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	<title>Tierfreund &#187; Körper und Sinne</title>
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		<title>Die Entwicklung des Pferdes vom Fohlen bis zum Senior</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 12:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper und Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Pferdehaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbaby]]></category>

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<div id="attachment_612" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Bredehorn-Jens-pixelio-de.jpg"><img class="size-medium wp-image-612 " title="Foto: Bredehorn Jens/pixelio.de" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Bredehorn-Jens-pixelio-de-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.pixelio.de/media/273024?mode=search" target="_blank">Foto: Bredehorn Jens/pixelio.de</a></p></div>
<p>Die Trächtigkeit beträgt bei Pferden gut 11 Monate. Auf den genauen Zeitpunkt der Geburt hat die Stute dabei durchaus Einfluss und sucht sich in der Regel eine ruhige Nacht aus. Auch im Stall lebende Stuten warten gerne, bis sie völlig ungestört sind, also auch keine Menschen mehr in der Nähe sind. Die Geburt selbst dauert oft nur Minuten. Während der Geburt wäre die Stute in freier Wildbahn besonders leichte Beute und der Blutgeruch lockt Fressfeinde an. Deshalb muss alles so schnell wie möglich gehen. Das Fohlen kann bereits kurz nach der Geburt stehen und seine Mutter bei einer möglichen Feindsichtung auf der Flucht begleiten.</p>
<p>Direkt nach der Geburt gibt es intensiven Kontakt zwischen Stute und Fohlen. Die Stute nimmt den Geruch des Fohlens auf und wiehert leise, damit das Fohlen ihre Stimme kennen lernt. Man sollte es der Stute auch nach Möglichkeit selbst überlassen, ihr Fohlen zu säubern. Die Prägung ist fest: die Tiere werden sich nun an Stimme und Geruch immer erkennen. Es ist kaum möglich, einer Stute ein Waisenfohlen unterzuschieben, selbst wenn sie ihr eigenes verloren hat. Auch deshalb ist es so wichtig, die Stute zu Anfang in Ruhe mit ihrem Fohlen die Bindung aufbauen zu lassen: nimmt sie ihr Fohlen durch Störungen nicht an, bleibt die Aufzuchtarbeit alleine beim Menschen. Mit etwa 6 Wochen nimmt das Fohlen zwar schon feste Nahrung zu sich, es wird aber insgesamt 4-6 Monate gesäugt.</p>
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<div id="attachment_613" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/úlfhams_víkingur-isländer-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-613 " title="Foto: úlfhams_víkingur/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/úlfhams_víkingur-isländer-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/24710622@N05/3661599150" target="_blank">Foto: úlfhams_víkingur/flickr</a></p></div>
<p>Die sehr enge Bindung zwischen Mutter und Fohlen bleibt das ganze erste Lebensjahr bestehen. Erst, wenn die Stute erneut ein Fohlen zur Welt bringen könnte, also nach etwa einem Jahr, überlässt sie es der Selbstständigkeit.</p>
<p>Im ersten Lebensjahr beherrschen Fohlen eine spezielle Unterwerfungsgeste, das „Maulen“. Sie kauen dabei mit langem Hals und weit aufgemachtem Maul Luft. Dies garantiert ihnen fast schon Narrenfreiheit bei den älteren Herdenmitgliedern, wenn sich die Fohlen im richtigen Moment zurück nehmen und beschwichtigen.</p>
<p>Das erste Lebensjahr ist von der Natur so gedacht, dass Fohlen Sozialverhalten lernen, die Integration in die Gruppe leisten, zu erkennen lernen, was mögliche Gefahren sind und worauf sie alles achten müssen in ihrer Umwelt. Man sollte daher das erste Lebensjahr gut nutzen, um das Fohlen positiv an den Menschen und an Umweltreize zu gewöhnen, und durchaus auch schon erste Führ-, Hufpflege und Verladeübungen mit ihm machen. Je mehr Mensch und Fohlen miteinander agieren, umso vertrauter werden dem Fohlen die menschliche Kommunikation und auch allgemein die Zusammenarbeit mit dem Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_614" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Thowra_uk-8.jpg"><img class="size-medium wp-image-614 " title="Foto: Thowra_uk/flickr " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Thowra_uk-8-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/thowra/673961138/in/set-72157622825005926/" target="_blank">Foto: Thowra_uk/flickr</a></p></div>
<p>Mit knapp einem Jahr ist das Fohlen dann voll in die Gruppe integriert und verbringt jetzt seine Zeit vor allem mit den 1-2 Jährigen „Geschwistern“. Die erwachsenen Tiere sind nun auch weniger nachsichtig und weisen deutlich zurecht, wenn ein Jungspund zu aufmüpfig wird. Die Jungpferde verbringen viel Zeit mit gemeinsamem Spiel, durch das sie Sozialverhalten, Fluchtverhalten und im Falle junger Hengste auch den Kampf trainieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Stuten erreichen die Geschlechtsreife zwischen 12 und 20 Monaten, Hengste etwas früher. Zur Zucht eingesetzt werden Pferde ab etwa 3 Jahren. Wirklich körperlich und geistig ausgereift sind Pferde aber erst mit etwa 5-7 Jahren. Die letzten Wachstumsfugen schließen sich mit 2-2,5 Jahren, vorher sollte das Pferd nicht eingeritten werden. Mit 6-12 Jahren steht das Pferd in der Blüte seiner Jahre, es ist nun voll leistungsfähig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wirklich alt ist ein Pferd ab etwa 20 Jahren. Die Gelenke zeigen nun mehr oder weniger deutliche Verschleißerscheinungen, die Durchblutung wird schlechter, die Zähne sind stark abgenutzt und auch das Verdauungssystem ist weniger funktionsfähig. Das Pferd braucht nun besondere Aufmerksamkeit und Pflege, kann dadurch allerdings noch 10 oder mehr gute Jahre haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ponys sind allgemein eher spätreif, Großpferde eher frühreif. Ponys werden dafür durchaus bis zu 40 Jahre alt, Großpferde um 25 Jahre.</p>
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		<title>Körperbau und Sinnesleistungen von Pferden</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/korperbau-und-sinnesleistungen/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Jun 2012 12:22:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Körper und Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Körper + Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Pferde]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Der Körperbau und die Sinnesleistungen sind darauf abgestimmt, was das Pferd ursprünglich war und eigentlich auch immer noch ist: ein ausdauerndes Fluchttier, ein Grasfresser [...]]]></description>
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<p>Der Körperbau und die Sinnesleistungen sind darauf abgestimmt, was das Pferd ursprünglich war und eigentlich auch immer noch ist: ein ausdauerndes Fluchttier, ein Grasfresser und ein Herdentier.</p>
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<p><strong><span style="font-size: medium;">Körperbau</span></strong></p>
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<div id="attachment_601" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/Antonio-Alonso-sxc.jpg"><img class="size-medium wp-image-601   " title="Foto: Antonio Jiménez Alonso/sxc.hu" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/10/Antonio-Alonso-sxc.jpg" alt="" width="288" height="300" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.sxc.hu/photo/1178082" target="_blank">Antonio Jiménez Alonso/sxc.hu</a></p></div>
<p><strong>Kopf:</strong> Der Kopf ist beim Pferd sehr langgezogen, was vor Augenverletzungen beim Grasen schützt und außerdem ein beobachten der Umgebung während des Fressens ermöglicht. Dazu tragen auch die seitlich angesetzten Augen und die großen Ohren bei (siehe unten: Gehörsinn). Zudem ist dadurch viel Platz für das große, verzweigte Riechsystem. Die großen Nüstern erlauben viel Luftzufuhr, um auch auf einer längeren Flucht den Körper mit genug Sauerstoff zu versorgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hals:</strong> Der Hals ist relativ lang, in erster Linie, um im Stehen Grasen zu können. Dazu kommt, dass ein längerer Hals auch erlaubt, Busch- und Grasland der Steppe besser zu überblicken und an höher gelegene Futterquellen zu gelangen.</p>
<p>Der Hals spielt daneben eine wichtige Rolle für die Balance. So ermöglicht ein hoch angesetzter Hals z.B. eine bessere Schwerpunktverlagerung auf die Hinterhand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rumpf:</strong> Der tiefe Brustkorb bietet viel Raum für die große Lunge. Bei einem trainierten Pferd kann das Lungenvolumen bis zu 20Liter betragen. Der Rumpf muss auch deshalb so breit und kräftig sein, damit die Verdauungsorgane darin Platz finden. Pflanzen zu verdauen ist für jeden Darm Schwerstarbeit, so dass der Darm bei Pflanzenfressern sehr viel länger ist, als bei Fleischfressern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Beine:</strong> Die Beine sind verhältnismäßig lang, was raumgreifende Bewegungen ermöglicht, die nicht nur für Schnelligkeit, sondern auch für Ausdauer sorgen. Die sehr muskulöse Hinterhand ermöglicht große Schubkraft und Sprungstärke. Hier spielt insbesondere auch die Ausprägung der Kruppe mit rein. Die Hauptlast (mind. 60% des Körpergewichts) liegt allerdings auf den Vorderbeinen.<br />
Pferde sind Einhufer, da dies sowohl auf harten als auch auf weichen Böden die schnellste Fortbewegung ermöglicht.</p>
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<p><span style="font-size: medium;"><strong>Sinnesleistungen</strong></span></p>
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<div id="attachment_602" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/jmt-29.jpg"><img class="size-medium wp-image-602 " title="Foto: jmt-29/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/jmt-29-300x233.jpg" alt="" width="300" height="233" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/jmt-29/3492483460/" target="_blank">jmt-29/flickr</a></p></div>
<p><strong>Sehsinn:</strong> Bei Pferden sind die Augen seitlich am Kopf angesetzt, was typisch für Fluchttiere ist. So können sie einen sehr weiten Bereich überblicken, tatsächlich haben sie annähernd Rundumsicht, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Dies bedeutet aber auch, dass die Sehbereiche der Augen kaum überlappen, was zu schlechtem räumlichen Sehen führt. Auf plötzliche schemenhafte Bewegungen von der Seite reagieren Pferde instinktiv mit Flucht.</p>
<p>Pferde sehen in der Dämmerung deutlich besser, als der Mensch. Das liegt zum einen daran, dass der Anteil der Stäbchen sehr hoch ist, zum anderen daran, dass Pferde ein Tapetum Lucidum besitzen und das Pferdeauge auch einfach sehr groß ist. Stäbchen sind die lichtempfindlichen Zellen in der Netzhaut, die für das Sehen in der Dämmerung zuständig sind. Sie reagieren bereits auf sehr schwache Lichtreize, ermöglichen aber nur schwarz-weiß Sehen. Dazu kommen bei vielen Tieren noch die Zapfen, die viel weniger Lichtempfindlich sind, also nur am Tag funktionieren, aber dafür Farbensehen ermöglichen. Auch Pferde haben Zapfen, können Farben aber nicht in dem Umfang wahrnehmen, wie der Mensch. Das Tapetum Lucidum ist eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, die das Licht noch einmal zurück wirft zu den Fotorezeptoren in der Netzhaut. Der Mensch besitzt kein Tapetum Lucidum, aber z.B. Hunde, Katzen und eben auch Pferde. Zu erkennen ist das Tapetum Lucidum im Dunkeln, wenn die Augen von einer stärkeren Lichtquelle angestrahlt werden. Die Augen „leuchten“ dann. Das gute Nachtsehen wird weniger zur Feindsichtung genutzt, das übernehmen vor allem in der Dunkelheit Nase und Ohren, sondern damit auf der Flucht Hindernisse, Stöcke und Abgründe rechtzeitig erkannt werden können.</p>
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<div id="attachment_603" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/connemara-wiki-pd.jpg"><img class="size-medium wp-image-603" title="Kopf und Ohren richten sich auf das Geräusch aus" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/connemara-wiki-pd-300x258.jpg" alt="" width="300" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Kopf und Ohren richten sich auf das Geräusch aus</p></div>
<p><strong>Hörsinn:</strong> Pferde haben ein gutes Hörvermögen, wodurch sie auch sehr leise Geräusche gut wahrnehmen und orten können. Das ist beim Fluchttier Pferd wieder ganz auf schnelles Bemerken von potentiellen Feinden ausgelegt. Die Ohren sind dabei extrem beweglich, sogar unabhängig voneinander.</p>
<p>Da Pferde leisere und auch höhere Töne wahrnehmen, als der Mensch, ist dem Pferdehalter nicht unbedingt immer klar, wovor das Pferd gerade zurück schreckt. Zudem sind einige Geräusche, die ein Mensch als normal empfindet und „überhört“, für Pferde durchaus wichtig. Das Schleifen eines Seils über den Boden könnte eine Schlange sein, das Knacken von Ästchen ein &#8220;Säbelzahntiger&#8221;. Mit der Zeit lernen Pferde, welche Geräusche tatsächlich Gefahr bedeuten und welche harmlos sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_604" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/wiki-pd-8-flehmen.jpg"><img class="size-medium wp-image-604" title="flehmendes Pferd" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/wiki-pd-8-flehmen-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">flehmendes Pferd</p></div>
<p><strong>Geruchssinn:</strong> Die Nüstern der Pferde sind nicht nur äußerlich groß, sie bestehen im Inneren aus einem stark gewundenen System aus Riechzellen, das ein sehr feines Analysieren von Gerüchen ermöglicht. Wo der Mensch nur ein vages Geruchsgemisch wahrnimmt, aus dem höchstens extrem intensive Düfte heraus stechen, kann das Pferd Gerüche quasi in seine Bestandteile zerlegen und auch sehr viel besser orten, als der Mensch. Auch dies ist unter anderem wieder auf den Umstand zurückzuführen, dass Pferde Beutetiere für Raubtiere sind. Sie müssen den entsprechenden Geruch nicht nur sehr früh wahrnehmen, sondern auch recht exakt bestimmen können, aus welcher Richtung der Geruch kommt und wie weit das Raubtier noch entfernt ist.</p>
<p>Daneben hilft der gute Geruchssinn auch dabei, Wasserquellen zu finden, Geschlecht und Paarungsbereitschaft des Gegenüber einzuschätzen oder einfach einen Freund zu erkennen.<br />
Pferde besitzen zusätzlich noch das so genannte Jacobsonsche Organ, das am Gaumen sitzt. Um dieses zu benutzen, stülpt das Pferd die Oberlippe vor, was die Nüstern verschließt, und atmet stark ein. Der Vorgang wird als &#8220;Flehmen&#8221; bezeichnet. Dabei drückt das Pferd die angefeuchtete Atemluft gegen das Jacobsonsche Organ, in dem eine besondere chemische Analyse der Duftmoleküle stattfindet. Genutzt wird es vor allem zur genauen Einschätzung von Paarungsbereitschaft oder Status eines anderen Pferdes, aber auch bei für sie ganz neuen Gerüchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_605" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/McD22.jpg"><img class="size-medium wp-image-605 " title="Foto: McD22/flickr" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/06/McD22-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text"><a href="http://www.flickr.com/photos/smcdevitt/3722775902/" target="_blank">McD22/flickr</a></p></div>
<p><strong>Tastsinn:</strong> Berührungen und Luftbewegungen kann das Pferd fast am ganzen Körper spüren. Das eigentliche „Tasten“ findet aber über spezielle Tasthaare statt, die sich z.B. am Maul befinden. Diese Vibrissen sind nötig, da Pferde nicht sehen, was sich direkt vor ihrem Maul befindet. So stellen sie u.a. über die Tasthaare fest, ob sich beim Grasen Hindernisse wie z.B. Steine vor ihnen befinden und ob sich das Grasen an dieser Stelle überhaupt noch lohnt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Geschmackssinn:</strong> Pferde als Pflanzenfresser haben einen sehr feinen Geschmackssinn, der sie in die Lage versetzt, giftige von ungiftigen Pflanzen zu unterscheiden. Das funktioniert allerdings nicht perfekt, weshalb man sich als Mensch nicht darauf verlassen sollte.</p>
<p>Anders als vorwiegende Fleischfresser wie der Hund z.B., können Pferde Salz schmecken. Das ist nötig, da Pflanzen salzarm sind und Pferde so darauf achten müssen, genug Salz aufzunehmen. Auch süß, sauer und bitter (= potentiell giftig) können sie geschmacklich unterscheiden.</p>
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