AUSTRALIAN SHEPHERD
Australian Shepherd
Foto: Sara Segschneider

Größe: Rüde 51-58cm, Hündin 46-53cm

Gewicht: 17-27kg

Fell: mittellang, üppig, glatt bis leicht gewellt, mit Unterwolle

Farbe: Bluemerle, schwarz, Redmerle, Rot, alle mit oder ohne weiße/kupferfarbene Abzeichen

häufige Krankheiten: Augenkrankheiten, Epilepsie

Lebenserwartung: 12-14 Jahre

FCI Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde

Geschichte

Entgegen seines Namens, entwickelte sich der Australian Shepherd in den USA. Es wird angenommen, dass seine Vorfahren in Begleitung von Schäfern aus Australien in die USA einwanderten. Dort entwickelte er sich zu einem vielseitigen Farmhund, der neben dem Hüten von Tieren z.B. auch zum Bewachen der Höfe eingesetzt wurde.
Die Beliebtheit der Rasse wuchs parallel zur Westernreiterei nach dem 2. Weltkrieg. Anfänglich hauptsächlich über das Western-Reiten, wurde die Rasse in den 1990ern auch in Deutschland bekannt. Mittlerweile ist der „Aussie“ ein beliebter, sportlicher Familienhund geworden.

Australian Shepherd
Fotos: Sara Segschneider

Verhalten und Wesen

Oft wird der Australian Shepherd als „Border Collie-Light“ verkauft. Tatsächlich ist er eher Allround-Farmhund als Hütespezialist, was seine Haltung prinzipiell auch für Menschen ohne Schafherde empfehlenswerter macht, als den Border Collie. Was ihn aber ebenfalls vom Border unterscheidet, ist ein oft nicht zu unterschätzender Wach- und Schutztrieb. Dazu kommt eine Hütehund-typische eher niedrige Reizschwelle. Diese lässt sich unter anderem aus den traditionellen Haltungsbedingungen erklären: Hütehunde leben und arbeiten in einer Umwelt, die relativ wenig „Neues“ birgt. Ihre Heimat sind große Farmen, viel Natur und immer die gleichen Menschen um sich herum. Somit wurde nie darauf selektiert, dass diese Rasse trotz Menschenmengen, Lärm, vielfältigen Gerüchen und anderen städtischen Begleiterscheinungen, immer gelassen bleibt. Hinzu kommt, dass es zwingend erforderlich ist, dass der Hütehund auf kleinste Bewegungen seiner Herde reagiert sowie Geräusche oder plötzliche Bewegungen im Umfeld als mögliche Gefahr oder zumindest Verunsicherung der ihm anvertrauten Tiere erkennt. Damit ist es dringend nötig, eine möglichst gute Sozialisierung und Umweltgewöhnung vorzunehmen, will man einen gelassenen „Stadt-Aussie“. Sein Wach- und Schutztrieb gepaart mit seiner Bereitschaft, jederzeit für sein "Rudel" einzugreifen, machen es nicht einfacher.

Daneben ist der Australian Shepherd in erster Linie ein robuster und ausdauernder Arbeitshund, der gefordert werden will. Er besitzt eine rasche Auffassungsgabe und eine große Bereitschaft Aufgaben zu übernehmen. Dies bedeutet auch, dass er sich selbst Aufgaben suchen wird, wenn sein Mensch ihm keine gibt. Durch seine Begeisterungsfähigkeit und seinen Willen, sich in seine Familie einzubringen, ist er relativ leicht erziehbar. Härte in der Erziehung ist damit völlig unnötig, zumal ein Aussie in der Regel sehr sensibel auf Ansagen seiner Menschen reagiert. Wichtig ist vor allem Souveränität, Begeisterungsfähigkeit und Konsequenz. 
Der Aussie nimmt ihm übertragene Aufgaben sehr ernst, ist loyal und neigt nicht zum streunen. Fremden gegenüber ist der Australian Shepherd meist eher reserviert. Da es sich beim Hütetrieb um einen umgelenkten Jagdtrieb handelt, bringen viele Aussies auch mehr oder weniger viel Jagdtrieb mit. Dieser ist, durch entsprechende Erziehung und Auslastung, aber in der Regel sehr gut zu kontrollieren.


Haltung und Pflege

Wichtig ist eine gute Auslastung, sowohl körperlich als auch geistig. Dabei ist der Australian Shepherd für viele Sportarten zu begeistern. Neben dem Hüten eignet sich z.B. Agility, Obedience, Dog-Dance, die Begleitung am Pferd oder eine Rettungshundeausbildung. Ein gelangweilter Australian Shepherd dagegen kann unruhig oder überwachsam werden, die Inneneinrichtung zerstören oder anfangen Menschen zu hüten. Dennoch, oder gerade deshalb, ist es sehr wichtig, dass der Aussie im ersten Lebensjahr vor allem Ruhe lernt, sich zurück zu nehmen, und dass er nicht immer im Mittelpunkt steht. Übertreibt man es gerade beim jungen Hund mit der Bewegung und Beschäftigung, ist die Gefahr groß, dass man sich einen nimmermüden, aufgedrehten Hund heranzieht.

In der Fellpflege ist die Rasse eher anspruchslos. Außerhalb des Fellwechsels reicht gelegentliches bürsten.

Australian Shepherd
Foto: Sara Segschneider

Ansprechpartner/Zuchtverband/Nothilfe:

CASD Club für Australian Shepherd Deutschland e.V.
E-Mail: blue.spirit(at)t-online.de
Internet: www.australian-shepherd-ig.de

ASCD AUSTRALIAN SHEPHERD CLUB DEUTSCHLAND e.V.
eMail: Welpenvermittlung(at)ascdev.de
Homepage: http://www.ascdev.de

Australian Shepherd Hilfe
Thomas Hesselbarth 
http://www.notaussies.de/

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