Iran und Westchina. Es war angepasst an große Kälte und knappe Nahrung. Das Tundrenpony soll größer und massiger gewesen sein, als das Nordpony und käme als Vorgänger des heutigen Kaltblutes in Frage. Vom Wesen her soll es ebenfalls sehr nervenstark, eher ruhig und aggressionslos gewesen sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Typ 3 Ramskopfpferd</strong></p>
<div id="attachment_583" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/mustapha_ennaimi1.jpg"><img class="size-medium wp-image-583 " title="Foto: mustapha_ennaimi/flickr, Berber" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/mustapha_ennaimi1-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/ennaimi/3805901042/" target="_blank">Foto: Mustapha Ennaimi/flickr</a>, Berber</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Ramskopfpferd entwickelte sich im warmen Steppenklima Zentralasiens, war robust-athletisch und sehr schnell und wendig. Der heutige Achal-Tekkiner oder das Sorraia-Pferd entsprechen diesem Pferdetyp. Das Futterangebot und das Klima waren gut, was mit recht hohem Revierverhalten einherging, aber auch mit nur recht losem Herdenverband. Feinde waren in der ebenen Graslandschaft leicht zu entdecken und eine Flucht meist die beste Option. So ist die Flucht-, aber auch die Individualdistanz beim Ramskopfpferd groß. Das Fell ist fein, der Rumpf mehr auf optimale Atmung, weniger auf optimale Verdauung ausgelegt. Pferde diesen Typs sind sehr bewegungsfreudig und teils mit recht stürmischem Temperament gesegnet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Typ 4 Steppenpferd</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das kleinere Südpferd soll sich in Südasien, dem Orient und Ägypten entwickelt haben, wo es sich mit zunehmend trocken-heißem Klima auseinander setzen musste. So ist es wanderfreudiger als das Ramskopfpferd, mit weniger Revierverhalten und damit weniger Aggressionen. Die steile Schulter und gerade Kruppe ermöglichten ausdauernden Galopp, so dass dieser Pferdetyp heute noch besonders gut für Distanzrennen geeignet ist. Trotz des eher zierlichen Äußeren ist der Pferdetyp sehr robust und kommt gut mit jahreszeitlich unterschiedlichem Futterangebot und Dürre zurecht. Allein feuchtes Klima bekommt ihm weniger. Der heutige Araber entspricht diesem Pferdetyp.</p>
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