KLEINTIERE UND FRETTCHEN

Meerschweinchen

Meerschweinchen stammen ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Dort, genauer in Peru, wurden sie schon vor über 6000 Jahren domestiziert, also vom Wildtier zum Haustier. Dabei ging es den Peruanern nicht um einen putzigen Wohnungsgenossen, sondern um Nahrung. Und das hat sich in Peru bis heute nicht geändert: über 50 Millionen Meerschweinchen werden dort Jahr für Jahr gegessen. Daneben hatte das Meerschweinchen auch kultische Bedeutung für die Inkas: sie wurden den Göttern geopfert, aber auch zur Heilung Kranker eingesetzt.
Nach Europa kamen die ersten Meerschweinchen mit den Spaniern und Holländern, die ab dem 16. Jahrhundert Amerika erkundeten und eroberten. Die Meerschweinchen waren ein nettes, gut zu transportierendes Mitbringsel auf der Heimreise.

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Zwergkaninchen

Auf den ersten Blick sind Zwergkaninchen äußerst geeignete Haustiere: klein, leise, reinlich, gut in einer Mietwohnung zu halten und auch für Berufstätige geeignet. Sie sind niedlich, sozial am Menschen interessiert und tagaktiv. Daneben sind Kaninchen äußerst günstig zu erstehen, das Zubehör ist überschaubar, die Ansprüche scheinen gering.
Leider sind diese Vorzüge für die Tiere selbst ein großer Nachteil: Ein großer Teil der Zwergkaninchen in Deutschland wird nicht artgerecht gehalten, leidet aber nur stumm vor sich hin. Viel zu viele Kaninchen müssen ihr Leben in Einzelhaft verbringen, sozial verkümmert und fast ohne Abwechslung oder Bewegung vor sich hinvegetieren. Ein Kaninchen fürs Kind ist schnell gekauft und genau so schnell ist das Interesse des Kindes dann oft auch wieder verflogen.
Kaninchen sind gesellig, verspielt, aktiv und neugierig. Bei guter Haltung werden sie schnell zutraulich und interagieren gerne mit ihren Menschen. Kaninchen sind somit durchaus sehr interessante Haustiere, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. „Langweilig“ in der Ecke sitzend, an nichts interessiert und scheu auf Menschen reagierend, werden Kaninchen nur bei falscher Haltung.

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Frettchen

Charakteristisch ist die enorme Neugierde von Frettchen. Sie wollen alles erkunden, wollen wissen, was ihr Mensch da gerade in der Hand hält, was hinter der Tür ist und ob sie es nicht doch bis auf die Gardinenstange schaffen. Sie sind dabei sehr direkt und willensstark, von vornehmer Zurückhaltung keine Spur. Viele Frettchen lernen, Schubladen und Schränke zu öffnen, schon alleine, weil sich dadurch schöne „Höhlen“ für sie ergeben. Genauso lieben sie Kartons, Decken, Zeitungsständer und alles andere Höhlenartige.
Dazu sind viele Frettchen kleine Meisterdiebe: sie bringen interessante Dinge in ihren Besitz und horten sie an einem sicheren Ort. Was sie genau sammeln, ist ganz von den Vorlieben des einzelnen Frettchens abhängig.

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