dertutnix
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Dabei seit: 20.01.2009
Beiträge: 43
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Meine schönsten Erziehungspannen und peinlichsten Erlebnisse mit meinen Hunden
Wie man einen Bauern verärgert und sich selbst zum Deppen macht: Grisu ist ja ein Aussie und das Hüten würde ich auch gerne mal ausprobieren. Nun hat er leider als Welpe/Junghund einige schlechte Erfahrungen mit einem Elektrozaun gemacht und das mit Weidetieren verbunden. Seit einiger Zeit wird das aber immer besser und seit kurzem zeigt er sogar Interesse an Schafen
Genauer sah das so aus: Wir kamen an einem Bauernhof vorbei, direkt hinter dem Gebäude eine Schafweide mit 6 Schafen, zwischen Weg und Weide etwa 10 Meter Grünstreifen. Grisu guckte zu den Schafen, ich sage: "Schau mal, ganz tolle Schafe" (jaaaa, ich führe immer sehr intelligente Monologe mit meinen Hunden...). Und Grisu lief tatsächlich ein paar Schritte in die Richtung, überhaupt nicht ängstlich
. Ich happy, Bauer, der aus dem Fenster guckte, leider nicht... "Nehmen sie sofort den Hund an die Leine!!!". Ich muss zugeben, ich war baff, gerade noch im Freudentaumel, so schnell muss man erst mal umschalten können. Dementsprechend intelligent meine Antwort: "das ist ein Hütehund, der tut nix!". Im Nachhinein fast lustig
. Leider fand Grisu in dem Moment den Bauer interessanter als die Schafe und lief ein paar Meter in seine Richtung. Das war zu viel für die Schafe, die bis dahin nur ruhig da standen und nun in Panik flüchteten. Ungefähr das habe ich dann auch getan... Grisu gerufen, der kam auch brav, und beschlossen den Hof in näherer Zukunft doch lieber zu meiden...
Als Grisu etwa 5 Monate alt war, hat er probiert, ob es nicht in seinen Aufgabenbereich fällt, unser Grundstück zu bewachen... Und eines Abends habe ich ihm unfreiwillig beigebracht, wie böse fremde Kinder sind, die an unserem Grundstück vorbei laufen
. Wir hatten an dem Abend Besuch, haben gegrillt und Grisu und Lucy (1,5 Jahre) waren durch Menschen und Grillgeruch ziemlich aufgedreht. Oberhalb von unserem Grundstück ist ein Bogenschießplatz und zwei Jungen aus unserem Ort üben da Samstags und gehen anschließend über die Wiese neben unserem Grundstück zurück in den Ort. Lucy reagiert da normalerweise gar nicht drauf… Gestern hörte Grisu was (die Wiese sieht man von unserer Terrasse aus nicht) und lief ein paar Schritte wuffend in die Richtung. Lucy dachte sich wohl, gerade eh nichts besseres zu tun zu haben und lief laut bellend bis zum Rand der Wiese
. Grisu lief bellend hinterher. Da Grisu ein Aussie ist und dementsprechen Wachtrieb mit bringt, dachte ich mir, ich vermittle ihm Sicherheit und dass ich eigentlich für das Aufpassen etc. zuständig bin, geh selbst gucken und sag ihm dann, dass alles in Ordnung ist. Ich habe diese Vorgehensweise irgendwo gelesen und es kommt mir einleuchtend vor. Ich habe also Lucy zurück gepfiffen und ins Platz gebracht und bin mit Grisu (der noch nicht im Platz warten konnte) zurück zur Wiese. Ich habe mich bemüht, einen kompetenten, sichernden Eindruck zu machen (
) und dann zu ihm gesagt: „Alles ok“. Und Grisu war tatsächlich ganz ruhig…für ungefähr eine Sekunde. Leider habe ich dabei nicht bedacht, dass „ok“ unser Auflösungskommando ist. Lucy lag ja eh wie eine gespannte Feder im Platz und sah das wohl als Kommando für ihren Einsatz, jedenfalls kam sie bellend angerast und Grisu sah überhaupt nicht mehr entspannt aus…
Hatte Gott sei Dank keine gravierenden Folgen. Er mag Kinder sehr und jetzt mit fast 2 Jahren kann er auch gut einschätzen, in welchen Situationen seine Wachhundqualitäten tatsächlich gebraucht werden
Mit Lucy fällt mir auch noch was ein:
Lucy war etwa 6 Monate alt und wir an der Talsperre spazieren. Lucy tobt durchs Wasser und die matschige Böschung, rennt dann auf uns zu, an uns vorbei und springt in einem riesen Satz einer fremden Frau auf den Schoß, die hinter uns auf einer Bank saß
. Und Lucy ist immerhin ein recht großer Berner-Sennen-Mix... Jetzt im Nachhinein muss ich doch lachen, in dem Moment wäre ich aber am liebsten im Boden versunken... Die Frau hat es nach dem anfänglichen Schrecken aber Gott sei Dank mit Humor genommen.
Habt ihr auch so (lustige
) Erziehungspannen oder Erlebnisse mit euern Hunden gehabt?
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23.01.2009 16:59 |
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Helena

Mitglied
 
Dabei seit: 17.01.2009
Beiträge: 36
Herkunft: Niedersachsen
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Original von dertutnix
(jaaaa, ich führe immer sehr intelligente Monologe mit meinen Hunden...). |
Das kenn ich
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| Original von dertutnix"das ist ein Hütehund, der tut nix!" |
Wie oft du wohl schon "der tut nix" sagen musstest?
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| Original von dertutnixJetzt im Nachhinein muss ich doch lachen, in dem Moment wäre ich aber am liebsten im Boden versunken... Die Frau hat es nach dem anfänglichen Schrecken aber Gott sei Dank mit Humor genommen. |
Auch sehr lustig, und gut, dass die Frau das so locker genommen hat! Der Hund meines Vaters macht sich auch immer gern einen Spass daraus, mit nassen Pfoten die Beine aller Leute anzuspringen...
| Zitat: |
Original von dertutnixHabt ihr auch so (lustige
) Erziehungspannen oder Erlebnisse mit euern Hunden gehabt? |
Mir ist heute was interessantes mit Hündin Luna passiert. Ich denke, es passt gut in diesen Threat, weil niemand Luna beigebracht hat, dass sich selbstständig bewegende Erde nichts böses ist! Ich sehe es mal spassig als "Erziehungspanne".
Ich drehe also mit Luna zusammen unsere tägliche Runde um den Bauernhof, um die restlichen Tiere zu versorgen, Hühner, Katzen, Enten,... Als wir zurück zum Haus wollten, lief Luna auf die Rasenfläche, auf der sie immer ihr Geschäft verrichtet. Dann blieb sie plötzlich stehen und sah sich um. Sie hatte wohl irgendwas gewittert. Plötzlich fing sie an, wie eine Katze zu schleichen! Ganz langsam hob sie jedes Bein einzeln an, so was habe ich vorher noch nie von Luna gesehen, es erinnerte mich richtig an eine Katze, die sich an einen Käfer anpirscht! (Luna läuft sonst eigentlich nicht sehr feinfühlig) Dann kam sie einem Maulwurfshügel immer näher, bis sie mit der Nase fast dran war.
Ich stand einige Meter entfernt und war noch ganz baff, als ich sah, wie der Maulwurfshügel sich bewegte! Scheinbar war da grad der Maulwurf zugange, es war sehr interessant für mich, denn auch das hatte ich noch nie zuvor gesehen.
Ich war sehr neugierig und habe mich dann auch genähert. Doch scheinbar wurde ich bemerkt, der Maulwurf hat seine Arbeit eingestellt. Ich stand dann ca. zwei Meter entfernt und wartete ab. Luna stand immer noch davor und glotze den Hügel an, das Vorderbeinchen angehoben, fast wie in Jagdstellung. Plötzlich bewegte sich der Hügel wieder. Und Luna schnappte zu. Oh nein, dachte ich bloss und hoffte, dass Luna ihn nicht erwischt hat. Was auch zum Glück nicht passierte, für den armen Maulwurf! (Ich hab nichts gegen Maulwürfe, bei uns sind die nur auf dieser Rasenfläche und stören da auch nicht)
Ich fing an zu schimpfen, denn sowas war nicht erlaubt, und rief sie zu mir. Ihr ganzes Gesicht war voll Erde und es war ein lustiger Anblick. Sie musste dann auch spucken und ich dachte nur "verdiente Strafe!" Der Maulwurf musste dann auch wohl nen tierischen Schreck bekommen haben, die nächsten Minuten bis wir gegangen sind, passierte da nichts mehr.
Also ich fands interessant, ich kenn Luna schon so lange und sowas habe ich von ihr noch nicht gekannt. Ich frage mich auch, ob sie die Bewegungen des Maulwurfs an den Füssen gespürt hat, denn riechen geht ja eigentlich nicht durch die Erde, oder?
__________________ Wenn Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
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10.02.2009 17:00 |
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katzen-vür-alle
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Dabei seit: 23.03.2009
Beiträge: 84
Herkunft: Niedersachsen
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daher kommt also der name dertutnix.
__________________ katzen-vür-alle
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08.09.2009 16:20 |
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