Brustumfang und Gewicht: es gibt 3 Varianten:

Teckel: über 35cm, maximal 9kg

Zwergteckel: 30-35cm, 6-7kg

Kaninchenteckel: bis 30cm, 4kg

 

Fell: es gibt 3 Varianten:

Kurzhaar: kurz, dicht, glatt, hart

Rauhaar: dicht, drahtig mit Bart

Langhaar: weich, glatt mit guter Befederung

 

Farbe:

Kurzhaar und Langhaar: rot oder rotgelb, schwarze Stichelung erlaubt; schwarz oder braun mit gelbem bis rostrotem Brand an Kopf, Brust und Beinen; getigert oder gestromt,
Rauhaar: wie oben, zusätzlich auch saufarben

 

häufige Krankheiten: Dackellähme

 

Lebenserwartung: 13-16 Jahre

 

FCI Gruppe 4: Dachshunde, mit Arbeitsprüfung

 

 

Geschichte

 

Der Dackel, auch Teckel oder Dachshund genannt, wurde im Mittelalter in Deutschland aus Bracken für die Jagd unter der Erde gezüchtet. Hierfür war ein niederläufiger, eigenständiger, mutiger und robuster Hund nötig. Zu Anfang stand die Jagd auf Dachse im Vordergrund, woraus auch sein Name, Dachshund, abgeleitet ist. Das Wort „Dackel“ kann als Kurzform dazu angesehen werden. Neben der Dachsjagd, folgt der Dackel aber auch Kaninchen oder Füchsen in die Bauten und kann zum spurlauten Jagen und Stöbern eingesetzt werden.

Noch heute wird die Größe des Dackels als Brustumfang angegeben, was ausschlaggebend für seinen jagdlichen Einsatz in engen Tierhöhlen ist. Man geht davon aus, dass die ersten Dackel größer und kräftiger waren, als die heutigen Dackel. Dennoch war die Aufgabe des Hundes nicht, sich auf einen Kampf mit dem zu jagenden Tier einzulassen, sondern, es aus seinem Bau vor die Flinte des Jägers zu treiben.

 

Außerhalb von Deutschland wurde der Dackel erst im 19. Jahrhundert bekannt, als die englische Königin Viktoria ihr Herz an die Rasse verlor. Etwas später fand der Dackel auch in Frankreich Verbreitung. Der erste Rassestandard wurde dennoch erst 1925 aufgestellt.

 

Seit den 1960er-Jahren ist der Dackel in den deutschen Welpen-Statistiken immer ganz oben mit dabei. Er wird dabei allgemein mehr als Begleithund, denn als Jagdhund gehalten.

 

Den Dackel gibt es in drei anerkannten Fellvarianten, Kurz-, Rau-, und Langhaar, wobei jede davon in drei verschiedenen Größen gezüchtet wird.

 

 

Verhalten und Wesen

 

Der Dackel wurde gezüchtet, um selbständig zu arbeiten, unter der Erde lassen sich kaum Anweisungen geben. So ist der Dackel noch heute sehr eigensinnig und lässt sich von kleineren Unannehmlichkeiten nicht von seinem Weg abbringen. Eine ebenfalls aus dem Jagdverhalten resultierende “Schwierigkeit” ist, dass Dackel meist kein Problem damit haben, sich längere Zeit außer Sichtweite des Menschen aufzuhalten und das Rufen geflissentlich zu ignorieren.

Dackel sind mutig, ausdauernd und robust und damit trotz der Größe alles andere als Schoßhunde. Sie verfügen über ein sehr großes Selbstbewusstsein und gehen Konfrontationen im Allgemeinen nicht aus dem Weg. Das brachte dem Dackel den Ruf ein, ein Raufer und Kläffer zu sein. Vieles hängt allerdings von der Aufzucht und Erziehung ab, er muss behandelt und erzogen werden, wie der große Hund, als der er sich fühlt.

Menschen gegenüber versucht er gerne seinen Kopf durchzusetzen, ist aber allgemein freundlich. Bei Fremden braucht er häufig etwas länger, um Freundschaft zu schließen, auch sieht er sich selbst als furchtlosen Wachhund. Sein Jagdtrieb ist stark ausgeprägt. Er reagiert dabei sowohl auf Bewegungsreize, vor allem Kaninchen und andere Kleintiere, als auch auf Fährten. Dies zusammen mit seiner Eigenständigkeit, macht Freilauf in wildreichen Gebieten schwierig.

 

 

Haltung und Pflege

 

Bei der Haltung des Dackels sollte man im Hinterkopf behalten, dass er trotz seiner Größe zäh, mutig und aktiv ist und sich selbst als Arbeitshund sieht. Er jagt mit Inbrunst und ohne einen weiteren Gedanken an seine Besitzer, er bewacht Haus und Hof und gräbt leidenschaftlich den Garten um. Der Dackel ist ein Charakterkopf, und gehört zu Besitzern, die ihn lieben, wie er ist. Dabei ist der Dackel keinesfalls erziehungsresistent und über Belohnung auch zur Zusammenarbeit zu bewegen. Ein unerzogener Dackel, dem man alles durchgehen lässt, wird allerdings schnell das Zepter in die Hand nehmen und die Familienordnung nach seinen Vorstellungen umstrukturieren.

 

Eine gute Gewöhnung im Junghundealter an andere Hunde und auch an Kinder ist Voraussetzung, damit er mit diesen später verträglich ist. Aber auch dann eignet sich der Dackel nicht als Kinderspielzeug, da er sich wenig gefallen lässt und mit Respekt behandelt werden will. An andere Haustiere, vor allem an Kleintiere, gewöhnt man ihn am besten schon im Welpenalter. Fremde Kleintiere außerhalb der Wohnung, bleiben dennoch in der Regel Beute für ihn.

Er liebt lange Spaziergang, auch bei schlechtem Wetter. Für Hundesport ist er dagegen weniger zu begeistern.

 

Dackel sind durch die im Verhältnis zu den Beinen extrem lange Wirbelsäule anfällig für Dackellähme, eine Form von Bandscheibenvorfall. Hierbei werden Nerven durch die Wirbel abgeklemmt, was zu Lähmungserscheinungen führt. Die Dackellähme ist nicht mehr rückgängig zu machen, jedoch lassen sich die Symptome durch Medikamente und Reha-Übungen lindern. Vorbeugend wirkt der Aufbau einer guten Rückenmuskulatur durch viel Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht.

 

Der Rauhaardackel gilt allgemein als der gesundheitlich robusteste der Dackel, was er der Einkreuzung von Schnauzern und des Dandie Dinmont Terriers im 19. Jahrhundert verdanken könnte. Auch für Dackellähme ist er weniger anfällig. Der Rauhaardackel ist allerdings vom Wesen her tendentiell noch etwas schärfer und eigensinniger als die anderen Varietäten.

 

 

Ansprechpartner/Zuchtverband/Nothilfe:

 

Deutscher Teckelklub e.V.

 

7058 Duisburg
E-Mail: info(at)dtk1888.de
Internet: www.dtk1888.de

 

 

Aktion Teckelhilfe

 

Manfred Todtenhausen

42111 Wuppertal

http://www.teckelhilfe.de

 

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