Geschichte der Hauspferde
Pferde werden vom Menschen schon seit etwa 5-6 Tausend Jahren als Haustiere gehalten. Für die Menschheit war die Zähmung des Pferdes ein großer Fortschritt, da das Pferd für die Weiterentwicklung der Völker eine immense Rolle spielte. Es war ausschlaggebend für erfolgreiche Armeen, wichtiger Helfer in der Landwirtschaft und machte lange Reisen und schnelle Jagden erst möglich. Auch das Transportwesen, der Güterverkehr, die schnelle Verbreitung von Nachrichten und das Beherrschen großer Reiche hingen vom Pferd ab. Erst mit dem Aufkommen von Verbrennungsmotoren und der Entwicklung von entsprechenden Landwirtschaftsmaschinen, Transportmitteln und Waffen änderte sich dies. Heute sind Pferde in erster Linie Sport- und Freizeitpartner, mit entsprechend geänderten Zuchtansprüchen.
Körper und Sinnesleistungen
Die Nüstern der Pferde sind nicht nur äußerlich groß, sie bestehen im Inneren aus einem stark gewundenen System aus Riechzellen, das ein sehr feines analysieren von Gerüchen ermöglicht. Wo der Mensch nur ein vages Geruchsgemisch wahrnimmt, aus dem höchstens extrem intensive Düfte heraus stechen, kann das Pferd Gerüche quasi in seine Bestandteile zerlegen und auch sehr viel besser orten, als der Mensch. Auch dies ist unter anderem wieder auf den Umstand zurückzuführen, dass Pferde Beutetiere für Raubtiere sind. Sie müssen den entsprechenden Geruch nicht nur sehr früh wahrnehmen, sondern auch recht exakt bestimmen können, aus welcher Richtung der Geruch kommt und wie weit das Raubtier noch entfernt ist.
typisch Pferd – und was das für die Haltung bedeutet
Beim normalen Grasen bewegen sich Pferde etwa 12-15 Stunden am Tag und legen dabei rund 30km im Schritt zurück. Ein Pferd den ganzen Tag in einer engen Box zu halten und nur zum Reiten rauszuholen ist daher keinesfalls artgerecht. Zudem trägt die gleichmäßige Bewegung über den Tag verteilt zur Gymnastizierung bei, fördert die Durchblutung und regt den Stoffwechsel an. Längeres still stehen dagegen rostet ein und verspannt die Muskulatur des Pferdes, die darauf nicht ausgelegt ist. Der soziale Kontakt zu Artgenossen auf der Weide, auch einfach „nur“ das beieinander stehen ohne störende Gitterstäbe, senkt zudem den Stress und sorgt für Wohlbefinden. Pferde, die sich dauerhaft zu wenig beschäftigen können und Langeweile haben, entwickeln z.T. schwere Verhaltensstörungen, wie Dauerscharren, Koppen (Luftverschlucken) oder Weben.




