<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Tierfreund &#187; Lernen und Beschäftigung</title>
	<atom:link href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/hunde/welpen/die-ersten-wochen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.tierfreund.de</link>
	<description>Herzlich Willkommen</description>
	<lastBuildDate>Fri, 22 Aug 2025 13:27:48 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.4.2</generator>
		<item>
		<title>Spielen mit Welpen &#8211; was Hund und Mensch Spaß macht</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/spielen-mit-dem-welpen/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/spielen-mit-dem-welpen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 14:14:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Spiel, Sport und Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[Spiele]]></category>
		<category><![CDATA[Tierbaby]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2699</guid>
		<description><![CDATA[&#160; In diesem Abschnitt geht es in erster Linie um Allgemeines rund um das Spielen mit dem (jungen) Hund. Viele Vorschläge und Anleitungen rund um [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Abschnitt geht es in erster Linie um Allgemeines rund um das Spielen mit dem (jungen) Hund. Viele Vorschläge und Anleitungen rund um Spiele und Beschäftigungen, findet man hier: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/hunde/spiel-und-spas-hunde/">Spiel, Sport und Spaß</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Warum spielt der Hund?</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2704" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/ann-dabney-kb-21.jpg"><img class="size-medium wp-image-2704" title="ann-dabney " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/ann-dabney-kb-21-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/ann-dabney/3447978613/in/set-72157616735016216/ " target="_blank">Ann-Dabney/flickr</a></p></div>
<p>Der Welpe spielt, um Sozialverhalten zu lernen, Kommunikation und Beißhemmung. Das Spiel dient dem Ausleben von Trieben, erstem einüben von Jagdsequenzen und dem Austesten von Grenzen beim Spielpartner: wann wird es dem Gegenüber zu viel, ab wann wird es ernst, wie zeigt der Spielpartner das? Die Kommunikation wird verfeinert, Körpersignale und Mimik deuten gelernt. Die Motorik wird verbessert und nicht zuletzt die Bindung zwischen den Spielenden verstärkt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Spielerisch können dem Welpen so auch Regeln und Grenzen durch seine Menschen vermittelt werden und erste Übungen aufgebaut werden. Wichtig ist dabei zum einen, dass der Mensch die Regeln festlegt und zum anderen, dass der Mensch wirklich mit Begeisterung und auch Körpereinsatz dabei ist. Dem Hund z.B. lediglich einen Ball zu werfen, ist letztlich ein Spiel zwischen dem Ball und dem Hund, nicht zwischen Mensch und Hund. Man kann sich anschauen, wie Hunde untereinander spielen. Sie sind voller Begeisterung und mit ganzem Einsatz dabei, ohne dafür unbedingt ein Spielzeug zu brauchen. Wer das bei seinem Hund schafft, stärkt sowohl die Bindung, als auch das Interesse des Hundes an seinem Halter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welpen untereinander spielen in erster Linie Beutespiele oder Raufspiele:</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Raufspiele</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Aspekt des Spiels beim Welpen ist das Balgen/Raufen, ein Kräfte messen und Reaktionen austesten. Als Mensch kann man diese Spielform nutzen, um dem kleinen Racker Grenzen aufzuzeigen, z.B. ein Spielabbruch, wenn er „unfair“ spielt, oder um die eigene Position zu stärken, z.B. indem man Anfang und Ende des Spiels bestimmt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_00951.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2713" title="DSC_0095" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_00951-300x234.jpg" alt="" width="300" height="234" /></a>Dabei sollte man jedoch nicht vergessen, dass das Spiel dem Welpen auch Spaß machen sollte. Beim Spiel eines erwachsenen Hundes mit einem Welpen, liegt auch der erwachsene Hund mal auf dem Rücken oder spielt den Hasen. Man vergibt sich bei einem Welpen nichts, wenn er mal „Zwischensiege“ einfahren darf. Im Gegenteil: ein Spiel, bei dem man nie gewinnt und immer untergebuttert wird, macht auf Dauer niemandem Spaß, auch keinem Hund.</p>
<p>Gespielt wird „auf allen Vieren“ auf Augenhöhe mit dem Hund. Man kann in Spiel stupsen und knuffen, knurren und rangeln, eine Flucht andeuten oder selbst zum Angriff übergehen. Der Welpe wird dies sehr gut von „ernsten“ Situationen unterscheiden können. Ein solches Spiel trägt auch viel dazu bei, dass Mensch und Hund gegenseitig das Ausdrucksverhalten, die Körpersprache und Mimik deuten lernen. Wie reagiert der Welpe, wenn man sich mit Spannung auf ihn zu bewegt, wie, wenn man sich von ihm entfernt, sich klein macht oder groß? Erkennt er eine Spielaufforderung des Menschen, erkennt er, ab wann es dem Menschen ernst wird? Was lässt ihn ruhiger, was lässt ihn wilder werden? Auch für die Grundausbildung sind solche Erkenntnisse sehr lehrreich. Ein Hund muss und kann hierbei unterscheiden lernen, mit welchen Menschen solche Raufspiele erwünscht sind und mit welchen nicht. Jeder Erwachsene muss dies für sich selbst entscheiden, mit Kindern sind solche Spiele dagegen tabu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Beutespiele</h5>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2706" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Bob-Haarmans-Golden3.jpg"><img class="size-medium wp-image-2706" title="Bob Haarmans " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Bob-Haarmans-Golden3-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/rhaarmans/6275134766/in/photostream " target="_blank">Bob Haarmans/flickr</a></p></div>
<p>Der zweite große Spielbereich sind die Beutespiele. Das Suchen von Beute, das Lauern und Anpirschen, das Hetzen, Packen und tot schütteln. Letzteres auch gerne in einer Gemeinschaftsaktion als Zerrspiel mit dem Menschen. Einige Welpen bevorzugen Fangen spielen und Hetzen. Andere finden es viel toller, körpernah zu spielen und gemeinsam mit dem Menschen auf der Beute herum zu knautschen und zu zerren. Vor allem, wenn die Beute dabei auch noch quietscht. Einige Menschen lehnen „Quietschies“ in Hundespielzeug völlig ab, da sie glauben, es würde die Beißhemmung beeinträchtigen. Ich persönlich habe diese Erfahrung nicht gemacht, aber dies muss jeder selber entscheiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei Zerrspielen muss man darauf achten, nicht zu feste zu ziehen, am besten überlässt man dem Welpen die Intensität. Es kann sonst zu ausgerissenen Milchzähnen oder gar Zahnfehlstellungen kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn man den Welpen zu einem Spiel animieren möchte, darf man nicht vergessen, dass Beute flüchtet, und nicht angreift. Man zieht die Beute weg vom Hund, gerne in schnellen, abgehackten Bewegungen im Zick-Zack-Kurs. Die Beute verschwindet hinter dem Rücken, kommt kurz zwischen den Beinen wieder zum Vorschein und &#8220;flüchtet&#8221; dann erneut. Besonders gut simulieren kann man Beute durch eine kurze Reizangel: man befestigt ein Spielzeug an einer dicken Schnur oder kurzen Leine (bei dünnen Schnüren besteht eine nicht unerhebliche Verletzungsgefahr) und simuliert die aufgeregte Flucht. Gleichzeitig können auch erste Regeln eingeführt werden: der Welpe muss ruhig warten, während die Beute unbedarft an ihm vorbei schlendert, erst auf das Signal hin kommt der gemeinsame Angriff und die Beute flieht, begleitet von aufgeregten Lauten. Die kurze Leine erleichtert auch das anschließende Zerrspiel. Die Beute wehrt sich und zappelt, erstarrt kurz, ist sie tot? Nein, sie sammelt noch einmal Kräfte und versucht sich erneut zu befreien… Bei jagdtriebigen Rassen sind Regeln bei diesem Spiel besonders wichtig, dennoch muss man nicht auf Beutespiele verzichten. Im Gegenteil, der Hund kann lernen, nie ohne Kommando loszuhetzen oder sich beim hetzen stoppen zu lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Frühling-Mai-0601.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2710" title="Frühling " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Frühling-Mai-0601-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Das Einfordern einer kurzen Wartezeit, und den Welpen nicht immer gewinnen zu lassen, fördert nebenbei auch die Frustrationstoleranz.</p>
<p>Hat der Welpe das Spiel verstanden und Spaß daran, kann man es beim nächsten mal auch damit einleiten, dass man die Beute heimlich versteckt. Dann fordert man den Hund zur gemeinsamen Suche auf. Hat man die Beute gefunden, wird sie belauert, bis nach wenigen Sekunden das Angriffssignal kommt. Der Welpe darf die erlegte Beute auch kurz behalten und stolz herum tragen. So wird er von selbst die Erfahrung machen, dass das Tolle am Spiel nur dadurch weiter geht, dass er sich wieder seinem Menschen nähert. Sein Mensch kann dies fördern, indem er sich vom Hund wegbewegt oder lobend neben ihm her läuft. Ein direktes wieder abnehmen der Beute führt dagegen eher dazu, dass der Welpe in Zukunft erst mal das Weite sucht.</p>
<p>Ein kleiner Trick besteht darin, eine Ersatzbeute in der Tasche zu haben, die man interessant macht, wenn der Welpe mit der ersten Beute Abstand hält. Wenn der Mensch überzeugend mit der Ersatzbeute spielt, ist er so schnell wieder wesentlich interessanter, als die vom Welpen schon erlegte Beute. Ein solches Spiel kann auch später gut als Belohnung und zur Motivation in der Erziehung eingesetzt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist das Spiel beendet, teilt man dies dem Hund mit einem ruhigen Markerwort mit und lässt das Spielzeug ohne Hektik, aber bestimmt, in der Spielzeugkiste verschwinden. Wichtig ist, dass das Spiel immer beendet wird, bevor der Hund die Lust verliert. So wird er beim nächsten mal mit noch mehr Motivation und Freude reagieren, wenn wieder ein Spiel ansteht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2714" class="wp-caption alignright" style="width: 211px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/9b75d45949.jpg"><img class="size-medium wp-image-2714" title="9b75d45949" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/9b75d45949-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Flaschendrehspiel</p></div>
<p>Falls der Hund eine bestimmte Form der Ausbildung durchlaufen soll, ist es eine grundsätzliche Überlegung, mit welcher Spielform gute Grundlagen gelegt werden können und was eher kontraproduktiv ist. Strebt man beispielsweise eine Dummy-Ausbildung an, ist das von Zerren und Knautschen begleitete Beutespiel meist weniger geeignet. Im Zweifelsfall kann man sich im Vorfeld an seinen Ausbilder oder Hundesport-Verein wenden, um auf den zukünftigen Sport zugeschnittene Spielvorschläge zu erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor allem für sehr wilde Welpen, die schwer zur Ruhe kommen, sind Beute- und Raufspiele ebenfalls nur bedingt geeignet. Hier machen ruhige Denkspiele und Geschicklichkeitsspiele sehr viel mehr Sinn, um den Hund auszulasten und die Freude an der Zusammenarbeit mit seinem Menschen zu fördern.<br />
Dazu kommt, dass der Bewegungsapparat des Welpen noch recht empfindlich ist, so sollten zu viele abrupte Bremsmanöver oder Sprünge und Spiele auf glatten Böden vermieden werden.<br />
Wenn man den Welpen müde spielen möchte, nutzt Kopfarbeit meist mehr. Diese überdreht den Welpen nicht und macht meist auch deutlich schneller müde, als ein wildes Tobespiel. Geschicklichkeitsaufgaben und Mutproben, wie das durchqueren eines Stuhl-Sacktunnels, Slalom um Becher laufen, das Beschreiten einer auf dem Boden liegenden Leiter oder das Betreten von raschelnden Untergründen bringen gemeinsame Erfolgserlebnisse und fordern den Welpen. Auch Nasenspiele zum Finden von Futter oder Auspackspiele stoßen meist auf viel Begeisterung. Viele Anregungen findet man hier: <a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/hunde/spiel-und-spas-hunde/spiele_fur_zuhause/">Spiele für Haus und Garten</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2715" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_Vizsla800px-Screen_saver_pics_193.jpg"><img class="size-medium wp-image-2715" title="Vizsla" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_Vizsla800px-Screen_saver_pics_193-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">was machen wir jetzt?</p></div>
<p>Damit der Hund versteht, was ein geeignetes, also erlaubtes Spielzeug ist, kann man eine Hundekiste einrichten. Aus dieser kommt alles, was zum spielen erlaubt ist und nach dem Spiel verschwindet das Spielzeug auch wieder dort drin. Wenn das Spielzeug nicht ständig zur freien Verfügung herum liegt, bleibt es deutlich interessanter für den Hund. Die meisten Welpen können mit einem Spielzeug tatsächlich wenig anfangen, wenn niemand da ist, der mit ihnen spielt. Und eigentlich ist das auch gut so, denn der Welpe soll ja seinen Menschen toll und interessant finden und nicht irgendein Spielzeug.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Spielzeug geeignet ist alles, was ungiftig ist und vor allem robust genug, spitzen Zähnen und wilden Zerrspielen standzuhalten. Ein verknotetes abgeschnittenes Hosenbein einer alter Jeans z.B. oder kommerzielles Hundespielzeug aus Hartgummi oder Baumwollstricke eignen sich allgemein gut. Plastikteile, z.B. abgekaute Augen von Stofftieren, können verschluckt viel Schaden anrichten, auch Spielzeug aus weichem Gummi oder Holzspielzeuge sind wenig geeignet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2716" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean-Naber-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-2716" title="Sean Naber " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean-Naber-3-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/seannaber/3301696041/ " target="_blank">Sean Naber/flickr</a></p></div>
<p>Ruhepausen sind für einen Welpen ebenfalls ungemein wichtig, auch wenn er selbst das nicht immer einsieht. Es gibt keinen Grund, dem Welpen Dauerbespaßung zu bieten, nur weil er wach ist. Der Welpe muss auch damit umgehen lernen, dass er mal warten und zurück stehen muss. Leider ist es viel zu häufig so, dass die Begeisterung über den Hund die ersten Wochen oder Monate keine Grenzen kennt und viel zu viel mit ihm gemacht wird, und wenn er älter ist und tatsächlich mehr an Beschäftigung bräuchte, wird er kaum noch beachtet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Allgemein gilt: je abwechslungsreicher gespielt wird, umso besser. Mal mit Beute, mal als Raufspiel, auch mal alleine oder mit anderen Hunden, daneben Nasenarbeit und das Lösen kleiner Denk- und Geschicklichkeitsaufgaben. So werden soziale Fähigkeiten, aber auch Kreativität und das Problemlösungsverhalten gefördert, und man umgeht die Gefahr, dass der Hund sich stereotyp auf ein Spielmuster festlegt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/spielen-mit-dem-welpen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Erziehung des Welpen: die Grundlagen</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/das-erlernen-der-grundkommandos-beim-welpen/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/das-erlernen-der-grundkommandos-beim-welpen/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 12:44:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2524</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Wichtiger als das Lernen von Kommandos, ist beim Welpen das Verstehen der Haushaltsregeln, eine gute Umweltgewöhnung, Vertrauensaufbau zu seinen Menschen und Sozialisation mit anderen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtiger als das Lernen von Kommandos, ist beim Welpen das Verstehen der Haushaltsregeln, eine gute Umweltgewöhnung, Vertrauensaufbau zu seinen Menschen und Sozialisation mit anderen Hunden und Menschen. Mit dem Üben von ersten Kommandos kann man dennoch schon in den ersten Tagen nach dem Einzug beginnen. Um den Welpen nicht zu überfordern, sollte man mit wenigen Kommandos beginnen. Wichtig für den Anfang ist vor allem das „Nein“ und ein Abrufkommando.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0112g.jpg"><img class=" wp-image-2525 alignright" title="DSC_0112g" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0112g-300x223.jpg" alt="die Erziehung des Welpen beginnt mit dem Einzug" width="300" height="223" /></a>Da die Konzentrationsspanne beim Welpen sehr gering ist, sind mehrere kurze Übungseinheiten über den Tag verteilt wesentlich sinnvoller, als eine kompakte „Lernstunde“. Damit der Welpe Freude am Lernen und an der Zusammenarbeit mit seinem Menschen entwickelt, sollte er die Übungen positiv wahrnehmen, nicht als lästige Pflicht. Dazu gehört z.B., dass die Frustration zu Anfang möglichst gering gehalten wird, der Übungsaufbau für den Hund positiv ist und die Schritte klein sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Grundvoraussetzung zum üben ist, dass man selber entspannt ist, weder schlecht gelaunt, noch ungeduldig. Wenn etwas nicht klappen will, der Hund unkonzentriert wirkt oder es nicht versteht, beendet man die Lerneinheit positiv, mit einer Übung, die der Hund kennt und mag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es kann helfen, ein Trainingstagebuch zu führen, um zu erkennen, was beim Training jeweils positive und was negative Effekte hatte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Optimalerweise beendet man die Übungseinheit immer, bevor der Welpe die Lust verliert. So bleibt das gemeinsame Üben etwas Positives und für den Hund Erstrebenswertes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2526" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean-Naber-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2526" title="Sean Naber " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean-Naber-2-240x300.jpg" alt="" width="240" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/seannaber/3323336094/ " target="_blank">Sean Naber/flickr </a></p></div>
<p>Wichtig ist auch der richtige Zeitpunkt von Lob und Strafe. Beides muss unmittelbar erfolgen, am besten zeitgleich mit dem erwünschten, bzw. unerwünschten Verhalten. Hunde leben in der Gegenwart, sie verknüpfen Lob/Strafe immer mit dem, was sie im selben Moment tun oder wahrnehmen. Zerkaut der Welpe z.B. in Abwesenheit des Besitzers einen Schuh und der Besitzer schimpft, wenn er nach Hause kommt, so wird der Welpe das Schimpfen mit der Rückkehr des Besitzers verknüpfen, nicht mit dem zerstörten Schuh.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hunden sind darüber hinaus viele menschliche Beweggründe fremd. Sie tun nichts, um ihren Besitzer zu ärgern oder um sich zu rächen. Ebenso wird ein Hund es nicht verstehen, wenn er den ganzen Tag ignoriert oder längere Zeit gestraft wird für ein Fehlverhalten. Hunde untereinander weisen kurz zurecht, der zurechtgewiesene Hund beschwichtigt, dann ist alles wieder in Ordnung. Auch beim Lob ist es wichtig, den richtigen Moment zu finden. Hat man Probleme damit, kann ein <a title="Clickertraining" href="https://www.tierfreund.de/clicker-training/">Clicker</a> hilfreich sein, ein besseres Timing zu entwickeln.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für einen Welpen sind menschliche Laute schwer zu unterscheiden. Man macht es ihm leichter, wenn man die einzelnen Kommandos nicht in Sätze verpackt, deutlich ausspricht und vor allem alle Familienmitglieder die gleichen Kommandos verwenden. Es ist dabei völlig unnötig, laut zu werden. Hunde haben ein wesentlich besseres Gehör als Menschen und bei richtigem Aufbau der Kommandos, hören sie auf freundlich geflüsterte Anweisungen nicht schlechter, als auf militärisch gebrüllte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2530" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/estoril.jpg"><img class="size-medium wp-image-2530" title="estoril" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/estoril-300x276.jpg" alt="" width="300" height="276" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/estoril/2538642128/in/set-72157605354652507/ " target="_blank">estoril/flickr </a></p></div>
<p>Hilfreich ist es, sich vorher zu überlegen, was das Endziel ist. Soll der Hund mich beim <a title="Leinenführigkeit und Fuss-Kommando" href="https://www.tierfreund.de/leinenfuhrigkeit-und-fuss-kommando/">Fuß-Kommando</a> anhimmeln und am Bein „kleben“? Oder soll er locker neben mir laufen? Soll er beim<a title="Dem Hund Sitz beibringen" href="https://www.tierfreund.de/sitz/"> Sitz-Kommando </a>so lange sitzen bleiben, bis ich das Kommando wieder aufhebe? Oder nutze ich lieber ein Bleib-Kommando und sonst darf der Hund selbst die Übung beenden?</p>
<p>Wenn man möchte, dass der Hund ein Kommando ausführt, bis es vom Menschen aufgehoben wird, muss man dies zum einen in kleinen Schritten aufbauen, zum anderen muss man das dann auch immer (!) konsequent umsetzen. Z.B. gibt man dem Hund ein Sitz-Kommando, dann klingelt das Telefon, die Tochter hat eine Frage, der Teekessel pfeift… denkt man ans Auflösungskommando? Ein Hund kennt keine Ausnahmen. Ist sein Mensch inkonsequent, wird der Hund schließen müssen, dass es doch an ihm liegt, wie das Kommando ausgeführt wird. Und wird hoffentlich nicht auch noch gestraft dafür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2533" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Alan-Levine-beagle.jpg"><img class="size-medium wp-image-2533" title="Alan Levine " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Alan-Levine-beagle-300x220.jpg" alt="" width="300" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/cogdog/942815437/ " target="_blank">Alan Levine/flickr </a></p></div>
<p>Um auf ein menschliches Kommando zu hören, muss der Hund es richtig verknüpfen, generalisieren und er braucht auch einen guten Grund, es zu befolgen. Nehmen wir erneut als Beispiel das Kommando „Sitz“. Da es unter Hunden kein natürliches Verhalten gibt, mit dem Hund A Hund B mitteilt, dass er sich setzen soll, müssen wir es dem Hund mit menschlichen Mitteln beibringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Anfang steht, dass der Hund seine Position (Hintern auf dem Boden) mit dem Lautzeichen „Sitz“ verbindet. Der Mensch kann den Hund hierzu z.B. körperlich in diese Position drücken oder ihn über Futter locken oder bestätigen, wenn der Hund sich von selbst setzt (z.B. über den <a title="Clickertraining" href="https://www.tierfreund.de/clicker-training/">Clicker</a>). Bald setzt sich der Hund tatsächlich auf das Kommando „Sitz“ hin. Aber warum tut er das?</p>
<p>Bringt man dem Hund das Kommando über körperliche Einwirkung bei, so lernt der Hund, dem unangenehmen Gefühl zu entgehen, wenn er sich „freiwillig“ setzt. Arbeitet man über Belohnung, lernt er, es folgt etwas Angenehmes, wenn er sich setzt. Der Hund zeigt Verhalten, das sich für ihn lohnt, öfter, Verhalten das sich nicht lohnt oder Strafe zur Folge hat, seltener.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was genau verknüpft der Hund? Hunde reagieren besser auf Körpersprache, als auf gesprochene Worte. So ist die Wahrscheinlichkeit zu Anfang viel größer, dass der Hund lernt, sich auf eine bestimmte (unbewusste) Bewegung des Menschen hin zu setzen, als dass er es tatsächlich auf das Wort hin tut. Ob der Hund nur auf das Wort reagiert, kann man z.B. testen, indem man bewusst nur das Zeichen oder nur das Wortsignal gibt. Hört der Hund auch, wenn man mit dem Rücken zu ihm steht? Was tut der Hund, wenn man das Zeichen für Sitz gibt und Platz sagt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2542" class="wp-caption alignright" style="width: 268px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/6dceefdf801.jpg"><img class=" wp-image-2542   " title="6dceefdf80" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/6dceefdf801.jpg" alt="" width="258" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.sxc.hu/browse.phtml?f=view&amp;id=830034" target="_blank">Jamie Nicholas/sxc.hu </a></p></div>
<p>Was denkt der Hund heißt „Sitz“? Meist bringt man dem Hund das „Sitz“ vor oder neben sich bei. So ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der Hund denkt „Sitz&#8221; = mein Hintern berührt den Boden, während ich mich vor/neben meinem Menschen befinde“. Auf Distanz klappt „Sitz“ dann folgerichtig nicht. Ebenso kann der Hund verbinden, dass eine bestimmte Unterlage, ein Teppich z.B., dazu gehört. Und woher soll der Hund wissen, wie lange er sitzen bleiben soll? „Sitz“ für längere Zeit oder aus der Bewegung oder aus dem Platz heraus oder im Freien oder auf Distanz, ist für den Hund erst mal wieder etwas völlig neues.<br />
Dass der Hund lernt, dass „Sitz“ in all diesen Situationen das Gleiche bedeutet, nennt man „Generalisieren“.</p>
<p>Auch die Ablenkung und die Motivation spielen eine Rolle. Es empfiehlt sich, mit möglichst geringer Ablenkung zu beginnen und die Anforderungen langsam zu steigern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Damit der Hund „aufs erste Wort“ hört, sollte man vermeiden, ein Kommando zu wiederholen. Man gibt das Kommando nur, wenn man sich entweder sehr sicher ist, dass der Hund in dem Moment darauf hören wird, oder wenn man es zur Not durchsetzen kann. Wobei gerade bei einem Welpen die Freude an der Zusammenarbeit im Vordergrund stehen sollte; drakonische Strafen bei schlechter Zusammenarbeit sollten unbedingt vermieden werden. Im Zweifelsfall holt man sich erst die Aufmerksamkeit des Welpen und motiviert ihn bereits im Vorfeld zur Zusammenarbeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>mehr zum Thema:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="die Motivation des Hundes – warum hört der Hund?" href="https://www.tierfreund.de/die-motivation-des-hundes-warum-hort-der-hund/">Die Motivation des Hundes &#8211; Warum hört ein Hund?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="wann beginnt die Erziehung des Welpen?" href="https://www.tierfreund.de/konsequenz-und-privilegien/">Konsequenz und Privilegien</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Dominanz und Problemverhalten" href="https://www.tierfreund.de/dominanz-und-problemverhalten/">Dominanz und Problemverhalten</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>Die Grundkommandos:</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0254i.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2539" title="DSC_0254i" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0254i-300x213.jpg" alt="" width="300" height="213" /></a>Die im Folgenden beschriebenen Vorschläge zum Aufbau der Kommandos, beziehen sich auf das Training mit einem Welpen, wenngleich vieles davon beim erwachsenen Hund ebenso gut funktioniert. Falls der Hund erwachsen übernommen wurde und schon verschiedene Baustellen oder Unsicherheiten mitbringt, empfiehlt sich jedoch sicherlich die Begleitung durch einen guten Trainer. Falls man einen bestimmten Hundesport ausüben möchte, wird oft eine ganz bestimmte Ausführung eines Kommandos vorausgesetzt. Im Zweifelsfall trainiert man von Anfang an in einem entsprechenden Hundesportverein, um dem Hund nichts falsch beizubringen. Hier beschrieben ist der Aufbau der Kommandos für den „Familienhund“:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="das Abrufkommando: “Hier”, “Komm”" href="https://www.tierfreund.de/das-abrufkommando-hier-komm/">das Abrufkommando</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Strafe und das Abbruchkommando" href="https://www.tierfreund.de/strafe-und-das-abbruchkommando/">Strafe und das Abbruchkommando</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Sitz" href="https://www.tierfreund.de/sitz/">Sitz</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Platz" href="https://www.tierfreund.de/platz/">Platz</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Leinenführigkeit und Fuss-Kommando" href="https://www.tierfreund.de/leinenfuhrigkeit-und-fuss-kommando/">Leinführigkeit</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="weitere nützliche Kommandos" href="https://www.tierfreund.de/weitere-nutzliche-kommandos/">weitere nützliche Kommandos</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a title="Grundgehorsamsspiele" href="https://www.tierfreund.de/grundgehorsamsspiele/">Grundgehorsamsspiele</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/category/tierinfos/hunde/welpen/welpenprobleme/">Stubenreinheit, Beißhemmung und Co</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/das-erlernen-der-grundkommandos-beim-welpen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welpenstunde &#8211; welche Hundeschule ist empfehlenswert?</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/die-wahl-der-hundeschule/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/die-wahl-der-hundeschule/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 11:51:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grunderziehung (nicht nur) für Welpen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2508</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Eine gute Welpenstunde, eventuell mit anschließendem Erziehungskurs, kann helfen, Probleme mit dem Hund zu vermeiden. Man bekommt viele Tipps und Anregungen zur Ausbildung, hat einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Eine gute Welpenstunde, eventuell mit anschließendem Erziehungskurs, kann helfen, Probleme mit dem Hund zu vermeiden. Man bekommt viele Tipps und Anregungen zur Ausbildung, hat einen Ansprechpartner bei Problemen und der Welpe kann neue Freundschaften schließen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2511" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/estoril7.jpg"><img class=" wp-image-2511" title="estoril" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/estoril7-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/estoril/2537824023/" target="_blank">estoril/flickr </a></p></div>
<p>Leider kann aber jeder Mensch eine Welpenstunde anbieten oder sich Hundetrainer nennen, egal wie qualifiziert er ist oder nach welchen Methoden er ausbildet. Eine schlechte Hundeschule kann tatsächlich wesentlich mehr Schaden anrichten, als Nutzen bringen. So ist es sehr sinnvoll, sich die Hundeschulen oder Vereine in der Umgebung schon im Vorfeld ohne Hund anzusehen. Im Normalfall stört es niemanden, wenn man als Zuschauer beim Training dabei ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dabei kann man erste Eindrücke sammeln: Betreten sowohl die Hunde als auch die Halter gerne und freudig den Platz und arbeiten motiviert mit? Fühlt man selbst sich wohl, mit den angewendeten Ausbildungsmethoden? Passen diese zu einem selbst und seinem Hund?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Viele Wege führen zum Ziel, aber nicht alles passt zu jedem Hund-Halter-Gespann. Auch sind die Erfahrungswerte der Hundeschulen mit den verschiedenen Rassen sehr unterschiedlich. Ein sensibeler Collie ist bei „harten“ Ausbildungsmethoden schnell psychisch am Ende, während manch anderer Hund noch motiviert mitarbeitet. Ein Windhund ist völlig anders zu motivieren, als ein Schäferhund, ein Beagle hat eine andere Arbeitsmoral, als ein Labrador und ein Dalmatiner ein anderes Temperament, als eine Bulldogge. Einige Hundeschulen leisten gute Arbeit bei bestimmten Rassen, sind mit anderen Rassen aber völlig überfordert. Werden individuelle Trainingskonzepte angeboten oder lernen alle Hunde nach Schema F?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_01811.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2516" title="DSC_0181" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_01811-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a>Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt es, was man selbst von der Hundeschule erwartet:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Strebt man eine bestimmte Ausbildung oder einen bestimmten Hundesport an?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Legt man Wert auf Seminare oder Kurse zu bestimmten Themenfeldern, wie z.B. Antijagdtraining oder Ausdrucksverhalten des Hundes?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist auf Wunsch eine Trainingsstunde außerhalb des Hundeplatzes möglich?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>ein paar Anregungen speziell zur Wahl der Welpenstunde:</h5>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie viel Erfahrung hat derjenige, der die Welpenstunde anbietet? Hat er z.B. an Seminaren oder anderen Fortbildungen rund um Hunde teilgenommen? Welche anderen Qualifikationen bringt er mit?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist der Übungsplatz sicher eingezäunt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2518" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/ann-dabney-kb-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2518" title="ann-dabney " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/ann-dabney-kb-2-300x199.jpg" alt="so macht die Welpenstunde spaß" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/ann-dabney/3447978613/in/set-72157616735016216/ " target="_blank">ann-dabney/flickr </a></p></div>
<p>Was erwartet man selbst? Soll der Welpe in erster Linie spielen? Oder sollen auch schon erste Kommandos geübt werden? Möchte man Hilfe bei der Umweltgewöhnung? Legt man Wert auf Stadtspaziergänge oder Wald-Runden?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was lernt der Welpe? Werden auch Tipps gegeben, wie man sich als Mensch, trotz der immensen Ablenkung, für seinen Welpen interessant macht? Werden Übungen zur Umweltgewöhnung, Geschicklichkeit und Koordination gemacht? Z.B. das Laufen durch Flatterbänder, das Begehen einer Wippe, ein Bällebad, verschiedene Geräusche und das Nachstellen von Alltagssituationen? Gute Welpenstunden zeigen auch erste Hilfe am Hund, stellen Tierarztsituationen nach und konfrontieren die Welpen z.B. mit verkleideten, torkelnden oder Schirme aufspannenden Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was lernt der Halter? Sind Fragen erlaubt? Werden kompetente Tipps rund um Haltung und typische Welpenprobleme gegeben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Handelt es sich um einen festen Kurs, mit aufeinander aufbauenden Stunden oder eher um eine lose Runde, ohne feste Lernziele?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Werden nur geimpfte Hunde im Kurs aufgenommen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0110.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2519" title="DSC_0110" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0110-300x278.jpg" alt="" width="300" height="278" /></a>Wird darauf geachtet, Pausen einzulegen und auch darauf, wann der einzelne Welpe müde wird oder seine Aufnahmefähigkeit ein Ende erreicht hat?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie groß ist der Kurs? Ideal sind 4 &#8211; 8 Hunde mit einem ähnlichen Entwicklungsstand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einige Welpenstunden gleichen mehr Raufergruppen. Die Halter stehen am Rand, die Welpen „spielen“ ohne jede Anleitung miteinander. Der schüchterne Neuling wird erst mal platt gemacht, der Shi Tzu verschwindet unter dem Dobermann, 15 Hunde stürmen hinter dem armen Kerl her, der am wenigsten entgegen zu setzen hat. Der Leiter der Stunde erklärt: das muss er lernen, die machen das unter sich aus. Was lernt der junge Hund? Z.B.: super, ich bin der King und darf ungefragt alles platt walzen. Oder: es ist furchtbar unter so vielen Hunden und mein Mensch interessiert sich nicht für mein Schicksal (na wartet, bis ich größer bin und mich endlich selbst zur Wehr setzen kann…). Oder: sobald andere Hunde da sind, ist mein Mensch völlig nebensächlich und uninteressant…<br />
In einer guten Welpenstunde wird darauf geachtet, dass niemand gemobbt wird und Neulinge bekommen Zeit, um aufzutauen. Die Menschen sind dabei und geben ihren Hunden Sicherheit, lernen aber auch, sich trotz der Ablenkung interessant zu machen. Einige Welpenstunden setzen einen souveränen Althund dazu, der übermütigen Rüpeln auf hündische Art Benehmen beibringt und darauf achtet, dass die Spiele nicht ausarten. Der Leiter der Welpenstunde erklärt die Körpersprache und was sich gerade zwischen den Hunden abspielt. Er weist z.B. auf Stress, dominierendes Verhalten, Calming Signals, Jagdsequenzen oder Spielaufforderungen hin.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/die-wahl-der-hundeschule/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Spazieren gehen mit Welpen</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/erste-spaziergange/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/erste-spaziergange/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 11:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Haltung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2489</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Spazieren gehen mit Welpen bedeutet vor allem, ihm die Welt zu zeigen. Alles ist neu und aufregend, manches auch beängstigend. Die Aufgabe des Menschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Spazieren gehen mit Welpen bedeutet vor allem, ihm die Welt zu zeigen. Alles ist neu und aufregend, manches auch beängstigend. Die Aufgabe des Menschen ist es, souverän und geduldig die Erfahrungen des Welpen zu begleiten. Ihm Sicherheit zu geben, wenn er Angst hat, ihm interessante Dinge zu zeigen und Spaß an den gemeinsamen Erkundungstouren zu wecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2492" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean_Naber__6.jpg"><img class="size-medium wp-image-2492 " title="Sean_Naber" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Sean_Naber__6-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/seannaber/3323473494/" target="_blank">Sean Naber/flickr </a></p></div>
<p>Dabei ist es weder sinnvoll, noch gesund, bereits weite Strecken mit dem Welpen zurück zu legen. Es belastet den Bewegungsapparat und die vielen neuen Eindrücke überfordern den Welpen auch schnell. Ein kleiner Ausflug an den Bach oder in den Park, ein kurzer Besuch der Innenstadt oder ein Spiel auf einer Wiese sind Abwechslung und Auslastung genug. Für lange Touren bleibt später noch ein Hundeleben lang Zeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der freien Natur wäre der Radius um die Wurfstätte bis zu einem Alter von etwa 4 Monaten noch sehr beschränkt. Da der Welpe in unserer Welt aber viel kennen lernen muss, eignet sich das Auto oder ein anderes Transportmittel, um den Welpen an das eigentliche Ziel des Ausflugs zu bringen. Das hat auch den angenehmen Begleiteffekt, dass der Welpe das Autofahren positiv mit Spiel und Spaziergang verknüpft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch im Junghundealter (etwa 4 – 8 Monate) sollte man die Dauer der Spaziergänge noch nicht zu lang wählen, es sei denn, man legt Wert auf einen Langstreckenläufer. Der Hund wächst mit seinen Aufgaben, bekommt er mit 6 Monaten bereits 2 Stunden Spaziergang am Stück, werden es mit 12 Monaten schon 4 Stunden sein, die er laufen kann und durchaus auch will. Dazu kommt, dass zumindest bei großen Rassen übermäßige Belastungen in der Wachstumsphase dem Hund schaden können. Durch das schnelle Wachstum sind die Knochen und Bänder sehr weich und empfindlich. So kann eine Überbeanspruchung z.B. zu HD beitragen. Um den Hund müde zu bekommen, eignen sich z.B. Kopfarbeit oder Suchspiele. Daneben kann und sollte ein junger Hund auch lernen, dass er nicht immer bespaßt wird, nur weil ihm gerade danach ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_800px-Shih-poo.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2494" title="Shih-poo" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_800px-Shih-poo-300x248.jpg" alt="" width="300" height="248" /></a>Ganz junge Welpen haben oft ein Problem damit, die &#8220;schützende Höhle&#8221; zu verlassen und bewegen sich draußen freiwillig keinen Millimeter. Macht nichts. Dann wird eben erst mal die unmittelbare Umgebung des Hauses kennen gelernt, die hat für einen Welpen auch schon genug Neues zu bieten. Alternativ beginnt man den Spaziergang erst etwas abseits des Hauses. In sicherer Umgebung ist dabei oftmals noch nicht mal eine Leine nötig. Die meisten Welpen besitzen einen Folgetrieb, der sie engen Anschluss an ihre Besitzer halten lässt. Ausnutzen kann man den Folgetrieb, um dem Welpen von Anfang an beizubringen, auf seinen Menschen zu achten. Das geht so: man läuft nicht überaufmerksam hinter seinem Welpen her, sondern geht selbstwusst seinen eigenen Weg, und sorgt damit dafür, dass der Welpe von sich aus mit der Aufmerksamkeit bei seinem Besitzer bleibt und selbst darauf Bedacht ist, Anschluss zu halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtig ist auch, von Anfang an an der Kommunikation zu arbeiten. Blickkontakt loben, auf Neues aufmerksam machen, ab und an ein Ruf, gefolgt von Spiel oder knuddeln. Jedes mal, wenn der Welpe von sich aus kommt, wartet oder aufmerksam folgt, darf das Lob natürlich auch nicht fehlen. Kommunikation muss sich für den Hund lohnen. Kommt kein Feedback vom Menschen, wird der Hund seine Versuche irgendwann einstellen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2497" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Pixel-Addict.jpg"><img class="size-medium wp-image-2497" title="Pixel Addict" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Pixel-Addict-300x219.jpg" alt="" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/pixel_addict/377682831/ " target="_blank">Pixel Addict/flickr </a></p></div>
<p>Ein zuverlässiger Abruf funktioniert in dem Alter natürlich noch nicht. Taucht etwas auf (ein Spaziergänger oder ein anderer Hund z.B.), wo der Welpe nicht hin soll, ist es am effektivsten, sich selbst in die entgegen gesetzte Richtung zu entfernen. Mit dem Auftauchen des Neuen, ist der Welpe erst mal hin und her gerissen. Er möchte das Neue erkunden und begrüßen, aber auch nicht weg von seinem Menschen. Bewegt sich sein Mensch nun auf ihn zu (z.B. um ihn einzufangen), denkt der Welpe: prima, mein Mensch kommt mit, dann lauf ich jetzt mal begrüßen! Entfernt man sich dagegen, am besten zügig und begleitet von lockenden Lauten, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass der Welpe folgen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von Anfang an sollten ein paar Grundregeln gelten. Wenn die Leine zu Ende ist, ist sie zu Ende. Ziehen bringt den Welpen nicht einen Millimeter weiter vorwärts, egal in welcher Situation. Das ist nicht einfach durchzuhalten bei einem Welpen, zahlt sich aber aus, wenn der Knirps größer und stärker geworden ist. Um dem Welpen einen größeren Radius zu bieten, eignet sich eine 3-5 Meter lange Leine oder eine leichte Schleppleine und in sicherer Umgebung Freilauf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2498" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/R0Ng-Labrador-kB.jpg"><img class="size-medium wp-image-2498" title="R0Ng" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/R0Ng-Labrador-kB-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/ronguillen/2958914716/in/set-72157604073689235 " target="_blank">R0Ng/flickr </a></p></div>
<p>Wenn man nicht möchte, dass der Hund später mit dem aushaken der Leine sofort abdüst, übt man von Anfang an konsequent, dass nach dem Abmachen der Leine erst auf ein Signal gewartet werden muss, bevor es los geht. Man greift ins Geschirr oder Halsband und fordert vom Welpen ein „Sitz“ oder schlicht „warte“, durchaus sinnvoll ist auch ein Blickkontakt. Dann löst man die Leine, hält den Hund aber anfangs zur Sicherheit weiter fest. Das Festhalten soll kein Ziehen sein, sondern möglichst unbemerkt vom Hund bleiben. Das vorher gegebene Kommando besteht weiterhin. Verhält der Hund sich wie gewünscht, gibt man ein Kommando zur Freigabe und lässt ihn los. Führt man das eine Weile konsequent durch, ist ein Festhalten bald nicht mehr nötig. Dieses Vorgehen ist vor allem deshalb sinnvoll, weil der Hund sich so vor dem Freilauf noch einmal ganz auf seinen Halter konzentriert. Auch ist es eine gute Vorübung, um vom Hund später auch in anderen Situationen ein „Warte“ oder ähnliches ohne Leine einfordern zu können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2500" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Dan-Bennett-Yorkie.jpg"><img class="size-medium wp-image-2500" title="Dan Bennett " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Dan-Bennett-Yorkie-300x287.jpg" alt="Spazieren gehen mit Welpen ist oft lustig" width="300" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/soggydan/3462989793/in/set-72157624488356445 " target="_blank">Dan Bennett/flickr </a></p></div>
<p>Erwachsene Hunde, vor allem solche größerer Rassen, werden in der Öffentlichkeit oft misstrauisch beäugt. Welpen dagegen haben quasi Narrenfreiheit. Sie springen an fremden Menschen hoch und werden dafür geknuddelt, tapsen auf Enten zu und werden dabei als neugierig und niedlich empfunden oder stürmen fremden Hunden entgegen und der Halter denkt sich, toll, er kann spielen, es wird schon nichts passieren. Aber mit dem süßen Welpen ist es innerhalb weniger Monate vorbei und damit auch mit den freundlichen Reaktionen der Umwelt. Wenn man dem Welpen diese Dinge durchgehen lässt, ist es sehr schwer, die Fehler hinterher wieder auszubügeln. Konsequenz ist damit ungemein wichtig, auch wenn man einige ungläubige Blicke und Sprüche wie „ach, lassen sie nur, ist der süüüß“ von Passanten erntet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zur Verantwortung in der Öffentlichkeit gehört auch, die Hinterlassenschaften seines Hundes zu entfernen, den Hund in belebter Gegend anzuleinen und ihn nicht auf Kinderspielplätzen toben zu lassen. Jogger und Radfahrer sind meist sehr dankbar, wenn man seinen Hund ran ruft. Auch wenn der Hund „nichts tut“, der andere Mensch weiß dies schließlich nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_ParsonAzulapopa.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2502" title="wiki_pd_ParsonAzulapopa" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/wiki_pd_ParsonAzulapopa-300x215.jpg" alt="" width="300" height="215" /></a>Jeden Ansatz von Jagdverhalten erstickt man am besten im Keim. Ein möglicher Ansatz ist folgender: Nähert der Welpe sich tapsig und neugierig den Enten im Park, folgt umgehend ein negatives Feedback. Bei einem jungen Welpen reicht es meist völlig aus, böse schimpfend oder in die Hände klatschend auf ihn zuzulaufen. Dreht sich der Welpe daraufhin erschrocken zu seinem Menschen um, folgt sofort das höchste Lob, Futter, das beste Spiel. Die Verknüpfung sollte sein: sich einer Ente zu nähern, ist furchtbar, sich stattdessen dem Besitzer zuzuwenden, ist toll. Ein Kommando braucht es nicht, das jagdbare Objekt selbst sollte Auslöser für die Reaktion des Hundes sein. Übt man dies einige Male in verschiedenen Situationen und mit verschiedenen jagdbaren Tieren, kann das bei Rassen mit nicht allzu starkem Jagdtrieb schon reichen, um in wildreichen Regionen später keine Probleme mit seinem Hund zu haben. Es ist sehr angenehm, wenn direkt vor einem ein Reh aufspringt und der Hund daraufhin ohne Kommando sofort zu seinem Besitzer gerannt kommt. Fängt man erst beim erwachsenen Hund mit üben an, ist das meist deutlich aufwändiger. Vor allem, wenn der Hund bereits Wild gehetzt hat und weiß, wie toll sich das anfühlt.</p>
<p>Vor allem bei Rassen mit etwas mehr Jagdtrieb, ist eine Absicherung mittels Schleppleine im Junghundealter in wildreichen Gebieten sinnvoll, um jeden Versuch des Hetzens im Ansatz zu unterbinden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2504" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Rover-JP-Dalmi-und-Bernhardiner1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2504" title="Rover JP " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Rover-JP-Dalmi-und-Bernhardiner1-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/rover_jp/2193654393/ " target="_blank">ROVER_JP/flickr </a></p></div>
<p>Hundekontakte sind wichtig für den Jungspund, aber noch wichtiger sollte sein Mensch für ihn sein. Wer seinen Junghund hauptsächlich auf der Hundewiese mit anderen Hunden spielen lässt und selbst wenig mit ihm macht, braucht sich nicht wundern, wenn der Hund draußen völliges Desinteresse an seinem Besitzer zeigt, sich jedoch beim Anblick anderer Hunde halb überschlägt vor Freude. Das richtige Maß ist gefragt.</p>
<p>Natürlich muss der Welpe die Feinheiten der Hunde-Etikette noch lernen, und das tut er am besten im Kontakt zu gut sozialisierten Artgenossen. Welpenschutz außerhalb des eigenen Rudels existiert allerdings nicht. Einige Hündinnen sehen in fremden Welpen unliebsame Konkurrenz zu potentiellem eigenen Nachwuchs, vielen Hunden sind Welpen auch schlicht zu wuselig und zu aufdringlich. Das zu akzeptieren muss ein Welpe lernen. Zurechtweisungen durch erwachsene Hunde sehen oft fürchterlich aus, vor allem, da Welpen dazu neigen, präventiv los zu schreien. Höfliches und respektvolles Annähern sowie das Akzeptieren der Individualdistanz, ist aber sehr wichtige Hunde-Knigge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0484.jpg"><img class="alignright  wp-image-2503" title="DSC_0484" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0484-300x205.jpg" alt="" width="300" height="205" /></a>Ein gut sozialisierter Hund ist in der Lage, Begegnungen höflich zu gestalten und die Signale der anderen Hunde zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Gute Sozialisation hat dagegen nichts damit zu tun, dass ein Hund mit jedem Artgenossen ein fröhliches Spiel beginnen will. Es gibt ernsthafte Hunde, lebhafte, ruhige, verspielte oder zurückhaltende Hunde und zwischen ihnen Sympathien und Antipathien, wie bei Menschen auch. Statt den Welpen auf Teufel komm raus so viel Kontakt wie möglich haben zu lassen, wägt man besser ab, was der Welpe aus der jeweiligen Begegnung mitnehmen kann. Was lernt er gerade in diesem Moment fürs Leben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wichtig ist auch, dass der Welpe sich darauf verlassen kann, dass sein Mensch für ihn da ist, wenn es wirklich nötig ist. Kein Hund sollte es z.B. ertragen müssen, dauerhaft gemobbt zu werden. Hilft sein Mensch ihm dann nicht, so muss sich der Hund zwangsläufig selbst helfen. Vielleicht wird er sehr ängstlich, vielleicht löst er diese Situationen in Zukunft durch Aggressionen. Hundeeltern oder ranghohe Tiere in festen Rudeln, greifen ebenfalls ein, wenn sich eine Situation aufschaukelt oder übermäßige Aggressionen gezeigt werden. Das bedeutet aber auch, den eigenen Welpen zurecht zu weisen, wenn der über die Stränge schlägt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein ausgelassenes Spiel unter Hunden zeichnet sich dadurch aus, dass jeder mal unten liegt, jeder mal der Gejagte und mal der Jäger ist. Vor allem aber machen alle Beteiligten aus freien Stücken mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/erste-spaziergange/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sozialisierung: wie wird aus dem Welpen ein souveräner Hund?</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/sozialisierung/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/sozialisierung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2012 09:33:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2388</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Eine gute Sozialisierung bedeutet, dass der Hund den Umgang mit Artgenossen und mit Menschen gelernt hat. Er kann die Signale und Kommunikation deuten und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Eine gute Sozialisierung bedeutet, dass der Hund den Umgang mit Artgenossen und mit Menschen gelernt hat. Er kann die Signale und Kommunikation deuten und reagiert angemessen, ohne übertriebene Aggressionen oder Angst. Ebenfalls gehört zu einer guten Sozialisierung, dass der Hund seiner Umwelt souverän und gelassen zu begegnen lernt. Ein vorbei donnernder LKW ist kein Weltuntergang und Bus fahren kein Grund sich zu übergeben. Ein gut sozialisierter und an seine Umwelt gewöhnter Hund, ist ein angenehmer Begleiter im Alltag. Ein Hund, der auf vieles ängstlich oder gar angstaggressiv reagiert, schränkt den Alltag dagegen oft sehr ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2391" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Bob-Haarmans-Golden2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2391 " title="Bob Haarmans Golden" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Bob-Haarmans-Golden2-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/rhaarmans/6275136306/in/photostream" target="_blank">Bob Haarmans/flickr</a></p></div>
<p>Junge Welpen reagieren meist sehr unvoreingenommen und neugierig auf Neues. Alles, was sie jetzt positiv oder neutral kennen lernen, wird ihnen für den Rest ihres Lebens keine Schwierigkeiten mehr bereiten. Dazu kommt, dass der Welpe durch viele Umwelterfahrungen auch fürs Leben abspeichert, dass es keine große Sache ist, sich mit neuen Dingen auseinander zu setzen. Mindestens ebenso wichtig ist die Lernerfahrung, dass sein Mensch ihm dabei immer zur Seite steht und der Hund sich auf seinen Menschen und dessen Einschätzungen verlassen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis zu einem Alter von ungefähr 4 Monaten ist die Prägung auf Neues besonders leicht. Allerdings hinterlassen in dieser Zeit auch die negativen Erlebnisse einen sehr tiefen Eindruck. Mit etwa 4 Monaten wird der Welpe dann deutlich eigenständiger, was die Gefahr mit sich bringt, dass sich unerwünschte Verhaltensweisen und Ängste festigen, die durch frühere Erfahrungen entstanden sind. Man spricht jetzt von einem Junghund, nicht mehr von einem Welpen. Der Hund unterscheidet nun auch zwischen „Rudel“ und Fremden und lässt sich auch an andere Tiere nicht mehr ganz so leicht gewöhnen. In der Natur ist dies die Phase, in der sich die Welpen langsam vom Wurfplatz entfernen und selbständiger werden. Ein gesundes Misstrauen und Vorsicht sind da überlebenswichtig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2393" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Daisyree-Bakker.jpg"><img class="size-medium wp-image-2393 " title="Daisyree Bakker" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Daisyree-Bakker-300x212.jpg" alt="" width="300" height="212" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/27875041@N02/4534098468" target="_blank">Daisyree Bakker/flickr</a></p></div>
<p>Leider gibt es in der modernen Welt Unmengen von Eindrücken, Gerüchen, Geräuschen, Gegenständen und Situationen, immer wieder neue Menschen (mit Krückstock, betrunken oder im Rollstuhl), Aufzüge, flatternde Markisen, Mofas und lebensechte Tierfiguren… Ein unsicherer Hund, und ebenso seine Besitzer, sind da schnell überfordert. Glücklich ist der Welpenbesitzer, dessen Neuzugang schon beim Züchter viel kennen lernen durfte. Je abgeschotteter der Welpe aufwuchs, umso größer sind meist die Mühen, ihn umweltsicher zu bekommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am Anfang steht die Überlegung, worauf der Welpe in seinem späteren Leben gelassen reagieren sollte. Wird er später öfter mit in die Innenstadt müssen? Wird er Bus und Bahn fahren müssen? Wird er viel unter immer wieder neuen Menschen sein? So kann man sich eine Prioritäten-Liste erstellen. Wichtig ist nämlich auch, dass der Welpe nicht mit Eindrücken überflutet und überfordert wird. Er braucht Zeit, alles zu verarbeiten. Nur wenn er Neues positiv oder neutral kennen lernt, hilft es ihm tatsächlich fürs Leben. Wichtig ist es ebenfalls, dass der Hund ein Grundvertrauen zu seinem Menschen aufbaut, falls es doch einmal zu beängstigenden Situationen kommen sollte (siehe hierzu auch „<a title="Bindung" href="https://www.tierfreund.de/bindung/">Bindung</a>“). Meist ist das beste, was der Mensch machen kann, viel Gelassenheit und Ruhe auszustrahlen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>ein paar Vorschläge, was der junge Hund positiv oder neutral kennen lernen sollte:</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2397" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Lewis-Kelly.jpg"><img class="size-medium wp-image-2397" title="Lewis Kelly" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Lewis-Kelly-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/43190831@N07/4678926785/ " target="_blank">Lewis Kelly/flickr</a></p></div>
<p><strong>Menschen</strong>: Junge Welpen gehen meist ohne jede Scheu auf fremde Menschen zu. Üben kann man, dass auch Rollstuhlfahrer, betrunkene (torkelnde) Menschen, Menschen mit wallenden Mänteln, Spazierstock oder großen Hüten keine Bedrohung darstellen. Auch, dass es große und kleine Menschen gibt, joggende und hüpfende, und dass Menschen manchmal so seltsame Dinge tun wie z.B. einen Regenschirm aufzuspannen. Wichtig ist, dass der Hund auch auf Rollschuh- und Fahrradfahrer gelassen reagiert. Begegnet der Hund erst im Junghundealter das erste mal einem solchen, kann die Angst oder auch der Jagdtrieb zu unliebsamen Reaktionen führen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Kinder</strong>: Welpen finden Kinder meist unwiderstehlich, vor allem kleine Kinder. Erwachsene Hunde, die nie viel Kontakt mit Kindern hatten, finden Kinder dagegen oft eher beängstigend oder nervig, mit ihren ungestümen Bewegungen, den unvorhersehbaren Reaktionen und der Lautstärke. Umso wichtiger, dem Welpen Kinder positiv näher zu bringen. Wichtig ist dabei natürlich, dass der Welpe keinesfalls schlechte Erfahrungen mit Kindern macht. Hat man keine eigenen, kann man Kontakt zu Hunde erfahrenen oder ruhigen Kindern im Verwandten- und Bekanntenkreis suchen. Da sowohl Welpen, als auch Kinder zu Überreaktionen und stürmischen Handlungen neigen, ist es absolut tabu, den Welpen mit kleinen Kindern alleine zu lassen. Vielmehr sollte man den Welpen unter Kontrolle halten und auch dem Kind erklären, welches Verhalten angemessen ist.</p>
<p>Spaziergänge und Spiele in der Nähe von Kindergärten, Schulhöfen oder Spielplätzen ermöglichen, dass der Welpe die schreienden, spielenden, rennenden Kinder zu ignorieren lernt. Dies ist mindestens genau so wichtig, wie eine positive Reaktion des Hundes auf eine Kontaktaufnahme Seitens des Kindes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2404" class="wp-caption alignleft" style="width: 269px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Diveofficer-Border.jpg"><img class="size-medium wp-image-2404" title="Diveofficer Border" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Diveofficer-Border-259x300.jpg" alt="" width="259" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/diveofficer/2255821539/ " target="_blank">diveofficer/flickr</a></p></div>
<p><strong>Straßenverkehr</strong>: Erste Spaziergänge macht man vorzugsweise an etwas ruhigeren Straßen, reagiert der Welpe dort gelassen auf den Verkehr, steigert man dies langsam. Falls der Welpe unsicher auf den Straßenverkehr reagiert, kann man probieren, in der Nähe einer stärker befahrenen Straße mit dem Welpen zu spielen. Er hört und sieht im Hintergrund die Autos, Mofas und LKWs, da er sich aber auf den mit ihm spielenden Menschen konzentriert, wird der Verkehr unwichtig für ihn.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Zug- und Busfahrten</strong>: Hilfreich ist es, die erste Fahrt nicht im Feierabendverkehr vorzunehmen. Es reicht völlig, wenn der Welpe sich vorerst nur an das Schaukeln, die Gerüche und seltsamen Geräusche gewöhnt. Menschenmengen oder spielende, schreiende Schulkinder sind eine andere Baustelle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>andere Hunde</strong>: Ein Grundproblem bei der Sozialisierung mit Hunden ist, dass man oft nicht einschätzen kann, wie der fremde Hund reagiert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2400" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Eric-Chan-Yorkie-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2400" title="Eric Chan" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Eric-Chan-Yorkie-2-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/maveric2003/2376488346/ " target="_blank">Eric Chan/flickr</a></p></div>
<p>Einige erwachsene Hunde mögen keine Welpen, empfinden sie als aufdringlich, unberechenbar oder schlicht nervtötend. Welpenschutz außerhalb des eigenen Rudels existiert nicht. Vielmehr können vor allem Hündinnen fremde Welpen als unliebsame Konkurrenz zu möglichem eigenen Nachwuchs sehen, mit entsprechenden Reaktionen. Auch angeleinte Hunde neigen teils zu übertriebenem Aggressionsverhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So ist es ein Zwiespalt: einerseits soll der Welpe den Umgang und die Kommunikation mit anderen Hunden lernen, andererseits sind schlechte Erfahrungen dabei natürlich absolut kontraproduktiv. Mit schlechten Erfahrungen ist dabei allerdings nicht die Zurechtweisung durch einen erwachsenen Hund gemeint, wenn der Welpe sich daneben benimmt, z.B. zu aufdringlich ist. Das soll und muss er lernen. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt Kontakt in der ersten Zeit nur zu bekannten, souveränen erwachsenen Hunden und zu anderen Welpen zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2401" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Rover-JP-Dalmi-und-Bernhardiner.jpg"><img class="size-medium wp-image-2401 " title="Rover JP " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Rover-JP-Dalmi-und-Bernhardiner-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/rover_jp/2193654393/" target="_blank">ROVER_JP/flickr</a> Ein Spiel unter Junghunden, lernen fürs Leben</p></div>
<p>Wenn ein anderer Hund den eigenen Welpen massiv bedrängt, trotz, dass dieser sich schon unterworfen hat, ist ein Eingreifen des Halters gefragt. Auch hier soll der Welpe die Erfahrung machen, dass er sich auf seinen Menschen verlassen kann und dieser ihm Schutz bietet. So kann man auch verhindern, dass der Hund mit zunehmendem Alter dazu übergeht, sich selbst zu verteidigen oder gar „präventiv“ nach vorne zu gehen.</p>
<p>Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man seinen Welpen die Erfahrung machen lassen, dass es verspielte und ernste Hunde gibt, geduldige und aufbrausende, Hunde mit kurzem Fang, Zottelfell, Schlappohren oder Stummelrute, große und kleine Hunde. So lernt der Welpe, andere Hunde zu „lesen“ und welche Reaktionen wann angemessen sind. Auf den Kontakt zu unsicheren, sehr aggressiven oder selbst der Hundesprache nicht mächtigen Hunde, verzichtet man aber besser.</p>
<p>Die Grundfrage bei allen Hundebegegnungen sollte immer sein: was lernt mein Welpe hier gerade?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>andere Tiere</strong>: Ein Ausflug aufs Land, an Kühen und Schafen vorbei, lässt den Welpen lernen, dass es Tiere in allen möglichen Größen gibt, auf die gelassen reagiert werden kann. Vorsicht bei Stromzäunen! In einigen Tierparks oder Zoos sind ebenfalls Hunde willkommen. Vor allem Zoos können allerdings eher unsichere Welpen auch völlig überfordern. Im Zweifelsfall beginnt man mit einem ruhigeren kleinen Wildpark, damit der Schuss nicht nach hinten los geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2398" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Andras-Csore-Yorkie-kB.jpg"><img class="size-medium wp-image-2398 " title="OLYMPUS DIGITAL CAMERA" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/Andras-Csore-Yorkie-kB-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/macskafarok/5828295994/in/set-72157623883988440" target="_blank">Andras Csore/flickr</a></p></div>
<p><strong>Innenstadt</strong>: Innenstädte bieten eine ganze Flut von Eindrücken. Ein Feuerwerk an Gerüchen und Geräuschen, Menschenmengen und die seltsamsten Objekte. Auch Aufzug fahren, das Betreten glatter Böden und das ignorieren von Brötchen-Resten und Tauben kann der Hund hier lernen. Der Welpe braucht aber unbedingt Zeit, sich in seinem eigenen Tempo darauf einzulassen.</p>
<p>Man beginnt an einem ruhigen Werktag, etwas abseits vom Trubel und beobachtet, wie sein Welpe sich gibt. Ein einziger Platz oder kurzer Straßenabschnitt bietet genug Neues und Abenteuer für eine ganze Woche. Der Welpe darf sich ruhig erst mal hinsetzen und staunend alles beobachten. Je nach Charakter fängt der Welpe früher oder später von selbst an, die Umgebung zu erkunden. Sobald der Welpe bei weiteren Besuchen etwas gelassener auf den Trubel reagiert, kann man gezielt Abschalttraining machen. Man sucht sich eine Bank oder ein ruhiges Cafe und lässt in Ruhe die Umgebung auf sich wirken. Man wartet, bis der Welpe völlig entspannt ist, sich freiwillig hinlegt, dann geht man wieder Nachhause. Es geht dabei nicht um das Erkunden, sondern darum, dass der Hund lernt, auch in belebter Umgebung zur Ruhe zu kommen und abzuschalten. Ein solches Training kann man z.B. auch an Bahnhöfen oder in Parks durchführen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_6116" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/mjk23-Wetterhoun25.jpg"><img class="size-medium wp-image-6116" title="mjk23-Wetterhoun2" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/mjk23-Wetterhoun25-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/mjk23/5036614018/in/photostream " target="_blank">mjk23/flickr</a></p></div>
<p><strong>Tierarzt und Postbote</strong>: Es scheint sich bei diesen beiden um eine Art natürlichen Feind vieler Hunde zu handeln. Möchte man nicht, dass der Hund später den Postboten verbellt, kann man am Anfang gezielt gegen arbeiten. Man passt den Postboten ab und bittet ihn, den Welpen freundlich zu begrüßen und ihm Futter zu geben. Macht der Postbote das in den nächsten Wochen ein paar mal, ist der Grundstein für eine positive Beziehung gelegt. Die meisten Postboten werden sich gerne darauf einlassen, bedeutet es doch ein Hund weniger, vor dem sie Angst haben müssen, wenn er ihnen mal freilaufend begegnet. Den Tierarzt lernen viele Welpen eher negativ kennen. Das Wartezimmer ist voller Gerüche, die Angst und Stress signalisieren; auch viele Hunde dort sind völlig aufgeregt, bellen oder janken. Der Tierarzt selbst öffnet das Maul, tastet und piekst, was es nicht besser macht.</p>
<p>Für den ersten Tierarzt- Besuch kann man um einen Termin ganz am Anfang oder am Ende der Sprechstunde bitten, wenn das Wartezimmer möglichst leer ist. Dort lässt man den Welpen alles erkunden und beschäftigt sich positiv mit ihm. Der Tierarzt selbst spielt natürlich auch eine große Rolle. Ein guter Tierarzt weiß, wie wichtig der erste Eindruck ist, und wird freundlich Kontakt aufnehmen und erst mal Vertrauen aufbauen. Vielleicht lässt es sich auch so handhaben, dass beim ersten Besuch keine Spritze gegeben wird, sondern nur ein fröhliches Kennen lernen ansteht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Untergründe</strong>: Viele erwachsene Hunde haben ein Problem mit dem Laufen auf Gitterrosten (einige Treppen oder z.B. der Aufgang zu Gondeln in den Bergen bestehen daraus), mit Aufzügen, mit Treppen, durch deren Stufen man hindurch sehen kann, mit engen Brücken, glatten Böden oder schwankenden Untergründen. In guten Welpenstunden wird all dies nachgestellt, so dass der Welpe es in fröhlicher Spiellaune kennen lernen kann. Ansonsten ist man selbst gefragt, dem jungen Hund möglichst viele dieser Eindrücke zu gewähren. Sie stärken auch allgemein das Körpergefühl und das Selbstvertrauen des Hundes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_1299n_02.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2411" title="DSC_1299n_02" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_1299n_02-300x251.jpg" alt="" width="300" height="251" /></a>Alltagsgeräusche</strong>: Wie der Name schon sagt, handelt es sich um Geräusche, die der Hund zufällig immer wieder hört, so dass kaum gezieltes Training notwendig ist. Vor allem auf plötzliche laute Geräusche, Donnergrollen, Schüsse oder herunterfallende klirrende Gegenstände, reagieren dennoch viele Hunde mit Angst. Es gibt Geräusch-CDs im Handel zu kaufen, auf denen eine Vielzahl dieser Geräusche aufgenommen sind. Diese CD kann man bei einem schreckhaften Hund immer mal wieder im Hintergrund laufen lassen, vorzugsweise, wenn der Hund gerade mit etwas Positivem, einem Spiel z.B., beschäftigt ist. Zu Anfang nur ganz leise, dann langsam immer lauter, in dem Maße, in dem der Hund noch einigermaßen entspannt bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/sozialisierung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wie bekommt man eine gute Bindung zu seinem Hund?</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/bindung/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/bindung/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2012 09:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[ein Welpe zieht ein]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2380</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Noch wichtiger als das Erlernen der ersten Kommandos ist der Aufbau einer guten Bindung zu seinem Welpen. Bindung meint ein Zusammengehörigkeitsgefühl und gegenseitiges Vertrauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Noch wichtiger als das Erlernen der ersten Kommandos ist der Aufbau einer guten Bindung zu seinem Welpen. Bindung meint ein Zusammengehörigkeitsgefühl und gegenseitiges Vertrauen. Der Hund fühlt sich gut aufgehoben bei seinem Menschen, hält Rücksprache und orientiert sich an ihm, auch und gerade in schwierigen Situationen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2382" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/MotoWebMistress-kb-Rottweiler-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-2382" title="MotoWebMistress " src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/MotoWebMistress-kb-Rottweiler-2-300x214.jpg" alt="" width="300" height="214" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/motoxgirl/3659192300/ " target="_blank">MotoWebMistress/flickr</a></p></div>
<p>Bindung hat erst mal nichts mit dem Befolgen von Kommandos oder guter „Unterordnung“ zu tun. Der Hund schließt sich freiwillig eng und vertrauensvoll an. Ein Indiz für eine gute Bindung ist z.B., wenn den Hund etwas ängstigt und er daraufhin bei seinem Menschen Schutz sucht, statt entsetzt zu flüchten. Oder wenn der Hund trotz anfänglicher Unsicherheit dem Menschen durch einen dunklen Tunnel folgt, da er auf seinen Menschen vertraut. Zu einer guten Bindung gehört ebenfalls, dass der Hund ansprechbar ist, auch unter Ablenkung, und sich bei Spaziergängen an seinem Menschen orientiert. Somit erleichtert eine gute Bindung auch die Arbeit und Erziehung mit dem Hund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Welpen haben ein dringendes Bedürfnis sich eng an einen Sozialpartner anzuschließen, da sie auf sich allein gestellt noch kaum überlebensfähig sind. So wird ein Welpe in seiner neuen Familie versuchen, von sich aus eine Bindung herzustellen. In Familien schließt er sich oft demjenigen am engsten an, der sich zum einen am meisten um ihn kümmert, zum anderen aber auch Souveränität, Stärke und Ruhe ausstrahlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wie kann man die Bindung fördern?</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0107s.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2383" title="DSC_0107s" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_0107s-300x247.jpg" alt="" width="300" height="247" /></a><strong>Zeige deinem Welpen, dass er sich auf dich verlassen kann.</strong> Wenn der Welpe sich fürchtet, braucht er Menschen, die ihn ernst nehmen und ihm zeigen, dass sie ihm Schutz und Sicherheit bieten können. Das bedeutet nicht, den Hund zu bedauern und zu betüddeln, also ihn in seiner Angst zu bestärken. Vielmehr sollte man dem Hund ein Feedback geben, ihn schützen, wenn es angebracht ist, ihm aber auch vermitteln, wann es keinen Grund gibt sich zu fürchten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Vertrauen und Einschätzbarkeit</strong>. Dazu gehört z.B., dass der Mensch versucht, sich für den Hund verständlich auszudrücken und ihm mit Geduld und Einfühlungsvermögen begegnet. In aller Regel machen Welpen nicht mit böser Absicht etwas falsch, sondern weil sie noch nicht gelernt haben, was genau von ihnen erwartet wird. Inkonsequenz und Unberechenbarkeit sind  in jedem Fall Gift für die Beziehung. Fatal ist es auch, den Hund mit freundlicher Stimme anzulocken, wenn er etwas Verbotenes getan hat und ihn dann zu strafen, wenn er gekommen ist. Oder ihn zu strafen, wenn er eine Übung nicht versteht, aber Mitarbeit anbietet. Diese Dinge führen schnell zu einem misstrauischen Hund und zu einem nur schwer wieder behebbaren Vertrauensverlust.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_1066.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-2384" title="DSC_1066" src="https://www.tierfreund.de/wp-content/uploads/2012/09/DSC_1066-300x206.jpg" alt="" width="300" height="206" /></a><strong>Erfülle die Grundbedürfnisse des Hundes.</strong> Welpen schlafen gerne eng bei ihrem Rudel, auch gerne mit Körperkontakt. Erlaubt man dies dem Welpen, wird er schnell wissen, dass er nun ein neues „Rudel“ hat, das über seinen Schlaf wacht. Neben Sicherheit und Sozialkontakt, gehört auch die Fütterung und gemeinsames Spiel dazu. Der Welpe lernt, dass es sich lohnt, auf seinen Menschen und auf dessen Signale zu achten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Schaffe gemeinsame Erfolgserlebnisse.</strong> Balancieren auf Baumstämmen, erste Erfahrungen mit Wasser, das Erklimmen einer steilen Böschung, die erste Fahrt in einem Aufzug, das gemeinsame Suchen und Finden von Gegenständen oder Futter und allgemein jede Übung, die in vertrauensvoller Zusammenarbeit aufgebaut wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gehe in sicherer Gegend ohne Leine spazieren.</strong> Welpen sind meist sehr bemüht, den Anschluss nicht zu verlieren. Ohne Leine sind sie so gezwungen, auf ihren Menschen zu achten. Zumindest wenn der Mensch seinem Welpen nicht nur hinterher läuft, sondern seinen eigenen Weg geht. Ein anderer Vorteil dabei ist, dass auch der Mensch mehr gezwungen ist, mit seinem Hund zu kommunizieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/bindung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Welpenerziehung: wann beginnt die Erziehung des Welpen?</title>
		<link>https://www.tierfreund.de/konsequenz-und-privilegien/</link>
		<comments>https://www.tierfreund.de/konsequenz-und-privilegien/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Aug 2012 14:23:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Segschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Grunderziehung (nicht nur) für Welpen]]></category>
		<category><![CDATA[Lernen und Beschäftigung]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[hunde]]></category>
		<category><![CDATA[welpen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://www.tierfreund.de/tierfreund/?p=2371</guid>
		<description><![CDATA[&#160; Die Welpenerziehung beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem man den Welpen aufnimmt. Aus dem einfachen Grund, weil Welpen immer lernen, nicht nur wenn man ihnen gerade etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2372" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/photo-by-Maja-Dumat-flickr-11.jpg"><img class="size-medium wp-image-2372 " title="photo by Maja Dumat" src="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/photo-by-Maja-Dumat-flickr-11-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/blumenbiene/5868832727/in/set-72157629237702932" target="_blank">Photo by Maja Dumat &#8211; flickr.com</a></p></div>
<p>Die Welpenerziehung beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem man den Welpen aufnimmt. Aus dem einfachen Grund, weil Welpen immer lernen, nicht nur wenn man ihnen gerade etwas beibringen möchte. Bereits vor dem Einzug sollten sich daher alle Familienmitglieder über zukünftige Haushaltsregeln einig sein. Bekommt der Welpe einmal etwas vom Tisch, merkt er sich das fürs Leben. Darf der Welpe zu Anfang im Bett schlafen, wird es schwer, ihm zu vermitteln, warum er das irgendwann plötzlich nicht mehr darf. Findet man es süß, wenn der kleine Zwerg hinter einem Schmetterling herjagt, so muss man sich nicht wundern, wenn er das später auch bei Wildkaninchen oder Nachbars Katze probiert. Welpen müssen lernen, was erlaubt ist und was nicht, Ausnahmeregelungen gibt es unter Hunden nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2373" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/fPat-Murray-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-2373" title="fPat Murray " src="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/fPat-Murray-4-300x191.jpg" alt="" width="300" height="191" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/fpat/3124145984/in/set-72157608233070312/ " target="_blank">fPat Murray/flickr</a> ob der sich das klauen lässt?</p></div>
<p>Welpen testen aus, immer wieder, alles Mögliche. Nicht mit dem Ziel, möglichst schnell Herrscher über das Rudel zu werden, sondern um sich als sozial lebender Beutegreifer in der Welt zurecht zu finden. Sie wollen und müssen die Regeln des Zusammenlebens lernen; ohne Reaktionen auszutesten, funktioniert das kaum. Sie wollen lernen, wie sie an Futter kommen, wie sie soziale Zuwendung erhalten, was ihr Revier ist und wer Freund und wer Feind ist. Sie beobachten ihre Bezugspersonen sehr genau, bemerken, wann ihre Menschen unsicher werden, wann aufgeregt und wann entspannt. Und ziehen jeweils ihre Konsequenzen daraus. Je souveräner, ruhiger und sicherer man als Mensch agiert, umso entspannter verhält sich auch der Hund. Hunde mögen unklare Situationen ebenso ungern, wie Menschen das tun. Sprunghafte, unsichere, nachtragende oder cholerische Menschen sind für Hunde schwer zu ertragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hunde lernen schnell, was sie tun müssen, um an Futter, Spiel oder Streicheleinheiten zu gelangen, eben an die Dinge, die ihnen wichtig sind. Wer seinen Hund immer streichelt, wenn dieser ihn anstupst, erhält einen Hund, der eben diesen Weg zum Ziel fest abspeichert. Der Hund ist dadurch nicht mehr oder weniger „dominant“, er hat nur gelernt, wie er seine Bedürfnisse Erfolg versprechend mitteilen kann. Man sollte sich entsprechend gut überlegen, welches Verhalten des Hundes man fördern möchte und welches nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_2378" class="wp-caption alignright" style="width: 209px"><a href="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/Bob-Haarmans-Golden31.jpg"><img class="size-medium wp-image-2378" title="Bob Haarmans Golden" src="https://www.tierfreund.de/tierfreund/wp-content/uploads/2012/08/Bob-Haarmans-Golden31-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: <a href=" http://www.flickr.com/photos/rhaarmans/6275134766/in/photostream " target="_blank">Bob Haarmans/flickr</a></p></div>
<p>Oft steht der Hundewelpe die erste Zeit im neuen Zuhause völlig im Mittelpunkt. Es gibt so viel Zuwendung, Spiel und Streicheleinheiten, dass es für den Welpen schwer vorstellbar werden dürfte, dass er irgendwann auch mal warten und zurückstehen muss. Natürlich soll der Welpe nicht sofort stundenlang alleine bleiben oder völlig ausgegrenzt werden. Aber wenn er lernen soll, sich auch mal zurückzunehmen und dass nicht all seine Bedürfnisse immer sofort gestillt werden, vermittelt man ihm das am besten von Anfang an. Man muss nicht auf jede Spielaufforderung eingehen, ihn nicht sofort knuddeln, wenn er so süß vor einem sitzt und er muss auch nicht mit auf Toilette gehen. Aus dem niedlichen kleinen Welpen wird sehr schnell ein eigensinniger Halbstarker, der nun all die Annehmlichkeiten, auf Grund seiner bisherigen Erfahrungen, als sein gutes Recht ansieht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben der Einführung der Haushaltsregeln, ist das Setzen von Tabus wichtig, aber vor allem auch die Freude am gemeinsamen Tun. Der Welpe sollte lernen, dass es sich lohnt, auf seinen Besitzer zu achten, dass es Spaß macht, mit seinem Menschen zusammen Neues zu lernen und dass er sich in jeder Situation auf ihn verlassen kann. Der Aufbau von Vertrauen, eine gemeinsame Kommunikationsbasis und Bindung, legen den Grundstein für ein entspanntes Miteinander.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.tierfreund.de/konsequenz-und-privilegien/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
